Überlegt es Euch gut!!!
Gut am Arbeitgeber finde ich
Produkte sind wirklich sehr gut.
Es gibt Mitarbeiterrabatt auf die Produkte. Und Cooperate Benefits.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Zu wenige Führungskräfte sind ausreichend ausgebildet um ihre Aufgabe gut zu erfüllen. Es fehlt an Wissen, Führungskompetenz und Menschlichkeit.
Marketing achtet nicht auf Boutiquen.
Verbesserungsvorschläge
Vorgesetzte besser schulen in Produktwissen, Abläufen in den Boutiquen, Führungskompetenzen und Empathie.
Mehr Personal einstellen
Neue Mitarbeiter ordentlich einarbeiten und begleiten
Marketing für Boutiquen verbessern
Prämien erhöhen
Urlaubsgeld zahlen
Weihnachtsgeld zahlen
Mitarbeiter achten und sie wirklich anhören.
Vorgesetzten TÜV einführen oder Mitarbeiter auch Vorgesetzte beurteilen lassen und dann auch Konsequenzen ziehen
Mehr Weiterbildungsmöglichkeiten anbieten
Stores ordentlich renovieren
Firmenhandys und Laptops für alle Storemanager.
Arbeitsatmosphäre
Vertrauen von Vorgesetzten gibt es (von den fast jährlich wechselnden Area Managern) meistens nur so lange die Umsätze und KPI's stimmen. Von den Ebenen darüber die letzten 3 Jahre gar nicht. Im Gegenteil. Der Ton ist geringschätzend, teilweise werden Mitarbeiter erniedrigt, oft sehr ungerecht und unmenschlich. Es fehlt der Bezug zu dem realen Ablauf und den Aufgaben in den Boutiquen. Wenn eine AM oder Ebene darüber zu Besuch kommt sind alle nervös, teilweise voller Angst. Auch in Teams welche sehr gut harmonieren und gute Zahlen liefern.
Im Team selbst hatten wir eine sehr gute Atmosphäre, freundschaftlich, respektvoll, gegenseitige Unterstützung. Wir hatten liebe Kunden und auch Spaß beim Arbeiten. Das gibt es allerdings auch nicht in jeder Boutique, da der Druck generell so hoch ist, dass jeder nur auf sich achtet um besser dazustehen.
Kommunikation
Die Kommunikation ist schlecht geregelt. Vieles erfolgt über WhatsApp-Gruppen. Es gibt allerdings hierfür KEIN FIRMENHANDY Alles läuft über private Geräte.
Es gibt wöchentliche Teams Meetings mit Area-Manager und den Storemanagern. Auch nur auf privaten Geräten. Dort erfolgt Druck. Gelobt wird selten. Der Fokus liegt auf schlechten Zahlen und einzelne Stores werden dann regelrecht vorgeführt.
Es gibt Onlineschulungen. Hier wird oft nur abgelesen, je nachdem wer diese Schulung macht.
Es kommt eine wöchentliche Informationen per Mail, was alles zu tun und zu beachten ist.
Es gibt ein Programm mit aktuellen Zahlen und Ergebnissen.
Häufig muss man sich die Informationen eigenständig neu besorgen. Hierfür ist eine gute Vernetzung allerdings Voraussetzung
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt in unserem Team in der Boutique war sehr gut. Ohne ein stabiles, gut harmonierendes Team kann man die Ziele selten schaffen. ( Es ist nicht leicht ein stabiles Team aufzubauen und zu halten )Auch mit den meisten anderen Storemanagern gab es ein sehr gutes vertrauensvolles Verhältnis.
Work-Life-Balance
Sehr schwierig. Da es generell zu wenig Personal gibt, steht man sehr oft alleine in den Stores. Besonders in Urlaubszeiten oder bei Krankheitsfall. Als Storemanager muss man rund um die Uhr erreichbar sein. Es gibt auch selten Unterstützung aus anderen Stores, da dort auch immer zu wenig Personal zur Verfügung steht. Der Druck von Vorgesetzten ist sehr hoch. Alle Zahlen müssen Top sein. Da wird keine Rücksicht genommen, wie die Besetzung im Store ist oder ob es andere Gründe gibt.
Ohne stabiles Team wird es richtig hart für einen Storemanager. Dann steht man rund um die Uhr in der Boutique um die Ziele zu schaffen.
