Eine ehrliche und ausgewogene Bewertung aus Sicht einer Führungskraft
Gut am Arbeitgeber finde ich
Trotz der genannten Kritikpunkte gibt es auch einige Aspekte, die ich an MD7 ausdrücklich positiv hervorheben möchte:
* Chancengleichheit: Aus meiner Erfahrung hat grundsätzlich jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter die gleichen Möglichkeiten, sich intern weiterzuentwickeln. Wer Engagement zeigt, Verantwortung übernimmt und gute Leistungen erbringt, hat reale Chancen, sich innerhalb des Unternehmens weiterzuentwickeln.
* Verständnis für private Situationen: Ich habe MD7 als ein Unternehmen erlebt, das sehr entgegenkommend ist, wenn private Herausforderungen Auswirkungen auf den Arbeitsalltag haben. In solchen Situationen wurde aus meiner Sicht meist versucht, gemeinsam eine praktikable Lösung zu finden.
* Leistung statt persönlicher Merkmale: Mein Eindruck war, dass Alter, Herkunft oder Geschlecht bei der Bewertung von Mitarbeitenden keine entscheidende Rolle spielen. Entscheidend sind vielmehr Engagement, Eigeninitiative und die erbrachte Leistung. Wer sich einbringt und gute Arbeit leistet, wird meiner Erfahrung nach auch wahrgenommen und erhält entsprechende Möglichkeiten.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Aus meiner Sicht sollte MD7 in den kommenden Jahren vor allem an vier zentralen Punkten arbeiten:
* Wahrnehmung und Selbstwahrnehmung: Ich habe häufig den Eindruck gewonnen, dass die Eigenwahrnehmung des Unternehmens nicht immer mit der Wahrnehmung der Mitarbeitenden übereinstimmt. Ein offenerer Austausch und regelmäßiges Einholen von Feedback könnten helfen, Probleme früher zu erkennen und gezielter anzugehen.
* Präsenz der Führungsebene: Das Büro wirkte auf mich häufig auf sich allein gestellt. Meiner Meinung nach braucht es dauerhaft eine leitende Führungskraft mit Entscheidungsbefugnis vor Ort, die sichtbar ist, als Ansprechpartner fungiert und die operative Ebene aktiv unterstützt.
* Büro- und Hardwareausstattung: Die technische Ausstattung sowie Teile der Büroeinrichtung entsprechen aus meiner Sicht nicht mehr den Anforderungen eines modernen Arbeitsumfelds. Insbesondere die Hardware sollte schrittweise modernisiert werden, um effizienteres Arbeiten zu ermöglichen.
* Gehaltsstruktur: Das Vergütungsmodell sollte insgesamt konkurrenzfähiger und transparenter werden. Gleichzeitig wäre es aus meiner Sicht sinnvoll, die Gehaltsentwicklung weniger individuell und stärker anhand klar definierter Kriterien auszurichten.
Verbesserungsvorschläge
MD7 befindet sich aus meiner Sicht aktuell in einer Phase der Umstrukturierung – man könnte fast von einer Art Selbstfindungsphase sprechen. Veränderungen dieser Größenordnung bringen zwangsläufig Herausforderungen mit sich, bieten aber gleichzeitig die Chance, bestehende Probleme nachhaltig zu lösen.
Mein Appell an die Führungsebene ist daher: Hört euren Mitarbeitenden zu und setzt euch intensiv mit der operativen Arbeit auseinander. Viele Herausforderungen werden tagtäglich an der Basis sichtbar. Wer diese versteht und ernst nimmt, wird meiner Überzeugung nach auch viele der bestehenden Probleme lösen können.
Mein Appell an die Mitarbeitenden auf operativer Ebene lautet: Versucht, Berufliches und Privates so gut wie möglich voneinander zu trennen und einen gesunden Abstand zur Arbeit zu bewahren. Kritik ist wichtig und sollte offen geäußert werden. Gleichzeitig hilft es, schwierige Entscheidungen oder stressige Phasen nicht ausschließlich auf einer persönlichen Ebene zu betrachten. Davon profitieren letztlich sowohl die Zusammenarbeit als auch das eigene Wohlbefinden.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre fand ich persönlich insgesamt in Ordnung. Viele Punkte, die hier in den Bewertungen angesprochen werden, kann ich grundsätzlich nachvollziehen. Was meiner Meinung nach aber oft etwas zu kurz kommt, ist der Umstand, dass MD7 als Dienstleister arbeitet und letztendlich dafür verantwortlich ist, die Erwartungen seiner Kunden zu erfüllen. Entsprechend entsteht natürlich auch ein gewisser Leistungsdruck. Dass der Umgangston ion stressigen Phasen oder wenn dieselben Probleme iummer wieder austreten auch mal direkter werden kann habe ich zwar erlebt, ich würde das aber nicht als ein Problem sehen, das ausschließlich MD7 betrifft. Solche Situationen gibt es meiner Erfahrung nach in vielen Unternehmen. Das soll Kritik nicht kleinreden, aber ich finde, dass man diesen Aspekt berücksichtigen sollte, wenn man sich ein Gesamtbild macht.
