

Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift News

Passend zum 1. Dezember gab es für unsere Mitarbeitenden eine Überraschung.
Wir wünschen allen eine schöne Adventszeit! :-)

St. Adolf-Stift ist laut einer Umfrage von kununu und Freundin Deutschlands familienfreundlichstes Krankenhaus
St. Adolf-Stift ist laut einer Umfrage von kununu und Freundin Deutschlands familienfreundlichstes Krankenhaus
Das Krankenhaus Reinbek ist unter den Top 10-Unternehmen im Gesundheitswesen und gehört zu den 600 familienfreundlichsten Arbeitgebern 2021 in der BRD und Österreich.
Die Medienmarke Freundin und die Arbeitgeber-Bewertungsplattform kununu haben zum sechsten Mal das Siegel „Die familienfreundlichsten Arbeitgeber“ verliehen. Das Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift ist erneut unter den Top 10 Arbeitgebern bundesweit in der Gesundheitsbranche und wie bereits 2020 das einzige Krankenhaus in dieser Kategorie. Dabei wurde die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, eine gute Work-Life-Balance, Wohlfühlfaktoren sowie gleichberechtige Karrieremöglichkeiten bei Arbeitgebern bewertet.
https://www.freundin.de/lifestyle-kununu-familienfreundlichste-arbeitgeber-2021
Insgesamt sind in diesem Jahr mehr als 2 Millionen Bewertungen zu 175.000 Unternehmen in Deutschland und Österreich in die Studie eingeflossen, auf deren Basis das Ranking erstellt wurde. Jedes dieser Unternehmen, das eine Mindestanzahl von 50 Bewertungen auf kununu.com erfüllt, hatte eine Chance zur Aufnahme ins Ranking. Aktuelle und ehemalige Mitarbeiter aller Arbeitsgruppen, Branchen und Karrierestufen bewerteten neben der Arbeitsatmosphäre, der Work-Life-Balance, dem Gehalt und der Gleichberechtigung in erster Linie familienfreundliche Angebote, wie flexible Arbeitszeiten, die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten, Kinderbetreuung und betriebliche Altersvorsorge. Weitere Bewertungskriterien waren Vorgesetztenverhalten, Karriere/Weiterbildung und Gehalt / Sozialleistungen.
Fabian Linke, Leiter des Personalmanagements freut sich gemeinsam mit seinem Team über die Auszeichnung: „Die Auszeichnung zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagt Linke, der seit über 3 Jahren im katholischen Krankenhaus für die Personalbindung und -gewinnung zuständig ist. „Das St. Adolf-Stift hatte schon immer einen guten Ruf auch als Arbeitgeber, aber in den letzten Jahren haben wir viele neue Angebote vor allem für junge Eltern und für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf eingeführt.“
Seine Kollegin Manuela Pöhner pflichtet ihm bei. Die Personalreferentin, die im Krankenhaus Reinbek unter anderem für den Bereich Beruf und Familie zuständig ist, befindet sich aktuell in Elternzeit mit ihrer Tochter Mia: „Als ich meinem Sohn vor 7 Jahren bekommen habe, gab es vom Arbeitgeber kaum Angebote für Mütter und Väter zur konkreten Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Mittlerweile ist viel dazu gekommen: Neben einem Kita-Gebühren-Zuschuss, bieten wir den Eltern zum Beispiel eine kostenlose Kindernotfallbetreuung und umfangreiche Kinderferienbetreuung an. Außerdem sensibilisieren wir Führungskräfte für das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie in speziellen Workshops.“
In Zeiten von Corona waren flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit zum Homeoffice für die Mitarbeitenden besonders wichtig. „Hier sind wir sehr einfühlsam mit den Bedürfnissen der Kolleginnen und Kollegen umgegangen und haben die technische Infrastruktur zur Verfügung gestellt, wo sie noch nicht vorhanden war“; so Linke.
Freundin-Chefredakteurin Anke Helle sagt: „Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist heute für viele Arbeitnehmer ein entscheidender Faktor bei der Wahl des Arbeitgebers. Freundin gibt durch die Verleihung des Siegels ihren Leserinnen eine Orientierung im heutigen Arbeitsmarkt und würdigt zugleich die familienfreundliche Politik der ausgezeichneten Unternehmen durch eine umfassende Berichterstattung im Magazin sowie online.“ Chefredakteurin Mateja Mögel ergänzt: „Gerade in einem Jahr wie diesem wird deutlich, wie wichtig der Wert Familienfreundlichkeit für Arbeitgeber ist, um selbst in Krisensituationen erfolgreich zu bestehen. Für die ausgezeichneten Unternehmen zeugt es von einer großen Wertschätzung ihrer Mitarbeiter und einem verantwortungsvollen Umgang mit diesen.“
Yenia Zaba, Director Global Communications & Brand von kununu, erklärt: „Wichtig ist dabei, dass Familienfreundlichkeit am Ende mehr bedeutet als Homeoffice und flexible Arbeitszeiten. Familienfreundlichkeit ist vielschichtiger. Sie äußert sich auch darin, dass Unternehmen individuelle Lösungen schaffen, um den Bedürfnissen ihrer Mitarbeiter gerecht zu werden – indem sie beispielsweise auf die schwierige Situation Alleinerziehender eingehen, oder Mitarbeiter unterstützen, die Angehörige pflegen.“
Und so ruht auch das St. Stift mit seinen Plänen nicht. Linke: „Gemeinsam mit meinem Team und der Krankenhausleitung planen wir in den nächsten Jahren einen eigenen Betriebskindergarten. Die Gespräche dazu laufen mit den Verantwortlichen in der Stadt Reinbek und dem Landkreis Stormarn.“

Krankenhaus Reinbek übernimmt 19 der frisch examinierten Pflege-Azubis
Krankenhaus Reinbek übernimmt 19 der frisch examinierten Pflege-AzubisDiese Woche bestanden alle 25 Gesundheits- und Krankenpflegeschülerinnen und -schüler des St. Adolf-Stiftes ihr Examen.
25 Azubis haben am 18. und 19. August ihr Examen als Gesundheits- und Krankenpfleger/innen erfolgreich in der Pflegeschule am Krankenhaus Reinbek absolviert. Die 5 Männer und 20 Frauen wurden in 3 Jahren mit insgesamt 2100 Theorie- und 2500 Praxisstunden auf ihre zukünftige Tätigkeit in der Pflege von kranken, alten und jungen Menschen ausgebildet. Die praktischen Prüfungen fanden ab Mai 2021 und drei schriftliche Prüfungen im Juli statt. Diese Woche wurden die Auszubildenden dann noch einzeln in drei Bereichen mündlich geprüft, um eine Urkunde mit der Berufsbezeichnung Gesundheits- und Krankenpfleger erhalten zu können.
