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Junge 
Die 
Bäckerei
Bewertung

Für mich der schlechteste Arbeitsgeber jemals - In allen Gesichtspunkten.

1,0
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2026 im Bereich Vertrieb / Verkauf bei junge die bäckerei in Berlin gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

nichts. Schlechtester Arbeitgeber bisher. Ich kanns mir nicht mehr schönreden. Es sind noch so viele andere Sachen passiert, aber dafür reicht hier der Platz und meine Geduld fürs schreiben nicht aus.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Sehr sehr viel

Verbesserungsvorschläge

Richtige Benefits. Bessere Dienstpläne. Besseres Gehalt. Mehr Mitarbeiter pro Schicht. Weniger Aufgaben für Minijobber. Verträge Arbeitnehmerfreundlicher gestalten. Kommunikation verbessern. Misstrauenskultur loswerden. Mitarbeiterfluktuation beheben. 6 Tage woche ist outdated, und erwiesenermaßen nicht effizienter für die Firma. Aktiv auf Gesundheit der MItarbeiter achten und sie nicht dafür terrorisieren. Der Job ist bereits gesundheitlich fordernd genug mit Frühschicht, körperliche Arbeit, die Hitze neben den Öfen, die Reinigungsmittel auf den Händen, etc. Hier wird aktiv mit der Gesundheit der Mitarbeiter gespielt, in dem man ihn schlechte Dienstpläne aushändigt in denen man nur einmal im Monat 2 Tage Ruhepause hat und teilweise 8 Tage am Stück arbeitet. Außerdem ist man in dieser Firma auch viel Psychischem Druck ausgesetzt und damit meiner ich nicht mal das hohe aufkommen an Kunden. Ich finde Junge macht ihren Arbeitsplatz einfach überhaupt nicht attraktiv. Es gibt X Firmen, wo man als Quereinsteiger reinstarten und direkt mehr verdienen kann. Und wahrscheinlich sitzt man dann noch im klimatisierten Büro und hat eine 9-5 Woche. Da kann Junge einfach nicht mithalten mit ihren Knebelverträgen und knausrigen Misstrauenskultur.

Work-Life-Balance

Sehr schlecht. Dienstpläne sind willkürlich. Früh- und Spätschicht wechselt in der Woche wie sie wollen. Das macht den Schlafrythmus komplett kaputt. Man ist nach ein paar Monaten dort arbeiten so ausgelaugt, dass man nach der Arbeit nur mit Erholen beschäftigt ist und nichts vom Tag hat. Freie Tage sind selten 2 Tage am Stück und noch seltener am Wochenende. D.h es wird im Endeffekt mit der Gesundheit gespielt. 1 freier Tag nach einer 6 Tage Woche reicht nicht zum erholen. Auch nicht wenn ich nach 2 Arbeitstagen dann den nächsten freien Tag bekomme. Man kommt so einfach nicht zur Ruhe. 6 Tage Woche ist übrigens die Regel.

Ich hatte 2 Urlaube geplant und hatte zwischen den Urlauben 8 Tage, die mir komplett voll geplant wurden. Selbstverständlich ohne vorherige Kommunikation. Ich habe noch nie in meinem Leben 8 Tage am stück arbeiten müssen.

Es gibt Schulungen und eine Vielzahl an Neuerungen, die man sich außerhalb der Arbeitszeit anschauen muss, denn während der Schicht ist man am arbeiten und hat keine Zeit. Die Schulungen sind zwar bezahlt aber ich finde es dennoch eine Frechheit dass man nicht die Zeit findet, die Einarbeitung während der Arbeitszeit zu gestalten.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Cringe in beiden Belangen. Tun auf sozial, sind es aber nur in ihren Theorie-Videos. Spenden zwar an die Tafel, aber machen es nur, weil man Geld für die Entsorgung spart und Spenden von der Steuer absetzen kann. Sonst würden sie es sicher nicht machen. Das selbe bei Umwelt: Sie rühmen sich damit besonders grün zu sein - Von wegen sie Produzieren ja Biogas. Am Ende heißt das einfach nur, dass sie ihre Abfälle in die Biotonne kloppen, wie jeder andere Haushalt in DE auch. Die eigentliche Katastrophe ist, wie viel Ware weggeschmissen wird. Mitarbeiter dürfen sich selbstverständlich nichts mit nach Hause nehmen, denn das wäre Diebstahl. Das betonen sie auch ausdrücklich. So viel zum Thema sozial.

Karriere/Weiterbildung

Ich wurde gefragt ob ich Schichtleitung werden will, was ich bejaht habe. Ich habe tatsächlich monatelang Einsätze als Schichtleitung gehabt, ohne jemals irgendeine Art Schulung dazu zu erhalten. Entsprechend wurde ich auch nicht für die Rolle bezahlt. Begründung war, dass die Schulung erst nach der Probezeit stattfindet. Dennoch erhielt ich volle Verantwortung für meine Tätigkeiten als Schichtleitung und habe in dem Sinne Mehrarbeit geleistet. Ich habe Mitarbeiter eingearbeitet, Personalpläne konzipiert und Bestandsmanagement betrieben und wurde letztendlich nicht dafür entlohnt. Wegen schlechter Kommuniaktion. Hätte ich vorher gewusst, wie das gehandhabt wird, hätte ich nie zugesagt. Übrigens nach der Schulung verdient man dann paar Cent mehr, es ist nicht mal ein voller € mehr pro Std. Habe als Tramlead in Vergangenheit an dir 20€ die stunde gemacht. Es wird sich in diesem Betrieb einfach nicht am Wettbewerb orientiert.

