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Bewertung

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Katastrophale Führung und toxisches Arbeitsumfeld

1,0
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr für dieses Unternehmen in Mönchengladbach gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Positiv zu erwähnen sind die grundlegenden Standards wie eine Kaffeemaschine, kostenloses Wasser, frisches Obst (frisches Obst nut ein mal in der Woche) sowie die jährlichen Sommer- und Weihnachtsfeiern. Diese kleinen Extras sind nett, können jedoch nicht über die grundlegenden strukturellen Schwächen und das belastende Arbeitsklima hinwegtrösten. Wirklich nachhaltige oder herausragende Vorteile bietet der Arbeitgeber nicht.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Der Arbeitgeber leidet unter einer Vielzahl struktureller und kultureller Probleme. Die Arbeitsatmosphäre ist angespannt, geprägt von Misstrauen, Kontrolle und mangelnder Wertschätzung. Kommunikation erfolgt überwiegend top-down, oft unehrlich und ohne Einbindung der Mitarbeitenden. Vorgesetzte agieren emotional, bevorzugen einzelne Mitarbeitende und reagieren empfindlich auf Kritik.

Kollegialer Zusammenhalt ist kaum vorhanden – Eigeninteresse, Lästereien und mangelnde Unterstützung dominieren. Die Arbeitsbedingungen sind unfair verteilt: Während manche Homeoffice und Freiheiten genießen, wird anderen jegliche Flexibilität verweigert. Wer sich an offiziell erlaubte Regeln hält, wird oft kritisch beäugt.

Das Gehalt liegt unter dem Branchendurchschnitt, Sozialleistungen sind auf ein Mindestmaß begrenzt. Entwicklungsmöglichkeiten fehlen, und ältere Kolleg:innen tragen kaum zur Integration neuer Mitarbeitender bei. Der Umgang mit Fehlern ist hart, das Klima durch Angst und Unsicherheit belastet. Das Image des Unternehmens leidet zunehmend – intern wie extern.

Verbesserungsvorschläge

Was dem Unternehmen am meisten fehlt, ist Vertrauen in die eigenen Mitarbeitenden. Anstatt Kontrolle und Misstrauen zu leben, wäre ein offener und respektvoller Umgang auf Augenhöhe dringend notwendig. Eine echte Gleitzeitregelung, die diesen Namen verdient, sowie gleichberechtigter Zugang zu Homeoffice für alle – wo möglich ist – wären ein wichtiger Schritt in Richtung moderner und fairer Arbeitsbedingungen.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre ist geprägt von Misstrauen, Kontrolle und sozialer Kälte. In den Büros herrscht eine bedrückende Stille, Gespräche unter Kollegen werden kritisch beäugt und vom Vorgesetzten sofort unterbunden – selbst kurze Unterhaltungen lösen Ermahnungen aus. Es gibt kaum menschliche Wärme oder echtes Miteinander, stattdessen wirken die meisten Mitarbeitenden angespannt und zurückhaltend.

Besonders belastend ist das Klima des Misstrauens: Wer krank ist, wird häufig nicht ernst genommen, stattdessen macht schnell Gerede die Runde. Viele kommen trotz Krankheit zur Arbeit, aus Angst, sonst negativ aufzufallen – ein gefährlicher und ungesunder Gruppenzwang, der vom Unternehmen stillschweigend akzeptiert, wenn nicht sogar gefördert wird. Die Führungsweise ist willkürlich – man spürt deutlich, dass durch drohende Entlassungen ein Klima der Angst entsteht. Insgesamt eine belastende, kalte und ungerechte Atmosphäre, in der man sich weder wohlfühlt noch entfalten kann.

Image

Das Image des Unternehmens verschlechtert sich zunehmend – und das nicht ohne Grund. Nach außen wird ein modernes, strukturiertes und mitarbeiterfreundliches Bild vermittelt, doch intern sieht die Realität oft ganz anders aus. Viele ehemalige und aktuelle Mitarbeitende teilen ähnliche Erfahrungen, was sich auch in den öffentlich einsehbaren Bewertungen widerspiegelt. Wer genauer hinschaut, erkennt schnell: Der schöne Schein trügt.