Unter Wahrung der Hygienerichtlinien wurden die Auszubildenden zunächst heute (20.8.2021) in einer feierlichen Andacht geehrt und beim anschließenden Sektempfang von der Schulleitung, allen Lehrerinnen und der Personalleitung einzeln beglückwünscht. Angehörige konnten coronabedingt an der Feier leider nicht teilnehmen. Zusätzlich zum Zeugnis erhielten die frisch examinierten Pflegekräfte vom Haus einen Rucksack sowie eine Trinkflasche mit ihrem Namen drauf eingraviert.
Besondere Leistungen wie das beste Examen, die wenigsten Fehlzeiten und gute Noten wurden besonders ausgezeichnet. Maxim Finn Karsten ist mit einem Notendurchschnitt von 1,3 der Klassenbeste. Er erhielt neben einem Gutschein gemeinsam mit zwei weiteren Azubis, die ebenfalls eine Gesamtnote von „sehr gut oder gut“ haben einen 500 Euro-Bonus. Der 24-Jährige bleibt im St. Adolf-Stift und fängt am 1. September als Pflegefachkraft auf der Überwachungsstation des Krankenhauses an. Von den 25 Examinierten werden insgesamt 19 Auszubildende übernommen und sichern damit den guten Personalschlüssel im St. Adolf-Stift. Die anderen 6 werden in Altenheimen oder anderen Krankenhäusern arbeiten oder studieren.
Die Kursleitung Maren Walkling lobte ihre Schülerinnen und Schüler: „Sie sind mein 7. Kurs und selten war in einer Lerngruppe über 3 Jahre hinweg eine durchweg so gute Stimmung und Zusammenarbeit wie bei Ihnen. Ich würde mich freuen, wenn Sie diesen schönen Beruf alle viele Jahre ausüben. Und melden Sie sich doch einfach mal zwischendurch bei uns, was aus Ihnen geworden ist, wenn Sie nicht im Haus bleiben sollten.“
Seit dem Jahr 1952 wurden vom Krankenhaus Reinbek in 75 Ausbildungskursen über 1.600 Schüler/innen ausgebildet. Seit März 2020 gibt es eine generalistische Ausbildung und noch mehr Plätze. In der Pflegeschule des St. Adolf-Stiftes stehen insgesamt 150 Plätze in 6 Jahrgängen zur Verfügung. Schulleiterin Christa Knigge: „Wir gehen damit auf den bestehenden Mehrbedarf an Pflegekräften ein.“ Der nächste Ausbildungsbeginn ist am 1. September. Für den Kurs, der am 1. März 2022 startet, sind noch Plätze frei.
Knigge: „Wer einen Beruf sucht, bei dem man sich sozial engagiert, mit Menschen arbeitet und auch in einem Team, für den ist vielleicht der Pflegeberuf eine gute Chance, seine Vorlieben zusammen zu bringen.“
Voraussetzung für eine Bewerbung ist der Realschulabschluss oder Abitur, ein Mindestalter von 17 Jahren sowie eine körperliche Grundfitness und seelische Ausgeglichenheit.

St. Adolf-Stift zieht positive Zwischenbilanz über Covid-19-Versorgung. Investitionen zum Schutz von Mitarbeitenden und Patienten seien nicht mit Geld aufzuwiegen – Haus ist gewappnet für eine zweite
St. Adolf-Stift zieht positive Zwischenbilanz über Covid-19-Versorgung
Investitionen zum Schutz von Mitarbeitenden und Patienten seien nicht mit Geld aufzuwiegen – Haus ist gewappnet für eine zweite Welle
Krankenhaushygienikerin Dr. Elke Wittkowski im Gespräch mit den Pflegekräften Nadine Röpke und Habib Haxha, die mit ihren Teams die aktuelle Covid-19-Isolierstation leiten. Im Vordergrund ist das mobile Röntgengerät zu sehen, das extra für die oft lungenkranken Patienten auf der Isolierstation angeschlossen wurde.
„Wir hatten uns im Frühjahr auf mehr Covid-19-Patienten eingestellt und waren vorbereitet. Und dennoch waren wir erleichtert, dass die erste Welle uns nicht hart getroffen hat“, sagt der Ärztliche Direktor des Krankenhauses Reinbek St. Adolf-Stift, Prof. Stefan Jäckle, mit Blick auf die rasante Entwicklung der Infektionszahlen und schweren Verläufen in Nachbarländern wie in Italien und Frankreich. „Unsere Belegschaft hat das vergangene halbe Jahr trotz der besonderen Umstände und ständigen Anpassungen an die Situation bravourös gemeistert: Statt Diskussionen über Kurzarbeit, haben sich 37 Pflegekräfte zum Dienst auf den Isolierstationen der Covid-Klinik gemeldet. Weitere 33 qualifizierte Mitarbeitende haben sich in insgesamt 2.700 Stunden von Mitte März bis Mai auf der Intensivstation im Umgang den besonderen Herausforderungen bei Langezeitbeatmungen von Isolierpatienten in einarbeiten lassen oder frischten ihre Kenntnisse auf“, sagt Pflegedirektor Thomas Meyer.
Krankenhaus Geschäftsführer Björn Pestinger findet: „Wir haben unseren regionalen Versorgungsauftrag mit täglich wachsender Routine gut gemeistert; innerhalb kürzester Zeit wurde im St. Adolf-Stift bei laufendem Betrieb eine getrennte Covid-Klinik aufgebaut mit allem, was logistisch und personell dazu gehört. Ein zunächst hoher planerischer und später logistischer Aufwand für die Bereiche Hygiene, Intensivmedizin, Innere, Anästhesie Radiologie und Pflege, um auf die besonderen Herausforderungen reagieren zu können. Es wurde nicht nur ein getrennter Covid-Röntgenbereich aufgebaut, sondern in wenigen Wochen durch Umbaumaßnahmen in Höhe von 250.000 Euro weitere Beatmungsplätze geschaffen.“ Mit Unterstützung des Landes konnten für das St. Adolf-Stift auch drei zusätzliche der weltweit stark nachgefragten Langzeitbeatmungsgeräte beschafft werden.
