Ihr Unternehmen?

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low-tec
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Viel Verbesserungspotenzial bei grundsätzlich guten Projekten.

1,7
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr bei low-tec gemeinnützige Arbeitsmarktförderungsgesellschaft Düren mbH in Aachen gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Positiv hervorheben möchte ich, dass viele Projekte inhaltlich sinnvoll sind und einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft leisten. Gerade deshalb hätte ich mir gewünscht, dass die internen Strukturen, Kommunikation und Qualitätssicherung diesem Anspruch stärker gerecht werden.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Schlecht am Arbeitgeber finde ich vor allem die fehlende Verlässlichkeit in Kommunikation, Führung und Organisation. Viele Probleme entstanden aus meiner Sicht durch unklare Zuständigkeiten, schwache Erreichbarkeit, wenig strukturierte Einarbeitung und fehlende Transparenz.
Gerade in sozialen Projekten sind passende Besetzung, fachliche Qualifikation und kontinuierliche Begleitung entscheidend. Diese Bereiche sollten deutlich nachhaltiger gestützt werden.

Verbesserungsvorschläge

Ich würde dem Unternehmen empfehlen, eine langfristigere und förderlichere Personalstrategie zu entwickeln. Dazu gehören aus meiner Sicht transparentes Talentmanagement, klarere Entwicklungsperspektiven und ein Recruiting, das stärker auf die besonderen Anforderungen einer gemeinnützigen Organisation sowie auf passende Einsatzorte und Qualifikationen ausgerichtet ist.
Ebenso wichtig wären verbindliche, wertschätzende und transparente Kommunikationswege. Ein zentrales Informationssystem, etwa ein Intranet, könnte helfen, Informationen nachvollziehbar zugänglich zu machen und Unsicherheiten zu reduzieren.
Darüber hinaus sollte mehr Augenmerk auf gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen, Qualitätssicherung und die passende Qualifikation von Mitarbeitenden gelegt werden. Gerade in sozialen Arbeitsfeldern sind fachliche Standards, gute Einarbeitung, Schulung und Begleitung aus meiner Sicht entscheidend für die Qualität der Arbeit und die Stabilität des Unternehmens.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre war aus meiner Sicht stark von wirtschaftlich schwierigen Zeiten geprägt. Dass solche Phasen für ein Unternehmen und die Mitarbeitenden belastend sein können, ist nachvollziehbar. Dennoch hätte ich mir gerade in dieser Situation mehr Struktur, Orientierung und verlässliche Kommunikation gewünscht.

In meinem Team wurde aus meiner Erfahrung heraus wenig Teamstruktur gefördert. Zuständigkeiten und Ansprechpersonen waren nicht immer klar, und wichtige Kontaktpersonen waren leider häufig schwer erreichbar. Dadurch entstand teilweise das Gefühl, mit Fragen oder Problemen allein gelassen zu werden.

Auch in Mitarbeiterversammlungen wurde deutlich, wie angespannt die Stimmung im Unternehmen war. Viele Beiträge wirkten von großer Unsicherheit und Frustration geprägt, was die ohnehin belastende Atmosphäre zusätzlich spürbar machte.

Ein weiterer Punkt war das Fehlen eines zentralen Informationssystems, etwa eines Intranets. Informationen mussten dadurch oft über verschiedene Wege zusammengesucht werden, was Unsicherheit und Missverständnisse begünstigt hat.

Insgesamt hätte ich mir ein Arbeitsumfeld gewünscht, das auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten stärker auf Z

Kommunikation

Die interne Kommunikation war aus meiner Sicht eines der größten Verbesserungsthemen. Wichtige Informationen kamen häufig sehr spät oder erst auf wiederholte Nachfrage. Besonders belastend war, dass Vertragsverlängerungen teilweise erst sehr kurzfristig, tlw. am letzten Arbeitstag, bestätigt wurden, obwohl zuvor über längere Zeit regelmäßig nachgefragt wurde.
Auch auf E-Mails an geschäftsleitende Funktionen erhielt ich häufig keine oder erst stark verzögerte Rückmeldungen. Änderungen wurden oft mündlich weitergegeben; ein zentrales Informationsportal oder Intranet gab es nicht. Dadurch mussten Informationen aktiv zusammengesucht werden, besonders nach Abwesenheiten.
Als projektmitarbeitende Person mit externem Einsatzort fühlte ich mich trotz vielfältigem Egagement kaum in interne Prozesse eingebunden. Auch die Einarbeitung war wenig strukturiert.
Verbesserungsbedarf sehe ich außerdem bei der Schulung und Begleitung von Mitarbeitenden in sensiblen Gesprächssituationen mit vorbelasteten Klient*innen. Insgesamt wären klarere Zuständigkeiten, verbindlichere Kommunikationswege und zeitnahe Rückmeldungen dringend hilfreich.

Kollegenzusammenhalt

Der Kollegenzusammenhalt ist aus meiner Sicht ein sehr subjektives Thema. Ich konnte einzelne sehr wertvolle Kontakte knüpfen, bei denen gegenseitige Unterstützung im Mittelpunkt stand. Das habe ich positiv erlebt.

