46 Bewertungen von Bewerbern kununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
46 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 2,4 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
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46 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 2,4 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Ich habe mich nicht einmal beworben. Ich hatte rund sechs Vorstellungsgespräche. Jedes davon war für mich Zeitverschwendung – nicht weil ich Gespräche scheue, sondern weil man als Bewerber sehr genau spürt, wenn in einem Haus die linke Hand nicht weiß, was die rechte tut.
Immer dieselben Leute, immer dieselben Fragen, alles nach Vorschrift, nichts mit Persönlichkeit. Veraltet, abgespult, Checkliste. Man sitzt da und denkt: Das ist kein Auswahlverfahren, das ist ein Formular, das zufällig sprechen kann. Für mich erklärt das, warum hier nichts vorangeht. Wer nur Schema F kennt, bekommt Schema F. Unseriös wirkt das trotzdem. Ein gutes Licht wirft es auf die Behörde nicht. Passt zum Rest vom Land.
Das Absurde fängt aber erst an, wenn man die Termine nebeneinanderlegt.
Bei allen Gesprächen war für mich die Schwerbehindertenvertretung dabei. Außer beim letzten. Ausgerechnet bei der Stelle, die mir zuvor abgesagt worden war und die später erneut auf der Liste stand. Für mich dieselbe Stelle. Ich habe die Ausschreibungen behalten.
Eine Woche vorher: andere Termine, SBV selbstverständlich im Raum. Die Behinderung war also kein Geheimnis, sie war Teil des Verfahrens. Eine Woche später: Einladung ohne Nennung der Behinderung, im Zimmer wieder das übliche Personal, die SBV diesmal nicht. Nach meinem Verständnis hätte sie dazugehört. Stattdessen die Szene, die mir geblieben ist: Man wirkt überrascht, mich überhaupt zu kennen. Nach meiner Zählung das fünfte Mal von Angesicht zu Angesicht. Links organisiert Schutz, rechts erkennt das Gesicht nicht. Als Bewerber merkt man das. Man muss kein Organigramm kennen.
Nach dem großen Auftritt die Kleinkunst der Kommunikation: Nachfragen versanden. Irgendwann antwortet jemand anderes. Die Absage kommt dann wieder von der Stelle, die vorher nicht reagiert hat. Im Gespräch die Linie, es sei gar nicht dieselbe Stelle. Danach sagt mir jemand aus dem Personal, die ursprünglich vorgesehene Person habe sich anders überlegt. So habe ich das in Erinnerung. Termin kurzfristig vorgezogen. Nach dem Gespräch spricht man die Behinderung an – just in dem Verfahren, in dem die SBV für mich gefehlt hat.
Ich behaupte nicht, hinter verschlossenen Türen Bescheid zu wissen. Ich schildere, was bei mir ankam: Ein Haus, das einlädt, ohne zusammenzuarbeiten. Das Vorschriften zitiert und sie im nächsten Termin vergisst. Das Bewerber als Kulisse braucht, während intern schon jemand im Kopf stand.
Ob das rechtlich zu halten ist, sollen andere prüfen. Ich halte es für falsch und nach meiner persönlichen Einschätzung nicht mit dem AGG vereinbar. Vor allem halte ich es für eine Verschwendung von Lebenszeit.
Weiterempfehlen? Nein. Wer merkt, dass links und rechts nicht miteinander reden, sollte nicht hoffen, mittendrin ernst genommen zu werden.
Selbst nach vollen zwei Monaten erhalte ich bei BITBW keine inhaltliche Rückmeldung auf eine Bewerbung, in die ich angemessen Zeit und Aufwand investiert habe. Auch Rückfragen werden nur sehr verzögert und teils gar nicht beantwortet.
Aus meiner Sicht ist das kein professioneller Umgang mit Bewerbern und spricht weder für effiziente Prozesse noch für eine gute Unternehmenskultur. BITBW sollte sich der Außenwirkung, die dadurch entsteht, bewusst sein.
Von deutschen Behörden hört man leider oft, sie seien schwerfällig und langsam. Es stimmt mich traurig, dass sich dies bereits im Bewerbungsprozess bestätigt. Aufgrund des Umgangs mit Bewerbern kommt BITBW für mich als Arbeitgeber nicht mehr infrage.
Etwas mehr Geschwindigkeit und Transparenz...
Rückmeldungen dauern so lange, dass die Stelle, auf die man sich beworben hat, erneut ausgeschrieben wird. Eine Eine Rückmeldung in Form einer Absage zur eigentlichen Bewerbung (6-10 Wochen) gibt es dann ein paar Tage später...
Ihr redet vom Fachkräftemangel, aber behandelt Bewerber mit Funkstille und Textbausteinen. Wer sich ernsthaft bewirbt, verdient mehr als eine Standardabsage nach eigener Nachfrage. Der Bewerbungsprozess sollte wertschätzend, transparent und zeitnah verlaufen – alles andere wirkt wie reine Bürokratie und nicht wie echtes Interesse an qualifizierten Fachkräften. Ich habe andere Angebote bewusst zurückgestellt, weil ich an eine echte Chance bei Ihnen geglaubt habebekommen habe ich nur Funkstille und eine standardisierte Absage.
Man hat als Bewerberin eine sehr gute Ausbildung und mehrere fachspezifische Weiterbildungen und wird dann so "hingestellt", als sei man absolut unqualifiziert. Dies ist für mich einfach nur respektlos.
Transparenz und Ehrlichkeit bei Stellenausschreibungen und Auswahlprozess. Wenn die Stellenanforderungen klar sind, kann ein passender Kandidat nicht grundlos ignoriert werden - es macht keinen Sinn. Viele ausgeschriebenen Positionen passen für mich. Ich habe kein einziges Interesse von Ihnen vernommen. Monatelang Funktstille, dann "leider konnten wir Ihre Bewerbung nicht berücksichtigen". Gleichzeitig großzügig Ausschreibungen für Vergabe an Fremdfirmen. Ich habe einen schlechten Eindruck von BITBW. Ich werde nie wieder eine Bewerbung an diese Institution senden.
Man gibt sich die Mühe und bewirbt sich mehrmals, dann wird man zum Vorstellungsgespräch eingeladen und kriegt nicht mal nach 5 Wochen Bescheid. Auf meine Nachfrage dann komischerweise eine Absage.
Reaktivität und Rückmeldungen
Ob im Jahr 2024 in einem Bereich mit Fachkräftemangel noch Teaser-Aufgaben im Vorstellungsgespräch nötig sind, um zu sehen, wie die Kandidat*innen in stressigen Situationen reagieren, sollte hinterfragt werden.
Rückmeldung geben, selbst wenn es nur ein 1 Zeiler ist der aussagt das es länger dauert. Ist besser als nichts melden. Bin gespannt ob noch was kommt..
So verdient kununu Geld.