Bis heute hat das Krankenhaus Reinbek 400 Verdachtspatienten auf SARS-Cov-2 getestet, wovon 34 Tests positiv waren. Die meisten der 34 Covid-19-Patienten wurden nach einigen Wochen auf der Isolierstation geheilt nach Hause oder in ein Pflegeheim entlassen. Acht Menschen im Alter zwischen 75 und 105 Jahren sind verstorben. Sie litten an mehreren Vorerkrankungen und hatten darum in der Regel eine Patientenverfügung, nach der sie nicht beatmet oder intensivmedizinisch behandelt werden wollten.
Glücklich sei man darüber, dass eine Verbreitung innerhalb der Belegschaft oder Patienten konsequent verhindert werden konnte, so der stellvertretende Ärztliche Direktor Tim Strate: „Wir haben nicht nur großzügig alle Mitarbeitenden und Patienten bei kleinsten Anzeichen einer Erkältung getestet, sondern allen Mitarbeitern einen freiwilligen wöchentlichen Rachenabstrich und eine Blutprobe auf Antikörper ermöglicht.“ Das ganze fand von Mitte April bis Mitte Juni im Rahmen einer prospektiven Langzeitstudie zur Verbreitung von SARS-CoV-2 unter Klinikmitarbeitenden statt, die beim Deutschen Register für klinische Studien und der WHO registriert war. Zum Schutz für sich, ihre Familien und der Patienten beteiligten sich bis zu 871 Beschäftigte an der Studie (80 % der Belegschaft). In zwei Monaten wurden für 280.000 Euro über 5.300 Abstriche auf SARS-CoV-2 und 2.100 Blutuntersuchungen auf entsprechende Antikörper durchgeführt. Durch die engmaschigen Untersuchungen im Rahmen der Studie wurden 3 Teilnehmende positiv auf das Coronavirus getestet und unmittelbar isoliert, bevor eine Übertragung auf Kollegen oder gar Patienten erfolgte. Prof. Strate: „Das Minimieren der Gefahr eines unentdeckten Ausbruchs auf einer Station ist unseres Erachtens mit Geld gar nicht aufzuwiegen, diese haben wir durch die engmaschigen Untersuchungen verhindert.“
Die Krankenhausleitung zieht eine positive Zwischenbilanz. „Durch den routinierten Umgang mit Hygienemaßnahmen und Schutzkleidung stecken sich Krankenhausmitarbeitende trotz ihres Arbeitsumfelds offenbar nicht häufiger an als andere Menschen während der ersten Welle.“ Und noch etwas lobt Björn Pestinger: „Dank des Engagements unserer Teams in Einkauf und Apotheke und vieler privater Spender waren auch in Zeiten, in denen anderen Krankenhäusern die Schutzkleidung und Desinfektionsmittel ausgingen, immer ausreichend Kittel, Masken und Händedesinfektionsmittel für unsere Mitarbeiter da – auch wenn es manchmal ziemlich knapp wurde.“
Auch die Kommunikation mit den Gesundheitsämtern aus der Region, der Rettungsleitstelle, den niedergelassenen Ärzten und Pflegeheimen habe gut funktioniert. Prof. Jäckle: „Wir haben auf dem kurzen Dienstweg Entscheidungen für die Patienten treffen können, so dass alle Kooperationspartner ihren Beitrag in der Bekämpfung der Pandemie leisten konnten. Wir sind auch gewappnet für eine zweite Welle.“
Das Krankenhaus hat sich parallel früh bemüht, mit einem externen Labor einen der begehrten Schnelltester einzusetzen, so dass die Ergebnisse innerhalb von wenigen Stunden statt Tagen zur Verfügung stehen. „Das ist jetzt ein Vorteil, wo die Verdachtsfälle wieder steigen, sagt Krankenhaushygienikerin Dr. Elke Wittkowski. „Vergangene Woche mussten wir aufgrund der erhöhten Belastung der Labore durch die Tests an Reiserückkehrern plötzlich wieder lange auf die Ergebnisse warten. Mit dem Labor haben wir jetzt ganz neu 3 Zeitslots für Schnelltests verabredet, so dass das Behandlungsteam und die Patienten schneller Bescheid bekommen, ob eine Infektion mit dem Coronavirus vorliegt oder nicht.“
Wie routiniert die Belegschaft im Umgang mit der Corona-Pandemie ist zeigte sich ebenfalls vergangene Woche, als nach zwei Monaten mit wenig Covid-19-Verdachtspatienten eine plötzliche Häufung auftrat. Dr. Wittkowski: „Innerhalb eines halben Tages haben wir eine größere Isolierstation aufgemacht, um den vermehrten Fällen von den Kapazitäten her gerecht zu werden. Eine logistische Meisterleistung.“
Der Ärztliche Direktor gibt einen Ausblick: „Wir hoffen sehr, dass nach Phasen der Lockerung und teilweise auch Unvernunft, sich alle Menschen wieder besinnen, wie wichtig Abstand halten, Händehygiene und das korrekte Tragen von Masken ist, bis es einen Impfstoff gibt.“ Gleichzeitig verbindet Prof. Jäckle damit auch einen Appell an alle Patienten, die herzkrank sind, an Krebs leiden oder aus anderen Gründen einen Arzt oder Krankenhaus aufsuchen müssen: „Bitte haben Sie keine Angst vor einer Ansteckung im Krankenhaus – lassen Sie sich bei akuten Beschwerden sofort behandeln und zögern Sie nicht aus Furcht vor einer potentiellen Infektion die Notfallnummern 112 oder 116 117 zu rufen.“

Covid-19-Langzeitstudie am St. Adolf-Stift
Covid-19-Langzeitstudie am St. Adolf-Stift
Anfang April 2020 machte das Krankenhaus Reinbek darauf aufmerksam, dass offenbar viele Notfallpatienten aus Angst vor einer möglichen Ansteckung mit dem Coronavirus im Krankenhaus starke Symptome aussitzen und weder zum Arzt in die Praxis noch in die Notaufnahme gehen.
