Tut euch selbst den Gefallen und macht hier keine Ausbildung
Gut am Arbeitgeber finde ich
Rückblickend: leider gar nichts
Verbesserungsvorschläge
Die Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitenden fehlt leider extrem. Viele Kolleginnen und Kollegen geben täglich ihr Bestes, arbeiten unter schwierigen Bedingungen und leisten trotz der gegebenen Umstände sehr gute Arbeit. Dennoch fehlt es an Anerkennung und entsprechenden Benefits seitens des Unternehmens.
Viele Mitarbeitende trauen sich nicht, das Unternehmen zu verlassen, weil sie bereits seit vielen Jahren dort arbeiten und eine starke Bindung aufgebaut haben. Gleichzeitig sind viele von ihnen jedoch unzufrieden und gehen jeden Tag mit einem schlechten Gefühl zur Arbeit.
Rückblickend war meine Kündigung die beste Entscheidung, die ich während meiner Zeit bei mömax getroffen habe. Der Schritt hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, die eigenen Bedürfnisse und die eigene Zufriedenheit ernst zu nehmen.
Arbeitsatmosphäre
Man sucht sich seine Leute und leidet teilweise zusammen. Eigentlich ist jeder mit der Zeit unzufrieden und unmotiviert
Karrierechancen
Es wurden viele Versprechungen gemacht und große Aufstiegschancen in Aussicht gestellt. Nach der Ausbildung hat sich davon jedoch kaum etwas bewahrheitet. Stattdessen wurde man hauptsächlich als Lückenfüller eingesetzt, dessen Aufgabe es war, dafür zu sorgen, dass das Mittagsgeschäft und der allgemeine Betrieb funktionieren. Die eigene berufliche Zukunft und Weiterentwicklung standen dabei nicht im Vordergrund.
Arbeitszeiten
Für eine 41,5-Stunden-Woche empfand ich die Bezahlung als deutlich zu niedrig. Im Verhandlungsgespräch wurde der niedrige Lohn mir gegenüber mit dem angeblich hohen Trinkgeld gerechtfertigt.
Die Zeiterfassung bzw. das verwendete System empfand ich als große Belastung. Bei mir entstanden regelmäßig Minusstunden, obwohl ich bereits etwa 41,5 Stunden pro Woche gearbeitet habe. Teilweise wurden mir Minusstunden angezeigt, die ich aus meiner Sicht nicht nachvollziehen konnte. Diese wurden zwar über den Restaurantleiter an den Hausleiter weitergegeben, jedoch gingen Korrekturen zumindest in meinem Fall verloren. Am Ende musste ich freie Tage opfern oder zusätzliche Überstunden leisten, um diese Differenzen auszugleichen.
Auch die Gestaltung der Pausenzeiten empfand ich als problematisch. Teilweise begann die Schicht um 11 Uhr, anschließend wurde direkt eine Stunde Pause gemacht und danach von 12 Uhr bis zum Schichtende ohne weitere Pause durchgearbeitet. Aus meiner Sicht war diese Regelung sehr belastend und nicht nachvollziehbar
Ausbildungsvergütung
Für 41,5h die Woche mindestens viel zu wenig. Der niedrige Lohn wurde bei mir vom Hausleiter beim Verhandlungsgespräch vom „hohen Trinkgeld“ gerechtfertigt
Spaßfaktor
Anfangs okay, doch die Dauerbelastung hat einen jeglichen Spaß genommen
Aufgaben/Tätigkeiten
Die Tätigkeiten waren größtenteils typische Aufgaben in der Gastronomie. Man steht eigentlich dauerhaft unter Stress und muss teilweise das komplette Mittagsgeschäft alleine bewältigen.
Variation
Küche + Service, wobei man wenn man Pech hatte nur in die küche kam. Bürotätigkeiten wie Bestellungen durchführen laut Ausbildungsplan werden nicht gezeigt
Respekt
Katastrophe. Der Zusammenhalt im Team war aus meiner Erfahrung kaum vorhanden. Kollegen verhielten sich häufig nicht ehrlich: Nach außen wurde freundlich miteinander umgegangen, während gleichzeitig hinter dem Rücken schlecht übereinander gesprochen wurde. Diese negative Atmosphäre stellte für mich auf Dauer eine erhebliche Belastung dar.
Darüber hinaus habe ich während meiner Zeit im Unternehmen wiederholt diskriminierende, sexistische, rassis. und homophobe Äußerungen im Arbeitsumfeld wahrgenommen. Aus meiner Sicht wurde damit nicht immer angemessen umgegangen, und ich habe eine fehlende Sensibilisierung für solche Themen erlebt – sowohl im Team als auch teilweise auf höheren Ebenen.