Urlaubsplanung ist auch viel schwerer geworden es gibt seit
letztem Jahr Urlaubssperren mehrmals im Jahr.
Vorgesetztenverhalten
Es gab so viele Vorgesetze in meiner Zeit bei L' occitane. Fast ein jährlicher Wechsel. Wenige Area-Manager waren gute Vorgesetzte in den Bereichen, die sie abdecken sollten. Diese gab es die letzten 2 Jahre meiner Meinung leider nicht. Auch die Ebene über den Areamanagern war nicht empathisch. Es fehlten die Grundlagen einer guten Führung. Der Ton in Mails, am Telefon oder persönlich war gefühlt oft von oben herab, teilweise unverschämt und nicht immer ehrlich und gerecht. Ziele waren meistens schwer oder gar nicht zu erreichen. In Entscheidungen wurden wir selten einbezogen. Verbesserungsvorschläge werden angenommen allerdings als eigene Ideen verwendet.
Interessante Aufgaben
Die Aufgabenbereiche sehr waren vielseitig und machen auch Spaß. In der Boutique war ich sehr gerne tätig. Liebe Kunden und tolle Produkte und mein Team war super. Die letzen Jahre gab es allerdings immer weniger die Möglichkeit eigene Aktionen zu planen und man muss sehr spontan technische Aufgaben übernehmen von denen man keine Ahnung hat. In der Boutique wurden die Aufgaben versucht gerecht zu verteilen. Aufgrund von Personalmangel leider nicht immer möglich.
Was ich als sehr unangenehm empfunden habe, ist, dass wir Fotos von unseren Kunden machen mussten. Um zu beweisen, dass wir Beratung und Handmassagen am Waschbecken anwenden. Jedes Wochenende sollten alle Stores Bilder senden. Natürlich von privaten Handys.
Gleichberechtigung
Im Grundsatz schon. Leider wurden Neueinstellungen besser bezahlt als langjährige gute Mitarbeiter. Dadurch waren viele demotiviert.
Umgang mit älteren Kollegen
Mit dem Alter gab es keine Probleme. Auch ältere wurden gerne eingestellt. Gehaltstechnisch wurden Neueinstellungen höher eingestuft.
Arbeitsbedingungen
Kein guter Pausenraum, schweres Tragen von Paketen, schlechte Luft, Temperatur zu hoch, Computer nicht auf neuestem Stand, Drucker oft defekt, in manchen Boutiquen auch Schimmelbefall.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Nach außen top. Innen sieht es hin und wieder ganz anders aus. Große Kartons kommen mit nur 1 Mini Produkt an. Verpackungen kamen oft aus Made in China. Vieles am Merchandising muss entsorgt werden ...Auch Produkte welche bald ablaufen sollen entsorgt werden, anstatt sie weiterzugeben
Gehalt/Benefits
Der Stundenlohn als Storemanager ist unterschiedlich. Es gibt kein festes Urlaubsgeld und auch kein festes Weihnachtsgeld. Prämien wurden vor ca. 2 Jahren angepasst. Leider gab es seitdem weniger als vorher. Gehalt kommt meistens pünktlich. Gehaltsabrechnungen und Prämien Auszahlungen muss man generell immer prüfen. Jeden Monat hatte gefühlt ein oder mehrere Mitarbeiter falsche oder fehlende Beträge ausgezahlt bekommen.
Image
Leider gar nicht. Unter den Mitarbeitern wird oft nicht gut über die Firma geredet. Struktur ein Chaos und Marketing unternimmt viel zu wenig für die Boutiquen. Deshalb kennen viele Kunden die Marke auch noch gar nicht und fragten oft was wir überhaupt machen oder wie lange gibt es sie denn schon hier am Ort?
Karriere/Weiterbildung
Hier gibt es in den Boutiquen kaum eine Möglichkeit. Es gibt immer nur 1 Storemanager. Es gibt wenn überhaupt nur in den großen Stores zusätzlich noch einen First Assistent. Schulungen gab es über eine feste Online Plattform. Onlineschulungen über Teams oder Zoom. Dies auch meistens nur zu neuen Kapagnen.Weiterbildungen gibt es sonst kaum.
Das war früher viel besser. Schulungen vor Ort mit Essen, und anderen Kollegen aus anderen Städten. Es gab Grundwissenschulungen, Facecareschulung, Duftschulung, Managerschulungen
etc. In Präsenz. Hier wird so gespart heute. Schade.