Prof. Dr. Tim Strate, Chefarzt der Chirurgischen Klinik am St. Adolf-Stift: „Eine oft lebensgefährliche Entscheidung. Nicht nur die Notfallpatienten, sondern auch die Patienten, deren für März oder April geplante Operation abgesagt wurden, um in den Krankenhäusern Kapazitäten für eine Infektionswelle freizuhalten, können mit einem Gefühl von Sicherheit wieder zu uns ins Krankenhaus kommen.“
Das St. Adolf-Stift ergreife alle Maßnahmen, damit sich Patienten im Krankenhaus nicht mit Covid-19 infizieren, oft sogar, bevor sie vom RKI oder der Landesregierung empfohlen oder vorgegeben würden.
Großzügige Testung der Mitarbeitenden
Prof. Strate: „Das Herzstück aller Maßnahmen gegen eine Virenübertragung – und da hebt man sich im St. Adolf-Stift deutlich von den bisherigen RKI-Standards ab – ist eine sehr großzügige Testung unserer Beschäftigten. Nur so können auch Infektionen bei Mitarbeitern, die keinerlei oder nur ganz milde Symptome haben, frühzeitig erkannt und die Betroffenen umgehend in Quarantäne geschickt werden.“
Ergebnisse lassen Rückschlüsse auf Allgemeinbevölkerung zu
Bereits seit Anfang März wurden vorsorglich Mitarbeiter mit Erkältungssymptomen auf SARS-CoV-2 abgestrichen, auch wenn sie weder privat noch dienstlich Kontakt zu coronainfizierten Personen hatten; und alle Beschäftigten der Covid-Stationen inklusive Reinigungspersonal wurden wöchentlich abgestrichen, da sie einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind.
„Das reichte uns aber nicht: Seit Ostern ermöglichen wir allen Beschäftigten verdachtsunabhängig – also ohne Symptome und ohne Kontakt zu Covid-Patienten – sich regelmäßig testen zu lassen. Mittlerweile machen fast 850 der rund 1.100 Beschäftigten aus allen Arbeitsbereichen mit.“
Bei diesen wöchentlichen Untersuchungen sind in den ersten vier Wochen und rund 3.500 Tests zwei Mitarbeiter positiv auf Covid-19 getestet und sofort in Quarantäne geschickt worden. Bei 16 Mitarbeitern konnten Antikörper im Blut nachgewiesen werden.
Strate: „Nur 0,16 % unserer Belegschaft hatte also zum Testzeitpunkt eine unentdeckte Infektion, und weniger als 2 % haben bislang Antikörper, die darauf hinweisen, dass sie eine Infektion mit oder ohne Symptome durchgemacht haben. Da kann man auch Rückschlüsse auf die Allgemeinbevölkerung und die Dunkelziffer ziehen. Denn wir führen Messungen bei Menschen durch, die sonst nie einen Test erhalten würden.“
Langzeitstudie entwickelt und in Register eingetragen
Weil Strate eine große Wissenslücke über die tatsächliche Verbreitung des Virus in der Bevölkerung sieht, hat er gemeinsam mit einem Team im Krankenhaus eine Langzeitstudie entwickelt. Nach einem positiven Ethikvotum der Ethikkommission Schleswig-Holstein ist die Studie in einschlägigen nationalen und internationalen Registern eingetragen. Hierzu zählt das Deutsche Register für Klinische Studien, das Register des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung und das Internationale Register der WHO.
Dr. Jonas Herzberg, Studienarzt für das Projekt, sagt: „Wir haben hier ideale Voraussetzungen über ein Jahr lang wirklich wöchentlich zu gucken: Wie entwickelt sich die Epidemie in Deutschland und insbesondere in einem Krankenhaus. Welche Auswirkungen hat etwa die Einführung oder die Lockerung von Beschränkungen. Denn letztlich sind wir hier ein Teil der Gesellschaft: Mit Handwerkern, Köchen, Verwaltungsmitarbeitern, Reinigungskräften, aber natürlich auch Pflegekräften und Ärzten. Auch sie kaufen ein, haben Kinder, die wieder zur Schule gehen, oder lassen sich beim Friseur die Haare schneiden und setzten sich damit – wie alle anderen – einem gewissen Risiko aus.“
Wichtige Aussagen zur Immunität von Menschen machbar
Zusätzlich zum wöchentlichen Status wird auch Blut der Probanden eingefroren, um in Zukunft bei besseren Antikörpertests rückwirkend zu schauen, wann sich die Immunreaktion gezeigt hat und wie lange Antikörper nachweisbar sind. Damit könnte man zukünftig auch wichtige Aussagen zur Immunität von Menschen machen, so Strate.
Aktuell liegen beim Landes- und Bundesforschungsministerium sowie einigen Stiftungen Anträge zur Finanzierung der Studie über 12 Monate vor. Denn das wöchentliche Testen ist teuer. Obwohl das Krankenhaus mit dem Laboratorium des Herz- und Diabeteszentrums der Universitätsklinik Bochum von Prof. Dr. Cornelius Knabbe einen starken und in der Forschung mit Covid-Antikörper erfahrenen Partner gewinnen konnte.
Anschubfinanzierung durch St. Adolf-Stift
Solange die Anträge noch nicht beschieden sind, gibt das Krankenhaus Reinbek eine großzügige Anschubfinanzierung bis Ende Mai.
Prof. Tim Strate sagt: „Wenn die Studie eine öffentliche Finanzierung erhält, ist das eine Win-Win-Situation: Die Gesellschaft erhält belastbare Daten und unseren Patienten können darauf vertrauen, dass sie im St. Adolf-Stift aufgrund der intensiven Testung nicht nur gefühlt, sondern tatsächlich besonders sicher vor einer Ansteckung sind.“
Und von noch etwas ist der Mediziner überzeugt:
„Unsere Mitarbeiter sind sehr motiviert mitzumachen, denn Sie haben die notwendige Sicherheit auch für sich und ihre Familien. Wir sehen aufgrund der zahlreichen positiven Effekte für die Bevölkerung, Patienten, Mitarbeiter und der Wissenschaft gute Chancen, dass die Gremien im Bundesforschungsministerium der Finanzierung ihre Zustimmung geben.“

#GemeinsamgegenCorona #WIRnichtIHR DANKE! Tapfere Schneiderlein des St. Adolf-Stifts!
