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Kessler-Handorn
Bewertung

TopCompany2027

Einmal und nie wieder

1,0
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr für dieses Unternehmen in Kaiserslautern gearbeitet.

Verbesserungsvorschläge

Betrifft das Heim in Siegelbach

Gehalt/Benefits

Meine persönlichen Erfahrungen mit diesem Arbeitgeber waren leider überwiegend negativ.

Besonders kritisch sehe ich die Regelung zum Weihnachtsgeld: 50 % werden fest gezahlt, während die übrigen 50 % unter anderem von den Krankheitstagen abhängig sind. Wer häufiger krankheitsbedingt ausfällt, erhält entsprechend weniger. Für mich ist das gerade in der Gesundheits- und Altenpflege ein völlig falsches Signal. Ein Beruf, der ohnehin körperlich und psychisch enorm belastend ist, wird dadurch zusätzlich mit finanziellem Druck verbunden. Besonders bitter empfinde ich es, wenn hohe Arbeitsbelastung und personell schlecht besetzte Dienste dazu beitragen, dass Mitarbeiter irgendwann ihre Belastungsgrenze erreichen – und krankheitsbedingte Ausfälle anschließend auch noch finanzielle Nachteile mit sich bringen.

Vorgesetztenverhalten

Auch das Führungsverhalten habe ich als problematisch erlebt. Mitarbeitergespräche und eine gute, professionelle Personalführung kamen aus meiner Sicht deutlich zu kurz. Teilweise hatte ich den Eindruck, dass persönliche bzw. freundschaftliche Verhältnisse zwischen Führungskräften und einzelnen Mitarbeitern einer professionellen Führung im Weg standen.

Was mir außerdem sehr gefehlt hat, waren Vertrauen und echte Fürsorge gegenüber den Mitarbeitern. Statt Rückhalt und Wertschätzung habe ich teilweise starke Kontrolle erlebt und den Eindruck gewonnen, dass einzelne Mitarbeiter besonders kritisch betrachtet wurden.

Gerade in der Pflege, wo Mitarbeiter jeden Tag sehr viel leisten und ohnehin häufig an ihre Grenzen gehen, sollte ein Arbeitgeber hinter seinem Personal stehen, zuhören und für gute Arbeitsbedingungen sorgen. Genau das habe ich hier leider vermisst.

Stellv Pflegedienstleitung und auch die Pflegedienstleitung selbst kann man komplett vergessen. Lästern über Kollegen , schätzen Mitarbeiter nicht wert. Vergraulen sie eher noch.

Arbeitsbedingungen

Dienste fast immer unterbesetzt, Versorgung der Bewohner kaum möglich


Arbeitsatmosphäre

Image

Work-Life-Balance

Karriere/Weiterbildung

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Kollegenzusammenhalt

Umgang mit älteren Kollegen

Kommunikation

Gleichberechtigung

Interessante Aufgaben

HilfreichHilfreich?ZustimmenZustimmen?MeldenTeilen

Arbeitgeber-Kommentar

Ihr Kessler-Handorn HR-Team
Ihr Kessler-Handorn HR-Team

Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, Ihre Erfahrungen so ausführlich zu schildern. Wir bedauern sehr, dass Sie Ihre Zeit in unserem Seniorenhaus Siegelbach so negativ erlebt haben. Einige Ihrer Kritikpunkte möchten wir dennoch gerne einordnen.

Besonders wichtig ist uns die Klarstellung zu unserem Bonussystem: Krankheit sollte und soll bei Kessler-Handorn niemals „bestraft“ werden. Der Wunsch, Zuverlässigkeit auch über die Anwesenheit zu honorieren, kam aus der Mitarbeiterschaft. Die konkrete Systematik wurde daraufhin entwickelt, wobei darauf geachtet wurde, dass man auch mit einer durchschnittlichen Anzahl an Krankheitstagen die zusätzlichen 50 % an Bonus erreichen kann – bei unterdurchschnittlichen Fehlzeiten sogar noch 10 % mehr. Für viele Mitarbeitende hat sich der Jahresbonus dadurch insgesamt erhöht.

Gleichzeitig haben wir festgestellt, dass eine solche Regelung trotz des Anspruchs auf Fairness in einzelnen Fällen als ungerecht empfunden werden kann. Deshalb haben wir bereits entschieden, dieses Bonussystem in dieser Form nicht fortzuführen. Zusätzlich haben wir eine Mitarbeiterbefragung durchgeführt, in der alle Kolleginnen und Kollegen Kritik, Wünsche und Vorschläge einbringen konnten. Unser Ziel ist es, ein Modell zu entwickeln, das möglichst vielen gerecht wird und gleichzeitig Zuverlässigkeit und Einsatz angemessen würdigt.

Auch Ihre Aussagen zum Führungsverhalten nehmen wir sehr ernst. Wertschätzung, ein professioneller Umgang miteinander, Vertrauen und eine offene Kommunikation entsprechen unserem eigenen Anspruch an Führung. Gerade mit diesen Themen beschäftigen uns aktuell intensiv im Rahmen unseres Leitbildprozesses. Hier arbeiten wir unter anderem daran unsere Führungskultur gemeinsam weiterzuentwickeln.

Umso mehr bedauern wir, dass Sie die von uns immer wieder angebotenen Möglichkeiten zum persönlichen Austausch und zur Rückmeldung an die Leitung vor Ihrem Ausscheiden offenbar nicht genutzt haben. Ein direktes Gespräch gibt uns die Möglichkeit, konkrete Situationen besser nachzuvollziehen, unterschiedliche Perspektiven zu betrachten und gegebenenfalls auch zeitnah Veränderungen anzustoßen.

Ihre Kritik an der personellen Besetzung möchten wir ebenfalls einordnen. Die mit den Pflegekassen vereinbarten Personalanhaltswerte werden von uns eingehalten. Trotzdem kann es zeitweise zu Engpässen kommen – zum Beispiel, wenn während der Urlaubszeit zusätzlich mehrere Mitarbeitende krankheitsbedingt ausfallen. Dann kann die Belastung in einzelnen Diensten deutlich steigen. Uns ist bewusst, dass solche Situationen für die verbleibenden Mitarbeitenden sehr herausfordernd sind. Deshalb beschäftigen wir uns kontinuierlich damit, wie wir kurzfristige Ausfälle noch besser auffangen und die Belastung für unsere Teams möglichst gering halten können.

Auch wenn wir sicherlich nicht jede Entscheidung so treffen können, dass sie von allen gleichermaßen positiv wahrgenommen wird, möchten wir Kritik nicht einfach abtun. Wir wollen daraus lernen und unsere Rahmenbedingungen kontinuierlich weiterentwickeln.

Für Ihren weiteren beruflichen und persönlichen Weg wünschen wir Ihnen alles Gute.

Ihr HR-Team von Kessler-Handorn

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.