In Rekordzeit vom ***** zum * Arbeitgeber abgestürzt. Traurige Entwicklung.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Eigentlich stimmt in dem Unternehmen nichts mehr!
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Alles! Es war einmal ein sinnstiftendes, menschenzentriertes Unternehmen. Davon ist heute nichts mehr übrig. Die einst großartige JobRad-Kultur wurde zerstört.
Viele langjährige, verdiente Mitarbeiter, die sich jahrelang für die Firma aufgeopfert haben, wurden wegtransformiert. Dem Unternehmen fehlen mittlerweile Werte und Anstand. Das Vermächtnis der Gründer wurde kaputt gemacht.
Meine Prognose: Es sind so viele Personen gegangen, die unglaubliches Fachwissen und menschliche Integrität hatten. Von diesem personellen Aderlass wird sich das Unternehmen nicht mehr erholen.
Verbesserungsvorschläge
„Uns sind die Menschen wichtig, die bei JobRad arbeiten“. So hat es der Gründer vor einigen Jahren mal glaubhaft formuliert. Dorthin sollte das Unternehmen wieder zurückfinden. Leider habe ich den Glauben daran verloren! Nicht mit dieser Geschäftsführung und nicht mit diesen Unit- und Division-Leads.
Arbeitsatmosphäre
Die Stimmung hat ihren Tiefpunkt erreicht. Apathie und Resignation greifen spürbar um sich.
Viele Jahre lang hat es das Unternehmen getragen, dass viele nicht nur 110% oder 120%, sondern oft 150% Einsatz geleistet haben. Und das aus Überzeugung und mit richtig viel Enthusiasmus.
Inzwischen machen jedoch viele nur noch Dienst nach Vorschrift. Es kommt keine Wertschätzung zurück. Nicht in Worten und schon gar nicht monetär.
Hätte vor ein paar Jahren niemals gedacht, dass meine Identifikation mit dem Unternehmen einmal so stark absinken würde.
Früher hat es sich für mich richtig gut und wichtig angefühlt, für JobRad zu arbeiten. Inzwischen hat sich das komplett ins Gegenteil gedreht.
Wegzugehen fühlt sich mittlerweile ehrlicher und attraktiver an als zu bleiben. Alle schauen sich gefühlt nach was anderem um.
Kommunikation
Die monatelange miserable Informationspolitik rund um die „Transformation“ hat viele Mitarbeitende zermürbt und ausgelaugt.
Kollegenzusammenhalt
An der Basis und in den Teams ist der Zusammenhalt nach wie vor stark. Alle teilen den gleichen Frust. Die außergewöhnlich gute Kollegenschaft, auch teamübergreifend, ist das Einzige, was in dem Laden noch stimmt und funktioniert.
Work-Life-Balance
Uns wurde versprochen, dass weniger Leute nicht mehr Arbeit übernehmen müssen. Es ist absehbar, dass daraus nichts wird. In diesem Unternehmen wird man durch die Arbeitslast regelrecht verheizt und verschlissen.
Vorgesetztenverhalten
In den oberen und mittleren Führungsebenen haben sich in den letzten Jahren Personen festgesetzt, die weder Marke, Produkt noch den Markt wirklich verstehen und schon gar nicht die JobRad-Kultur die einst das Unternehmen zu sowas besonderem gemacht hat.
Das Verhalten der Vorgesetzten ist mittlerweile extrem hierarchisch und sie treten nur noch nach unten.
Manche Unit-Leads führen ein kaltes, empathieloses und streng nach Zahlen orientiertes Regiment, bei dem der einzelne Mensch nicht mehr zählt. Fragwürdige Leistungsüberwachung.
Interessante Aufgaben
Mittlerweile unzumutbarer Arbeitsdruck. Man muss sich jeden Tag mit denselben Problemen und Beschwerden unserer JoRadler herumschlagen. Mit weniger Personal wohlgemerkt.
Gleichberechtigung
Mit dem Ausscheiden einer Geschäftsführerin im Januar, die sich besonders für Frauen bei JobRad eingesetzt hat, bleibt abzuwarten, wie sich das Thema weiterentwickelt.
Umgang mit älteren Kollegen
Es war schon auffällig, dass vor allem viele ältere, vermeintlich teurere und alteingesessene Mitarbeiter wegrationalisiert wurden.
Arbeitsbedingungen
Der Campus ist eigentlich top, allerdings ist das Gebäude im Sommer viel zu heiß und es ist schlecht belüftet und die Sonneneinstrahlung ist eine Zumutung. Die Großraumbüros sind zwar ansprechend gestaltet, aber auch viel zu laut. Es ist kaum konzentriertes Arbeiten möglich. Und es gibt keine wirklichen Rückzugsmöglichkeiten.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Es geht nur noch darum, möglichst viele Räder zu verkaufen. Nachhaltigkeit spielt keine Rolle mehr. Das einzige Ziel ist Profit. Der Gedanke der Gründer an der Mobilitätswende mitzuwirken ist völlig verschwunden.
Gehalt/Benefits
JobRad hat noch nie besonders gut gezahlt. Für mich war aber auch nie das Gehalt entscheidend, sondern immer die Sinnhaftigkeit, Freude, Benefits und die Kultur. Wenn all das aber wegfällt, ja dann wird es schwierig.
Dass aber die schlechten Gehälter seit Jahren nicht an die Inflation angepasst wurden, ist mittlerweile inakzeptabel.
Image
Hinter der Fassade bröckelt das Image intern massiv. Ich rate mittlerweile im privaten Umfeld aktiv von JobRad ab.
Karriere/Weiterbildung
Einmal im Jahr die obligatorische Phishing, Datenschutz- und Brandschutzschulung.