#GemeinsamgegenCorona #WIRnichtIHR
Mit diesem Clip sagen wir DANKE für Eure Unterstützung! Überwältigt und tief gerührt bedanken wir uns aus tiefstem Herzen bei unseren „Tapferen Schneiderlein“, die mit ihren fleißigen Händen viele „Community“-Schutzmasken für das St. Adolf-Stift gezaubert haben. #GemeinsamgegenCorona! #WIRnichtIHR

22 Pflege-Azubis starten mit generalistischer Ausbildung
22 Pflege-Azubis starten mit generalistischer Ausbildung
Die Schule am St. Adolf-Stift bildet nicht nur Nachwuchs für das Krankenhaus aus, sondern auch für Pflegeheime und -dienste
Anfang März haben 22 Menschen zwischen 17 und 56 Jahren ihre Ausbildung als Pflegefachfrau beziehungsweise Pflegefachmann am Krankenhaus Reinbek begonnen. Die 13 Frauen und 9 Männer hatten sich mit Mittlerer Reife, Fachholschulreife, Abitur oder einer abgeschlossenen Berufsausbildung in den vergangenen Monaten beworben und einen Platz in der Pflegeschule des St. Adolf-Stiftes ergattert. Beim Ersten Schultag stand das Kennenlernen von Haus und Mitschülern im Fokus. Für die Neuen gab es vom Kurs des zweiten Lehrjahres selbstgebastelte Schultüten – eine bewährte Tradition in der Pflegeschule. Ob groß, ob klein, bunt oder einfarbig, ob mit Blümchen oder Bommeln verziert: Die Papptüten enthielten alle dieselben nützlichen Materialien wie ein Stethoskop, Vierfarb-Kugelschreiber, Haftnotizzettel oder Fahrradsattelbezüge. Der Tag endete mit einer Begrüßungsandacht in der Krankenhauskapelle.
Lehrerin Christiane Behrschmidt sagt: „Mit diesem Kurs startet die neue generalistische Ausbildung: Nach 3 Jahren werden wir Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner ausgebildet haben, die überall arbeiten dürfen – in der stationären Akut- und Langzeitpflege und der ambulante Pflege. Erstmals lernen Auszubildende aus unserem Krankenhaus, also der stationären Akutpflege gemeinsam mit Auszubildenden aus stationären Pflegeeinrichtungen sowie ambulanten Pflegediensten gemeinsam den Pflegeberuf.“ Kooperationspartner sind Cursana in Oststeinbek, KerVita Glinde und der Prima-Pflegedienst in Wentorf.
Schulleiterin Christa Knigge-Hartig ergänzt: „Die 6-wöchigen Orientierungseinsätze im Mai werden in der jeweiligen Einrichtung stattfinden, damit die Schüler ihren zukünftigen Arbeitsort bereits in der Praxis kennen lernen. Im St. Adolf-Stift haben wir dafür eine neue Ausbildungsstation eingerichtet – mit dem Vorteil, dass sie dort besonders engmaschig durch Praxisanleiter angeleitet werden. Damit ergänzen wir unsere Schulstation, auf der Schüler ab dem 2. Lehrjahr unter Anleitung erfahrener Pflegekräfte ihre eigenen Patienten, übernehmen also mehr Verantwortung tragen. So sind sie am Ende der Ausbildung sicherer in der Praxis im Vergleich zu den vorherigen Jahrgängen, was sich auch in bessren Praxisnoten wiederspiegelt.“
Vor den neuen Schüler/innen liegen 3 Jahre mit 2100 Theorie- und 2500 Praxisstunden, bei denen sie auf ihre zukünftige Tätigkeit in der Pflege von kranken, alten und jungen Menschen ausgebildet werden. Eine praktische Prüfung, drei schriftliche und drei mündliche Prüfungen müssen bestanden werden, um die Berufsbezeichnung Pflegefrau oder Pflegefachmann tragen zu können.
Die nächste Ausbildung startet am 1. September 2020
Ab sofort können sich Interessierte für den Ausbildungsstart am 1. September 2020 oder 1. März 2021 in Reinbek bewerben. Knigge: „Wer einen Beruf sucht, bei dem man sich sozial engagiert, mit Menschen arbeitet und auch in einem Team, für den ist vielleicht der Pflegeberuf eine gute Chance, seine Vorlieben zusammen zu bringen.“ Außerdem bietet die Pflege auch gute Fort- und Weiterbildungsbildungs- sowie Studiermöglichkeiten.
Voraussetzung für eine Bewerbung ist der Realschulabschluss oder Abitur, ein Mindestalter von 17 Jahren sowie eine körperliche Grundfitness und seelische Ausgeglichenheit. Schulleiterin Christa Knigge sagt: „Wir empfehlen allen Interessierten neben einem Praktikum in unserem Krankenhaus auch einen Schnuppertag in der Schule. Da können die Bewerber nicht nur die Räumlichkeiten, Mitschüler und Lehrer schon einmal kennen lernen, sondern viele Fragen stellen und die fröhliche Lernatmosphäre selbst erleben.“

Rekord: 100 neue Pflegekräfte in einem Jahr eingestellt
Rekord: 100 neue Pflegekräfte in einem Jahr eingestellt
Während man von anderen Krankenhäusern hört, dass Stellen in der Pflege aufgrund des Fachkräftemangels nicht besetzt werden können, hat das St. Adolf-Stift im vergangenen Jahr 100 neue Pflegekräfte eingestellt. Mit diesen 100 Menschen konnten nicht nur Stellen von Mitarbeitern, die in Rente und Elternzeit gingen oder in eine andere Klinik gewechselt haben, wiederbesetzt werden, sondern die Anzahl der Pflegekräfte wurde um 70 Personen aufgestockt. Das ist ein Rekord in der 136-jährigen Geschichte des Krankenhauses. Ein Grund: Mitte Februar wird eine neue Station eröffnen. Die Pflegekräfte dafür wurden rechtzeitig eingestellt und im Haus auf anderen Stationen bereits in die örtlichen Gepflogenheiten eingearbeitet. Und das Krankenhaus Reinbek ist weiter auf Expansionskurs und wird auch in den nächsten Jahren weiter wachsen.