Überwiegend hatte ich jedoch nicht den Eindruck, dass kollegialer Zusammenhalt aktiv gefördert oder verlässlich gelebt wurde. Auf Fragen wurde teilweise sinngemäß geantwortet, dass man sich Dinge selbst erarbeiten solle, weil andere es ebenfalls allein geschafft hätten. Das erschwerte gerade in der Anfangszeit und in unsicheren oder neuen Situationen die Zusammenarbeit.

Work-Life-Balance

Die Work-Life-Balance hat positive Aspekte, insbesondere die 33 Urlaubstage, die ich als sehr angenehm empfunden habe. Zu beachten ist, dass drei Urlaubstage zwischen Weihnachten und Neujahr genommen werden müssen.
In einigen Projekten gibt es Phasen, etwa während der Schulferien, in denen deutlich weniger Klient*innenkontakte stattfinden. Aus meiner Sicht war jedoch nicht ausreichend geregelt, wie diese Zeiten sinnvoll genutzt werden sollen. Auch bei Projektwechseln kam es vor, dass über längere Zeit keine klare Rückmeldung von zuständigen Führungskräften erfolgte, keine Aufgaben zugeteilt wurden und kein Einsatzort benannt war.
Auch wenn man in dieser Zeit weiterhin bezahlt wird, habe ich diese Form des Arbeitens nicht als entlastend, sondern eher als frustrierend erlebt. Ohne klare Aufgaben, Zuständigkeiten oder Perspektive entsteht wenig Struktur und kaum das Gefühl, sinnvoll eingebunden zu sein.
Insgesamt hätte ich mir eine deutlich bessere Einsatzplanung, klarere Kommunikation und sinnvollere Nutzung von Übergangs- oder ruhigeren Projektphasen gewünscht, um selbst besser planen zu können.

Vorgesetztenverhalten

Das Vorgesetztenverhalten ist für mich schwer einheitlich zu bewerten, da es während meiner Zeit eine hohe Fluktuation und wiederholte Wechsel in Führungspositionen gab. Diese Wechsel wurden aus meiner Sicht nicht immer transparent kommuniziert; teilweise waren Ansprechpersonen plötzlich nicht mehr zuständig oder nicht mehr erreichbar.
Die Erreichbarkeit von Vorgesetzten habe ich insgesamt als sehr problematisch erlebt. Sowohl bei belastenden Situationen im Arbeitsalltag als auch bei organisatorischen Fragen fehlte häufig eine verlässliche Ansprechperson. Auch in der Teamorganisation zeigten sich aus meiner Sicht über verschiedene Führungspersonen hinweg deutliche strukturelle Mängel. Auch die Kommunikation mit geschäftsleitenden Funktionen habe ich als wenig zugänglich erlebt. Auf E-Mails erfolgten häufig keine oder nur sehr verspätete Rückmeldungen. Insgesamt entstand dadurch bei mir der Eindruck von wenig Verbindlichkeit, geringer Wertschätzung und fehlender Unterstützung durch Führung.

Interessante Aufgaben

Die Bewertung der Aufgaben ist sicherlich subjektiv. Für mich persönlich war der Arbeitsalltag überwiegend eher eintönig und fachlich nicht besonders abwechslungsreich. Ich hätte mir mehr inhaltliche Tiefe, kognitive Komplexität und unterschiedliche Aufgabenbereiche gewünscht.
Auf entsprechende Rückmeldungen wurde aus meiner Sicht nicht ausreichend lösungsorientiert reagiert. Sinngemäß entstand bei mir der Eindruck, dass Phasen mit wenig anspruchsvollen Aufgaben eher hingenommen werden sollten, statt gemeinsam nach sinnvolleren Einsatz- oder Entwicklungsmöglichkeiten zu suchen.
Mehr Abwechslung, fachliche Herausforderung und eine aktivere Aufgabenplanung hätten aus meiner Sicht deutlich zur Motivation beigetragen.

Gleichberechtigung

Zur Gleichberechtigung kann ich keine fundierte Bewertung abgeben, da mir hierfür der Überblick über interne Strukturen, Zahlen und unterschiedliche Erfahrungswerte fehlt.

Umgang mit älteren Kollegen

Zum Umgang mit älteren Kolleg*innen kann ich keine gesonderte Bewertung abgeben, da mir hierzu konkrete Einblicke fehlen. Allgemein sehe ich im Umgang mit Mitarbeitenden unabhängig vom Alter Verbesserungspotenzial, insbesondere bei Kommunikation, Unterstützung und Wertschätzung.

