Geldorientiert, Micromanagement, mangelnde Professionalität
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Alles
Ich dachte, HR hätte mich im Exit-Gespräch ernst genommen (obwohl ich keine Hoffnung hatte, dass etwas unternommen wird), da die Person ganz nett mit mir darüber gesprochen hat. Ich habe dazu nie Feedback erhalten.
Verbesserungsvorschläge
Ich schreibe hier meine Erfahrung, die sehr ähnlich zu einer anderen Bewertung hier ist. Mal schauen, ob meine Bewertung auf der Seite bleibt.
Arbeitsatmosphäre
Ich würde empfehlen, an allen Team-Events teilzunehmen, auch wenn sie als optional deklariert sind, damit es nicht zu einem ernsten Gespräch kommt, in dem man als problematisch bezeichnet wird. Es wird gesagt, dass man sich im Team nicht 'integrieren' möchte, und es werden große Fragezeichen bezüglich der 'Motivation' aufgeworfen. Bitte sag also immer Ja zu allen Laser-Tag-Sessions, auch wenn du dafür mehrere Stunden fahren musst.
In meiner Abteilung gab es keinen einzigen Tag ohne Meetings.
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Ich hatte vor meiner Arbeit dort noch nie von dieser Firma gehört und auch nach dem Verlassen nie wieder..
Work-Life-Balance
Als IT-Mitarbeiter musst du zweimal im Monat ins Büro fahren, selbst wenn du 2+ Stunden entfernt wohnst, und es wird keine Unterkunft angeboten. Auch für die Bahntickets musst du selbst bezahlen (du bekommst zwar eine Bahncard, aber der Rest, der auch 100+ Euro sein kann, geht aus deiner eigenen Tasche).
Karriere/Weiterbildung
Es wird empfohlen, an zusätzlichen Meetings und Veranstaltungen teilzunehmen (z. B. gesunde Ernährung, Freitagsrunden usw.), und man kann diese auch als Arbeitszeit eintragen. Aber als ich das getan habe, wurde ich dafür kritisiert, dass ich es als Arbeitszeit eingetragen habe. Einfach sehr seltsam und sehr mikromanagementorientiert.
Gehalt/Benefits
Es wird viel versprochen, um dich ins Unternehmen zu holen, aber sobald sie kosten sparen wollen, finden sie jede Ausrede, um dich loszuwerden.
Geld, Geld, Geld, das ist alles, was ich vom Vorgesetzten gehört habe. “Wir geben zu viel Geld aus", "Suche dir eine sehr günstige Unterkunft", "Die Firma hat viel in das Event investiert" usw.
Es geht immer darum, "Geld zu sparen", selbst auf Kosten des Wohlbefindens der Mitarbeiter.
Mir wurde von einer viel kleineren Firma ein viel höheres Gehalt angeboten.
Kollegenzusammenhalt
Über den Zusammenhalt unter den Kollegen kann ich sagen, dass einige Leute nicht zögern, schlecht über andere hinter deren Rücken zu sprechen.
Es gibt auch manchmal unangemessenen Witzen von männlichen Kollegen.
Vorgesetztenverhalten
Deine Führungskraft wird hinter deinem Rücken Kolleg*innen fragen (sogar solche, die nur zweimal mit dir gesprochen haben, nichts mit dir zu tun haben oder nicht einmal oft im Büro waren!), was sie von dir halten. Anschließend wird die Führungskraft ihre Worte verdrehen und dich schlecht dastehen lassen. Und wenn man diese Personen ins Meeting mit der Führungskraft holt, ist es eine ganz andere Geschichte, und die Vorgesetzten tun so, als ob sie nie etwas Negatives gesagt, gemeint oder getan hätten.
Kollegen machten sich sogar über die Tatsache lustig, dass der Vorgesetzte häufig zu spät kommt, aber man wird kritisiert, weil man EINMAL zu spät zu einem Meeting kam, obwohl man dem Vorgesetzten Bescheid gesagt hatte, dass man einen Termin hatte. Es ist auch nicht ungewöhnlich, schlecht behandelt zu werden, weil man sich krankgemeldet hat.
Es war auch sehr unangenehm, ernste Online-Gespräche mit den Vorgesetzten zu haben, während ihre Familie ganz klar im Hintergrund lief.
Am Anfang wurde mir gesagt: "Jaja, Sie haben 1 Jahr für das Projekt, und die ersten 3 Monate werden nur für die Recherche verwendet."
Aber wenn man es nicht innerhalb weniger Tagen schafft, wird es zum Problem.
Arbeitsbedingungen
Hier gibt es aber sehr großartige Vorteile wie ein iPhone 13 Mini, von dem sie stolz sagen, dass du es auch privat nutzen kannst.
Kommunikation
Mir wurde zu Beginn klar gesagt, dass dies dein Fachmentor ist, aber als ich den Mentor gefragt habe, hat er das einfach verneint. Dann stand ich als Neue während der Einarbeitungsphase allein und verwirrt da. Die meiste Zeit wusste ich nicht einmal, wo der Mentor war und wer mich eigentlich anleiten sollte. Als ob das nicht genug wäre, wurde ich dafür kritisiert, dass ich nicht genug mit dem Mentor gesprochen habe. Dann rennt der "Mentor" zum Vorgesetzten, um sich über mich zu beschweren.
Also, es gab für mich keine Einarbeitung hier.
Gleichberechtigung
Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass dies leider kein Ort für einen Introvertierten ist oder für jemanden (zumindest nicht in der Abteilung, in der ich war), der einfach nur ihre/seine Arbeit erledigen möchte, nur in einem beruflichen Umfeld mit Kollegen interagiert und dann nach Hause geht. Aber wenn du extrem extrovertiert bist, gerne endlos schwätzst, dich im Büro wie ein Clown benimmst, UND wenn du die Menschen hier zu deiner Familie machen möchtest (vielleicht weil du dein eigenes gutes Leben nicht hast) und sie priorisierst, dann passt du gut hierher.
Die männlichen Kollegen mussten ihre Persönlichkeit aber nicht ändern. Sie wurden nie kritisiert, wenn sie sich ruhiger verhalten haben, oder ihre Kamera nicht eingeschaltet haben. Ich war aber die Einzige, die dafür kritisiert wurde. Das kann ich nur als sexistisch betrachten.