Kommunikation
Über die Kommunikation kann man sicherlich unterschiedlicher Meinung sein. Aus meiner Sicht sollte man dabei aber zwischen der Art der Kommunikation und dem Inhalt der Nachricht unterscheiden. Nur weil es in Gesprächen um unangenehme Themen wie Stellenabbau, Umstrukturierungen oder andere schwierige Entscheidungen geht, bedeutet das nicht automatisch, dass die Kommunikation schlecht war.
Ich habe bei einigen Bewertungen eher den Eindruck, dass hier verständlicherweise der Frust über die Entscheidung selbst bewertet wird und weniger die Art, wie sie kommuniziert wurde. Natürlich kann man kritisieren, wenn Informationen zu spät oder unklar weitergegeben werden. Wenn jedoch eine unangenehme Botschaft offen und nachvollziehbar vermittelt wird, sollte man meiner Meinung nach den Inhalt der Nachricht nicht mit der Qualität der Kommunikation gleichsetzen.
Kollegenzusammenhalt
MD7 ist ein mittelgroßes Unternehmen, was es meiner Erfahrung nach erleichtert, zu vielen Kolleginnen und Kollegen ein gutes Verhältnis aufzubauen. Den Zusammenhalt im Team habe ich insgesamt als gut bis sehr gut empfunden.
Natürlich gab es, wie vermutlich in nahezu jedem Unternehmen, auch kleinere Gruppen oder Cliquen. Das halte ich allerdings für etwas ganz Normales und nicht für ein spezifisches Problem von MD7. Solange der Umgang untereinander respektvoll bleibt und niemand ausgeschlossen wird, sehe ich darin nichts Ungewöhnliches. Wer mir ein Unternehmen zeigt, in dem es solche Gruppenbildung überhaupt nicht gibt, bekommt 10 € von mir.
Work-Life-Balance
Es gilt ein Hybridmodell mit zwei Tagen im Homeoffice und drei Tagen im Büro, was ich persönlich als fair empfunden habe. Natürlich lässt sich die Work-Life-Balance nicht in jeder Position dauerhaft perfekt ausbalancieren. Je nach Verantwortung oder Rolle im Unternehmen gibt es Phasen, in denen mehr Einsatz gefragt ist.
In meinem Umfeld kamen die meisten Kolleginnen und Kollegen morgens zwischen 7 und 8 Uhr ins Büro und gingen zwischen 16 und 17 Uhr nach Hause – also ganz regulär. Deshalb kann ich die häufige Kritik an der Work-Life-Balance nur bedingt nachvollziehen. Sicher gibt es Bereiche, in denen die Belastung höher sein kann, insgesamt habe ich das Thema aber als absolut im Rahmen empfunden.
Vor diesem Hintergrund frage ich mich ehrlich gesagt, was für viele darüber hinaus noch zu einer guten Work-Life-Balance gehören soll.
Vorgesetztenverhalten
Da ich selbst sowohl als Führungskraft tätig war als auch eigene Vorgesetzte hatte, möchte ich beide Seiten etwas differenzierter betrachten.
Gab es Führungskräfte, die ihrer Rolle nicht gerecht wurden? Ja, definitiv. Auch Kritikpunkte wie eine teilweise unzureichende Vorbereitung oder fehlende Schulungen kann ich nachvollziehen und würde mich davon selbst nicht komplett ausnehmen. Gleichzeitig sollte man aber auch den Hintergrund betrachten: MD7 legt großen Wert darauf, Führungskräfte aus den eigenen Reihen zu entwickeln. Soweit ich es erlebt habe, wurden Führungspositionen überwiegend intern besetzt. Das bringt viele Vorteile mit sich, bedeutet aber auch, dass ehemalige Kolleginnen und Kollegen plötzlich Führungsverantwortung übernehmen. Diese Rollenveränderung ist für beide Seiten nicht immer einfach und kann das Verhältnis zunächst beeinflussen.
Aus meiner Sicht wird in vielen Bewertungen nicht immer sauber zwischen der persönlichen Beziehung zu einer Führungskraft und ihrer tatsächlichen Arbeit als Führungskraft unterschieden. Dass Entscheidungen auf Führungsebene getroffen werden, gehört für mich grundsätzlich zur Aufgabe einer Führungskraft. Deshalb kann ich den häufig gen
Interessante Aufgaben
Wenn ich nur für meinen eigenen Aufgabenbereich spreche, waren meine Tätigkeiten durchweg abwechslungsreich und interessant. Natürlich gab es auch Aufgaben, auf die man weniger Lust hatte oder die eher Routine waren, das gehört meiner Meinung nach aber zu jedem Job dazu und ist nichts Ungewöhnliches.
