Außen hui, innen pfui...
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die breite der Themen die man erlernen kann. Der Zusammenhalt im TEAM, ich rede da nicht generell vom Unternehmen. Parkplätze, Firmenwagen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Ich denke dazu habe ich oben alles gesagt.
Verbesserungsvorschläge
Ich glaube, dass man Oben anfangen sollte;
Teamleiter MÜSSEN entlastet werden. Dafür wurden schon Stellen geschafften, allerdings werden diese mit anderweitigen organisatorischen Aufgaben bombardiert. Projekte sollten wirklich mit den Teams besprochen werden. Kapazitäten nicht nur bei der Teamleitung abgefragt werden. Themen wie Homeoffice, Arbeitszeitflexibilität, Zeit Erfassung, leistungsgerechte Bezahlung sollten ebenfalls grundsätzlich überdacht werden.
Arbeitsatmosphäre
Durchgehend angestrengte Atmosphäre. 100%ige Kontrolle durch Teamleiter wird von Oben scheinbar erwartet. Ausfälle von Mitarbeitern führen zu unmenschlicher Arbeitslast. Projektlast wird jederzeit heruntergespielt, es läge immer an der Belastbarkeit des Einzelnen. Besprechungen werden bewusst zu Uhrzeiten gelegt, an denen keiner mehr aufnahmefähig ist, Freitagsnachmittags z.B. Ich vermute ein Kalkül dahinter. Will natürlich niemand bestätigen.
Homeoffice ist weiterhin ein Thema für sich, da gibt es kaum Spielraum. Angeboten wird es nur in Ausnahmefällen und Krankheit, bei der man eigentl. im Idealfall gar nicht arbeiten sollte.
Da für Kunden abzurechnen natürlich gut dokumentiert werden muss, werden diese Leistungen durchgehend überwacht. Lücken im Tagesablauf werden durch Rückfragen der Team- oder Abteilungsleitung quittiert. Interne Leistungen scheinen für diese nur verlorenes Geld zu sein. Das führt dazu, dass man gezwungen ist, nur nach Auftrag zu arbeiten, nicht aus Eigenverantwortung Systeme stabiler zu gestalten.
Zeit Erfassung wird "angeboten". Tatsächlich wird erwartet um 8 arbeitsbereit zu sein und nicht vor 16:30 den Platz zu verlassen. Flexibilität gibt es nicht.
Image
Nach Außen wie schon in der Überschrift erläutert meist top. Klar gibt es unzufriedene Kunden. Die hat man überall.
Work-Life-Balance
Auch hier wird die Verschmelzung der Linien zwischen Arbeit und Freizeit in Kauf genommen und auch bewusst gefördert. Der Arbeitgeber profitiert davon, dass man manchmal gar nicht mehr weiß, ob ein Event ebenfalls dazu genutzt wird, Arbeit zu besprechen.
Karriere/Weiterbildung
Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied. Für mich persönlich sind die Möglichkeiten allerdings begrenzt, da als Teamleiter die vorherige Tätigkeit eins zu eins übernommen werden würde, plus Mitarbeiter Verantwortung und Kontrolle.
Gehalt/Benefits
Für die generelle IT Landschaft zu wenig. Habe Verständnis dafür, dass man als Systemhaus mit der Industrie nicht mithalten kann. Es gibt viele Versprechungen, allerdings wird wenig umgesetzt. Allerdings positiv: Die Gehaltslandschaft ist "transparent".
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Geschäftsführung ist generell sehr interessiert an Nachhaltigkeit, E-Mobilität im sinnvollen Rahmen.
Kollegenzusammenhalt
In den Teams wird, unter dieser Last, sehr gut zusammengearbeitet. Kohäsion durch Stress. Ich denke auch hier, dass dieser Effekt absichtlich erzeugt und oder geduldet wird. Ich kann damit gut umgehen, allerdings einige Kollegen nicht. In vielen Belangen bin ich auch froh, dass dieser Zusammenhalt da war. Ich konnte schon viel dadurch lernen.
Umgang mit älteren Kollegen
Ebenfalls nicht. Allerdings in meiner aktiven Zeit bisher meist junge Leute im Einsatz. Die wenigen Älteren sind aber akzeptiert und voll integriert.
Vorgesetztenverhalten
Teamleiter sind meist hereingewachsen in diese Position, ohne echte Förderung in Resilienztraining, Konfliktmanagement, Change Management, Selbstmanagement. Dafür ist dann auch im Arbeitsalltag keine Zeit. Generell war ich immer zwischenmenschlich sehr zufrieden, allerdings sind wahrscheinlich von Oben diktierte Erwartungen nach unten kommuniziert und verwischen dieses Verhältnis. Führungskräfte sind ebenfalls alles Menschen, die nicht mehr merken was noch ein "normales" Maß an Arbeitsleitung ist, sonst wären sie nicht in dieser Position.
Arbeitsbedingungen
Großraumbüro ist dagegen Wellness, Arbeitsplatz in einer ehem. Schule. Viele Arbeitsplätze in wenigen Räumen. Kann extrem anstrengend sein. Es wurde versucht zu verbessern durch Schallschutz. Wenig Erfolg. Seit dem nichts mehr.
Kommunikation
Die Kommunikation ist schlichtweg nicht gut, Abteilungsleiter treffen teilweise andere Aussagen als eigene Teamleiter. Vertrieb verspricht Kunden Dinge, die nicht umgesetzt werden können, ohne technische Rücksprache zu führen. Oft reicht dafür scheinbar die Arbeitszeit auch einfach nicht aus.
Gleichberechtigung
Sehe ich keine Probleme.
Interessante Aufgaben
Nun mal Systemhaus, natürlich alles dabei. Wenn man nicht nur in Firstlevel Tickets "abfrühstückt" ist das ein sehr interessantes Feld, jeder ist da irgendwo in meinen Augen auch dafür verantwortlich sich selbst "mehr" zu verlangen. Allerdings natürlich dann gekoppelt mit Mehrbelastung.