Ihr Unternehmen?

Kein Logo hinterlegt

M. 
Niemeyer 
GmbH 
& 
Co. 
KG
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Viel Verantwortung, wenig Vertrauen

2,8
Nicht empfohlen
Ex-FührungskraftHat bis 2024 im Bereich Vertrieb / Verkauf bei M. Niemeyer Cigarren in Bremen gearbeitet.

Verbesserungsvorschläge

Aus meiner Sicht besteht der größte Verbesserungsbedarf auf der Führungsebene – insbesondere in der Geschäftsführung und der Vertriebsleitung. Ein moderner Führungsstil sollte stärker auf Vertrauen, Wertschätzung und gegenseitigen Respekt basieren.

Ich würde mir wünschen, dass Führungskräfte ihre Mitarbeitenden stärker in Entscheidungen einbeziehen und ihnen die Verantwortung übertragen, die mit ihrer Position verbunden ist. Entscheidungen sollten nicht regelmäßig im Nachhinein revidiert werden, sondern auf Vertrauen und klaren Zuständigkeiten beruhen.

Ebenso sehe ich großes Potenzial in einer respektvollen und offenen Kommunikation. Kritik sollte sachlich und konstruktiv geäußert werden. Ein wertschätzender Umgang miteinander schafft Motivation und stärkt das Vertrauen innerhalb des Unternehmens.

Darüber hinaus wären gezielte Weiterbildungsangebote für Führungskräfte sowie eine bessere Förderung der Mitarbeitenden aus meiner Sicht sinnvoll. Nur wenn Mitarbeitende sich ernst genommen fühlen und Entwicklungsmöglichkeiten erhalten, können sie ihr Potenzial entfalten.

Letztendlich sollten alle Beteiligten dasselbe Ziel verfolgen: gemeinsam erfolgreich zu sein und das Unternehmen nachhaltig weiterzuentwickeln. Dafür braucht es aus meiner Sicht mehr Vertrauen, mehr Eigenverantwortung und eine Unternehmenskultur, die Zusammenarbeit statt Kontrolle in den Mittelpunkt stellt.

Arbeitsatmosphäre

Ich habe lange überlegt, ob ich überhaupt eine Bewertung schreiben soll. Nachdem ich jedoch im Nachhinein viele andere Bewertungen gelesen habe, die sich in wesentlichen Punkten mit meinen eigenen Erfahrungen decken, habe ich mich bewusst dazu entschieden. Mir geht es dabei nicht darum, nachzutreten, sondern potenziellen zukünftigen Mitarbeitenden – insbesondere Führungskräften – einen ehrlichen Einblick zu geben.

Die Arbeitsatmosphäre habe ich insgesamt als sehr schlecht empfunden, insbesondere auf der Führungsebene und im Vertrieb. In meiner Position war der Leistungsdruck dauerhaft extrem hoch. Statt Vertrauen und Eigenverantwortung herrschten Kontrolle und Misstrauen.

Obwohl ich eine Führungsposition mit entsprechender Verantwortung innehatte, wurden Entscheidungen, die ich eigenständig getroffen hatte, im Nachgang regelmäßig wieder revidiert. Dadurch wurde meine Rolle geschwächt und eigenverantwortliches Arbeiten erheblich erschwert.

Besonders belastend war für mich der Führungsstil des Vertriebsleiters. Ich habe den Umgang mit den Regionalleiterinnen und Regionalleitern als respektlos empfunden. Es wurde angeschrien, stark kontrolliert

Image

Das Image des Unternehmens empfinde ich als zwiegespalten. Wer sich mit Tabakwaren und dem entsprechenden Sortiment identifizieren kann, wird das Unternehmen vermutlich positiver wahrnehmen.

Die Filialen – insbesondere an Bahnhöfen – wirken häufig modern und bieten neben Tabakwaren auch ein ergänzendes Sortiment wie Getränke, Süßwaren oder Snacks an. Optisch machen viele Standorte einen guten Eindruck.

Da das Kerngeschäft jedoch auf Tabakwaren ausgerichtet ist, empfinde ich das Image persönlich als eher kritisch. In einer Zeit, in der Gesundheitsbewusstsein und Prävention einen immer höheren Stellenwert haben, fällt es mir schwer, mich mit diesem Geschäftsmodell zu identifizieren. Deshalb bewerte ich das Image insgesamt eher durchschnittlich bis unterdurchschnittlich. Für Menschen, die sich mit dem Sortiment identifizieren, mag das anders sein – für mich persönlich war das jedoch nicht der Fall.

