Schlechteste Unternehmenskultur, die ich je erlebt habe
Gut am Arbeitgeber finde ich
ich wünschte mir wurde etwas auffallen
Verbesserungsvorschläge
Bei der Auswahl von Bewerbenden stärker auf Teamfit und soziale Kompetenz achten, nicht nur auf fachliche Kriterien.
Konflikte frühzeitig erkennen und konsequent moderieren, bevor sich negative Gruppendynamiken verfestigen.
Eine neutrale und strukturierte Konfliktkultur etablieren, in der beide Seiten angehört werden.
Mehr Fokus auf Führungskräfteentwicklung, insbesondere im Bereich Kommunikation und Mitarbeiterführung.
Förderung einer inklusiven Unternehmenskultur, in der Diversität aktiv unterstützt und integriert wird.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre habe ich als stark von Misstrauen, fehlender Offenheit und einer insgesamt wenig gesunden Teamdynamik geprägt erlebt. Aus meiner Sicht war das Umfeld wenig offen für unterschiedliche Perspektiven, was sich auch im täglichen Miteinander widerspiegelte.
Ich habe zudem eine ausgeprägte Dynamik sozialer Distanz und starken Spannungen erlebt. In meinem Fall führte dies zu Situationen, die ich als belastend empfand sowie dazu, dass mir Dinge zugeschrieben wurden, die nicht der Realität entsprachen.
Die Kommunikation im Team war häufig von indirekten Aussagen, Gerüchten und fehlender Authentizität geprägt, wodurch ein konstruktives und faires Arbeitsumfeld aus meiner Sicht nicht durchgehend gegeben war.
Insgesamt habe ich die Unternehmenskultur als belastend, konfliktreich und wenig vertrauensvoll erlebt.
Vor dem Hintergrund meiner Erfahrungen im Unternehmen kann ich nachvollziehen, dass es für den Arbeitgeber herausfordernd sein kann, Mitarbeitende langfristig zu gewinnen und zu halten.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance habe ich in diesem Umfeld als nicht gegeben wahrgenommen. Nach meiner Erfahrung ist im Einkauf ab ca. 15:00 Uhr nur noch selten jemand erreichbar, und ab Freitagmittag ist das Team teilweise kaum noch besetzt.
Gleichzeitig entsteht jedoch der Eindruck einer hohen operativen Belastung während der regulären Arbeitszeit. Die vorhandene Arbeitslast war aus meiner Sicht deutlich hoch, was sich im Alltag klar bemerkbar gemacht hat.
Insgesamt habe ich eine deutliche Diskrepanz zwischen der wahrgenommenen Verfügbarkeit außerhalb der Kernzeiten und der tatsächlichen Belastung innerhalb der Arbeitszeit erlebt.
Kollegenzusammenhalt
Ich habe im Unternehmen den Eindruck gewonnen, über einen längeren Zeitraum nur eingeschränkt in das Team eingebunden gewesen zu sein. Dabei wurde ich wiederholt in Situationen gebracht, in denen mir Aussagen und Handlungen zugeschrieben wurden, die nicht der Realität entsprachen.
Diese Dynamik führte dazu, dass ich mich zunehmend isoliert gefühlt habe. Der Umgang miteinander war in meinem Fall nicht von Akzeptanz oder konstruktiver Klärung geprägt, sondern von fehlender Einbindung und belastenden zwischenmenschlichen Situationen.
Insgesamt habe ich dies als eine deutlich spürbare soziale Distanzierung erlebt, die meine Arbeit und mein Wohlbefinden stark beeinträchtigt hat.
Umgang mit älteren Kollegen
Ich habe den Eindruck gewonnen, dass ein wertschätzender und integrativer Umgang mit unterschiedlichen Hintergründen nicht ausreichend gelebt wird. Als einziger Mitarbeiter mit ausländischem Hintergrund habe ich mich teilweise nicht wirklich zugehörig gefühlt. In einzelnen Situationen habe ich subtile Ausgrenzung wahrgenommen, die ich als sehr unangenehm erlebt habe.
Vorgesetztenverhalten
Die Führungsebene ist stark hierarchisch geprägt und wirkt im Alltag sehr distanziert. Entscheidungen werden klar top-down getroffen, ohne spürbaren Einbezug der operativen Realität.
