Unklare Ausrichtung. Überflüssige Teamleiter
Gut am Arbeitgeber finde ich
Flexible Arbeitszeiten
Homeoffice
Budget für Mobilität
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Unklare Informationen und Richtlinien seitens der oberen Führungsebene.
Bei kleinen Teams mit weniger als fünf Personen sollte die Position des Teamleiters abgeschafft werden, da solche Teams problemlos selbstorganisiert arbeiten können. Insbesondere Teamleiter ohne fachliche Expertise, die nicht in der Lage sind, operative Aufgaben gemeinsam mit dem Team zu bearbeiten, sollten eher nicht in dieser Rolle bleiben.
Die von JobRad vertretene Auffassung, dass ein Teamleiter nicht unbedingt technisches Know-how benötigt, sondern sich ausschließlich auf Management, Leadership und Ausrichtung konzentrieren soll, ist wenig sinnvoll. Dieses Modell mag auf höheren Führungsebenen funktionieren, aber auf Teamebene ist es entscheidend, dass Führungskräfte die fachlichen Inhalte verstehen und selbst mitarbeiten können.
Durch den Mangel an Fachkenntnissen werden die Meinungen und Vorschläge des Teams oft nicht vollständig und korrekt an das obere Management weitergegeben. Teamleiter sind dadurch auch nicht in der Lage, ihr Team angemessen zu vertreten oder zu verteidigen. Ein Beispiel dafür ist der seit langem bestehende Bedarf nach zusätzlichem Personal: Trotz dieser klaren Anforderung konnte der Teamleiter nicht überzeugend darlegen, warum mehr Ressourcen notwendig sind.
Abgesehen von administrativen Aufgaben wie der Organisation von Meetings oder der Vorbereitung von Agenden leisten sie kaum einen Mehrwert. Es fehlt an klaren Plänen und einer Vision zur Weiterentwicklung des Teams. Selbst in ihrer Rolle als Schnittstelle zwischen Team und oberer Führungsebene erfüllen sie ihre Aufgabe nur unzureichend.
Daher sollte JobRad den Ansatz bei der Auswahl und Besetzung von Teamleitungspositionen grundlegend überdenken.
Verbesserungsvorschläge
Engagierte Führungskräfte sind bereits gegangen, und die neuen Führungskräfte leiten das Unternehmen, ohne die Lage, die Besonderheiten der Branche und die Mitarbeitenden wirklich zu verstehen. Es scheint, als würden sie nur versuchen, die Situation vorübergehend zu bewältigen. Sie sollten einen Gang zurückschalten und die Probleme aus einer Gesamtperspektive betrachten, um klare Ziele und Pläne zu formulieren. Derzeit wirkt alles sehr unklar, und es ist ungewiss, wohin ihre Maßnahmen führen werden. Jetzt ist der Zeitpunkt, an dem sie ihre Kompetenz und Standfestigkeit unter Beweis stellen müssen.
Arbeitsatmosphäre
Das Arbeitsumfeld ist nicht mehr so lebendig wie früher. Alles ist eher bedrückend geworden, und viele arbeiten inzwischen nur noch „auf Sparflamme“, weil sie nicht wissen, wohin die Zukunft führt. Das führt dazu, dass die Arbeit auf einige wenige andere Personen abgewälzt wird.
Image
Von außen wirkt das Unternehmen sehr positiv, aber intern zeigt sich die tatsächliche Realität.
Work-Life-Balance
Die Arbeitszeiten sind flexibel, sodass man persönliche Angelegenheiten gut organisieren kann. Allerdings müssen wir aufgrund von Personalmangel bei operativen Aufgaben mehr Arbeit übernehmen.
Karriere/Weiterbildung
Der Karriereweg ist unklar, und das Budget für Weiterbildungen ist stark begrenzt.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt liegt unter dem Branchendurchschnitt und wurde zwei Jahre in Folge nicht an die Inflation angepasst. Das Bonussystem wirkt wie ein schlechter Witz, da die Zielvorgaben offenbar kaum erreichbar sind. Es gibt weder Weihnachtsgeld noch Urlaubsgeld. Zudem sind die Lebenshaltungskosten – insbesondere die Mieten in Freiburg im Breisgau – sehr hoch.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Solange die Wahrung der Mitarbeiterrechte nicht ausreichend gewährleistet ist, wirkt das Thema soziale Verantwortung lediglich wie Imagepflege.
Kollegenzusammenhalt
Die Teamarbeit innerhalb des eigenen Teams funktioniert gut, aber zwischen den Teams kommt es immer wieder zu gegenseitigem Abschieben von Verantwortung.
Umgang mit älteren Kollegen
n/a
Vorgesetztenverhalten
Teamleiter beteiligen sich nicht an operativen Aufgaben zur Unterstützung des Teams. Die Meinungen und Vorschläge des Teams werden von der oberen Führungsebene nicht verstanden oder berücksichtigt.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen sind nicht mehr so gut wie früher. Das Mittagessen in der Kantine ist sehr schlecht und im Vergleich zur Qualität zu teuer.
Kommunikation
Die Informationen von der obersten Führungsebene sind sehr allgemein gehalten. Wir haben keine konkreten Angaben zu Planung, Ausrichtung oder Zielen, wie wir diese schwierige Phase bewältigen sollen.
Gleichberechtigung
Frauen werden nach wie vor nicht gleich bewertet – weder in Bezug auf ihre Leistungen noch auf ihre Vergütung.
Interessante Aufgaben
Seit der Umstrukturierung der Organisation im Jahr 2024, insbesondere seit der Einführung von PTO, ist die Arbeit eintönig geworden.