Work-Life-Balance

Die Work-Life-Balance ist stark unausgewogen und hängt stark von der jeweiligen Abteilung – und dem Wohlwollen der Führungskraft – ab. Während manche Mitarbeitende großzügig Homeoffice nutzen dürfen, wird anderen diese Möglichkeit komplett verwehrt, ohne nachvollziehbare Begründung. Fairness oder einheitliche Regeln gibt es nicht.

Überstunden sind gern gesehen, aber wer diese mit früherem Gehen ausgleichen möchte, muss sich dafür jedes Mal rechtfertigen. Gleitzeit existiert zwar offiziell, wird aber in der Praxis durch inoffiziellen Druck ausgehöhlt – am besten kommt und geht man, wie es der eigene Vorgesetzte tut, sonst wird einem schnell fehlendes Engagement unterstellt. Das Ergebnis: krankhaftes Micromanagement und ein ständiges Gefühl der Überwachung.

Hinzu kommen wenige Urlaubstage und – je nach Wohnort – ein anstrengender Arbeitsweg, der mit öffentlichen Verkehrsmitteln kaum zumutbar ist. Insgesamt bleibt vom Konzept „Work-Life-Balance“ wenig übrig – wer hier arbeitet, sollte auf private Flexibilität lieber verzichten

Kollegenzusammenhalt

Der Kollegenzusammenhalt war leider enttäuschend. Zu Beginn wirkte es, als wären die langjährigen Mitarbeitenden lediglich gegenüber der Führungsebene freundlich – neue Kolleginnen und Kollegen wurden eher distanziert behandelt. Mit der Zeit zeigte sich jedoch ein tiefergehendes Problem: Viele agieren ausschließlich aus Eigenschutz und Eigeninteresse. Statt Unterstützung oder Teamgeist dominieren Misstrauen, Lästereien hinter dem Rücken und mangelnde Gesprächsbereitschaft.

Offene Kommunikation wird vermieden, da Meinungen schnell falsch weitergetragen oder gegen einen verwendet werden. Eigene Ideen und Vorschläge wurden mitunter übernommen – ohne Anerkennung – nur damit andere besser dastehen. Ein ehrlicher, solidarischer Umgang im Team? Fehlanzeige. Wer sich gegenseitige Unterstützung und Verlässlichkeit im Kollegenkreis wünscht, wird hier bitter enttäuscht.

Umgang mit älteren Kollegen

Der Umgang mit älteren Kolleginnen und Kollegen ist enttäuschend und wenig kooperativ. Anstatt neue Mitarbeitende zu unterstützen oder Wissen weiterzugeben, herrscht häufig Abgrenzung und Desinteresse. Wer Fragen stellt oder um Hilfe bittet, läuft sogar Gefahr, dass dies direkt an die Vorgesetzten weitergetragen wird – oft verbunden mit unangemessenen Kommentaren oder herablassendem Verhalten.

Statt von der Erfahrung älterer Kolleg:innen zu profitieren, entsteht so ein Klima der Unsicherheit und Abschottung. Eine offene, unterstützende Zusammenarbeit zwischen den Generationen findet kaum statt.

Vorgesetztenverhalten

Das Verhalten der Vorgesetzten ist in vielen Situationen unprofessionell und stark von persönlichen Emotionen geprägt. Statt sachlicher Führung wird bevorzugt nach Sympathie entschieden: Wer sich besonders angepasst verhält oder den Führungskräften nach dem Mund redet, genießt erkennbare Vorteile – andere bleiben außen vor, ganz gleich wie zuverlässig oder engagiert sie arbeiten.

