Der Lack ist ab. Unternehmen trotz Rekordumsätzen auf Spar-Kurs. Dem Mehrheitswechsel sei Dank.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Mitarbeiterevents.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Dass sich mit dem Mehrheitswechsel vieles spürbar zum Negativen entwickelt hat.
Verbesserungsvorschläge
Stellt den Mitarbeitenden - auf jeder Ebene - wieder in den Mittelpunkt.
Arbeitsatmosphäre
Seit dem Mehrheitswechsel hat sich die Stimmung spürbar verändert. Viele sind verunsichert, manche enttäuscht. Vom früheren One Family Spirit ist nichts mehr zu spüren. Man merkt, dass viele Kolleg:innen innerlich Abstand genommen haben und sich fragen, wohin die Spar-Reise noch geht und wie lange man das selbst noch mitmachen möchte.
Beispielhaft: Während man beim Manager-Meeting in Wien noch groß aufgefahren hat, gab es beim diesjährigen Manager Meeting im HQ Chicken Nuggets, Pizza und Co. – ein sinnbildliches Beispiel für "echte" Wertschätzung.
Image
Nach außen verkauft man sich weiterhin als strahlende Marke – wer aber hinter die Kulissen blickt, erkennt sehr schnell, dass vieles nur noch Fassade ist. Der Glanz bröckelt und zwar heftig.
Work-Life-Balance
Work-Life-Balance nicht mal mehr auf Papier und im Musterdienstplan. Wenn Personal fehlt und Budgets noch weiter gesenkt werden, verteilt sich die Arbeit eben auf die, die bleiben. Das führt zu etlichen Überlastungssituationen und mehr Krankheitstagen im Team – ein Hamsterrad.
Karriere/Weiterbildung
Das Schulungsangebot ist sehr positiv. Schulungen müssen jedoch kurzfristig abgesagt werden, da die Schichten sonst nicht voll besetzt werden können. Man möchte seine Mitarbeitenden durch eine Schulung motivieren und wertschätzen, personalbedingt ist das jedoch viel zu selten möglich.
Gehalt/Benefits
Ohne realistisch zu erreichendes Wirtschaftlichkeitsincentive auf Managerebene verliert das Gesamtpaket massiv an Attraktivität. Das Incentive gibt es, erreichbar ist es aber nur für diejenigen, die die Gießkanne in der Budgetphase nicht getroffen hat.
Positiv: Die Ziele wurden unterjährig zumindest angepasst, sodass es wieder einige trifft. Es wirkt aber dennoch, als wolle man sparen, koste es, WEN es wolle. Wertschätzung sieht anders aus.
Das Mitarbeiter-Incentive ist toll, wenn man es denn erreicht. Das motiviert das Team spürbar und steigert die Qualität im Hotel - man kann nur hoffen, dass es bleibt.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Große Worte, kleine Taten, zumindest im Sozialbewusstsein (was die eigenen MA angeht). Das Unternehmen schmückt sich gern mit Nachhaltigkeit und Verantwortung, aber intern spürt man davon nur den absoluten Minimalkonsens. Innerhalb der ökologischen Nachhaltigkeit kann das Unternehmen mit der Green Key Zertifizierung punkten. Ein Pluspunkt auch für die One Foundation.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt hält, aber fällt. Wenn ausscheidende Kolleg:innen (im Hotelteam) nicht ersetzt werden dürfen, zerbricht jede Form von Teamgefühl. Heute kämpfen viele nur noch darum, nicht selbst unterzugehen. Teams sollen auf ein Minimum runtergespart werden. Theoretisch dürfte niemand mehr Urlaub machen, geschweige denn noch krank werden. Aktuell ist der Kollegenzusammenhalt noch Garant dafür, dass es läuft.
Umgang mit älteren Kollegen
Einwandfrei.
Vorgesetztenverhalten
Unser Regional Manager gibt sich beste Mühe uns die Änderungen zu „verkaufen“. Die Probleme sitzen jedoch tiefer – dafür müsste man jedoch mit dem Flieger nach Frankreich fliegen.
Arbeitsbedingungen
Mit jedem Monat und jeder spannenden Änderung aus dem HQ wird es anstrengender. Immer weniger Personal, immer mehr Aufgaben, immer härtere Vorgaben. Die Bedingungen verschlechtern sich sichtbar und spürbar. Buchhaltungsthemen (vor knapp 1 1/2 Jahren saß die Buchhaltung noch im eigenen Haus - heute wird sie aus der Ferne geclustert [Stellenabbau]) bleiben oft am Manager hängen, da andere Abteilungen bereits überlastet sind – man möchte nicht noch weiteres aufdrücken.
Kommunikation
Entscheidungen wirken willkürlich – Gründe, wieso etwas angepasst wurde, werden oftmals nicht kommuniziert. Die Kommunikation ist aber im Großen und Ganzen wie in jedem großen Unternehmen i. O.
Gleichberechtigung
Einwandfrei.
Interessante Aufgaben
Wer gerne reagiert, anstelle agiert, ist hier aktuell richtig. Man dreht sich im Hamsterrad, ist im survival mode und versucht täglich sein Team zu motivieren und bei Laune zu halten.