Arbeitsbedingungen

Neben den bereits genannten Punkten zu Kommunikation, Erreichbarkeit, Struktur und Einsatzplanung möchte ich ergänzend die räumlichen und ergonomischen Arbeitsbedingungen erwähnen.
Im Büro selbst profitieren Mitarbeitende aus meiner Sicht von einer ergonomischen Büroausstattung, was positiv hervorzuheben ist. An externen Einsatzorten waren die Arbeitsbedingungen nach meiner Erfahrung jedoch nicht immer gesundheitsförderlich gestaltet.
Hier hätte ich mir mehr Aufmerksamkeit für geeignete Rahmenbedingungen, Ausstattung und Belastungsfaktoren gewünscht,

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Beim Umwelt- und Sozialbewusstsein sehe ich vor allem im Bereich Einsatzplanung und Mobilität Verbesserungspotenzial. Durch die breite Verteilung der Standorte wurden Einsatzorte aus meiner Erfahrung nicht immer wohnortnah gewählt. Ich selbst hatte mich auf eine wohnortnahe Stelle beworben und wurde später an einem rund 50 km entfernten Einsatzort eingesetzt. Nach meiner Wahrnehmung war dies kein Einzelfall.
Dadurch entstehen lange Fahrtstrecken, die aus ökologischer Sicht vermeidbar wären und auch organisatorisch sowie finanziell wenig sinnvoll erscheinen, insbesondere bei Fahrtkostenerstattungen bei mehreren weit auseinanderliegenden Einsatzorten. Ein stärker wohnortbezogenes Recruiting und eine bewusstere Einsatzplanung wären hier aus meiner Sicht angemessen, soweit dies praktisch umsetzbar ist.
Positiv ist, dass es die Möglichkeit zum Jobrad-Leasing gibt. Gleichzeitig habe ich eine vergleichbare Unterstützung für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel vermisst. Insgesamt entstand bei mir der Eindruck, dass umweltfreundliche Mobilität nicht konsequent gefördert wird und der Arbeitsalltag eher auf Autonutzung ausgerichtet ist.

Gehalt/Benefits

Für einen gemeinnützigen Arbeitgeber und im Vergleich zu meinem Tätigkeitsbereich empfand ich die Bezahlung grundsätzlich als eher gut. Positiv war, dass das Gehalt auch in Phasen ohne konkrete Aufgabenzuteilung oder während schulbezogener Projektpausen, etwa in den Ferien, weiter vollständig gezahlt wurde.
Gleichzeitig wirft dies aus meiner Sicht Fragen zur Einsatzplanung und Wirtschaftlichkeit auf. Wenn über längere Zeit keine Aufgaben zugeteilt werden oder Einsatzorte nicht klar geregelt sind, entsteht zwar kurzfristig finanzielle Sicherheit für Mitarbeitende, langfristig stellt sich jedoch die Frage, wie nachhaltig solche Strukturen für das Unternehmen sind.
Gerade mit Blick auf Stabilität, Planungssicherheit und langfristige Gehaltsstrukturen hätte ich mir eine nachvollziehbarere Aufgaben- und Ressourcenplanung gewünscht.

Image

Zu Beginn meiner Tätigkeit hatte ich den Eindruck, dass low tec nach außen ein gutes Image genoss und für die geleistete Arbeit anerkannt wurde. Im Verlauf meiner Beschäftigung entstand bei mir jedoch zunehmend eine Diskrepanz zwischen dieser Außenwahrnehmung und meinen eigenen Erfahrungen im Arbeitsalltag.
Insbesondere fehlende oder für mich nicht erkennbare Strukturen im Qualitätsmanagement, hohe Fluktuation, unklare Zuständigkeiten und die bereits genannten Kommunikations- und Organisationsprobleme haben mein Bild des Unternehmens deutlich verändert. Auch bei der Qualitätssicherung hätte ich mir mehr Transparenz, Verbindlichkeit und fachliche Standards gewünscht.
Aus meiner Sicht hat das Unternehmen dadurch viel Vertrauen und Außenwirkung eingebüßt. Gerade wenn ein Träger in sensiblen sozialen Arbeitsfeldern tätig ist, sollte die interne Arbeitsweise die nach außen vertretenen Ansprüche klar widerspiegeln.

Karriere/Weiterbildung

Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten waren für mich kaum erkennbar. Durch die schwachen Kommunikationswege wurden mögliche Entwicklungsperspektiven oder Karrierepfade nicht transparent aufgezeigt.
Aus meiner Erfahrung wurden überwiegend befristete Verträge geschlossen. Dass dies bei projekt- und fördermittelabhängiger Arbeit teilweise nachvollziehbar ist, kann ich grundsätzlich einordnen. Gleichzeitig entstand bei mir der Eindruck, dass Mitarbeitende eher zeitlich begrenzt eingeplant werden, anstatt langfristig entwickelt und gebunden zu werden.
Wünschenswert wären klarere Perspektiven, regelmäßige Entwicklungsgespräche und niedrigschwellige Weiterbildungsmöglichkeiten. Gerade auch in gemeinnützigen Organisationen ließen sich aus meiner Sicht viele Formen von Förderung kostengünstig umsetzen, etwa durch interne Schulungen, Hospitationen, Mentoring oder strukturierte Feedbackgespräche.

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