Angela Ahrens ist als Stellvertretende Pflegedirektorin mit Schwerpunkt Personalmanagement für die Bewerbungsprozesse bei Pflegekräften im St. Adolf-Stift zuständig und sagt: „Das ist schon etwas Besonderes, dass bei uns auf den normalen Bettenstationen alle Planstellen besetzt sind. Und das bei einem guten Pflegeschlüssel. Wir würden schon jetzt auf allen Stationen die von Gesundheitsminister Jens Spahn geforderten Versorgungsvorgaben ‚Anzahl der Patienten pro Pflegekraft‘ erfüllen.“
Wie ist dem St. Adolf-Stift das bei einem angespannten Arbeitsmarkt gelungen? Fabian Linke ist seit knapp zwei Jahren im Haus Leiter des Personalmanagements und hat viele Ideen zur Mitarbeiterbindung und Mitarbeitergewinnung eingebracht. Er sagt: „Was ist das Geheimnis unseres Erfolges? Wir haben in den vergangenen Jahren einiges auf den Prüfstand gestellt und an unterschiedlichen Stellschrauben gedreht: Neue Webseite, intensivere Nutzung von Social Media-Kanälen wie Instagram, Kununu und Xing sowie individuelle Stellenanzeigen, um Interessenten möglichst authentische Einblicke in unsere Haus zu geben. Doch wir schauen nicht nur nach außen, sondern vor allem nach innen: Im Rahmen der Mitarbeiterbindung versuchen wir für die unterschiedlichen Lebenssituationen unserer Mitarbeitenden jeweils passende Unterstützungen parat zu haben. Wir haben erkannt: Den Wettbewerb um Fachkräfte kann man nur im eigenen Haus gewinnen: Zufriedene Mitarbeiter sind die besten Multiplikatoren und bleiben auch bei verlockenden Angeboten anderer Krankenhäuser dem St. Adolf-Stift treu.“
Kopfprämien für wechselwillige Pflegekräfte gibt es im Krankenhaus Reinbek nicht. Ahrens: „Wir sehen darin einen falschen Anreiz. Wir möchten, dass die Mitarbeiter zu uns kommen, weil sie bei uns arbeiten möchten, nicht weil sie dafür eine außerordentliche Zahlung erhalten. Das Geld, das andere Krankenhäuser dafür ausgeben, investieren wir lieber in Maßnahmen zur Mitarbeiterzufriedenheit.“
Inspiration holt sich das Reinbeker Team dabei nicht nur bei anderen Krankenhäusern, sondern primär bei vermeintlich „hippen“ Unternehmen aus IT, Mode und Hotellerie. „Wir schauen, was andere Branchen für Ihre Mitarbeiter tun und wo es kreative Ansätze gibt. Und wir prüfen ständig, was sich unsere Kollegen wünschen. Dabei reagieren wir viel schneller als früher auf ihre Bedürfnisse und passen unsere Angebote auch immer wieder an: Dienstfahrrad, HVV-Proficard, eine Ferien- und eine Notfallkinderbetreuung, unsere Boxgruppen oder zeitgemäße Ernährungsangebote sind nur einige Beispiele dafür“, sagt Linke.
Umsonst gibt es das alles nicht. In den letzten Jahren hat das Krankenhaus viel Geld in Kooperationen mit engagierten Dienstleistern und hausinterne Lösungen gesteckt. Mit dabei ist auch immer Manuela Pöhner vom Personalmanagement. Sie verantwortet das Betriebliche Gesundheitsmanagement und den Bereich Beruf & Familie. Pöhner: „Neben den üblichen Sportangeboten, gibt es bei uns auch regelmäßige Massagen und seit eineinhalb Jahren auch einen Arbeitspsychologen, der unseren Mitarbeitern in kritischen persönlichen Situationen zur Seite steht.“ Die Mutter eines kleinen Sohnes sagt: „Ein Erfolg ist auch unsere Notfallkinderbetreuung: Wenn Pflegekräfte früher ihren Dienst absagen mussten, falls ihre Kinderbetreuung ausgefallen ist oder die Kita spontan geschlossen hat, können sie sich jetzt darauf verlassen, dass ihr Nachwuchs während ihrer Schicht in unserem Lütte-Stifte-Raum gut betreut ist. Und die Stationsleitung muss keinen Ersatz finden. Eine klassische Win-Win-Situation.“
Dabei sind die Leitungen des St. Adolf-Stiftes durchaus selbstkritisch. Angela Ahrens: „Es hilft ja nichts, wenn man immer wieder neue Pflegekräfte einstellt und diese nicht richtig eingearbeitet werden oder nicht das vorfinden, was man ihnen versprochen hat. Darum haben wir einiges neukonzeptioniert: Es gibt Einführungstage, Einarbeitungsstationen, Ausfallkonzepte, so dass man möglichst nicht für kranke Kollegen einspringen muss. Unsere Stationsleitungen wurden in Mitarbeiterführung geschult, denn ein 25-jähriger Mitarbeiter hat ganz andere Bedürfnisse als eine 60-jährige Pflegekraft. Wir bieten Wunscharbeitszeiten für junge Mütter und pflegende Angehörige an, deren Lebenssituation nicht mit dem Schichtbetrieb eines Krankenhauses vereinbar wäre. Und viele Frauen wechseln dann auch gern nach einigen Jahren auf eine feste Station, die ihnen besonders gut gefällt.“ Zudem plane die Pflegedienstleitung im Rahmen eines Pflege-Entwicklungs-Centers (PEC) das berufliche Fortkommen und Karrierewege von Mitarbeitern.