Karriere/Weiterbildung

Die Karriere- und Entwicklungsmöglichkeitenhabe ich als sehr begrenzt empfunden. In meiner Position gab es aus meiner Sicht kaum realistische Aufstiegschancen. Über dieser Position waren im Wesentlichen nur noch die Funktion des Vertriebsleiters sowie die Geschäftsführung angesiedelt. Da diese Positionen besetzt waren, habe ich für mich keine konkrete berufliche Perspektive innerhalb des Unternehmens gesehen.

Auch im Bereich der Weiterbildung habe ich keine positiven Erfahrungen gemacht. Während meiner Beschäftigungszeit wurden mir keine gezielten Fort- oder Weiterbildungsmaßnahmen angeboten. Gerade für Führungskräfte hätte ich mir regelmäßige Schulungen und Entwicklungsmöglichkeiten gewünscht, um fachlich und persönlich weiter wachsen zu können.

Insgesamt habe ich den Bereich Karriere und Weiterbildung als wenig zukunftsorientiert empfunden und hätte mir deutlich mehr Unterstützung bei der beruflichen Entwicklung gewünscht.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt habe ich im Verhältnis zur Verantwortung, dem hohen Arbeitsaufwand und der Führungsverantwortung als unterdurchschnittlich empfunden. Insbesondere die hohe Arbeitsbelastung und die vielen geleisteten Überstunden spiegelten sich aus meiner Sicht nicht angemessen in der Vergütung wider.

Bei den Benefits habe ich nur wenige Vorteile wahrgenommen. Positiv waren der Firmenwagen sowie die grundsätzlich freie Zeiteinteilung im Arbeitsalltag. Darüber hinaus wurden aus meiner Sicht jedoch kaum zusätzliche Benefits angeboten, die das Gesamtpaket attraktiver gemacht hätten.

Insgesamt empfand ich das Verhältnis zwischen Leistung, Verantwortung, Vergütung und Zusatzleistungen als nicht ausgewogen.

Kollegenzusammenhalt

Der Kollegenzusammenhalt war aus meiner Sicht sehr unterschiedlich und hing stark von der jeweiligen Abteilung bzw. Filiale ab. Es gab durchaus Teams, in denen sich die Mitarbeitenden gegenseitig unterstützt haben und ein guter Zusammenhalt spürbar war. Diese positiven Beispiele waren jedoch nicht überall zu finden.

In meiner Position war ich überwiegend allein im Außendienst unterwegs, sodass ein enger Austausch mit Kolleginnen und Kollegen nur eingeschränkt möglich war.

In einigen Filialen hatte ich den Eindruck, dass die hohe Arbeitsbelastung und die aus meiner Sicht geringe Bezahlung dazu führten, dass es viele krankheitsbedingte Ausfälle gab. Dadurch war häufig jeder damit beschäftigt, den eigenen Arbeitsalltag zu bewältigen. Das wirkte sich stellenweise auch auf den Zusammenhalt innerhalb der Teams aus.

Insgesamt habe ich den Kollegenzusammenhalt daher als stark standortabhängig erlebt – von sehr gut bis eher schwach war alles vertreten.

Umgang mit älteren Kollegen

Auch in diesem Bereich habe ich keine negativen Erfahrungen gemacht. Aus meiner Wahrnehmung wurden ältere Kolleginnen und Kollegen respektvoll behandelt und nicht anders als jüngere Mitarbeitende.

Ich konnte keine Benachteiligung aufgrund des Alters feststellen. Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass in diesem Punkt alle Mitarbeitenden gleich behandelt wurden.

Vorgesetztenverhalten

Das Vorgesetztenverhalten war für mich einer der kritischsten Punkte im gesamten Unternehmen. Insbesondere den Führungsstil der Vertriebsleitung habe ich als wenig wertschätzend und nicht zeitgemäß empfunden.

Im Umgang mit den Regionalleiterinnen und Regionalleitern sowie den Mitarbeitenden habe ich den Kommunikationsstil häufig als respektlos erlebt. Aus meiner Sicht fehlten Vertrauen, Anerkennung und ein Führungsverständnis auf Augenhöhe. Statt Eigenverantwortung zu fördern, standen Kontrolle und Druck häufig im Vordergrund.

