Jetzt wird sogar an den Dienstfahrzeugen gespart...
Gut am Arbeitgeber finde ich
Mittlerweile nicht mehr viel. Und das ist sehr schade.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die neue Car Policy ist für viele Außendienstmitarbeiter ein Paradebeispiel dafür, wie Entscheidungen an der Praxis vorbei getroffen werden können. Obwohl das Fahrzeug eines der wichtigsten Arbeitsmittel im Außendienst ist und täglich über viele Stunden genutzt wird, wurden Auswahlmöglichkeiten massiv eingeschränkt und individuelle Bedürfnisse weitgehend ignoriert. Und das obwohl man in den letzten Jahren seinen Workload mindestens verdoppelt bekam.
Der Fokus liegt erkennbar auf Kosteneinsparungen und Standardisierung – nicht auf den Anforderungen der Mitarbeitenden. Wer jährlich 30.000, 40.000 oder mehr Kilometer im Fahrzeug verbringt, erwartet zu Recht, dass Aspekte wie Komfort, Ergonomie, Platzangebot und persönliche Einsatzbedingungen angemessen berücksichtigt werden. Stattdessen müssen selbst nachvollziehbare Anforderungen häufig über bürokratische Sonderprozesse begründet werden.
Besonders problematisch ist die Wirkung auf die Motivation. Viele Mitarbeitende empfinden die Regelungen als Ausdruck mangelnder Wertschätzung. Während vom Außendienst hohe Flexibilität, Eigenverantwortung und Einsatzbereitschaft erwartet werden, entsteht gleichzeitig der Eindruck, dass die Bedürfnisse der betroffenen Beschäftigten bei wichtigen Entscheidungen kaum eine Rolle spielen. Das führt zu Frustration, Unverständnis und einem spürbaren Motivationsverlust.
Die Car Policy mag kurzfristig Kosten senken, langfristig beschädigt sie jedoch Vertrauen, Mitarbeiterzufriedenheit und die Identifikation mit dem Unternehmen. Wer bei einem der wichtigsten Arbeitsmittel spart und die Nutzerperspektive weitgehend ausblendet, riskiert genau die Motivation und das Engagement, auf die ein erfolgreicher Außendienst angewiesen ist.
Verbesserungsvorschläge
Wählt die Manager und Entscheider mit mehr Fingerspitzengefühl aus und werdet die alten Zöpfe los
Arbeitsatmosphäre
Durch dauernde Sparmaßnahmen immer angespannter
Image
Nach aussen hin noch einigermaßen gut, aber es nimmt stetig ab.
Work-Life-Balance
Kommt sehr stark darauf an, ob man eigen- oder fremdbestimmt arbeiten kann
Karriere/Weiterbildung
Nichts wirklich förderliches, meist nur interne Trainings von wenig Mehrwert.
Gehalt/Benefits
Entwicklung nach oben schleppend, Dienstwagen ist nun auch kein motivierendes Benefit mehr.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Umweltschutz wird als Vorwand für Sparmaßnahmen genutzt, es wirkt eher alles wie Greenwashing
Kollegenzusammenhalt
In den Teams noch gut. Das ist einer der wenigen Gründe, warum es noch einigermaßen läuft
Umgang mit älteren Kollegen
Keine Altersteilzeit. Wer alt ist ist immer zu teuer.
Vorgesetztenverhalten
Wenn man Glück hat, hat man einen der wenigen guten Vorgesetzten.
Arbeitsbedingungen
Immer mehr Aufgaben des Innendienst werden dem Aussendienst aufgebürdet. Wichtige Prozesse funktionieren nicht mehr und man hat als Ansprechpartner nur noch Chatbots oder Shared Service Center im Ausland.
Kommunikation
Zu viel Inhaltslose Mails, wichtige Themen werden auf schlechte KI-Bots umgelagert
Gleichberechtigung
Mittlerweile sind eher die Männer benachteiligt, da eine Frauenquote durchgedrückt wird.
Interessante Aufgaben
Bei den Mitarbeitern steht der Patient immer noch im Mittelpunkt. Beim Unternehmen und den Managern die Zahlen und der Gewinn.