Konstruktive Kritik wird nicht willkommen geheißen, sondern häufig persönlich genommen. Wer Probleme offen anspricht, muss mit spürbaren negativen Konsequenzen rechnen – bis hin zu Ausschluss oder Benachteiligung. Fairness, Objektivität oder echtes Interesse an der Weiterentwicklung der Mitarbeitenden sucht man hier vergeblich.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen im Unternehmen lassen viel zu wünschen übrig. Obwohl Homeoffice grundsätzlich eine sinnvolle Option sein sollte, ist es nur für Führungskräfte ohne Einschränkungen möglich, während für alle anderen strikte Vorgaben bestehen. Das führt zu einem Gefühl der Ungleichbehandlung und Unfairness. Besonders problematisch war auch die Regelung zu Überstunden: Diese mussten häufig im Büro abgearbeitet werden, ohne die Möglichkeit, einen Freizeitausgleich zu bekommen.

Der Arbeitsdruck ist konstant hoch, und Fehler werden übertrieben negativ bewertet, was die Motivation erheblich dämpft. Auch zwischenmenschliche Spannungen und schlechte Gespräche über andere Abteilungen tragen zusätzlich zu einem unangenehmen Arbeitsumfeld bei. Der Austausch mit Kolleg:innen aus anderen Abteilungen wird tendenziell missbilligt und eher unterdrückt. Zudem herrscht eine Atmosphäre der ständigen Kontrolle und Überwachung – wer sich traut, früher zu gehen, muss mit Kritik und negativen Bemerkungen rechnen.

Kommunikation

Die Kommunikation im Unternehmen ist äußerst intransparent und einseitig. Entscheidungen werden von oben herab getroffen und den Mitarbeitenden lediglich als fertige Tatsachen präsentiert – ohne Einbindung, Erklärung oder Dialog. Offenheit oder ehrlicher Austausch sind nicht Teil der Unternehmenskultur.

Statt konstruktiver Kommunikation herrscht Misstrauen und Selbstschutzdenken: Führungskräfte handeln häufig aus Eigeninteresse, sind unehrlich oder ausweichend und geben Verantwortung lieber nach unten weiter, anstatt selbst Verantwortung zu übernehmen. Kritik oder Rückfragen werden nicht gern gesehen, und ehrliche Kommunikation auf Augenhöhe findet schlicht nicht statt. Das Ergebnis ist ein Klima des Schweigens, der Unsicherheit und der Demotivation

Gehalt/Benefits

Das Gehalt liegt deutlich unter dem Branchendurchschnitt – sowohl für Berufseinsteiger als auch für langjährige Mitarbeitende. Gerade junge Fachkräfte werden gezielt eingestellt, da man sie günstiger vergüten kann. Gleichzeitig werden auch erfahrene Mitarbeitende für ihre Leistungen nicht angemessen entlohnt.

Zwar gibt es einzelne Benefits wie betriebliche Altersvorsorge, Weihnachtsgeld, einen Maibonus und kleinere Aufmerksamkeiten wie Gutscheine zum Geburtstag, doch viele dieser Leistungen wirken wie Alibimaßnahmen. Eine ursprünglich eingeführte Vertragsänderung zur Belohnung längerer Betriebszugehörigkeit wurde später wieder gestrichen – was das Vertrauen zusätzlich untergräbt.

Events wie Sommerfeste oder der klassische Obstkorb (meist nach kurzer Zeit leer) runden das Angebot ab, wirken aber oberflächlich. Auch bei den Urlaubstagen bleibt man unter dem, was heutzutage in vielen Unternehmen Standard ist. Insgesamt werden hier eher Mindeststandards erfüllt – echte Wertschätzung in Form von fairer Vergütung oder attraktiven Sozialleistungen fehlt.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben waren insgesamt wenig abwechslungsreich und oft wiederholend. Besonders frustrierend war der Einstieg: Es gab keinen strukturierten Einarbeitungsplan, keine klare Anleitung – dennoch wurde erwartet, dass man in kürzester Zeit alles beherrscht. Wer in der Probezeit nicht sofort „funktioniert“, bekommt die Schuld dafür allein zugeschoben.

Ein hoher Wert wurde auf Sorgfalt gelegt, was zwar grundsätzlich positiv ist, aber bei fehlender Unterstützung und immer gleichen Tätigkeiten nicht gerade motivierend wirkt. Insgesamt fehlten Aufgaben mit Anspruch, Abwechslung oder Entwicklungspotenzial.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.