Planlosigkeit, Chaos und Engstirnigkeit überwiegen - sehr schade
Gut am Arbeitgeber finde ich
Kollegenzusammenhalt, Kantine, Nachhaltigkeit, lockere Möglichkeiten für Homeoffice, flexible Arbeitszeiten
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Fehlendes Problembewusstsein und fehlende Kritikfähigkeit, grenzwertiges Vorgesetztenverhalten, planloses Projektmanagement, nicht vorhandenes Risikomanagement, Fachabteilungen haben keine Ahnung von ihren Prozessen
Verbesserungsvorschläge
Probleme sollten frühzeitig erkannt und berücksichtigt werden. Risiken analysiert und bewertet werden. Gefahren nicht sehen zu wollen und den Kopf in den Sand zu stecken ist kein guter Ansatzpunkt.
Offenere und v.a. ehrliche Kommunikation wäre wünschenswert.
Ein gutes Gehalt bringt leider nichts, wenn man sich Sorgen um die Firma und den Arbeitsplatz machen muss.
Führungskräftetraining nicht erst anbieten, wenn die Personen schon auf der Position sitzen.
Arbeitsatmosphäre
Grundsätzlich ist das Arbeiten angenehm. Allerdings gibt es teilweise große Probleme in unterschiedlichsten Unternehmensbereichen mit z.T. kritischem Impact. Mitarbeiter sehen sie, man weißt darauf hin, aber es werden keine Lösungen aus den oberen Ebenen geschaffen. Das gibt allem einen sehr faden Beigeschmack. Damit fühlt man immer ein Damoklesschwert über sich hängen.
Kommunikation
Die Kommunikation mit Kollegen ist sehr gut. Auch wenn nicht auf Anhieb alle relevanten Infos kommen, werden diese dennoch sehr schnell und auf Nachfrage nachgeliefert. Bei Vorgesetzten und Geschäftsleitung sieht das leider anders aus. Hier wird nicht offen kommuniziert und teilweise sehr wichtige Punkte nicht oder erst auf den letzten Drücker kommuniziert.
Kollegenzusammenhalt
Wirklich top. Intern wie extern.
Work-Life-Balance
Freie Zeiteinteilung; Möglichkeit private Termine einzuschieben ist immer gegeben.
Vorgesetztenverhalten
Leider überhaupt nicht gut. Einerseits hat man den Eindruck, dass immer ein offenes Ohr da ist. Andererseits kann man nicht gut mit Kritik umgehen. Auch direktes und offenes Gespräch findet nicht ausreichend statt. Am Ende wird man vor vollendete Tatsachen gestellt. Wirkliche Führungskompetenz war leider nicht erkennbar.
Auf den höheren Ebenen herrscht offenbar eine Schwäche, Probleme zu sehen und sich deren bewusst zu werden und frühzeitig darauf zu reagieren.
Interessante Aufgaben
Interessante und anspruchsvolle Aufgaben wären vorhanden. Allerdings ist man überwiegend damit beschäftigt, als Feuerwehrmann Brände an allen Ecken zu löschen.
Arbeitsbedingungen
Der Campus ist toll. Schöne Gebäude, tolle Landschaft. Kantine ist bis in den Nachmittag offen und bietet ein sehr gutes und preiswertes Angebot. Für die IT gibts leider nur ein Großraumbüro mit entsprechendem Geräuschpegel und der fehlenden Möglichkeit der individuellen Temperaturregelung oder des ruhigen Arbeitens. ANC-Kopfhörer den ganzen Tag sind eigentlich ein Muss. Tische sind einfache Aufsteller ohne Anpassungsmöglichkeit, Stühle sind von nicht guter Qualität. Eine ergonomische Einrichtung des Arbeitsplatzes ist daher nicht möglich. Arbeitsplätze sind nicht über Netzwerkkabel angebunden. Nur WLAN, das auch nicht immer stabil und performant ist.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Die Produkte sind aus natürlichen Materialien und der Anspruch auf Nachhaltigkeit dabei wird immer größer. Das wird auch im Unternehmen gelebt; z.B. soll nichts ausgedruckt werden, was nicht absolut notwendig ist. Strom wird über große PV-Anlagen erzeugt, der auch in vielen E-Ladesäulen verfügbar ist. Als Mitarbeiter kann man sich eine Säule reservieren und bekommt den Ladestrom zu einem günstigen Preis.
Image
Als kleines Premiumbrand aus Deutschland hat man eigentlich einen guten Namen. Schade ist nur wenn hinter der schönen Fassade nur Chaos und Planlosigkeit liegen.