Jammern auf hohem Niveau
Gut am Arbeitgeber finde ich
Nachwievor absolut offene Gesprächskultur. Jeder kann / darf sich einbringen und wird daran, und nicht an der aktuellen Position, gemessen. Extrem viel Autonomie, auch in schwierigen Zeiten.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Nichts. Es ist eher wie in einer langjährigen Beziehung: Man ist geneigt sich an nervigen Kleinigkeiten des Partners abzuarbeiten. Und mutmaßt, dass es überall anders besser läuft. Wenn man Einblicke in andere Unternehmensstrukturen gekriegt hat, merkt man aber: es sind nachwievor geniale Menschen, die diese Firma gestalten, sowohl auf fachlicher als auch auf menschlicher Ebene. Wem Autonomie, Gestaltungsraum, großartige Kollegen und Selbstwirksamkeit bei einem Arbeitgeber wichtig wird, der wird hier nachwievor mehr als fündig.
Verbesserungsvorschläge
Unangenehme Entscheidungen nicht rauszögern.
Arbeitsatmosphäre
In meinem Mikrokosmos ist die Stimmung besser denn je. Auf Unternehmensebene betrachtet steckt die Reorga aber noch vielen in den Knochen.
Image
Wir haben durchwegs langjährige Kunden, das spricht gewissermaßen sehr für die Firma
Work-Life-Balance
Man muss schon selbst aktiv Urlaub & Zeitausgleich einplanen. Mit dieser Autonomie muss man umgehen können. Natürlich klappt das im Projektgeschäft nicht immer gleich gut.
Karriere/Weiterbildung
Die Hierarchie war und ist nach wie vor relativ flach. Die C-Titel wirken für die gesamte Firmengröße dafür (oder deswegen?) relativ inflationär. Wenn man beruflichen Aufstieg also an Titeln festmacht, wird die Luft nach oben aufgrund der Firmengröße eher dünn.
Kollegenzusammenhalt
In unserer Business Unit, als auch mit den BUs in unserem Vertical, absolute spitze! Definitiv der coolste Kollegenkreis, den ich in meinem bisherigen Arbeitsleben mitgestalten durfte.
Umgang mit älteren Kollegen
Schwieriges Thema... Im Zeitalter von KI sind nicht mehr zwangsläufig die älteren Kollegen im technischen / fachlichen Driver's Seat. Wie geht man damit generell um? Ich kann demnach nur den Gestaltungsraum bewerten, den MaibornWolff mMn generell Mitarbeitern bietet. Und da sehe ich keine Unterschiede.
Vorgesetztenverhalten
Ich würde unserer GF manchmal den Mut wünschen, auch unbequeme Entscheidungen zu treffen. Häufig setzt man dann doch eher auf den Weg des geringsten Widerstands. Das verzögert unangenehme Entscheidung unnötig.
Arbeitsbedingungen
Großartige Büroflächen, die je nach Standort von noch mehr Menschen genutzt werden könnten. Klassische Post-Covid Büromüdigkeit
Kommunikation
Die Kommunikationswege sind vielfältig und werden auch vollumfänglich genutzt. Ich glaube, wir sind es aus den wirtschaftlich entspannten Zeiten, in dem sich die Firma sehr lange bewegen hat, gewohnt es möglichst allen Recht machen zu wollen. Das führt aber in angespannteren Zeiten zwangsläufig zu Konfliktherden.
Gleichberechtigung
Mit der Reorga sind ganz offensichtlich viele Frauen (in Führungsposition) gegangen. Aus deutlich hierarchischeren Strukturen kommend, kann ich aber nur sagen, dass auf allen Ebenen viel Bewusstsein für den persönlichen / gesellschaftlichen Bias besteht.
Interessante Aufgaben
Absolut, BUs können wie Startups agieren - mit der notwendigen Verantwortung, die damit einhergeht.

