7 Jahre Vertrieb, Mehre Höhen/Tiefen inkl. COVID, freiwilliger Wechsel in eine bessere Zukunft, Mein Fazit?
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das Unternehmen hält grundsätzlich an Mitarbeitern fest. Sie bringt auch gute Ideen und Ansätze mit und orientiert sich auch stets am Wandel auf dem Markt. Die Außenpolitik würde ich als positiv interpretieren. Auf non-wirtschaftliche Bedürfnisse von Arbeitnehmern wird stets zur guten Zufriedenheit wohlwollend reagiert. Es gibt auch regelmäßig positive Updates im Bereich Work-Life-Balance. Das mit Abstand wohl Beste am Unternehmen ist der Zusammenhalt unter Kolleg:innen (!!!). Wenn das Unternehmen seit meinem Abgang sich nicht verändert haben sollte, kann ich besagte Stelle jedem Menschen empfehlen, der zwischenmenschlich problematische Beziehungen führen musste. Zu guter Letzt wird es einem niemals langweilig was die Tätigkeit betrifft, Stichwörter: "dynamischer Wandel".
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Sobald die Wörter "Wirtschaftlichkeit", "Kritikfähigkeit", "Transparenz", "Gleichbehandlung (fairness)", "Überbelastung" fallen, gehen die Meinungen hier deutlich auseinander (ein Keil der spaltet?). Hier möchte ich keinen größeren Fazit schreiben, stattdessen einen persönlichen Rat nach nahezu einer Dekade an Präsenz im Unternehmen.
Hier kann ich lediglich als Ex-Mitarbeiter betonen:
Ich war und bin immer noch dankbar für die Erfahrung und die Lehren die ich mitnehmen konnte, kann jedoch einem karriereorientierten Menschen mit Wachstumsambitionen nur empfehlen, sich diverse Fragen vorab und einen Timer zur Erfüllung der Bedingungen zustellen (!)
Verbesserungsvorschläge
Ich persönlich finde eine objektivere Darstellung der Sachlagen besser als subjektive, beschönigende Aussagen. Es ist okay wenn ein Unternehmen die Corporate Identity neu definieren darf und hier für notwendige Transparenz sorgt. Hier sollte jedes Individuum einzeln abgeholt werden und nicht auf Hörensagen des Abteilungsleiters. Proaktiv durch die Führungsetage wohlbemerkt und nicht passiv als Anlaufstelle für Kritiken und Wünsche. Weiter würde eine stete "Wertschätzung" der "kleineren" Individuen dem Unternehmen bei 60 Mitarbeitern einen Mehrwert generieren. Man darf nicht vergessen: der Laborgroßhandel ist stark umkämpft. Sichert man sich langfristig die Interessen aller einzelnen Mitarbeiter, sichert man sich die eigene Zukunft über Generationen.
Arbeitsatmosphäre
Situationsbedingt - je nach wirtschaftlicher Lage macht es sich deutlich sichtbar was die Schuldzusprechung und die Lobverteilung erkenntlich macht. Entsprechend auch das Betriebsklima. Fairness und Vertrauen? Die Leute an längeren Hebeln und Vitamin B werden das bestimmt positiver interpretieren :)
Image
Extern steht Neolab auf jeden Fall für Professionalität!
Work-Life-Balance
Ebenfalls sehr gut. Gleitzeit und Flexibilität gewährleistet. Homeofficeregularien (Stand 1. Quartal) könnte man eventuell verbessern. Einmal die Woche Homeoffice war auf jeden Fall drin, situationsbedingt auch mehr oder weniger.
Karriere/Weiterbildung
Kommt auf die Abteilungen und entsprechenden Vorgesetzten an. Wurde auf jeden Fall unterstützt sofern es keinen massiven Mehraufwand erforderte und im Interesse der Unternehmung galt. Einige Führungskräfte sprechen sich definitiv, aktiv für die Entwicklung und Weiterbildung aus.
