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MaibornWolff 
GmbH
Bewertung

Mehrfachbewertung

War mal ein echtes Great Place To Work. Aktuell auf einem sehr unsicheren Pfad und deutlich ernüchternd.

2,7
Nicht empfohlen
Mehrfachbewertung
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung bei MaibornWolff GmbH in Darmstadt gearbeitet und diesen Arbeitgeber mehrfach bewertet. (Mitarbeiter:innen dürfen ihren Arbeitgeber einmal im Jahr bewerten.)

Arbeitsatmosphäre

Seit der Umstrukturierung, die in 2025 begonnen wurde, eher angespannt. Viel Unsicherheit wo es mit der Firma und einzelnen Karrieren hingeht.

Image

MW war eine lange Zeit als starker Partner für viele unserer Kunden bekannt, und auch als ein guter Arbeitgeber (mehrfach beste Platzierungen bei Great Place To Work in den vergangenen Jahren). Leider scheint beides stark abzurutschen, von GPTW hört man intern länger nichts mehr. Von der Mitarbeiterposition aus ist die Kundenwahrnehmung schwierig umfassend zu beurteilen, aber auch dort empfinde ich einen negativen Trend über mehrere Projekte hinweg.

Work-Life-Balance

Das war immer und bleibt weiterhin einwandfrei. Flexible Arbeitszeiten, großzügige Urlaubsregelungen, und generell wenige Vorgaben - insgesamt doch sehr entspannt, solange man seine Aufgaben erledigt und das Feedback aus dem Projektteam stimmt.

Karriere/Weiterbildung

Am Anfang der Karriereleiter hatte MW für mich ein umfassendens Weiterbildungsangebot mit einem großzügigen Budget. Das Budget liegt auch weiterhin vor, allerdings fehlen einem auf höheren Karrierestufen sinnvolle Möglichkeiten dieses einzusetzen. Auch wird immer wieder intern erzählt, dass es Karrierepfade nach oben geben soll, die keine Managementaufgaben umfassen; in der Praxis sind das im besten Falle vereinzelte Stellen innerhalb weniger Bereiche, und auch dort sind die Wege weiter "nach oben" sehr schwammig und unklar definiert.

Vorgesetztenverhalten

Siehe Kommunikation für die wichtigsten Punkte. Dazu kommt, dass an dem internen "Bewertungssystem" für Einstufung und Beförderungen ständig gedreht wird, mit dem Ergebnis dass es super unklar ist welche Kriterien und Anforderungen an einen bestehen und für einen gewünschten Karriereschritt erfüllt werden müssen. Und auch ob der/die relevante Vorgesetzte darüber ausreichend Bescheid weiß und die Entscheidung entsprechend begründet treffen wird.

Zusätzlich, sehr aktuell: die gesamte GF ist enorm im AI Hype gefangen. Die Technologie wird aufs höchste Podest gehoben und allen vorgeschoben, anstatt sie wie jedes weitere Werkzeug in unserem Inventar zu bewerten und in sinnvollem Maße einzusetzen. Selbst als jemand, wer mit den AI Tools seit langer Zeit vertraut ist und sie in hohem Maße einsetzt und fördert, finde ich die vernommene "Verliebtheit" in die KI seitens der Führungsmannschaft maßlos übertrieben und gefährlich.

Arbeitsbedingungen

Seit Covid sind alle Projekte nahezu vollständig auf Remote gewechselt, vor Ort zusammenarbeitende Teams gibt es effektiv nicht mehr. Dadurch ist vieles verloren gegangen. Büros sind angenehm ausgestattet und gut gelegen; leider wird aktuell stark über Schließungen als Kostensparmaßnahme nachgedacht.

Kommunikation

Viele wichtigen Entscheidungen passieren hinter geschlossenen Türen und ohne Einbezug von Betroffenen. In Theorie sind die Türen offen und Kommunikationswege vorhanden, in der Praxis ist es super schwierig sich rechtzeitig und in ausreichendem Maße zu informieren und einzubeziehen, insb. wenn man nicht am Hauptstandort in München sitzt. Kommunikation von der Geschäftsführung an die Allgemeinheit wird regelmäßig versucht, wirkt aber insbesondere in letzter Zeit sehr trocken, "corporate" und von der gelebten Realität entfernt.

Gehalt/Benefits

Gehälter in den operativen Bereichen waren schon vor der 2025er Umstrukturierung deutlich unterdurchschnittlich. Während der Maßnahmen gab es einen kompletten Freeze, und die aktuellen Budgets für Gehaltserhöhungen in den operativen Bereichen halten sich sehr in Grenzen. Währenddessen wird seit der Umstellung alles was mit Sales und Marketing zu tun hat sehr sichtbar gepusht und gefeiert. Da fühlt man sich als langjähriger operativer Mitarbeiter auf Projekten leider alles andere als angemessen wertgeschätzt.

Interessante Aufgaben

Fast alle Projekte sind sehr 0815, wenig wirklich spannende / interessante Fachlichkeit dabei. Teilweise sehr schwierige / "beratungsresistente" Kunden, woraus oft resultiert, dass wir zwar intern und nach außen moderne Arbeitsmethodiken und Werkzeuge predigen, aber intern in der Projektarbeit stark darin eingegrenzt werden und viel weniger effektiv / effizient arbeiten müssen.