Das St. Adolf-Stift hat das Ruder erfolgreich rumgerissen: Weil es durch die Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung und -gewinnung, erhöhte Azubizahlen und die erfolgreiche Anwerbung ausländischer Pflegekräfte seine Planstellen gut besetzt hat, können die Personalverantwortlichen wieder eine Auswahl treffen. Ahrens: „Vor einigen Jahren, waren wir froh, wenn es auf eine Ausschreibung überhaupt Bewerbungen gab. Nun haben wir den Luxus, wieder auswählen zu können und zu prüfen: Passt dieser Bewerber nicht nur fachlich, sondern auch menschlich zu uns? Dadurch gibt es dann am Ende auch weniger Fluktuation.“ Die Pflegedienstleitung hat auch noch ein Ass im Ärmel. Es ist weiß, flauschig und hört auf den Namen „Gnocchi“. Es ist der Hund von Angela Ahrens, der sie regelmäßig ins Büro begleitet: „Gnocchi ist ein wahrer Eisbrecher. Egal wie aufgeregt ein Bewerber war: Wenn mein eineinhalbjähriger italienischer Trüffelhund die Menschen freudig begrüßt, dann ist die gesamte Aufregung verflogen und die Gespräche sind für alle viel entspannter und auch persönlicher.“
Was ist noch besonders im Krankenhaus Reinbek? Fabian Linke: „Wir haben im Haus wirklich flache Hierarchien, gut organisierte Personalprozesse und kurze Entscheidungswege. Wenn jemand passend zu seiner Kündigungsfrist schnell einen Vertrag braucht, dann ist der am gleichen Tag noch da. Hier arbeiten wir sehr gut und vor allem effektiv mit allen Beteiligten zusammen. Dieses führt zu eine hohen Zufriedenheit unser Bewerber, und das wiederum zu positiven Arbeitgeberbewertungen in sozialen Netzwerken.“
Die Umsetzung des internen Personalmarketings, die Betreuung von Webseite, Instagram und Facebook und das Schalten von Stellenanzeigen fallen in den Aufgabenbereich von Andrea Schulz-Colberg. Die Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit schärft gemeinsam mit ihrer Kollegin aus dem Marketing das Arbeitgeberprofil nach außen und innen. Sie merkt: „Die Teamfotos unter unserem Claim ‚Bestes Team. Ganz nah.‘ kommen bei den Bewerbern gut an. Wir machen uns wirklich die Mühe, immer die Station oder Abteilung zu fotografieren, die auch gerade eine Stelle frei hat. Und die Teams haben tolle Ideen. Das ist mehr Aufwand als mit einer Standard-Krankenhaus-Anzeige, aber kommt unheimlich authentisch rüber und führt auch zu einer hohen Identifikation im Haus mit dem Team-Motto. Mit unserem neuen Instagram-Account wenden wir uns besonders an die jungen Leute, vor allem den Pflegenachwuchs. Denn davon können sich gern noch ein paar mehr in unserer Pflegeschule bewerben. Es ist ein Beruf mit Zukunft.“

Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift on Instagram! Wir sind das #krankenhausreinbek!
Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift on Instagram! Wir sind das #krankenhausreinbek!
Ab heute gibt euch das #besteteamganznah auf unserem Instagram Account einen authentischen Blick hinter die Kulissen des #krankenhausreinbek! Was macht das #stadolfstift so besonders? Wie sieht es Backstage bei uns aus? Welche Menschen arbeiten bei uns? Begleitet uns durch unsere Fachabteilungen, lernt unsere Experten in der #Medizin und #Pflege kennen und erlebt mit uns ihre ganz persönliche Geschichten. Also worauf warten? Wir freuen uns über ganz viele Follower, Likes und Comments!

Mitgliedschaft im Unternehmensnetzwerk „Erfolgsfaktor Familie“ - Krankenhaus Reinbek ist jetzt offiziell familienfreundlich
Krankenhaus Reinbek ist jetzt offiziell familienfreundlich
Kitazuschuss, Ferienbetreuung, flexible Arbeitszeiten und eine neue Kindernotfall-Betreuung – im St. Adolf-Stift wird die Vereinbarkeit von Beruf und Familie groß geschrieben.
Das Krankenhaus Reinbek ist dem Netzwerk „Erfolgsfaktor Familie“ beigetreten, das 2007 vom Bundesfamilienministerium und dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag als zentrale Plattform für familienfreundliche Unternehmen gegründet wurde. Das Netzwerk umfasst mittlerweile fast 7.500 Mitglieder, vom Kleinstbetrieb bis zum DAX-Unternehmen.
„Familienfreundliche Angebote und personalpolitische Rahmenbedingungen für mehr Flexibilität und Partnerschaftlichkeit sind schon jetzt aus der Arbeitswelt nicht mehr wegzudenken, sagt Fabian Linke, der Personalleiter im St. Adolf-Stift ist. „Auch wenn es in einem Krankenhaus aufgrund der Rund-um-die-Uhr-Betreuung der Patienten nicht so einfach ist, wie in anderen Firmen, so versuchen wir die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in allen Berufsgruppen zu ermöglichen.“ Das katholische Haus hat in den vergangenen Jahren seine Angebote für junge Eltern stark ausgeweitet, so gibt es einen Kitazuschuss, günstige Ferienbetreuung und sehr flexible Gestaltungen der Elternzeit.
Ein Erfolgsmodell ist der so genannte „Springerpool“, in dem vor allem junge Mütter und pflegende Angehörige zu ihren Wunscharbeitszeiten monatlich wechselnde Bettenstationen unterstützen und dafür nicht am Schichtbetrieb teilnehmen. Die Stellvertretende Pflegedirektorin Angela Ahrens sagt: „Wir sind damit als Pilotprojekt vor 4 Jahren gestartet und haben schnell gemerkt: Das trifft den Nerv der Pflegekräfte. Es ist eine Win-win-Situation: Die Pflegekräfte können trotz Familienphase in einem Krankenhaus tätig sein, und wir können übergangsweise die Stationen mit Examinierten entlasten, wenn jemand krankheitsbedingt länger ausfällt oder zeitintensive Sonderaufgaben zu tun sind. Und oft wechseln die Kolleginnen dann auch in feste Teams, die sie beim Aushelfen kennen und schätzen gelernt haben. Wir binden also damit auch hochmotivierte, gut ausgebildete Mitarbeiterinnen an unser Haus.“
Kirsten Frohnert, Projektleiterin Netzwerkbüro „Erfolgsfaktor Familie“ hat die Erfahrung gemacht, dass vor allem kleine und mittlere Unternehmen eine große Flexibilität zeigen: „Entscheidend ist die Unternehmenskultur, damit alle Beschäftigten von der Vereinbarkeit von Beruf und Familie profitieren. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wünschen sich individuelle Vereinbarkeitslösungen, also maßgeschneiderte Angebote, wie hier im Krankenhaus Reinbek.“ Frohnerts Erfahrung ist, dass Fachkräfte ihre Erwartungen klarer formulieren. Die Personalarbeit werde individueller: „Vereinbarkeit ist keine Frage mehr des ‚Ob‘, sondern des ‚Wie‘, also wie man sie ausgestaltet. Dabei muss es gelingen, Wünsche der Beschäftigten und betriebliche Erfordernisse auszubalancieren.“
Ein solcher Balanceakt ist auch das Thema Kinder-Notfallbetreuung. Personalsachbearbeiterin Manuela Pöhner ist das Thema als Mutter eines kleinen Sohnes eine Herzensangelegenheit. Sie erklärt: „Viele Eltern würden ja gern zur Arbeit kommen, auch wenn die reguläre Betreuung mal ausfällt, aber manchmal findet sich privat einfach kein Ersatz. Das ist seit Oktober dann ein Fall für unsere „Lütten Stifte“. Für diese Notfallbetreuung von Mitarbeiterkindern haben wir auf unserem Gelände sogar einen eigenen Raum eingerichtet, in dem es Spiele, aber auch ein Bett, Kinderwagen etc. gibt. Durch die Kooperation mit der Hansebelt gGmbH ermöglichen wir unseren Kollegen, auch in spontanen Not-Situationen oder an so genannten fieberfreien Tagen, ihre Dienste trotzdem wahrzunehmen und ihr Kind dabei gut versorgt zu wissen. Auch hier profitieren beide: Die Eltern müssen für die professionelle Betreuung nichts zahlen und das Krankenhaus muss keinen Ersatz für Eltern finden, die spontan auf ihre Kinder aufpassen müssen.“

Lütte Stifte“ - Kindernotfallbetreuung ab dem 01.10.2019
Liebe Eltern,
wir wissen, Notfälle klopfen leider nicht an! Mit unserer Kindernotfallbetreuung sorgen wir jedoch künftig dafür, dass Ihnen in solchen Fällen unkompliziert und kurzfristig eine hochwertige Betreuungsalternative zur Verfügung steht.