Ein moderner Führungsstil sollte Mitarbeitende motivieren, entwickeln und ihnen den notwendigen Handlungsspielraum geben. Dies habe ich in meiner Zeit im Unternehmen nur selten erlebt. Ich bin überzeugt, dass ein wertschätzender Umgang und eine vertrauensvolle Führung entscheidend sind, um Mitarbeitende langfristig an ein Unternehmen zu binden und ihre fachliche sowie persönliche Entwicklung zu fördern.

Aus meiner Sicht besteht in diesem Bereich der größte Handlungsbedarf

Arbeitsbedingungen

zufrieden. Mir wurde ein Firmenwagen sowie das notwendige Arbeitsequipment zur Verfügung gestellt, sodass ich meine Aufgaben gut ausüben konnte.

Auch die neu eröffneten Filialen waren aus meiner Sicht modern und zeitgemäß ausgestattet. Die Arbeitsplätze verfügten über die erforderliche Ausstattung und entsprachen den Anforderungen an ein modernes Arbeitsumfeld.

In diesem Bereich habe ich während meiner Zeit im Unternehmen keine negativen Erfahrungen gemacht.

Kommunikation

Die Kommunikation im Unternehmen habe ich als unprofessionell und wenig wertschätzend empfunden. Insbesondere auf der Führungsebene wurde aus meiner Sicht häufig in einem respektlosen Ton kommuniziert. Konstruktive Gespräche auf Augenhöhe waren eher die Ausnahme.

Kritik wurde oftmals nicht sachlich geäußert, sondern in einer Art und Weise, die ich als unangemessen empfunden habe. Teilweise wurde laut oder vorwurfsvoll kommuniziert, was zu einer angespannten Arbeitsatmosphäre beigetragen hat. Eine offene Feedbackkultur, in der Probleme gemeinsam gelöst werden konnten, habe ich nicht erlebt.

Aus meiner Sicht fehlten Transparenz, gegenseitiger Respekt und eine wertschätzende Kommunikation. Das hat die Zusammenarbeit innerhalb des Unternehmens erheblich erschwert und sich negativ auf Motivation und Vertrauen ausgewirkt

Gleichberechtigung

In diesem Punkt habe ich keine negativen Erfahrungen gemacht. Aus meiner Wahrnehmung wurden Frauen und Männer gleichermaßen behandelt und bewertet. Unterschiede aufgrund des Geschlechts konnte ich während meiner Zeit im Unternehmen nicht feststellen.

Ich hatte den Eindruck, dass bei der Vergabe von Aufgaben, Verantwortung und Entwicklungsmöglichkeiten grundsätzlich keine Benachteiligung aufgrund des Geschlechts stattgefunden hat.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben in meiner waren insgesamt abwechslungsreich und interessant. Das Tätigkeitsfeld reichte von der Betreuung und Führung mehrerer Filialen über die Unterstützung der Teams bis hin zur Planung und Begleitung von Neueröffnungen sowie der Neueinrichtung und Bestückung von Filialen. Dadurch war der Arbeitsalltag vielseitig und bot immer wieder neue Herausforderungen.

Für die Mitarbeitenden in den Filialen habe ich die Aufgaben hingegen als deutlich eintöniger wahrgenommen. Die täglichen Abläufe und Tätigkeiten wiederholten sich häufig, sodass aus meiner Sicht auf Dauer nur wenig Abwechslung vorhanden war.

Die eigentlichen Aufgaben waren daher durchaus interessant – die Rahmenbedingungen und das Arbeitsumfeld haben diesen positiven Eindruck für mich jedoch deutlich geschmälert.


Work-Life-Balance

Umwelt-/Sozialbewusstsein

HilfreichHilfreich?ZustimmenZustimmen?MeldenTeilen

Arbeitgeber-Kommentar

Das Team M. Niemeyer, Personalabteilung
Das Team M. NiemeyerPersonalabteilung

Guten Tag,

Vielen Dank für Ihre ausführliche Rückmeldung und die offenen Worte. Wir bedauern, dass Sie besonderes Führung und Kommunikation während Ihrer Zeit bei uns negativ erlebt haben. Ihre Hinweise nehmen wir ernst und nutzen sie, um unsere Zusammenarbeit und Kultur weiterzuentwickeln. Gleichzeitig freuen wir uns über Ihre positiven Rückmeldungen.

Freundliche Grüßen,
das Team M. Niemeyer

Loading...
Puls

Bewertungen zeigen das große Ganze. Puls zeigt den Moment.

Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.