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Bewertung

Hohe fachliche Verantwortung bei intransparenten Strukturen und mangelnder Wertschätzung

2,2
Nicht empfohlen
Ex-FührungskraftHat bis 2025 bei Lear Remscheid in Remscheid gearbeitet.

Arbeitsatmosphäre

Der Standort selbst ist infrastrukturell und technologisch hervorragend ausgestattet, was gute Arbeitsbedingungen schafft. Die Atmosphäre leidet jedoch massiv unter den politisch geprägten Entscheidungen der Standortleitung. Es herrscht eine spürbare Zwei-Klassen-Gesellschaft, die von persönlicher Nähe zum oberen Management bestimmt wird.

Kommunikation

Die Kommunikation von oben herab ist von mangelnder fachlicher Wertschätzung gegenüber spezialisierten Fachbereichen geprägt. Komplexe, strategische Aufgaben werden in der internen Kommunikation oft ins Lächerliche gezogen oder kleingeredet (beispielhaft durch die Aussage, die Arbeit sei doch „nur ein bisschen Klicki-Klicki“). Transparenz bei wichtigen Entscheidungen fehlt.

Kollegenzusammenhalt

Innerhalb der operativen Teams und unter den Fachkräften am Standort ist der Zusammenhalt gut. Man versucht, sich gegenseitig zu unterstützen, um die infrastrukturellen Herausforderungen trotz der schwierigen Rahmenbedingungen durch die Führungsebene gemeinsam zu meistern.

Work-Life-Balance

Die Aufgabenlast und der Druck auf die Fachabteilungen sind hoch, da diese vom Management primär als reiner Kostenfaktor und nicht als strategischer Partner gesehen werden. Unterstützung bei Ressourcenengpässen gibt es kaum, man wird mit der Last oft allein gelassen.

Vorgesetztenverhalten

Extrem belastend und von starker persönlicher Voreingenommenheit geprägt. Statt Rückhalt und Unterstützung zu bieten, wurden vom direkten fachlichen Vorgesetzten gezielt Hürden im Alltag aufgebaut. Es gibt eine offene Bevorzugung bestimmter Mitarbeiter über Standortgrenzen hinweg. Entscheidungen der oberen Führungsebene basieren auf internen Seilschaften und politischer Günstlingswirtschaft statt auf objektiver Leistung.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben an sich sind fachlich hervorragend. Die Modernisierung des eigenen Verantwortungsbereichs und die strukturelle Neuausrichtung der Infrastruktur bieten anspruchsvolle, hochinteressante und motivierende Herausforderungen für Fach- und Führungskräfte – sofern man die Energie aufbringt, sich von der internen Politik nicht zermürben zu lassen.

Gehalt/Benefits

Leistungsunabhängig, intransparent und innerhalb der Unternehmensgruppe extrem ungleich verteilt. Das tarifliche Einstufungssystem (ERA) wird oft als Argument vorgeschoben, um Gehälter in wichtigen Fachbereichen künstlich niedrig zu halten. Die Relationen sind intern nicht nachvollziehbar – so werden hochverantwortliche, standortweite Leitungsfunktionen tariflich teils niedriger bewertet als rein operative Stellen in anderen Fachabteilungen. Zudem herrscht ein massives, ungerechtfertigtes Gehalts- und Vertragsgefälle (Tarif vs. Außertarif) für dieselbe Führungsposition zwischen verschiedenen Standorten. Aufstiegs- und Gehaltschancen hängen primär vom internen Netzwerk ab und weniger von der tatsächlichen Verantwortung oder messbarer Fachleistung. Richtlinien für Sachbezüge (wie Dienstwagen) werden ebenso nach persönlichem Ermessen der Standortleitung ausgelegt und bevorzugt an das eigene Netzwerk vergeben.


Umgang mit älteren Kollegen

Arbeitsbedingungen

Umwelt-/Sozialbewusstsein

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Karriere/Weiterbildung

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