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Bewertung

Ein Arbeitgeber, dem es nicht gelingt, Zufriedenheit, Respekt und ein positives Miteinander zu schaffen.

2,0
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr im Bereich Vertrieb / Verkauf bei KYOCERA Document Solutions Deutschland GmbH in Meerbusch gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Das solide Gehalt und der Zusammenhalt zwischen einigen Kolleginnen und Kollegen.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Mangelnder Respekt, mangelhafte Kommunikation, Gleichberechtigung nur als "Image-Booster".

Verbesserungsvorschläge

Eine Menge - anhand der einzelnen Kategorien können Schlüsse gezogen werden. In erster Linie Respekt für Mitarbeitende seitens der Führungskräfte, bessere Kommunikation und ein Wandel der Teamkultur.

Arbeitsatmosphäre

Eine feindselige Atmosphäre innerhalb des eigenen Teams - Mitarbeitende, die länger dabei sind, sprechen neuen Mitarbeitenden die Daseinsberechtigung ab. Scheinbar fühlt man sich bedroht.
Generell gilt - Kontrolle ist besser als Vertrauen. Auch unter Kolleg:innen derselben Hierarchiestufe. Kalender werden überprüft, Kolleg:innen angeschwärzt.

Image

Mitarbeitende mit längerer Betriebszugehörigkeit kritisieren tendenziell weniger und wirken zufriedener.

Work-Life-Balance

Ungern gesehen - Priorität sollte immer die Arbeit haben. Es wurde seitens einiger Führungskräfte stets der Kalender geprüft.

Karriere/Weiterbildung

Nur LinkedIn Learning als Fortbildungsplattform.

Gehalt/Benefits

Ein solides Gehalt für die Branche, wobei die Provision rein auf Teamleistung basiert und der individuelle Erfolg nicht honoriert wird.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Unterdurchschnittlich. Für diverse Termine, die auch Remote erfolgen könnten, reist eine Vielzahl an Mitarbeitenden extra an - teilweise für Termine von unter zwei Stunden , z.B. für ein Softwareupdate. Veranstaltungen werden unnötig in die Länge gezogen, sodass zusätzliche, überflüssige Übernachtungskosten anfallen.

Kollegenzusammenhalt

Wie oben angemerkt, innerhalb des Teams generell schlecht - bezogen auf Einzelne, die weniger erwünscht sind. Die wenigen, die unterstützen, machen es jedoch sehr gewissenhaft und erleichtern einem die Arbeit in dem Unternehmen - so fiel das ‚Durchhalten‘ manchmal etwas leichter.

Umgang mit älteren Kollegen

Ältere Mitarbeitende und solche mit langer Betriebszugehörigkeit erfahren meinem Eindruck nach mehr Respekt und sind im Unternehmen gut aufgehoben.

Vorgesetztenverhalten

Qualifizierungsmaßnahmen für Vorgesetzte bleiben aus. Die Rede ist von ‚Leadership 2.0’, was das bedeutet, weiß man nicht so richtig. Die Art der Kommunikation ist respektlos und vermeintlich ‚lustig‘; Hierarchie wird gerne betont, indem Mitarbeitende als „drittklassig“ bezeichnet werden. Vorgesetzte lästern über ihre eigenen Mitarbeitende, teilweise sogar mit anderen Führungskräften. Darüber hinaus wird einem ans Herz gelegt, das Privatleben nicht allzu sehr zu priorisieren. In wenigen Fällen erfährt man seitens der Führungskräfte vereinzelt Empathie und Unterstützung - diese ist jedoch nicht viel Wert, wenn die obere Führungsetage andere Werte lebt.

Arbeitsbedingungen

Die Definition der Rolle wurde erst ein paar Monate nach Beginn der Tätigkeit in dem Unternehmen festgelegt - man startete also ohne eine klare Stellenbeschreibung. Ein Mindestmaß an Ausstattung wird erfüllt - Ausstattung des Home Office, Firmenwagen. Eine monatliche Home Office-Pauschale ermöglicht eine individuellere Ausstattung für zu Hause.

Kommunikation

Kommunikation ist generell kein Thema - Vorgesetzte suchen nicht den Kontakt mit eigenen Teammitgliedern, die Kommunikation beschränkt sich eher auf ein Pflicht-Mindestmaß. Kanäle für Kommunikation werden willkürlich gewählt - es gibt Leute, die aus Prinzip keine Nachrichten in Teams beantworten, obwohl es ein firmenweites Tool ist. Eine reflektierte und kritische Auseinandersetzung seitens der oberen Führungsetage mit Fällen von Kündigungen und Entlassungen in Form eines Dialogs wird vermieden - vielleicht würde sich daraus ja hilfreiche, konstruktive Kritik ergeben; da scheint aber seitens des Unternehmens und vor allem der Führungsetage kein Interesse zu bestehen.

Gleichberechtigung

Ein Mal im Jahr weht die Pride Flagge, am internationalen Frauentag wird ein Video auf LinkedIn gepostet und eine Diversity Keynote gehalten. Darüber hinaus gibt es keinerlei Bestrebungen - Maßnahmen in die Richtung werden eher belächelt. Gleichgesinnte sind eine Ausnahme; ein individuelles Engagement in der Richtung ist nicht erwünscht. Man traut sich nicht zu gendern, da auch das belächelt wird.

Interessante Aufgaben

Hier kann ich nur für meinen Bereich sprechen - eine sehr eintönige Arbeit mit wenig Abwechslung und Grundlage für das Angehen neuer Kunden.

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Arbeitgeber-Kommentar

Abaza LailaHR Managerin

Vielen Dank für dein detailliertes und offenes Feedback. Deine konkreten Schilderungen nehmen wir ernst und verstehen sie als wichtige Impulse für Veränderungen.

Es freut uns zu hören, dass du das Gehalt als solide empfindest und den Zusammenhalt mit einigen Kolleg:innen schätzt. Gleichzeitig bedauern wir sehr, dass du in so vielen anderen Bereichen negative Erfahrungen gemacht hast.

Danke, dass du dir die Zeit genommen hast, diese wichtigen Themen anzusprechen und uns konkrete Verbesserungsvorschläge mitzugeben.

Wenn du Interesse hast, können wir uns gerne persönlich zu deinen Erfahrungen und Beobachtungen austauschen.

Viele Grüße

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Puls

Bewertungen zeigen das große Ganze. Puls zeigt den Moment.

Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.