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Mindshare 
Deutschland
Bewertung

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Geht besser

3,3
Empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung bei Mindshare GmbH in Frankfurt am Main gearbeitet.

Work-Life-Balance

In der Kundenberatung empfinde ich die Situation nicht als optimal. Überstunden werden grundsätzlich eher selten gemacht, außer beispielsweise bei größeren Projekten oder Themen wie der Jahresstrategie. Gleichzeitig gehört es in der Kundenberatung häufig dazu, bis ca. 18 Uhr zu arbeiten, wobei der Arbeitstag bereits gegen 9 Uhr beginnt. Dadurch ist der reguläre Arbeitstag relativ lang, was es insbesondere erschwert, nach der Arbeit noch regelmäßig Hobbys oder private Termine wahrzunehmen.

Aus meiner Sicht ist die Arbeitszeit bis 18 Uhr allerdings nicht immer notwendig. Zwar sind die Kund:innen je nach Kundenteam teilweise bis 18 Uhr oder auch länger erreichbar, intern sind viele Kolleg:innen aus der Planungsunit oder dem Einkauf jedoch häufig bereits gegen 17 Uhr nicht mehr verfügbar. Dadurch können dringende Themen, die nach 17 Uhr aufkommen, oftmals ohnehin nicht mehr direkt weiterbearbeitet werden. Daher stellt sich für mich die Frage, ob es tatsächlich sinnvoll ist, dass das gesamte Kundenberatungsteam grundsätzlich bis 18 Uhr vor Ort bzw. erreichbar bleibt.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt unter den Kolleg:innen ist grundsätzlich gut. Man unterstützt sich gegenseitig und ist füreinander da. Je nach Team würde man beispielsweise auch für eine:n Teamkolleg:in länger bleiben oder bei Bedarf Überstunden machen, um sich gegenseitig zu entlasten.

Vorgesetztenverhalten

Das Thema Führung hängt stark vom jeweiligen Team und der direkten Führungskraft ab.

Sinnvoll fände ich eine gezieltere Ausbildung von Führungskräften, z. B. durch Workshops zur Teamführung. Führungskräfte sollten sich weniger im Daily Business und in einzelnen To-dos verlieren und stattdessen stärker auf Personalentwicklung, One-on-Ones, Recruiting und übergreifende Themen fokussieren.

Kritischer sehe ich die Führung auf höheren Ebenen. Die starke Kontrolle darüber, wer wann im Office ist oder wenige Minuten vor 18 Uhr geht, vermittelt das Gefühl, dass den Mitarbeitenden nicht vertraut wird. Auch die Kontrolle über REXX empfinde ich teilweise als übertrieben. Eine gewisse Dokumentation ist nachvollziehbar, die Detailkontrolle wirkt jedoch wenig vertrauensfördernd.

Außerdem sollte negatives Feedback zu Führungskräften bei deren Weiterentwicklung und Beförderung stärker berücksichtigt werden, insbesondere wenn sich bereits mehrere Mitarbeitende kritisch zur Zusammenarbeit äußern.

Arbeitsbedingungen

Die Ausstattung im Office ist grundsätzlich okay, könnte aber verbessert werden. Höhenverstellbare Schreibtische gibt es nur auf Anfrage und somit nicht standardmäßig. Auch die Laptops sind teilweise nicht mehr auf dem aktuellen technischen Stand.

Durch das Großraumbüro ist es gerade in der Kundenberatung, wo viel telefoniert wird, teilweise sehr laut. Zudem ist es bei hohen Temperaturen sehr stickig, da kaum Luftzirkulation vorhanden ist und es keine ausreichende Klimatisierung gibt. Gerade an warmen Tagen führt das zu einer deutlich unangenehmeren Arbeitsatmosphäre und teilweise auch zu Kopfschmerzen.

Kommunikation

Grundsätzlich finde ich die Kommunikation gut. Es gibt regelmäßige All-Staffs und übergreifende Town Halls, sodass man grundsätzlich gut über wichtige Themen informiert wird.

Was meiner Meinung nach jedoch verbessert werden könnte, ist die Kommunikation bei personellen Veränderungen innerhalb der Teams. Wenn neue Kolleg:innen dazukommen oder jemand das Team verlässt, wird dies häufig erst sehr kurzfristig kommuniziert. Das betrifft teilweise auch die Kommunikation gegenüber den Kund:innen. Meiner Meinung nach kann eine so kurzfristige Kommunikation auf Kundenseite zu Verwirrung führen und erschwert eine frühzeitige Planung. Hier würde ich mir eine frühzeitigere und transparentere Kommunikation wünschen.

Gehalt/Benefits

Mittlerweile ist bekannt, dass andere Agenturen teilweise deutlich besser zahlen. Gleichzeitig wird aktuell stark bei Beförderungen und Gehaltsanpassungen gespart. Um eine Gehaltserhöhung zu erhalten, muss man zudem sehr proaktiv auf die Führungskraft zugehen und das Thema mit Nachdruck ansprechen, von selbst kommt dies nicht.

Viele Teams sind unterbesetzt, was die Belastung und letztlich auch die Motivation senkt. Statt Budget in die Gewinnung neuer Mitarbeitender zu investieren, wäre es sinnvoller, stärker in die bestehenden Mitarbeitenden zu investieren und gute Leute durch angemessene Gehaltsanpassungen zu halten.

Die Benefits sind grundsätzlich okay, entsprechen aber größtenteils dem Standard. Es gibt beispielsweise Obst, Wasser, Kaffee, Hafermilch und Tee sowie Wellhub. Allerdings ist Wellhub in den letzten Monaten teurer geworden, ohne dass der Arbeitgeberzuschuss entsprechend angepasst wurde. Gerade beim Platinum-Abo sind 10 € Zuschuss eher gering und stellen dadurch keinen großen Benefit dar. Eine prozentuale Beteiligung, abhängig vom jeweiligen Abo, fände ich sinnvoller. Auch das Deutschlandticket wird nicht vollständig übernommen.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.