Vorgesetztenverhalten

Es gibt in dieser Firma ein Problem mit den Vorgesetzten. Dieses Problem beruht auf einer generellen Misstrauenskultur gegenüber den eigenen Mitarbeitern. z.B: Als ich neu angefangen habe wurde ich Monatelang beschuldigt, dass ich Geld aus den Kassen gestohlen haben könnte. Die Begründung war, weil ich an den Tagen anwesend war, wo es Kassendifferenzen gab. Weil ich aber eine 30h Woche arbeite, bin ich halt einfach jeden Tag in der Filiale, genau so wie andere Kollegen. Wir alle wurden unter Generalverdacht gestellt, obwohl wir teilweise gerade erst angefangen hatten da zu arbeiten. Das ging so weit, dass ich irgendwann in einem Raum saß zsm mit Betriebsrat, Revision und Regionalleitung und von allen 3 Abteilungen ins Kreuzfeuer genommen wurde, wie bei einer Anhörung. Dort wurde mit rechtlichen Konsequenzen und Geldstrafen für Ermittlungskosten gedroht, als säße man eigentlich schon vor Gericht. Ich habe noch nie so etwas erlebt in allen Berufen in denen ich gearbeitet habe.

So weiteres Misstrauen gibt es bei Krankheitstagen. Die Vorgesetzten denken generell man begeht Arbeitszeitbetrug und respektieren nicht die Zeit zum erholen -->

Arbeitsbedingungen

Die Filiale ist sehr knapp besetzt, teilweise ist man nur zu 2. im Laden. Es fallen eine Vielzahl an Aufgaben an, die eigentlich kaum zu managen sind, wenn man es wirklich nach den Vorgaben von Junge machen würde. Darunter leidet natürlich die Qualität. Gleichzeitig vermisst man Wertschätzung, weil nur auf Fehler und Quoten geschaut wird. Das geht so weit, dass manche Mitarbeiter*Innen teilweise morgens halbe Stunde früher kommen, weil sie sonst nicht mit ihren Aufgaben hinterherkommen. Dazu kommen natürlich strickte Back- und Zeitpläne, die eingehalten werden müssen und überwacht werden. Die Verwaltung macht sich auch keinen Hehl daraus, immer mehr Aufgaben im alltäglichen Bereich auf die Verkaufsmitarbeiter zu übertragen. Man ist realistisch nicht nur Verkäufer: Man ist Bäcker, Techniker, Einarbeitung, Revision, Putze, Koch, Barrista, Kundenservice, Hygienebeauftragter, Lagerist, Bestandsmanager, usw.. Am schlimmsten ist es für die Minijobber. Ich habe das Gefühl selbst wenn sie 3 Jahre dort arbeiten, haben sie immer noch nicht alles gelernt. Zumal immer wieder neues Sortiment dazukommt. Im Sommer hatten wir schnell über 35° im Laden, weil keine Klimaanlage und heiße Backöfen.

Kommunikation

Schlechte interne Kommunikation. Dienstpläne werden spontan in der App in der selben Woche verändert, ohne vorherige Infos.

Mündliche Absprachen sind nichts wert, man sollte sich alles schriftlich nochmal bestätigen lassen.

Vertrag ist intransparent gestaltet - es gibt Vertragsbedingungen die im Vertrag selbst nicht definiert werden, sondern separat in "Betriebsvereinbarungen" aufgeführt werden und mit dem Betriebsrat ausgehandelt wurden. Die werden dem Vertrag nicht automatisch beigelegt, sondern muss man sich erfragen. Ich denke viele Mitarbeiter haben das gar nicht im Blick, vor allem weil es nicht offen kommuniziert wird, bzw eben so intransparent gestaltet wird. Darin werden bspw. Details zum Arbeitszeitkonto behandelt. Dadurch dass sich die Mitarbeiter mit dem Arbeitszeitkonto nicht auskennen, nutzt die Firma das nach meinem empfinden zu ihrer maximalen Flexibilität aus.

Gehalt/Benefits

Gehalt ist Mindestlohn. Sie sind altbacken was Benefits angeht. Erst seit diesem Jahr gibt es Benefits, wenn du Freunde anwirbst. Ein Konzept, dass andere Firmen seit mehr als 20 Jahren haben. Es gibt noch Wellhub und andere "Benefits" die aber eigentlich nur Kooperationen Mit anderen Firmen sind und dich am Ende Geld kosten.

Auch lustiges Thema: Als eine Mitarbeiterin ihren Freund angeworben hat, meinte unsere Chefin sogar, Sie (die Freundin) trage die volle Verantwortung für ihren Freund, dass er sich auch wirtschaftlich lohnt. Es wurde also nicht Wertgeschätzt, sondern direkt wieder von Misstrauen getrieben reagiert.