Gleichberechtigung
Aus meiner Sicht gibt es beim Thema Gleichberechtigung nichts Wesentliches zu beanstanden. Über die verschiedenen Ebenen des Unternehmens hinweg habe ich Frauen und Männer gleichermaßen vertreten erlebt. Den Vorwurf, dass einzelne Personen oder gar Männer grundsätzlich bevorzugt würden, kann ich persönlich nicht nachvollziehen.
Mein Eindruck war vielmehr, dass Engagement, Leistung und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, die entscheidenden Faktoren sind. Natürlich wird es immer unterschiedliche Wahrnehmungen geben, aber ich habe nicht erlebt, dass das Geschlecht bei Entscheidungen eine maßgebliche Rolle gespielt hat. Letztlich hat jeder ein Stück weit selbst Einfluss darauf, wie er sich einbringt und welche Entwicklungsmöglichkeiten sich daraus ergeben.
Arbeitsbedingungen
Hier sehe ich tatsächlich einen der größten Kritikpunkte. Die bereitgestellten Laptops waren aus meiner Sicht häufig zu leistungsschwach und kamen mit dem täglichen Arbeitsvolumen nicht immer gut zurecht. Gerade bei mehreren parallel laufenden Programmen konnte das schnell frustrierend werden und unnötig Zeit kosten. Hier wäre es sinnvoll, die Hardware nach und nach zu modernisieren oder über einen anderen Hardware-Anbieter nachzudenken.
Auch die Bürostühle fand ich nicht besonders gelungen. Für einen Arbeitstag von acht Stunden oder mehr waren sie auf Dauer einfach nicht besonders komfortabel.
Insgesamt wirkt das Büro an einigen Stellen etwas in die Jahre gekommen. Das ist aus meiner Sicht aber kein grundlegendes Problem, sondern eher ein Thema, das sich mit entsprechenden Investitionen relativ gut beheben ließe.:
Gehalt/Benefits
Auch beim Thema Gehalt treffen unterschiedliche Wahrnehmungen aufeinander. Betrachtet man ausschließlich das Grundgehalt, fällt es meiner Meinung nach schwer, dieses als wirklich konkurrenzfähig zu bezeichnen. Es ist aus meiner Sicht zwar nicht so schlecht, wie es teilweise dargestellt wird, aber durchaus ein berechtigter Kritikpunkt.
Gleichzeitig spielt bei MD7 die Provisions- bzw. Commissionstruktur eine große Rolle. Das tatsächliche Einkommen hängt daher auch stark von der eigenen Leistung und der jeweiligen Position ab. Entsprechend unterschiedlich fallen die Erfahrungen und Bewertungen der Mitarbeitenden aus.
Langfristig sehe ich hier dennoch Verbesserungsbedarf. Eine transparentere und insgesamt wettbewerbsfähigere Gehaltsstruktur würde aus meiner Sicht sowohl die Mitarbeiterzufriedenheit als auch die Attraktivität des Unternehmens steigern.
Beim Thema Benefits kann ich die Kritik hingegen vollständig nachvollziehen. Abgesehen von einer teilweisen Kostenübernahme für Sport- bzw. Fitnessangebote gibt es aus meiner Sicht kaum nennenswerte Zusatzleistungen. Gerade in einem zunehmend umkämpften Arbeitsmarkt wäre es sinnvoll, das Angebot an Benefits auszubauen, um das Unternehm
Karriere/Weiterbildung
Beim Thema Karriere und Weiterbildung würde ich zwischen beiden Punkten klar unterscheiden.
Was die Karrierechancen angeht, habe ich persönlich überwiegend positive Erfahrungen gemacht. Wie bereits erwähnt, setzt MD7 aus meiner Sicht stark darauf, Führungspositionen intern zu besetzen. Dadurch ergeben sich für engagierte Mitarbeitende grundsätzlich gute Entwicklungsmöglichkeiten und reale Aufstiegschancen.
Beim Thema Weiterbildung sehe ich dagegen einen der größten Schwachpunkte des Unternehmens. Hier gibt es aus meiner Erfahrung heraus kaum strukturierte Angebote – und damit meine ich ausdrücklich nicht nur Weiterbildungen für Führungskräfte, sondern für alle Mitarbeitenden. Schulungen zu Themen wie Excel, Reporting, Projektmanagement oder anderen fachlichen und organisatorischen Kompetenzen würden einen echten Mehrwert für die tägliche Arbeit schaffen und gleichzeitig die persönliche Entwicklung fördern.
Gerade in diesem Bereich besteht meiner Meinung nach erheblicher Nachholbedarf. Ein durchdachtes Weiterbildungsangebot würde nicht nur die Qualität der Arbeit verbessern, sondern auch die Motivation der Mitarbeitenden und die langfristige Bindung an das Unternehmen stärken.