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Bewertung

Ihr Unternehmen?

Man bekommt spannende Projekte und viel Eigenverantwortung – aber auch eine Chefin, die eher inszeniert als führt.

3,4
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr für dieses Unternehmen in Eschwege gearbeitet.

Arbeitsatmosphäre

Nach außen wirkt die Unternehmenskultur sehr modern und fast schon ideal. Viele Werte wie Kreativität, Wertschätzung und Respekt wurden im Team auch wirklich gelebt. Besonders schön war, dass aus Kollegen oft echte Freunde wurden. Auch durch die vielen spaßigen und außergewöhnlichen Firmenevents entstand ein starkes Wir-Gefühl.
Im Team selbst war die Stimmung also richtig gut – unterstützend, offen und mit viel Humor, selbst wenn es stressig war. Die Führung hingegen brachte teils viel Unruhe rein: Stimmungsschwankungen, Überforderung, ständige Richtungswechsel. Oft hat eine klare Ausrichtung gefehlt, was dann zu Unsicherheit und Demotivation im Team führte. Die Atmosphäre wurde dadurch unnötig angespannt – nicht immer, denn auch mit der Führungskraft gab es schöne und spaßige Tage - aber regelmäßig genug, um belastend zu sein. Dadurch war die Stimmung oft unberechenbar und hat viel Energie gekostet.

Kommunikation

Die interne Kommunikation im Team war sehr klar, wertschätzend und strukturiert. Der Austausch war super, Abläufe waren transparent und es wurden gute Tools genutzt. Problematisch war nur, dass sich die Führungskraft selten an diese Strukturen gehalten hat – Infos kamen öfter spät, spontan oder über Umwege. So kam es dann zu Stress oder unnötiger Mehrarbeit - auch am Wochenende oder spät abends. Das Konzept der gemeinsamen Feedbacktage war gut, aber man konnte nie 100 % ehrlich zur Führungskraft sein. Kritik wurde öfter persönlich genommen und nachgetragen, was ehrliche Rückmeldung schwierig machte. Kommunikation war also gut gedacht – aber nicht immer gut umgesetzt.

Kollegenzusammenhalt

Absolut top! Der Zusammenhalt im Team war ehrlich, unterstützend und freundschaftlich. Man hat sich aufeinander verlassen können – auch außerhalb des Jobs. Gerade in stressigen Phasen war das der größte Rückhalt.

Work-Life-Balance

Es gab viele Freiheiten in der Arbeitsgestaltung – 1 Tag Homeoffice, Gleitzeit, Spielpausen. Gleichzeitig war die tatsächliche Belastung stellenweise sehr hoch. Manche Kolleg:innen haben öfter bis in die Nacht oder am Wochenende gearbeitet. Wenn man das angesprochen hat, wurde zwar Verständnis gezeigt, wirklich was geändert, hat sich aber nie. Die Balance war also theoretisch da – praktisch musste man sich oft ziemlich strecken, um sie zu halten. Das hat entsprechend dazu geführt, dass der Job so viel Raum eingenommen hat, dass das Privatleben teils zweitrangig war. Was das mental mit einem macht, kann man sich vermutlich denken.

Vorgesetztenverhalten

Ein Wechselbad aus Gefühlen. Einerseits war die Führungskraft sehr empathisch, innovativ, humorvoll, motivierend und fair mit sehr modernen Ansätzen und Ideen. Wenn es darauf ankam, hatte sie ein offenes Ohr und war daran interessiert ein gutes Arbeitsumfeld zu schaffen. Andererseits war die Führung leider geprägt von mangelnder Selbstreflexion und einem Hang zur Selbstdarstellung. Nach außen wurde gerne das Bild der engagierten, überarbeiteten Chefin vermittelt, während sie sich intern oft rausgenommen hat oder in schwierigen Phasen schlichtweg nicht präsent war. Die Freiheit, die sie als Chefin einer so jungen Agentur bereits hatte, wurde von ihr nicht gesehen - es war einfach nie genug. In stressigen Situationen wurde der Druck ans Team weitergegeben.
Verantwortung wurde selten alleine übernommen: Bei Problemen oder Fehlentscheidungen hieß es „wir haben das gemeinsam entschieden“. Immer wieder kam es vor, dass über Mitarbeitende mit anderen Teammitgliedern und sogar externen Personen schlecht gesprochen wurde. In Sachen Unternehmensführung fehlte es an grundlegenden Kenntnissen. In einigen Fällen mussten wir als Team selbst auf Missstände hinweisen.

Interessante Aufgaben

Definitiv ein Highlight! Spannende Kunden, kreative Projekte, abwechslungsreiche Aufgaben. Man konnte sich frei entfalten, eigene Ideen einbringen und viel Verantwortung übernehmen. Es war kein Tag langweilig und man konnte unheimlich viel lernen. Wer kreativ arbeiten möchte, kommt hier auf seine Kosten.

Arbeitsbedingungen

Das Büro war wirklich ein Highlight: stylisch, modern eingerichtet, top Technik. Man hat gemerkt, dass viel Herzblut in der Ausstattung steckt.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt war in Ordnung, aber für das, was an Verantwortung und Einsatz gefordert wurde, eher ausbaufähig. Besonders in Phasen mit hoher Belastung fühlte sich das Gehalt nicht fair an. Sozialleistungen waren vorhanden und modern gedacht, aber: Da geht noch mehr.

Image

In der Außendarstellung wird ein sehr professionelles, fast idealisiertes Bild vermittelt – moderne Agentur, starke Führung, tolle Projekte. Ja, es ist eine moderne Agentur, ein starkes Team und es gibt spannende Projekte, aber die Darstellung auf Social Media oder der Website stimmt nur bedingt mit der Realität überein. Hohe Fluktuation, oft eine zu hohe Auslastung und viele Auf und Abs. Wer sich nur auf Instagram verlässt, bekommt eine verzerrte Realität.

Karriere/Weiterbildung

Weiterbildung fand zu wenig statt. Wer sich entwickeln wollte, musste sehr viel Eigeninitiative zeigen. Das persönliche Wachstum kam eher durch „learning by doing“ und ins kalte Wasser springen in Projekten – weniger durch gezielte Förderung.


Gleichberechtigung

Umgang mit älteren Kollegen

Umwelt-/Sozialbewusstsein

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.