Gute Kollegen und hohe Flexibilität – Entwicklungsmöglichkeiten und Veränderungen in der Unternehmenskultur
Verbesserungsvorschläge
Ich blicke trotz meiner Kritik positiv auf viele Kolleginnen und Kollegen sowie die fachlichen Erfahrungen zurück, die ich im Unternehmen sammeln konnte.
Besonders die Zusammenarbeit in den Teams, die Flexibilität durch Homeoffice und die Möglichkeit, Erfahrungen im Bereich Softwarequalität zu sammeln, waren klare Stärken.
Gleichzeitig hoffe ich, dass das Unternehmen künftig wieder stärker an die Werte anknüpft, für die es einmal stand. Ein Satz wie „Der Mensch im Mittelpunkt“ sollte aus meiner Sicht nicht nur ein Leitspruch sein, sondern auch im täglichen Umgang mit Mitarbeitenden und bei wichtigen Entscheidungen spürbar bleiben.
Arbeitsatmosphäre
Ein Leitsatz des Unternehmens lautet: „Der Mensch im Mittelpunkt“. In meinen ersten Jahren hatte ich auch den Eindruck, dass dieser Gedanke stärker im Alltag gelebt wurde.
Früher habe ich die Unternehmenskultur als deutlich familiärer wahrgenommen. Der persönliche Austausch, die Nähe zwischen den Kolleginnen und Kollegen sowie das Gefühl, gemeinsam an einem Ziel zu arbeiten, waren stärker ausgeprägt. Es gab aus meiner Sicht mehr Zusammenhalt und eine größere Verbundenheit mit dem Unternehmen.
Mit der Zeit entstand bei mir jedoch der Eindruck, dass sich die Unternehmenskultur verändert hat. Prozesse, Kennzahlen und wirtschaftliche Aspekte rückten stärker in den Vordergrund.
Dadurch ging aus meiner Sicht ein Teil der früheren familiären Atmosphäre verloren. Werte wie Vertrauen, Wertschätzung und ein partnerschaftlicher Umgang wurden von mir nicht mehr in gleicher Weise wahrgenommen.
Gerade bei Veränderungen hätte ich mir mehr Transparenz, frühzeitigere Kommunikation und eine stärkere Einbindung der Mitarbeitenden gewünscht.
Vorgesetztenverhalten
Gerade in den ersten Jahren habe ich die Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen sowie den damaligen Führungskräften als sehr positiv erlebt. Es gab einen offenen Austausch, gegenseitige Unterstützung und eine stärkere Nähe zu den Mitarbeitenden. Die Zusammenarbeit war von Vertrauen und einem guten Miteinander geprägt. Mit der Zeit habe ich jedoch Veränderungen wahrgenommen. Die Führung wirkte aus meiner Sicht zunehmend stärker auf Projektbesetzung und Ressourcensteuerung ausgerichtet. Durch das enge Projektstaffing entstand der Eindruck, dass die Rolle der Führungskraft teilweise eher ressourcenverwaltend als entwicklungsorientiert und nah am einzelnen Mitarbeitenden war. Bei Fragen nach technischer Weiterentwicklung und möglichen Perspektiven innerhalb des Unternehmens wurde aus meiner Sicht eher zurückhaltend reagiert. Ich hätte mir mehr Unterstützung bei der persönlichen Entwicklung, bei nächsten Karriereschritten und beim Aufbau neuer technischer Kompetenzen gewünscht. Auch beim Führungsstil gab es unterschiedliche Erfahrungen. Während die Zusammenarbeit anfangs stärker von Vertrauen und Eigenverantwortung geprägt war, habe ich später einen kontrollierenden Ansatz erlebt.
Interessante Aufgaben
Zu meinen Aufgaben gehörten die Planung, Durchführung und Dokumentation von manuellen sowie automatisierten Softwaretests. Ich arbeitete eng mit Fachbereichen, Entwicklern und Product Ownern zusammen, analysierte Anforderungen, erstellte Testfälle und führte funktionale, Integrations- und Regressionstests durch.
Darüber hinaus war ich in der Testautomatisierung tätig, führte API-Tests durch und arbeitete mit verschiedenen Tools und Technologien wie Jira, Confluence, SQL sowie CI/CD-nahen Prozessen.
Mit der Zeit wurden die Aufgaben jedoch zunehmend eintönig. Viele Tätigkeiten wiederholten sich über längere Zeiträume, wodurch der Arbeitsalltag aus meiner Sicht weniger abwechslungsreich wurde. Neue technische Herausforderungen, moderne Testmethoden oder der Einsatz neuer Technologien waren nur begrenzt möglich.
Arbeitsbedingungen
Ein großer Pluspunkt war die hohe Flexibilität durch Homeoffice und die Zusammenarbeit über verschiedene Standorte hinweg. Die Möglichkeit, mobil zu arbeiten, hat aus meiner Sicht eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben ermöglicht.
Die Zusammenarbeit mit vielen Kolleginnen und Kollegen war professionell und angenehm. Besonders der fachliche Austausch innerhalb der Teams war ein positiver Aspekt.
Gehalt/Benefits
Aus meiner Erfahrung lag die Vergütung im Vergleich zu ähnlichen Positionen eher unter dem Marktdurchschnitt. Gehaltserhöhungen waren nur schwer durchzusetzen und fielen häufig eher zurückhaltend aus.
Zusätzliche Leistungen wie Weihnachtsgeld oder Urlaubsgeld gab es in meinem Fall nicht. Ich hätte mir ein wettbewerbsfähigeres Vergütungsmodell gewünscht, das Erfahrung, Engagement und langfristige Mitarbeit stärker berücksichtigt.
Karriere/Weiterbildung
Die Möglichkeiten zur fachlichen Weiterentwicklung waren aus meiner Erfahrung eher begrenzt. Weiterbildungen wurden aus meiner Sicht vor allem dann unterstützt, wenn sie einen direkten Mehrwert für aktuelle Unternehmensanforderungen hatten.
Die individuelle Entwicklung und der Aufbau neuer Kompetenzen standen aus meiner Wahrnehmung weniger im Vordergrund. Gerade in der IT-Branche, in der sich Technologien und Methoden kontinuierlich weiterentwickeln, hätte ich mir eine stärkere Förderung und eine langfristigere Entwicklungsstrategie für Mitarbeitende gewünscht.