Nach der Elternzeit war ich in Teilzeit wohl nicht mehr erwünscht. Dies ließ man mich spüren.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Zusammenarbeit im direkten Team war zu Beginn sehr angenehm und wertschätzend.
Meine Teamleitung hat mich fachlich und persönlich unterstützt und mir regelmäßig konstruktives, positives Feedback gegeben.
Die Aufgaben zu Beginn waren interessant und haben mir Freude bereitet.
Die Möglichkeit, nach der Elternzeit in Teilzeit zurückzukehren, wurde grundsätzlich eingeräumt – auch wenn die Umsetzung verbesserungswürdig war.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Diskrepanz zwischen dem positiven Feedback der direkten Führungskraft und der abwertenden Haltung des Standortleiters.
Die mangelnde Vorbereitung und fehlende Struktur bei der Rückkehr aus der Elternzeit.
Die subjektive und nicht nachvollziehbare Ablehnung einer Gehaltsanpassung trotz guter Leistung.
Das Gefühl, dass persönliche Sympathien mehr Einfluss auf Entscheidungen hatten als objektive Kriterien.
Verbesserungsvorschläge
Transparente und faire Feedbackkultur etablieren: Feedback sollte konstruktiv, nachvollziehbar und im Einklang mit der Einschätzung der direkten Führungskraft stehen – nicht von persönlichen Befindlichkeiten einzelner Personen beeinflusst sein.
Rückkehrprozesse nach Elternzeit klar strukturieren: Eine bessere Abstimmung zwischen HR, Führungskräften und Teams ist notwendig, um Rückkehrer:innen sinnvoll und wertschätzend wieder einzugliedern.
Objektive Kriterien für Gehaltsentwicklung schaffen: Entscheidungen zur Vergütung sollten auf klaren, nachvollziehbaren Leistungskennzahlen basieren – nicht auf subjektiven Einschätzungen.
Verantwortungsvolle Führung fördern: Führungskräfte sollten regelmäßig geschult werden, um ein respektvolles, unterstützendes und professionelles Verhalten gegenüber Mitarbeitenden sicherzustellen.
Arbeitsatmosphäre
Zu Beginn meiner Tätigkeit habe ich mich im Team sehr wohl gefühlt – sowohl mit den Aufgaben als auch im kollegialen Miteinander. Das Feedback meiner direkten Teamleitung war durchweg positiv, und ich war hoch motiviert, mich weiter einzubringen.
Leider änderte sich die Atmosphäre nach dem Jahresgespräch deutlich. Dort wurde mir überraschend mitgeteilt, dass meine Leistung und mein Auftreten nicht den Erwartungen entsprochen hätten – eine Einschätzung, die für mich nicht nachvollziehbar war und im Widerspruch zum bisherigen Feedback stand. Aus meiner Sicht spielten persönliche Befindlichkeiten des Standortleiters eine Rolle, was sich zunehmend negativ auf meine Arbeitsbedingungen auswirkte.
Besonders enttäuschend war die Rückkehr aus der Elternzeit in Teilzeit (30 Stunden/Woche). Trotz vorheriger Abstimmung mit HR schien niemand über meine Rückkehr informiert zu sein. Es gab weder ein Projekt noch ein zugewiesenes Team, sodass ich mehrere Tage ohne Aufgaben war. Schließlich wurde ich in ein Projekt versetzt, in dem sich niemand verantwortlich fühlte oder mich einarbeitete. Diese Erfahrungen führten letztlich zu meiner Entscheidung, das Unternehmen zu verlassen.
Kommunikation
Es gibt regelmäßige Meetings für alle, bei denen man über die wichtigsten Dinge up to date gehalten wird.
Kollegenzusammenhalt
Man kann mit jedem sprechen, jeden anrufen. Es wird sich gegenseitig unterstützt.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten des Standortleiters mir gegenüber empfand ich als unangemessen und belastend. In seiner Gegenwart fühlte ich mich zunehmend unwohl, da wiederholt abwertende Kommentare über meine Person geäußert wurden und meine Leistungen infrage gestellt wurden – ohne nachvollziehbare Grundlage. Dies stand im deutlichen Widerspruch zur Einschätzung meiner Teamleitung, die meine fachliche Entwicklung stets positiv bewertet hat.
Aus meiner Sicht fehlte es an wertschätzender Kommunikation und professionellem Führungsverhalten. Diese Erfahrungen haben mein Vertrauen in die Führungsebene nachhaltig beeinträchtigt.
Arbeitsbedingungen
Großraumbüro, die Kollegin mir gegenüber hat den gesamten Tag sehr laut telefoniert. Es war nur mit Noise Cancelling ertragbar. Einige Kollegen hatten bessere Büros, z.B. zu Zweit oder zu Viert.
Gehalt/Benefits
Mein Gehalt lag deutlich unter dem Branchendurchschnitt und entsprach nicht meiner Qualifikation oder dem Verantwortungsbereich. Im Entwicklungsgespräch habe ich eine Gehaltsanpassung angesprochen, woraufhin mir vom Standortleiter zahlreiche Gründe genannt wurden, weshalb er eine Erhöhung nicht für gerechtfertigt hielt. Diese Argumentation stand im starken Kontrast zum sehr positiven Feedback meiner Teamleitung und wirkte auf mich eher subjektiv als leistungsbezogen – mehr wie eine Entscheidung nach dem „Nasenfaktor“ als nach objektiven Kriterien.