Das Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift möchte hiermit einen weiteren Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf leisten. Die Notfallbetreuung ist unsere „Feuerwehr“ für Sie, wenn die geplante Kinderbetreuung unerwartet ausfällt. Damit solche „Überraschungen“ Ihren Arbeitstag nicht völlig durcheinanderbringen, stehen wir Ihnen ersatzweise mit qualifizierten Betreuungspersonen zur Seite. Für Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter des St. Adolf-Stifts ist dieser Service kostenlos.
Die Kindernotfallbetreuung wird in Kooperation mit Beruf und Familie im Hansebelt gGmbH angeboten und erfolgt vor Ort im Krankenhaus Reinbek, in unserem Kinderbetreuungsraum „Lütte Stifte“.
Ihre Vorteile:
Soforthilfe in Notfällen wie z.B. Ausfall der regulären Betreuung, unvorhersehbare Betreuungsengpässe, „Fieberfreietage“
Verlässliche und flexible Kinderbetreuung für Kinder ab 2 Monaten bis 14 Jahren durch qualifiziertes und geprüftes Personal, auf dem Gelände des Krankenhauses.
Betreuungszeiten von 8.00 Uhr bis 22.00 Uhr (Montag bis Freitag)

Krankenhaus Reinbek übernimmt 14 Pflegeschüler/innen
Krankenhaus Reinbek übernimmt 14 Pflegeschüler/innen
Mitte August bestanden 15 Gesundheits- und Krankenpflegeschüler/ innen des St. Adolf-Stiftes ihr mündliches Examen.
15 Schüler/innen haben heute (16. August 2019) ihr Examen als Gesundheits- und Krankenpfleger/innen erfolgreich in der Pflegeschule am Krankenhaus Reinbek absolviert. In 3 Jahren mit insgesamt 2100 Theorie- und 2500 Praxisstunden wurden 11 Schülerinnen und 4 Schüler auf ihre zukünftige Tätigkeit in der Pflege von kranken, alten und jungen Menschen erfolgreich ausgebildet. Eine praktische Prüfung und drei schriftliche Prüfungen fanden bereits im Juni und Juli statt, im August wurde jede Schülerin dann noch in drei Bereichen mündlich geprüft, bevor sie Zeugnis und eine Urkunde mit der Berufsbezeichnung Gesundheits- und Krankenpfleger erhielt. Während des Gottesdienstes in der Krankenhauskapelle überreichte Kursleiterin Katja Jüngling ihren Schützlingen eine Brosche mit der Heiligen Elisabeth als äußeres Zeichen für das bestandene Examen.
Trendige Schuhe als Geschenk für die neuen Pflegekräfte
Kursleitung Katja Jüngling: „Von den 15 Prüflinge, die das Examen beim ersten Anlauf bestanden haben, haben 14 Schüler einen Vertrag im Krankenhaus Reinbek unterschrieben. Die frisch Examinierten beginnen am 1. September auf verschiedenen Stationen ihren Dienst. Eine Schülerin möchte jetzt erst einmal studieren.“
Pflegedirektor Thomas Meyer ermutigte seine Pflegekräfte dazu, eigene Spuren im Krankenhaus zu hinterlassen und auch mal neue Wege zu gehen. Als symbolisches Geschenk verschenkte er coole Turnschuhe mit dem Krankenhaus-Motto „Bestes Team. Ganz nah“. Darüber freuten sich die jungen Erwachsenen riesig. Während der Feier wurden Luise Wiesner und Alina von Kiedrwoski besonders lobend erwähnt. Beide hatten in 3 Jahren nur 10 Tage während ihrer Ausbildung gefehlt und zudem noch die besten Prüfungsergebnisse des Jahrgangs.
Schulstation führt zu besseren Praxis-Noten
Der aktuelle ist der 66. Ausbildungskurs seit dem Jahr 1952. Schulleiterin Christa Knigge: „Wir haben bis jetzt über 1.400 Schüler/innen in Reinbek ausgebildet. Seit Herbst haben wir eine Schulstation, auf der die erfahrenen Schüler unter Anleitung von examinierten Pflegekräften mehr Verantwortung übernehmen. Und tatsächlich war dieser Kurs in der praktischen Prüfung besser als die Jahrgänge zuvor.“
Seit März 2018 gibt es grundsätzlich zwei Starttermine und eine Aufstockung der Plätze für die Ausbildung in Reinbek. Knigge: „Damit gehen wir auf den bestehenden Mehrbedarf an Pflegekräften ein und erhoffen uns auch weiterhin viele Bewerber/innen anzusprechen.“
Für den neuen Kurs ab September sind nur noch 2 Plätze frei
In der Pflegeschule des St. Adolf-Stiftes stehen ab sofort 125 Plätze in fünf Jahrgängen zur Verfügung. Für den Ausbildungsstart am 1. September sind noch zwei Plätze frei. Knigge: „Wer einen Beruf sucht, bei dem man sich sozial engagiert, mit Menschen arbeitet und auch in einem Team, für den ist vielleicht der Pflegeberuf eine gute Chance, seine Vorlieben zusammen zu bringen.“ Voraussetzung für eine Bewerbung ist der Realschulabschluss oder Abitur, ein Mindestalter von 17 Jahren sowie eine körperliche Grundfitness und seelische Ausgeglichenheit. Der nächste Ausbildungsbeginn ist dann am 1. März 2020.