LichtBlick SE als Arbeitgeber

LichtBlick SE

Dieses Unternehmen hat seine Seele verkauft

2,4
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich IT bei LichtBlick SE (Hamburg / Deutschland) in Hamburg gearbeitet.

Verbesserungsvorschläge

Auf die (wenigen noch vorhandenen) bereits lang beschäftigen Mitarbeiter setzen, insbesondere auf der Führungsebene, statt sich Leute von außen ohne Gespür für das LichtBlick-Gen zu holen, die von Werten schwurbeln die sie im gleichen Moment bereits schon nicht einhalten.

Arbeitsatmosphäre

Altgediente Mitarbeiter werden mit Aufhebungsverträgen rausgeekelt - wenn sie nicht bereits von selbst gehen, denn seit dem Verkauf LBs an Eneco (und deren Verkauf an Mitsubishi) und dem kompletten Austausch der alten Geschäftsführung ist vom alten LichtBlick nichts mehr übrig. Ein Change kann auch mal gut sein, und es gab vieles was schlecht gelaufen ist, falsch entschieden wurde und zur aktuellen Situation geführt hat. Die Situation ist aber absolut untragbar, gerade in der IT. "Alle freigewordenen Stellen werden neu besetzt" - ja, von Freelancern unter anderem aus dem persönlichen Dunstkreis der Bereichs- und Geschäftsleitung. Der Change wird katastrophal kommuniziert von den neuen Führungskräften, die sich dann wundern und irritiert sind, wenn das bei den Mitarbeitern nicht gut ankommt. Der Stil mag woanders funktionieren, LichtBlick hat bisher aber nun mal anders funktioniert, mit viel Vertrauen und Menschlichkeit. Das ist komplett, wirklich, komplett verloren gegangen.

Kommunikation

Man tut als würde man kommunizieren, es gibt viel zu lesen, aber wer genauer hinschaut findet da nur viel heiße Luft. Feedback der Mitarbeiter wird eingeholt, führt aber zu nichts. Das gilt auch für dieses Kununu-Bewertungen.

Kollegenzusammenhalt

Es sind ja kaum noch "alte" Kollegen da - der Kern blutet aus. Die Freelancer wurschteln vor sich hin. Die Atmosphäre beeinflusst leider das miteinander, Frust, Zynismus, Sarkasmus bestimmen zunehmend die Kommunikation untereinander. Flurfunk funktioniert immerhin noch ziemlich gut.

Work-Life-Balance

Es gibt Kollegen die lassen aus falsch verstandenem Verantwortungsbewusstsein alles mit sich machen (Wochenendarbeit, Weiterarbeiten trotz Aufhebungsvertrag statt Freistellung), aber das ist deren Sache. Ich hol das beste raus aus der aktuellen Situation. Homeoffice, eigenverantwortliches Arbeiten und Zeiteinteilung, Online-Yoga, Sabbatical usw. nehm ich gern mit.

Vorgesetztenverhalten

Eigentlich gibt es keine Vorgesetzten mehr, hieß es mal. Eigenverantwortliche Teams waren das Credo, die selbst über ihre Produkte/Software entscheiden. Tatsache ist aber das Top-Down-Prinzip. Ganz oben quatscht völlig unqualifiziert ganz unten rein. Man arbeitet im luftleeren Raum als "einfacher" Kollege, während ein Wasserkopf bestehend Dingsbums-Coach, Blabla-Coach usw. sich nur selbst am Leben erhält und vermutlich auch nur um seine eigene Existenzberechtigung ringt.

Interessante Aufgaben

Für jeden ist was anderes interessant. Für mich ist es das nicht mehr.

Gleichberechtigung

Die wenigen weiblichen Führungskräfte werden noch weniger. Man setzt zwar ein Programm auf hier was zu ändern, hat hier aber in der Vergangenheit vorhandene Chancen nicht genutzt (Besetzungen in der Geschäftsführung z.B.). Das macht mir wenig Hoffnung.

Umgang mit älteren Kollegen

Teils-teils. Mir scheint das Alter selbst spielt keine Rolle, daher eher eine okaye Einschätzung.

Arbeitsbedingungen

Kann man nicht knurren, auch das neue geplante Gebäude wird recht modern. Die Open Spaces allerdings werden mich weiter ins Homeoffice treiben.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

LichtBlick ist mit seinen Produkten längst kein Vorreiter mehr in der Energierevolution und wird den verlorenen Vorsprung auch nicht mehr einholen - das hat die (alte) GF verschlafen und die neue kein Interesse, stattdessen wird auf gesichtslose 08/15-Produkte gesetzt und sich auf alten Lorbeeren ausgeruht ("das neue Normal"). Innovationsprojekte werden am ausgestreckten Arm verhungern gelassen oder sind konzeptionell bereits zur Erfolglosigkeit verdammt. Dennoch ist das grundlegende Bewusstsein im firmeninternen Alltag noch sehr gegenwärtig, daher auch (noch) 4 Sterne.

Gehalt/Sozialleistungen

Unterdurchschnittlich. Tarifvertrag über Verdi steht am Horizont, mal sehen was das wird. Bei den Aufhebungsverträgen wird am Betriebsrat vorbei gearbeitet.

Image

Wird stetig schlechter. Ich empfehle LB selbst meinem ärgsten Feind nicht mehr.

Karriere/Weiterbildung

Die besten Chancen haben jene die sich entweder gut anbiedern können oder schlicht eiskalte Typen sind.