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Arbeitgeber-Kommentar

Nathalie MerkleEmployer Branding

Liebe Kollegin, lieber Kollege,
wir haben eine Umstrukturierung hinter uns und es war eine echt anstrengende Zeit für viele. Da wir noch nicht an allen Punkten vollständig durch sind, verstehe ich, dass manches aktuell belastend oder unklar wirkt. Wie du weißt, arbeiten wir an offenen Themen mit Hochdruck und viel Engagement der Kolleg:innen, um zeitnah Lösungen bereitzustellen. Gleichzeitig ist vieles noch neu und ungewohnt, daher kann ich deinen Eindruck der Unsicherheit nachvollziehen.

Ich bin froh, dass trotz der ganzen Veränderungen in deinen Augen die Work Life Balance nach wie vor gut ist.

Da du an dieser Stelle den öffentlichen Feedbackkanal gewählt hast, möchte ich gerne ein paar Themen aufgreifen, sodass Interessierte oder Bewerber und Bewerberinnen die von dir angesprochenen Punkte besser einordnen können.

AI
Du schreibst von AI Hype und „Verliebtheit“ in die KI. Ja, du hast Recht: Das Thema ist bei uns wichtig, präsent und gefördert. Wir haben uns frühzeitig damit beschäftigt, damit wir die Nase vorn haben und nicht der Marktentwicklung hinterherlaufen. Die Nachfrage bei unseren Kunden bestätigt bislang, dass es richtig war, sich früh und intensiv mit dem Thema AI zu befassen.
Dennoch sind kritische Stimmen wie deine wichtig und ich persönlich glaube, aktuell kann noch niemand mit Gewissheit sagen, wo der Zug hinfährt.

Bei großen technologischen Umbrüchen gibt es immer diejenigen, welche vorausrennen, andere warten ab und wiederum andere sind skeptisch oder teilen nicht den umfassenden Enthusiasmus der ersteren. Die Zeit wird zeigen, ob unsere Ausrichtung trägt oder ob sich das AI-Thema in einem anderen Maße einpendeln wird. Im Moment sind wir zuversichtlich, dass es der richtige Weg war und wir wollen diesen weitergehen.

Great Place to Work
Wir haben uns vor ein paar Jahren trotz Top Platzierung bewusst dazu entschieden, nicht weiter an Great Place to Work teilzunehmen. Ausschlaggebend war für uns, dass das Format zu diesem Zeitpunkt nicht mehr den Mehrwert geliefert hat, den wir für unsere interne Weiterentwicklung gesucht haben.

Eine jährliche Mitarbeiterbefragung ist geblieben und wir haben weiterhin darauf geschaut, wo bei den Menschen der Schuh drückt. Seit dem Change sind wir auf monatliche Team Pulse Checks umgestiegen, damit wir zeitnah wissen, was das Team bewegt.

Karriere und Weiterentwicklung
Es ist richtig, dass wir unseren internen Weiterbildungskatalog verschlankt und fokussiert haben. Du darfst dein Budget wie alle auch für externe Weiterbildungsangebote nutzen.

Büros
Du hast absolut Recht, seit 2020 kommen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weniger in die Büros, um vor Ort zu arbeiten. Wir halten nach wie vor daran fest, dass wir den Menschen die Freiheit lassen, selbst zu entscheiden, wo sie arbeiten möchten. Eine Konsequenz ist, dass Teile unserer Büroflächen dauerhaft kaum ausgelastet sind. Aus diesem Grund denken wir darüber nach, diese Flächen zu verkleinern. Es geht um ein gesundes Kosten-Nutzen-Verhältnis. Ich glaube, es ist absolut nachvollziehbar, dass man als Unternehmen genau prüft, wofür man Geld ausgibt und wo es sich durch geänderte Umstände nicht mehr lohnt. Wenn wir solche Veränderungen erwägen, sprechen wir immer mit den betroffenen Mitarbeiter:innen. Stellen wir fest, dass sich ein Standort nicht mehr lohnt, bieten wir Alternativen wie z.B. einen Co-Working-Space, in dem die Kolleg:innen sich weiterhin vor Ort treffen können.

Gehalt
Wenn du mit deinem Gehalt unzufrieden bist, dann bist du damit sicher kein Einzelfall. Das ist glaube ich über alle Unternehmen hinweg das Kriterium, bei dem die meisten Menschen unzufrieden sind.

Ich möchte deshalb nur darauf eingehen, dass es immer wichtig ist, womit man Gehälter vergleicht. Wenn du unsere Gehälter mit Unternehmen wie Google vergleichst, dann hast du meine volle Zustimmung. Innerhalb der IT-Dienstleistungsbranche evaluieren wir sie regelmäßig über Benchmarks und liegen voll im Durchschnitt. In den letzten Jahren hat sich in der IT gezeigt, dass die Gehaltsbänder weiter auseinandergehen – gefragte Profile rund um Cloud und AI rufen inzwischen deutlich höhere Bandbreiten beim Gehalt ab als zum Beispiel ein Java Backend Entwickler.

Viele Grüße
Nathalie

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.