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Messe 
Berlin 
GmbH
Bewertung

Top
Company
2026

Behördenbürokratie, ziellose Politik und ein Klima der absoluten Gleichgültigkeit

2,4
Nicht empfohlen
FührungskraftHat zum Zeitpunkt der Bewertung für dieses Unternehmen in Berlin gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Die Konditionen des öffentlichen Dienstes.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Alles vorab beschriebene.

Verbesserungsvorschläge

Es gibt so viele Punkte, welche man schwer in diesem kleinen Kästchen zusammenfassen kann. Aus meiner Sicht hat die Messe ein ernsthaftes Führungsproblem gepaart mit politischen Spielereien. Ein Verbesserungsvorschlag wäre eine Geschäftsführung zu implementieren, die aus der Branche (Messewirtschaft) kommt und konkrete Erfahrung mit einer kompletten Restrukturierung von Unternehmen hat. Eine Geschäftsführung die nicht wie Politiker von einer bis zur nächsten Vertragsverlängerung denken, sondern die wahre Unternehmer sind und etwas bewegen und schaffen wollen und keine Scheu davor haben, Probleme an der Wurzel anzugehen.

Arbeitsatmosphäre

Es gibt wie überall Kollegen, mit denen man effektiv, zielführend und effizient arbeiten kann. Von ungefähr jedoch knapp 600 Mitarbeitern der Messe betrifft das einen kleinen einstelligen Prozentbereich. Die Arbeitsatmosphäre allgemein ist nicht wirtschaftlich, sondern politisch. D.h. es wird erfolgreich ein riesen Aufwand darin betrieben seine Faulheit und Fehler auf andere zu schieben, Lösungen zu verkaufen die keine sind und in allem den Aufwand so gering wie möglich zu halten. Konsequenzen bei Nichtlieferung von wichtigen Aufgaben gibt es defacto nicht. Interne Antwort- und Wartezeiten können von Monaten bis zu Jahren gehen. Die Führung versucht das alles als ein "WIR" Gefühl zu verkaufen, merkt dabei aber nicht, dass mit dieser Initiative genau die bestärkt werden, die operativ dafür sorgen, dass es quasi kein "WIR"- Gefühl gibt.

Image

Viele Skandale, kaum funktionierende Prozesse, keine Kundenorientierung... all das sorgt eher für eine negative Wahrnehmung der Messe.

Work-Life-Balance

Da öffentlicher Dienst ist dies eine der wenigen Stärken der Messe. Die Work-Life Balance benötigt man aber auch, um mit dieser absolut energieraubenden Kultur klar zu kommen. Die Konditionen des öffentlichen Dienstes sind ja hinlänglich bekannt und ziehen entsprechend auch keine Highperformer an, sondern eher die, die eine ruhige Stelle "nebenbei" suchen.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Durchschnittlich: Es gibt Aktionen. Diese sind jedoch eher Politik als, dass sie wirklich Impact haben.

Karriere/Weiterbildung

Quasi nicht vorhanden. Wer einen gut bezahlten Job durch Vitamin B erhält, bleibt da bis zur Rente sitzen. Kaum Verantwortung, KPI´s oder Konflikte für das Gehalt, findet sich wohl sonst nirgends. Entsprechend werden höhere Positionen auch kaum frei und wenn werden sie meist durch "Politik" besetzt, denn Leistung zählt in diesem Unternehmen nichts. Sorgt weder für mehr Gehalt, noch für Beförderung. Aussitzen ist hier die Disziplin. Wer am längsten irgendwo sitzt und nicht unangemehm ist, steht in der ersten Reihe, wenn gute Jobs frei werden. Interne Fortbildungen sind quasi für die Tonne, da sie lediglich Pflichtveranstaltung sind aber nicht das Ziel haben Menschen wirklich zu coachen. Das gesamte L&D Programm raubt einem nur Zeit und bringt am Ende nichts.

Kollegenzusammenhalt

Bei den Wenigen, die motiviert sind sehr gut. Wie gesagt trifft das jedoch auf den kleinsten Teil der Kollegen zu. Dem Rest ist das Meiste, was man benötigt, komplett egal. Man erreicht teilweise nur seine Ziele indem man maximal eskaliert.

Umgang mit älteren Kollegen

Gibt es keine negativen Punkte. Ältere Menschen, finden hier den letzte Hafen in Ruhe und ohne Stress.

