Ich kam mit Hoffnung. Ich ging mit Erschöpfung, Burnout und dem diffusen Gefühl, benutzt worden zu sein.
Arbeitsatmosphäre
Kontinuierliche Drucksituation gespickt von Misstrauen unter Kollegen
Work-Life-Balance
Arbeit, Schlafen, Arbeit, Schlafen. Ein Privatleben ist für viele kaum noch möglich.
Karriere/Weiterbildung
Pipelines gibt es, aber man muss sich initial ergattern oder sehr einfordern, bei weit überdurchschnittlicher Leistung, die nicht zu rechtfertigen ist ggü. der eigenen Gesundheit.
Gehalt/Benefits
Auf keiner Ebene kann behauptet werden, man verdiene schlecht. Dem ist nicht der Fall. Aber selbst mit verdoppeltem Gehalt würde ich diesen Job nicht noch ein mal machen, zuvor müssten die Arbeitsbedingungen drastisch verbessert werden. Dies würde aber die wenigen Hebelwerkzeuge auf Verkaufsleiter-Ebene aufwärts torpedieren.
Kollegenzusammenhalt
Auf Augenhöhe in Filialen versuchen noch so manche Teams zusammenzuhalten, aber zuletzt brechen selbst Teams die sich über zwei Jahrzehnte zusammenhielten anhand der strukturellen und personellen Probleme.
Umgang mit älteren Kollegen
Langsames Aussortieren, bis hin zu Druck mit den Stunden zu reduzieren, wenn man nicht mehr so zu leisten imstande ist wie andere, jüngere Kollegen.
Vorgesetztenverhalten
Wie immer der schöne Satz: Es kommt darauf an. Aber letztlich gewinnt der Kennzahlendruck der einhergeht mit ratlosen Gesichtern auf die Frage wie man dies alles schaffen soll, gleich gefolgt von einer "Das ist nicht mein Problem"-Attitude.
Kommunikation
Kommunikationskanäle funktionieren mehr schlecht als recht und sind vollkommen ungefiltert. Nutzlos in einem Arbeitsalltag in dem man dafür keine Zeit zur Verfügung hat.
Gleichberechtigung
In dieser Hinsicht ist das Unternehmen sehr bemüht.
Interessante Aufgaben
Wiederkehrende, monotone Tätigkeiten. Es lediglich einen herausfordernder Alltag zu nennen, würde voraussetzen das dieser überhaupt bewältigbar ist.