Aufschläge gibts nur am Sonntag. An Sonntagen kannst du dir dann von Chefin anhören, dass wir sie viel Kosten und man wird teilweise auch früher Heim geschickt, aus dem selben Grund. Super Benefit Prinzip. Es wird super viel um diesen Aufschlag geworben, als ich da angefangen habe. Bis ich irgendwann erfahre: Aufschläge bekommst du in der Probezeit nicht. Wurde natürlich nicht mit mir kommuniziert, erst als ich meinen Lohn gecheckt und proaktiv gefragt habe. Habe ich in noch keiner Firma erlebt.

Finanziell gibt es deutlich attraktivere Jobs.

Gleichberechtigung

Ich schreibe lieber weiter über die Vorgesetzten :) Ich habe ja erzählt, dass wir am Anfang viele neue Mitarbeiter im Laden waren. Teilweise wurden auch viele Mitarbeiter für neue Filialen bei uns ausgebildet. Dadurch kam es zu Planungsengpässen in unserer Filiale und wir festangestellten haben für 3 Monate nur unregelmäßig Dienste bekommen. Dadurch haben ich über den Zeitraum meiner ersten 3 Monate im Betrieb über 40 Minusstunden angesammelt, obwohl ich Dienstfähig war. Diese Minusstunden wurden mir von Vorgesetzen einfach willkürlich zum abarbeiten eingetragen, sodass ich die nächsten Monate eine 40-Stunden Woche gearbeitet habe, obwohl mein Vertrag was anderes besagt. Eigentlich sollte man selbst bestimmen dürfen, wann man Betriebsbedingte Minusstunden abarbeiten soll. Heißt im Endeffekt: maximale Flexibilität für Junge und minimales Mitspracherecht und Transparenz für den Mitarbeiter. Ach ja und hinzu kommt dann natürlich wieder der Druck von den Chefs, dass man ja so viele Minusstunden hat (die von Ihnen selbst verursacht wurden) und sie so schnell wie möglich abarbeiten soll.

Interessante Aufgaben

hatte keinen Platz im letzten Absatz also schreibe ich hier weiter:

Krankheitstage wurde von meiner Chefin behandelt, als wäre ich gerade aus dem Urlaub gekommen und könnte deswegen doppelt so gut anpacken. Über Krankheitstage wurde verhandelt (im Sinne kann man nicht schon früher kommen) und schlecht gesprochen. Du wirst zu deinen Krankheiten im Detail ausgefragt. Mitarbeiter arbeiten teilweise krank, weil mit Kündigung gedroht wird. Dadurch gab es bei unser in der Filiale tatsächlich eine Krankheitswelle, die dann alle betroffen hat. Tatsache wurde ich am Ende gekündigt weil ich 2 Wochen krank war. In dieser Zeit wurde ich von Chefin und auch Regionalleitung persönlich angerufen und tatsächlich schroff dafür angefahren, dass ich Krank sei. Dieser ganze Druck kommt natürlich daher, weil Junge super knapp Mitarbeiter einplant und das gesamte System halber kollabiert, wenn jemand krank ist. Mir wurde erzählt, dass bei Junge auch schon öfter interne "Ermittlungen" stattfanden, wenn Mitarbeiter zu lange krank waren. Das habe ich zwar nicht live mitbekommen, passt aber auch in das Gesamtbild was ich zu Junge erhalten habe.

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Arbeitgeber-Kommentar

Lina Eskildsen, Personalabteilung
Lina EskildsenPersonalabteilung

Vielen Dank für Deine ausführliche Rückmeldung. Dass Du so negative Erfahrungen bei uns gemacht hast, bestürzt uns zu hören. Wir entnehmen eine angespannte Situation in Deiner Filiale – u. a. zu den Punkten Kommunikation, Dienstplanung, Vorgesetztenverhalten, Begleitung in der Entwicklung zur Schichtleitung. Diese Rückmeldung nehmen wir ernst und werden mit den zuständigen Führungskräften ins Gespräch gehen, um die Situation vor Ort zu prüfen und konkret zu verbessern. Unsere Arbeit und unser Miteinander lebt von den Menschen, die sich täglich für unsere Werte einsetzen. Es ist schade zu lesen, dass Du dies in Deiner Filiale nicht erfahren konntest. Denn die von Dir beschriebenen Erfahrungen entsprechen in keinem Fall unseren Werten, unserem Anspruch und unseren Unternehmensstandards – von der intransparenten Kommunikation über Deinen Arbeitsvertrag angefangen, über die geschilderte intransparente Dienstplanung bis hin zur Gestaltung der Schichtleitungs-Qualifizierung. Hierfür halten wir klare Strukturen im Unternehmen vor. Wir sind veränderungsbereit und übernehmen Verantwortung – Dein Feedback nehmen wir uns zu Herzen. Falls Du bereit bist, das Gespräch mit uns zu suchen, würden wir uns über einen direkten Austausch freuen. Du erreichst mich unter L.Eskildsen@jb.de oder 0451 38875 280.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.