• „Auf Dauer ungesund – hoher Druck, niedriger Lohn, keine Wertschätzung“ • „Driver werden ausgenutzt: Druck, schlecht
Gut am Arbeitgeber finde ich
Ich möchte an dieser Stelle nichts weiter angeben.
Verbesserungsvorschläge
Verbesserungsvorschläge von Mitarbeitern werden in der Regel nicht angenommen, weil Änderungen der Firma zu teuer erscheinen. Solange Kosten über dem Wohl der Mitarbeiter stehen, ändert sich wenig – besonders bei den Drivern.
Arbeitsatmosphäre
Vorgesetzte loben extrem selten bis gar nicht. Ein Betriebsklima, das von Fairness und Vertrauen geprägt ist, existiert hier nicht. Stattdessen herrschen häufig Druck, mangelnde Wertschätzung und wenig Transparenz.
Deshalb 0 bzw. 1 Stern.
Work-Life-Balance
Null Komma null Sterne.
Dieser Arbeitsplatz ist faktisch mein zweites Zuhause geworden. 40 Stunden jede Woche in einem Kasten mit den billigsten Sitzen überhaupt. Der Rücken fängt an wehzutun, es gibt kein gesundes Essen, man trinkt zu wenig, die Klimaanlage läuft dauerhaft und die Luft ist schlecht.
Von einer echten Work-Life-Balance kann hier keine Rede sein – die Arbeit nimmt den größten Teil des Tages und der Energie ein.
Karriere/Weiterbildung
Viele machen den Job nur, weil sie aktuell nichts Besseres haben. Es gibt bessere Arbeiten, und auf Dauer ist dieser Job nicht gesund. Das Image der Firma passt nicht zur Realität.
Gehalt/Benefits
Nach jahrelanger Erfahrung den gleichen Lohn wie ein Neuling zu bekommen, ist eine Ohrfeige. Der Verdienst entspricht weder der Verantwortung noch der Belastung. Dazu das Gefühl, dass Driver in Zukunft durch autonomes Fahren sowieso überflüssig werden. Mit dem Gehalt bin ich klar unzufrieden.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Die Batterieherstellung belastet die Umwelt stark. Das Teilen der Fahrten ist dagegen besser und den Gegebenheiten entsprechend. Insgesamt sehe ich hier aber wenig echtes Umweltbewusstsein.
Kollegenzusammenhalt
Die Kollegen sagen eigentlich nur „Hallo“ und „Tschüss“. Den Rest des Tages hat man kaum bis gar nichts miteinander zu tun. Es gibt keine echte Zusammenarbeit oder ehrlichen, direkten Austausch.
Für mich persönlich ist das in Ordnung – ich will dort keine Freunde finden, sondern einfach nur Geld verdienen. Trotzdem ist der Kollegenzusammenhalt faktisch sehr schwach ausgeprägt.
Umgang mit älteren Kollegen
K.a
Vorgesetztenverhalten
Die Vorgesetzten sieht man im normalen Alltag kaum. Sie tauchen hauptsächlich nur dann auf, wenn es Probleme gibt. Ansonsten handeln sie selbst nur nach Anweisung von weiter oben – sonst bekommen sie Ärger.
Dazu kommt, dass die Firma nach außen eine flache Hierarchie und „Familie“ (Duzen) verkauft, die Driver aber klar schlechter behandelt werden: höchster Druck, niedrigstes Gehalt und keine Anerkennung der Betriebszugehörigkeit. Von realistischer Zielsetzung, klaren Entscheidungen oder echter Einbeziehung der Mitarbeiter ist wenig zu spüren.
Arbeitsbedingungen
Klimaanlage funktioniert oft nicht richtig und lädt manchmal gar nicht – bei Hitze oder Kälte draußen wird es im Wagen sehr unangenehm. Früher gab es außerdem Gestank, der nach viel Druck und Nachfrage beseitigt wurde. Betrifft nicht alle, aber einige Fahrzeuge.
Kommunikation
Wenn wir Baustellen oder Probleme melden, wird das zwar aufgenommen, aber im System oft nicht richtig integriert. Wichtige Informationen kommen dadurch nicht zuverlässig an.
Manche sagen, die Firma will vor allem Geld sparen – und die Driver müssen dafür die Abstriche machen, auch wenn das gesundheitliche Folgen hat. Von transparenter und zuverlässiger Kommunikation über notwendige Arbeitsinformationen kann man hier nicht wirklich sprechen.
Gleichberechtigung
K.a
Interessante Aufgaben
Manche bekommen klar mehr Arbeit, andere weniger. Offiziell soll das ein Algorithmus steuern, bei dem manuell nichts geändert werden kann. Ich bin skeptisch. Einfluss auf die eigene Arbeitsbelastung oder Aufgaben hat man praktisch nicht.

