Enttäuschende Erfahrung trotz guter Rahmenbedingungen
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Arbeitszeiten und die Work-Life-Balance waren sehr angenehm. Das Büro ist schön und die Kantine ist definitiv ein Pluspunkt. Die Marke ist etabliert und bietet grundsätzlich die Möglichkeit, Erfahrungen in einem größeren Modeunternehmen zu sammeln.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Für mich waren vor allem die schwierige Teamdynamik, fehlende Herausforderungen und die geringe Innovationsbereitschaft ausschlaggebend. Ich hatte teilweise das Gefühl, dass es zu wenig Aufgaben gab und dadurch unnötig viel Energie in die Beobachtung und Bewertung der Arbeit anderer floss.
Verbesserungsvorschläge
Aus meiner Sicht sollte stärker darauf geachtet werden, wie innerhalb von Teams miteinander umgegangen wird. Wiederkehrendes unangemessenes Verhalten sollte konsequent angesprochen und entsprechende Konsequenzen sollten auch tatsächlich gezogen werden.
Außerdem würde ich mir mehr Mut zu Innovation und neuen Produktentwicklungen wünschen.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre habe ich leider als eher angespannt erlebt. Mit den einzelnen Kollegen war der Umgang meist in Ordnung, die Dynamik innerhalb des Teams war jedoch teilweise schwierig. Es kam vor, dass Konflikte sehr direkt und laut ausgetragen wurden, was ich als unprofessionell empfunden habe. Zeitweise wurde im Team kaum miteinander gesprochen.
Image
Vor meinem Einstieg hatte ich ein sehr positives Bild von Marc O’Polo, aber meine Erfahrung war wenig positiv.
Work-Life-Balance
Die Arbeitszeiten waren sehr angenehm, Überstunden waren bei mir kein Thema und auch Urlaub konnte problemlos genommen werden.
Karriere/Weiterbildung
Der Vorschlag, sich selbstständig eigene Projekte zu suchen, ist zwar gut gemeint, wurde aus meiner Sicht aber nicht ausreichend unterstützt und eher Arbeitsbeschaffungsmaßnahme als tatsächlich sinnvoll.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt war für mich grundsätzlich in Ordnung, allerdings sehe ich wenig zusätzliche Benefits.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Nachhaltigkeit ist ein wichtiger Bestandteil der Außendarstellung der Marke. Im Arbeitsalltag hatte ich persönlich jedoch nicht immer das Gefühl, dass dieses Thema mit derselben Konsequenz gelebt wird. Teilweise wirkte es auf mich stärker zertifikats- und marketingorientiert als wirklich innovationsgetrieben.
Gerade deshalb hätte ich mir mehr konkrete neue Ansätze und mutigere Entwicklungen gewünscht.
Kollegenzusammenhalt
grundsätzlich hat man sich bei Bedarf gegenseitig geholfen. Gleichzeitig hatte ich teilweise den Eindruck, dass eher nach Fehlern bei anderen gesucht wurde.
Umgang mit älteren Kollegen
Umgang war grundsätzlich respektvoll. Gleichzeitig hatte ich den Eindruck, dass jüngeren Mitarbeitenden teilweise relativ wenig zugetraut oder Verantwortung übertragen wurde. Es wurde viel Wert darauf gelegt, bestimmte Aufgaben selbst zu behalten, wodurch es für jüngere Kolleg schwieriger war, sich weiterzuentwickeln.
Vorgesetztenverhalten
Es gab regelmäßige 1:1-Gespräche, in denen aktuelle Themen besprochen werden konnten. Mit Feedback und Unterstützung bei meiner persönlichen Entwicklung. Schwierig fand ich, dass bekannte Konflikte innerhalb des Teams aus meiner Sicht nicht konsequent adressiert wurden, sondern eher verschwiegen wurden.
Arbeitsbedingungen
Das Büro ist schön und die Kantine ist definitiv ein Pluspunkt. Die vorhandenen Programme und Prozesse haben grundsätzlich funktioniert, auch wenn sie teilweise etwas veraltet wirken. Bei neuen Arbeitsweisen und Veränderungen hätte ich mir mehr Offenheit gewünscht. Etwas ungewöhnlich fand ich, dass selbst grundlegende Büromaterialien wie Stifte oder Radiergummis nicht selbstverständlich vorhanden waren.
Kommunikation
Die Zuständigkeiten waren grundsätzlich klar. Gleichzeitig wurde sich teilweise stark in die Aufgaben anderer eingemischt. Mein Eindruck war, dass aufgrund der teilweise geringen Auslastung sehr genau beobachtet wurde, was andere machen.
Gleichberechtigung
Weniger international, als ich es aufgrund der Größe erwartet hatte. Unterschiedliche Altersgruppen waren zwar vorhanden, aber Vielfalt und unterschiedliche Perspektiven wurden meiner Meinung nach nicht immer aktiv gefördert. Teilweise hatte ich den Eindruck, dass Veränderungen oder andere Arbeitsweisen eher kritisch gesehen wurden.
Interessante Aufgaben
Leider gab es für mich insgesamt zu wenig Aufgaben und Herausforderungen. Nach einigen Monaten hatte ich das Gefühl, dass ich fachlich nicht mehr viel Neues dazulernen konnte. Die Kollektionen und Abläufe waren sehr ähnlich und es gab wenig Raum für neue Entwicklungen oder Experimente.
Gerade bei einem Unternehmen mit dem Anspruch, eine führende nachhaltige Marke zu sein, hätte ich mir mehr Mut zu Innovation und neuen Produktentwicklungen gewünscht.