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TopCompany2027

Kritik, Ungleichbehandlung und fehlende Wertschätzung – warum immer mehr Mitarbeiter gehen.

1,5
Nicht empfohlen
Ex-FührungskraftHat bis 2026 im Bereich Vertrieb / Verkauf bei Lidl Regionalgesellschaft Bietigheim in Sindelfingen gearbeitet.

Verbesserungsvorschläge

Lidl sollte sich dringend fragen, warum so viele Mitarbeiter kündigen. Vielleicht sollte man nicht immer nur die Mitarbeiter ersetzen, sondern sich auch einmal ehrlich damit auseinandersetzen, warum so viele gehen. Wenn gute und langjährige Mitarbeiter das Unternehmen verlassen, sollte das ein Warnsignal sein – und kein Zustand, den man einfach hinnimmt.

Arbeitsatmosphäre

Mittlerweile herrscht leider ein starkes Konkurrenzdenken unter den Mitarbeitern. Viele möchten von Teilzeit auf Vollzeit wechseln und dadurch entsteht ein enormer Druck untereinander. Teilweise scheint es, als wären dafür alle Mittel recht. Das wirkt sich negativ auf das Miteinander und die Zusammenarbeit im Team aus.

Image

Mehr Schein als sein.

Work-Life-Balance

Wer keine Kinder oder keinen Partner hat, scheint automatisch als „verfügbar“ zu gelten. Man soll früher kommen, länger bleiben und selbstverständlich auch an freien Tagen einspringen. Wenn man an seinem freien Tag einmal nicht kann oder nicht möchte, muss man sich dafür sogar rechtfertigen. Das ist nicht nur unfair, sondern vermittelt klar den Eindruck, dass die private Zeit von kinderlosen bzw. alleinstehenden Mitarbeitern weniger wert ist. Ein freier Tag ist ein freier Tag – und keine stille Bereitschaft, jederzeit zur Verfügung zu stehen.

Karriere/Weiterbildung

Wer zu allem „Ja und Amen“ sagt und nie etwas hinterfragt, kommt hier offenbar am weitesten. Kritische Stimmen sind dagegen nicht unbedingt gern gesehen. Hauptsache, man funktioniert, passt sich an und sagt zu allem Ja – dann stehen die Chancen auf Weiterkommen scheinbar deutlich besser.

Gehalt/Benefits

Unter Kollegen nennt man es, Schmerzensgeld.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Es wird unglaublich viel unnötiger Müll produziert. Verpackungen werden teilweise noch einmal zusätzlich verpackt – gerade bei Non-Food-Artikeln wird aus Folie teilweise Folie in Folie und anschließend noch einmal Folie. Das wirkt weder nachhaltig noch sinnvoll und steht für mich in deutlichem Widerspruch zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen.

Kollegenzusammenhalt

Gibt es, vereinzelt.

Umgang mit älteren Kollegen

Werden nicht mehr wertgeschätzt

Vorgesetztenverhalten

Man darf nichts hinterfragen und schon gar keine kritische Meinung äußern. Eigenständiges Denken scheint nicht erwünscht zu sein – erwartet wird vor allem, dass man funktioniert, mitmacht und keine unangenehmen Fragen stellt. Wer Kritik äußert oder Dinge anspricht, die nicht gut laufen, wird schnell als schwierig angesehen. So entsteht kein gesundes Arbeitsklima, sondern eine Kultur, in der die Mitarbeiter lieber schweigen, statt offen ihre Meinung zu sagen.

Arbeitsbedingungen

Bei großer Hitze wird zwar Wasser zur Verfügung gestellt oder es gibt auch mal ein Eis – aber selbst dabei muss natürlich auf den günstigsten Preis geachtet werden. Es wirkt teilweise schon absurd: Selbst bei kleinen Gesten für die Mitarbeiter steht der Kostenfaktor mehr im Vordergrund als die tatsächliche Wertschätzung.

Kommunikation

Die FL werden immer wieder ausführlich geschult und sind teilweise tagelang auf Schulungen. Gleichzeitig werden die anderen Vertreter oft nur „zwischen Tür und Angel“ und ohne ausreichend Zeit oder Ruhe eingearbeitet bzw. geschult. Hier sollte meiner Meinung nach deutlich mehr Wert auf eine gleichmäßige und strukturierte Schulung aller Mitarbeiter gelegt werden.

Gleichberechtigung

Langjährige Mitarbeiter werden regelrecht verheizt. Gerade weil sie schon so lange dabei sind, wird erwartet, dass sie alles auffangen, alles können und überall einspringen. Erfahrung wird nicht wertgeschätzt, sondern zunehmend ausgenutzt.

Und wenn der FL selbst Raucher ist, ist das natürlich ein Jackpot für alle Raucher. Da stehen Mitarbeiter teilweise minutenlang draußen und rauchen, ohne sich dafür auszustempeln. Währenddessen haben Kassierer und Nichtraucher ihre vorgeschriebenen Pausen – teilweise gerade einmal 35 Minuten oder zweimal 18 Minuten. Diese Ungleichbehandlung sorgt verständlicherweise für Frust und vermittelt den Eindruck, dass für manche andere Regeln gelten als für andere.

Interessante Aufgaben

Müll trennen.

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Arbeitgeber-Kommentar

Lidl Kununu Team, Personalmarketing
Lidl Kununu TeamPersonalmarketing

Hallo,

vielen Dank für deine Rückmeldung.

Schade, dass du uns als Arbeitgeber nicht weiterempfehlen kannst.

Schade, dass du mit unseren Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten unzufrieden bist. Wir bieten unseren Kollegen viele Möglichkeiten, sich beruflich weiterzuentwickeln. Bei uns stehen alle Türen offen, wenn man engagiert und qualifiziert ist. Dabei sollen unsere Führungskräfte ihre Kollegen optimal unterstützen und sie fördern.

Wir arbeiten ständig an der Optimierung der Prozesse in den Filialen. Die Work-Life-Balance ist uns dabei ein besonderes Anliegen. Wir arbeiten sehr intensiv an Konzepten mit dem Ziel, die Arbeitszeiten und die Arbeitsintensität zu reduzieren. Es tut uns wirklich leid, dass unsere Kollegen den derzeit hohen Belastungen ausgesetzt sind. Wir hoffen, in naher Zukunft Verbesserungen zu spüren!

Solltest du weitere Anmerkungen zu einzelnen Kategorien haben, kannst du dich gerne per Mail an Karriere@lidl.de wenden, sodass wir uns gemeinsam über deine Erfahrungen austauschen können.

Wir wünschen dir alles Gute auf deinem beruflichen Lebensweg!

Liebe Grüße
Dein Lidl-Team

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.