Es entsteht ein Klima, in dem sich Bereichsleitungen kaum trauen, Themen offen anzusprechen oder Unterstützung einzufordern, offenbar aus Angst vor der Reaktion der Geschäftsführung. Dadurch werden selbst kleinere Probleme oft nicht direkt geklärt.
Insgesamt wirkt die Führung wenig zugänglich, wenig dialogorientiert und stark von einer einseitigen Denk- und Entscheidungsweise geprägt, was sich deutlich auf die Zusammenarbeit im gesamten Unternehmen auswirkt.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen (neue, gut ausgestattete Räumlichkeiten) waren grundsätzlich sehr gut. Leider habe ich im Arbeitsalltag eine stark negative und frustrierte Grundstimmung im Team erlebt, die die Zusammenarbeit deutlich geprägt hat.
Die vorhandenen Rahmenbedingungen wurden aus meiner Sicht nicht immer positiv genutzt, was sich auch auf die allgemeine Arbeitsatmosphäre ausgewirkt hat.
Kommunikation
Die Kommunikation im Unternehmen habe ich als sehr eingeschränkt erlebt. Ein offener Austausch unter Kolleginnen und Kollegen fand kaum statt, und Informationen wurden nur selten aktiv geteilt. Auch bei einfachen Rückfragen wirkte die Bereitschaft zur Unterstützung eher gering, sodass man häufig auf sich allein gestellt war.
Der direkte fachliche Austausch im Arbeitsalltag war insgesamt schwach ausgeprägt, wodurch Wissen nur begrenzt weitergegeben wurde und viele Themen eher isoliert bearbeitet wurden. Gleichzeitig habe ich wahrgenommen, dass in informellen Situationen deutlich mehr Kommunikation stattfand, die jedoch häufig nicht konstruktiv war.
In diesem Zusammenhang habe ich erlebt, dass neue Mitarbeitende teilweise schnell unter Druck geraten und durch zwischenmenschliche Dynamiken sowie unbelegte Unterstellungen in ihrer Integration erschwert werden.
Insgesamt entstand für mich der Eindruck eines sehr geschlossenen und wenig unterstützenden Kommunikationsumfelds, in dem Zusammenarbeit nur eingeschränkt gelebt wurde.
Gleichberechtigung
Das Thema Gleichberechtigung habe ich in diesem Umfeld kritisch wahrgenommen. In meiner Erfahrung habe ich mich zeitweise nicht als gleichwertig in das Team integriert gefühlt und den Eindruck gehabt, dass keine durchgehend inklusive Teamkultur vorhanden ist.
Ich habe Situationen erlebt, in denen sich eine deutliche Gruppendynamik gegen einzelne Personen entwickeln konnte. In meinem Fall führte dies zu einer schrittweisen sozialen Ausgrenzung sowie dazu, dass mir Aussagen und Verhaltensweisen zugeschrieben wurden, die ich so nicht getätigt oder gezeigt habe.
Im Verlauf habe ich mich dadurch im Arbeitsalltag zunehmend isoliert gefühlt, bis hin zu Situationen, in denen ich beispielsweise den gemeinsamen Mittagstisch gemieden habe, da ich mich dort nicht mehr wohlgefühlt habe.
Insgesamt habe ich die Teamkultur in diesem Zusammenhang als wenig inklusiv und teilweise ausgrenzend erlebt.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben habe ich insgesamt als wenig effizient organisiert erlebt. Teilweise entstand der Eindruck, dass selbst kleinere Themen unverhältnismäßig lange bearbeitet wurden und Prozesse deutlich mehr Zeit in Anspruch nahmen, als es aus meiner Sicht notwendig gewesen wäre.
Dabei wirkte die Arbeitsweise in einigen Bereichen nicht durchgehend an moderne digitale Prozesse angepasst, was sich auf die Geschwindigkeit und Effizienz der Abläufe ausgewirkt hat.
Insgesamt habe ich eine eher wenig strukturierte und nicht durchgehend zeitgemäße Arbeitsweise wahrgenommen, wodurch Aufgaben teilweise unnötig in die Länge gezogen wurden.

