Ihr Unternehmen?

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LEITZ 
ACCO 
Brands 
GmbH 
& 
Co 
KG
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Leider zunehmend ein Unternehmen im Krisenmodus, die guten Zeiten scheinen vorbei

1,8
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Administration / Verwaltung bei LEITZ ACCO Brands GmbH & Co KG in Stuttgart gearbeitet.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre hat sich in den letzten Jahren immer weiter verschlechtert und ist mittlerweile auf einem Tiefpunkt. Ende 2025 kam es erneut zu Entlassungen, und auch davor wurde über Jahre hinweg Personal abgebaut. Das führt in praktisch allen Abteilungen zu mehr Arbeit, Überlastung und immer weniger Luft für die eigentlichen Aufgaben.

Entsprechend ist die Stimmung im Unternehmen: Es herrscht viel Resignation und das Gefühl, dass jeder irgendwie versucht, sich selbst zu retten. Von Aufbruchstimmung oder einer klaren Perspektive für die Zukunft ist wenig zu spüren. Dazu kommt ein aus meiner Sicht wenig zukunftsfähiges Geschäftsmodell mit einer starken Abhängigkeit vom klassischen Ordnergeschäft.

Auch die Arbeitsumgebung passt leider ins Bild. Die Büros sind völlig veraltet, Heizung und Lüftung funktionieren teilweise nicht richtig und die Eingangstür ist seit rund drei Jahren defekt.

Besonders enttäuschend ist der Umgang mit älteren und erfahrenen Mitarbeitern. Deren Erfahrung und langjährige Zugehörigkeit werden aus meiner Sicht nicht ausreichend wertgeschätzt.

Insgesamt entsteht der Eindruck, dass über Jahre eher verwaltet und Personal abgebaut wurde.

Image

Das Image hat in den letzten Jahren deutlich gelitten und wirkt zunehmend angestaubt. Gerade im Vergleich zu moderneren Unternehmen fehlt es an Innovation und einem zeitgemäßen Auftritt. Auch nach außen entsteht teilweise der Eindruck, dass das Unternehmen noch stark in der Vergangenheit verhaftet ist.

Work-Life-Balance

40-Stunden-Woche und grundsätzlich 2 Tage Homeoffice sind erstmal okay. Allerdings wird teilweise eine gewisse dauerhafte Erreichbarkeit vorgelebt, was nicht gerade zu einer guten Work-Life-Balance beiträgt.

Durch die seit Jahren immer dünner werdende Personaldecke häufen sich außerdem die Überstunden. Die zusätzliche Arbeit muss schließlich irgendwo aufgefangen werden.

Die zwei Homeoffice-Tage sind grundsätzlich ein Pluspunkt, werden von manchen Führungskräften allerdings eher abfällig kommentiert. Gerade in Zeiten von Überlastung wirkt das wenig zeitgemäß.

Karriere/Weiterbildung

Karrieremöglichkeiten sind eher begrenzt. Durch den jahrelangen Stellenabbau werden kaum neue Möglichkeiten geschaffen, sich innerhalb des Unternehmens weiterzuentwickeln.

Auch Weiterbildung und persönliche Weiterentwicklung werden aus meiner Sicht nicht wirklich gefördert. Wer sich fachlich oder beruflich weiterentwickeln möchte, muss sich daher weitgehend selbst darum kümmern. Gerade bei erfahrenen Mitarbeitern wird vorhandenes Potenzial aus meiner Sicht zu wenig genutzt.

Gehalt/Benefits

Der Verdi-Tarifvertrag ist grundsätzlich ein klarer Pluspunkt und sorgt für eine gewisse Sicherheit und Transparenz bei den Rahmenbedingungen.

Allerdings passt die tatsächliche Eingruppierung aus meiner Sicht nicht immer zur Stelle bzw. zu den Aufgaben. Gerade wenn durch den Stellenabbau zusätzliche Verantwortung und Aufgaben übernommen werden müssen, sollte sich das auch entsprechend in der Eingruppierung widerspiegeln.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Bei Verpackungen und Produkten wird auf Nachhaltigkeit geachtet.

Kollegenzusammenhalt

Wie in jedem Unternehmen ist alles dabei. Mit einigen Kollegen funktioniert der Zusammenhalt sehr gut und man unterstützt sich gegenseitig.

Vorgesetztenverhalten

Hier gibt es leider deutlichen Verbesserungsbedarf. Es gibt aus meiner Sicht zu viele Führungskräfte, die ihrer Rolle nicht gerecht werden. Teilweise werden Mitarbeiter vor anderen Kollegen schikaniert oder sogar angeschrien – so etwas sollte in einem professionellen Arbeitsumfeld nicht vorkommen.

Mikromanagement und Misstrauen prägen bei einigen Führungskräften den Arbeitsalltag. Statt Verantwortung zu übertragen und den Mitarbeitern zu vertrauen, wird häufig kontrolliert und in kleinste Details eingegriffen.

Natürlich gibt es auch gute Führungskräfte, aber insgesamt ist das Führungsverhalten für mich einer der größeren Schwachpunkte des Unternehmens.

Arbeitsbedingungen

Die Büros sind veraltet, und insbesondere im Winter ist die Heizung immer wieder ein Thema – teilweise sitzt man frierend am Arbeitsplatz.

Was besonders schwer nachvollziehbar ist: Wenn die Heizung nicht richtig funktioniert, wird nicht einfach unkompliziert auf Homeoffice ausgewichen, obwohl grundsätzlich zwei Homeoffice-Tage vorgesehen sind.

Auch bei Lüftung, Infrastruktur und IT besteht aus meiner Sicht deutlicher Modernisierungsbedarf. Insgesamt wirken die Arbeitsbedingungen an vielen Stellen nicht so, wie man es von einem modernen Unternehmen erwarten würde.

Kommunikation

Einen wirklich verlässlichen Informationsfluss gibt es leider kaum. Das Intranet ist im Wesentlichen auf die USA ausgerichtet und bietet für die deutschen Mitarbeiter nur sehr wenig relevante Informationen.

Dazu kommt, dass verschiedene Führungskräfte teilweise unterschiedliche Informationen weitergeben. Dadurch weiß man oft nicht, was eigentlich stimmt und was nicht. Entsprechend brodelt die Gerüchteküche – und ist gefühlt häufig die einzige verlässliche Informationsquelle.

Gerade in einer ohnehin angespannten Situation wäre eine offene und transparente Kommunikation wichtig. Leider fehlt es daran aus meiner Sicht deutlich.

Interessante Aufgaben

Je nach Abteilung sicherlich unterschiedlich, grundsätzlich gibt es aber spannende Projekte und Produkte mit denen man arbeitet.

Allerdings sorgen der jahrelange Stellenabbau und die dünne Personaldecke dafür, dass immer mehr zusätzliche Aufgaben bei den verbliebenen Mitarbeitern landen, die teilweise wenig mit der eigentlichen Stelle zu tun haben.

Auch bei Infrastruktur und IT-Systemen scheint über Jahre wenig investiert worden zu sein. Dadurch gibt es unglaublich viel manuellen und administrativen Aufwand, der mit modernen Systemen eigentlich deutlich einfacher laufen könnte.

Die eigentlichen Aufgaben sind also durchaus interessant – die Rahmenbedingungen machen vieles unnötig kompliziert.


Umgang mit älteren Kollegen

Gleichberechtigung

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.