Ziele zu hoch & Löhne zu niedrig
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Möglichkeit auf Homeoffice (bedingt).
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Strategische Entscheidungen (häufig auch personelle Veränderungen) werden oft bereits außerhalb des Arbeitsalltags getroffen, mit visuellem Reiz der Alpen oder bei kostbarem Wein. Im Abgang bleibt jedoch meist ein bitterer Nachgeschmack, weil die Gründe selten für die MitarbeiterInnen transparent kommuniziert werden.
Zudem scheint es so, dass Aufmerksamkeit und Bewunderung am Ende stärker zählen als die eigentliche Substanz.
Verbesserungsvorschläge
Vieles. Unter anderem: Hört den Mitarbeitenden zu. Und zwar aufrichtig. Bezahlt sie fair, behandelt sie gleich und bildet endlich einen Betriebsrat.
Arbeitsatmosphäre
Ich glaube, das Lied ‘Entry of the Gladiators’ von Julius Fučik passt hier ganz gut, um es sich bildlich vorstellen zu können.
Image
Nach Außen hin tippitoppi … Raketen-Emojis betonen das zumindest immer wieder.
Im Flur hängen auch Werte, die angeblich Teil der Firma sind, letztendlich nur zur Dekoration dienen.
Für diese Werte muss man auch einen Workshop belegen, in dem ein recht alter Film mit einer Cartoon-Schrift gezeigt wird. Anschließend wurde sogar gesagt:
“Um für sich Motivation zu finden, ist es immer nur eine Frage, wie man sich morgens nach dem Aufstehen für den Tag entscheidet”.
Ja Mensch! Wenn das so ist, dann sind ja alle Probleme gelöst ;-)…
Work-Life-Balance
Wenn man Glück hat und in der richtigen Abteilung sitzt, hat man die Möglichkeit auf drei Tage Homeoffice und Gleitzeit. Allerdings steht das Kleingedruckte im Vertrag und somit entfällt es dann doch leider sehr oft.
Karriere/Weiterbildung
Um ehrlich zu sein, werden die Karrieremöglichkeiten wenig transparent kommuniziert. Bei manchen Personen in Führungs- oder Verantwortungspositionen kann der Eindruck entstehen, dass ihre beruflichen Hintergründe und Vernetzungen mögliche Zusammenhänge in der Organisationsstruktur zeigen. In welchem Ausmaß dies die Entscheidungen beeinflusst hat, bleibt ungewiss.
Nach meinem Eindruck fällt es Mitarbeitenden, die das Unternehmen verlassen, außerhalb der Firma leichter, weitere Karriereschritte zu erzielen, was vermutlich zur vergleichsweise hohen Fluktuationsrate beiträgt.
Gehalt/Benefits
Für diese Branche komplett unterbezahlt.
Sollte ab 2027 der Mindestlohn auf 14 €/ Stunde steigen, müssen einige Gehälter (unabhängig von etwaigen Provisionen) zwangsläufig erhöht werden.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Man ist stets bemüht.
Kollegenzusammenhalt
Kommt auf die Abteilung an. Persönlich kann ich vertrauenswürdige Personen an einer Hand abzählen. Und das bei ca. 180 Mitarbeitenden.
Umgang mit älteren Kollegen
Es gibt nicht soooo viele ältere KollegInnen. Ich denke, das spricht für sich.
Vorgesetztenverhalten
Hier muss ich hinzufügen, dass man je nach Abteilung eventuell etwas Glück hat - sofern die heute immer noch dort arbeiten - ansonsten gilt meistens:
Kritikfähigkeit? Sehr eingeschränkt.
Eigenlob? Sehr spürbar.
Zudem fehlt leider das Verständnis an Gleichberechtigung und Modernität.
Vielleicht sollte man sich auch an dieser Stelle mal fragen, warum es bei dieser Betriebsgröße keinen Betriebsrat gibt…
Suprise, Suprise.
Arbeitsbedingungen
In der Theorie müssen Arbeitsplätze von den Mitarbeitenden im Vorfeld über ein Buchungssystem reserviert werden, was in der Praxis nicht durchgängig erfolgte.
Die meisten Räume sind mit Teppichboden ausgestattet, meines Wissens nach jedoch funktionierten nicht immer alle Klimaanlagen (vielleicht wurde es ja zwischenzeitlich behoben) - ob man das als Vorteil oder Nachteil bewertet, bleibt der individuellen Einschätzung überlassen.
Kommunikation
Zum Großteil katastrophal.
Gleichberechtigung
:’-D.... der war gut.
Interessante Aufgaben
Interessant ist definitiv, wie man mit Systemen aus den 90ern versucht ein “Start-up”-Image aufrechtzuerhalten. Spannende Aufgaben bedeuten hier meistens:
Die richtige Excel-Liste von 1000 Listen zu finden, um alles doppelt und dreifach einzutragen.

