Persönlich hatte ich eine weitgehend gute Zeit, dennoch liegen mir ein paar Punkte im Magen.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Ich konnte für mich viel lernen und mitnehmen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Grundstruktur muss sich ändern. Es wird sich tot-gespart.
Verbesserungsvorschläge
Schätzt eure Mitarbeiter mehr.
Arbeitsatmosphäre
Innerhalb unserer Boutique haben wir es uns schön gemacht. Im Allgemeinen ist der Verkaufs- und Erwartungsdruck aber sehr hoch. KPI's müssen stets gerechtfertigt werden.
Kommunikation
Diese war weitreichend ungenügend. Das Problem beginnt jedoch schon bei International und zieht sich dementsprechend durch die Länder.
Kollegenzusammenhalt
In unserer Boutique grandios gewesen.
Vorgesetztenverhalten
Hier hatte ich immer wieder den Eindruck, dass oft sehr willkürlich gehandelt wurde. Auch war der Umgang mit Personen/Situationen meist sympathie-abhängig. Ich hätte mir ebenfalls gewünscht, dass Fehler seitens mancher Vorgesetzten anerkannt und verbessert werden, anstatt die Schuld auf andere zu schieben oder gar alles unter den Teppich zu kehren.
Interessante Aufgaben
Hier muss ganz klar drauf hingewiesen werden, dass die Aufgaben weitreichender sind, als vertraglich festgehalten. Dabei muss jeder selbst wissen, ob er/sie das als Erfahrungswerte für Lebenslauf und Co. sieht und/oder als unbezahlte Mehrarbeit.
Umgang mit älteren Kollegen
Viele langjährige Mitarbeiter haben das Unternehmen verlassen. Den wenigen, die noch da sind, wird keine besondere Wertschätzung zu teil. Weder persönlich, noch im Gehalt.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Grundsätzlich sind die Grundwerte, Philosophie und Einsätze der Marke lobenswert. Wiederum sind interne Beschaffungen günstig "Made in China" und qualitativ nicht ansprechend.
Natürlich kann eine einzelne Marke nicht die Welt retten und irgendwo müssen Abstriche gemacht werden, dennoch beißen sich die Außendarstellung und die internen Maßstäbe sehr.
Gehalt/Benefits
Das "große" Geld wird man bei L'Occitane nicht verdienen. Neue MA steigen oft mit mehr Gehalt ein und haben noch keinerlei Leistung erbracht. Gehaltserhöhungen sind hauptsächlich von den eigenen KPI's abhängig und nicht davon, wie viel Einsatz und Mehrwert der Mensch tatsächlich erbringt.
Die Benefits sind nett und wurden gerne in Anspruch genommen.
Karriere/Weiterbildung
Es gibt zu wenig belegbare Stellen für eine "Karriere" und wenn, ist es stark sympathie-abhängig, ob man eine Chance bekommt.
Zu einem gewissen Grad ist das menschlich und durchaus normal, dennoch muss man gerade mit der Verantwortung als Führungskraft im Stande sein, persönliche Sympathie und tatsächliches Können und die Bereitschaften der Menschen voneinander zu trennen.