Gehalt/Benefits
Wie kann man hier eine unanfechtbare Kritik anbringen, in dem man versucht zu erklären, dass gleiche oder Mehrarbeit nicht gleicher oder fairer Vergütung entspricht? "für einen größeren Stück vom Kuchen musst du einen noch größeren Kuchen backen"
Gehaltsvorstellungen sollten von Anfang an gut platziert werden, denn ab dato kommen bei erbrachter Leistung die Klassikerargumente bei intellektuellen Wortduellen:
- Wirtschaftslage
- Familienbetrieb
- Persönliche Leistungen noch viele Effektiver ansetzen
- Statistiken, Prognosen und natürlich auch "realistische" Ziele voraussetzend für eine Gehaltserhöhung
...Betrifft aber wahrscheinlich nur die freiwilligen Fluktuanten. Kann ja sein, dass bestehende Mitarbeiter Top vergütet werden, da alle Kriterien perfekt erfüllt wurden, lediglich nur meine persönliche Arbeitsleistung eben nicht einer Gehaltserhöhung gerecht käme. Vermutlich sollte ich vorerst eine Selbstreflektion betreiben da ich im schleppenden Tempo zudem auch fehlerhaft arbeitend einer Gehlatserhöhung nicht gerecht wäre... wer weiss das schon ;)
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Top - hier wird regelmäßig an Innovation und Förderung der Umweltinitative gearbeitet. Wird auch auf der Webseite transparent zur Schau gestellt für Interessenten.
Kollegenzusammenhalt
TOP - auf menschlicher Ebene sind alle sehr freundlich und familiär zueinander. Jeder ist menschlich Willkommen. Es war eine Tolle Zeit und bereue die Lange Zeit in der Firma keine Sekunde was diesen Aspekt betrifft. Geschäftlich und privat pflege ich noch heute mit mehr als einem dutzend (Ex-)Mitarbeitern Kontakt. Daher auch die Möglichkeit Impressionen sammeln zu können.
Umgang mit älteren Kollegen
Hierzu ist meine Meinung eher neutral. Man hat viel positives gehört aber auch in die andere Richtung. Kommt auf die Position besagter, älteren Kolleginnen und Kollegen an. Ich denke hier spielt das subjektive Empfinden jedes Einzelnen eine weitere Rolle. Daher 3/5 *
Vorgesetztenverhalten
Ziele nicht sonderlich realistisch, massiver Erfolgsdruck. Außerdem spielt eine größere Rolle die Präsenz von Vitamin B... Verbesserungsvorschläge und konstruktive Kritiken wurden grundsätzlich ignoriert und eher persönlich genommen als unternehmensorientiert. Zudem wer kennt die Phrase wohl nicht: "Wir sind ein Familienunternehmen" oder "Wir sind eine Familie"? -> Wenn man sich die einzelnen Reaktionen/Meinungen der (Ex-)Kolleg:innen anhört, Arbeitsbedingungen untereinander vergleicht, die Rückmeldung zu div. Fragen, Kritiken und Wünschen interpretiert und auswertet... ein Schelm wer sich dabei was Böses denkt :)
Arbeitsbedingungen
An sich ziemlich gut. Verstellbare Tische, IT mit regelmäßigen Updates etc.... Was die Räumlichkeiten betrifft, eher ein subjektives Empfinden je nach Abteilung. Ich war zufrieden, andere vielleicht mehr oder weniger. Ich denke 4/5 aus "meiner" Sicht ist okay.
Kommunikation
Innerhalb der Abteilungen - TOP. Abteilungsextern - schwierig...Verbesserungsbedarf notwendig (Stand 1. Quartal)
Gleichberechtigung
Manche sind eben gleicher als gleich. Diese Kritik betrifft wohlbemerkt auch meine Wenigkeit zu Gunsten vergleichsweise zu Lasten anderen Mitarbeiter:innen. Eine Interpretation überlasse ich selbstverständlich jedem selbst.
Interessante Aufgaben
Auf jeden Fall! - dank der vielseitigen, neuen Aufgaben die man regelmäßig neu zugeordnet bekommen hatte z.B. durch Umstrukturierungen/Überbrückungen bei entstandener Fluktuation, Umverteilung der Aufgaben nach Sach- und Marktlage etc., könnte man dies perfekt als Indikator für "persönlichen Wachstum" und "spannenden neuen Aufgaben" interpretieren.
Gerade auch für Berufsneueinsteiger ist Neolab ein perfektes "Sprungbrett" für die Zukunft, da die hier vermittelte Lehre und die Menge an Aufgaben, einen auf kaufmännischer Ebene für die Zukunft vorbereitet und den Weg für viele Herausforderungen ebnet.