Vorgesetztenverhalten

Aus meiner Sicht Top- und Mittelmanagement komplett planlos. Im Fokus steht Politik und nicht Wirtschaft. Das Unternehmen hat weder eine funktionierende und einsatzbereite IT Landschaft, noch konkurrenzfähige Prozesse, noch ein gutes Qualitäts- und Servicelevel und eine mehr als rückständige Kultur und die Geschäftsführer beschäftigen sich an Stelle mit der Lösung der immensen Probleme im Haus, mit einer Expansion in USA und Asien, den Umbau einer Halle oder Solarzellen auf den Dächern. Das Mittelmanagement ist entsprechend nicht besser. Probleme will man nicht hören, könnte ja negativ für einen selber ausgehen. Konflikte werden gescheut und am Besten gar nicht eingegangen. Lösungen für Probleme werden nicht gefunden. Meist wird aus einem Problem, noch ein größeres, weil man es nicht an der Wurzel lösen will oder kann. Führung heißt hier rum laufen und wichtig tun, wenn es angenehm ist und sich rausziehen wenn es unangenehm wird.

Arbeitsbedingungen

Work-Life Balance ist sehr gut. Gehalt je nachdem was man ist für operative Tätigkeiten gut, für Leitungsfunktionen mittelmäßig und für Vertriebspositionen schlecht. Die komplett rückständige Kultur, Organisation und IT saugen einem die Energie aus. Vom Top und Mittelmanagement gibt es quasi keine Lösungen oder Verbesserungen. Ein echter Wandel lässt sich nicht absehen.

Kommunikation

Es gibt regelmäßige Geschäftsführer Updates, ein internes "Facebook" und MS Teams. Bei den GF Updates wird jedoch ausschließlich über Politik geredet, die die GF´s in Ihrer Rolle bestätigen soll. Grundlegende Probleme des Unternehmens oder generell negative Themen werden nie angesprochen. Das interne Facebook, ist wie jede IT Lösung bei der Messe, ein chaotisch eingerichtetes "Cover your ass" Instrument, in dem alle Abteilungen komplett unsortierte Guidelines hochladen können, nach denen dann jeder agieren soll. Also unterm Strich: Es gibt die Channel aber sie werden nicht für unternehmerische Kommunikation, sondern für Politik benutzt.

Gehalt/Sozialleistungen

Gut aber im Vergleich mit der freien Wirtschaft mittelmäßig.

Gleichberechtigung

Bei der Gleichberechtigung von Geschlechtern habe ich nie was negatives mitbekommen. Anders sieht es jedoch bei der Möglichkeit aus, für ausländische oder fremdsprachige Menschen, bei der Messe zu arbeiten. Es ist aus meiner Sicht absurd, denn die Messe hosted die ganze Welt und mit ihren Messen alle Nationen und Menschen aus jedem Winkel der Welt. Wenn man jedoch bei der Messe arbeiten möchte, muss man perfekt deutsch sprechen und deutsche Kultur und Bürokratie perfekt verstehen. Aus meiner Sicht wären internationale Kollegen eine wahre Bereicherung für das Unternehmen. Da jedoch alle Unterlagen auf deutsch sind, ist das quasi unmöglich für die meisten.

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Arbeitgeber-Kommentar

Ilknur Jasmin	Türk, Senior Talent Acquisition Partner
Ilknur Jasmin TürkSenior Talent Acquisition Partner

Liebe:r Bewertende:r,
danke für dein ausführliches Feedback.
Schade, dass du offenbar frustriert bist – und auch wenn wir bei vielen deiner Punkte anderer Meinung sind, respektieren wir deine Sichtweise natürlich.
Wenn Du Themen wie Führung, Kommunikation, Kultur oder Technologie ansprichst, dann sind das alles Punkte, an denen wir – wie du weißt – sehr intensiv arbeiten. Sind wir schon dort, wo wir sein wollen? Nein. Aber ein Rundumschlag gegen alles und jeden, hilft auch nicht wirklich, uns zu verbessern. Denn pauschale Aussagen wie „Leistung zählt hier nichts“ oder „echte Veränderung ist nicht möglich“ spiegeln nicht die Realität aller Mitarbeitenden wider. Und Vorwürfe, dass Menschen diskriminiert würden, sind derb.
Es gibt bei alldem viele Kolleginnen und Kollegen, die genau das Gegenteil erleben – auch weil sie sich aktiv in unsere Kultur und unsere Weiterentwicklung einbringen.
Dass Prozesse in einem großen, öffentlich geprägten Unternehmen nicht immer so schnell laufen, wie wir uns das wünsche würden, ist ein valider Punkt. Aber aus dieser Tatsache eine generelle Handlungsunfähigkeit oder Gleichgültigkeit abzuleiten, ist einfach polemisch und wird den zig Stellen, an denen wir sehr gut vorankommen, nicht im Ansatz gerecht.
In diesem Sinne möchten wir deine Kritik ernst nehmen – auch, wenn sie in ihrer Schärfe über das hinausgeht, was wir konstruktiv nennen würden. Helfen würde es, wenn du – gerne auch anonym – konkrete Verbesserungsvorschläge machst und dich an der einen oder anderen Stelle aktiv mit einbringst.

Freundliche Grüße
Ilknur Türk