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97 Bewertungen von Mitarbeiter:innen

kununu Score: 3,7Weiterempfehlung: 66%
Score-Details

97 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 3,7 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.

Ich bin froh dabei zu sein!

4,7
Empfohlen
Hat zum Zeitpunkt der Bewertung bei NetCologne IT Services GmbH in Köln gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Ich habe schon einige berufliche Stationen hinter mir und es gibt in jedem Unternehmen Licht- und Schattenseiten.
Das wichtige ist, ob man selbst mit den Schattenseiten leben kann oder nicht.
Ich kann es mit der NetCologne IT Services und bin jeden Tag glücklich darüber, was für einen Coolen Job ich habe. Ich gehe morgens mit einem Lächeln zur Arbeit und komme mit einem Lächeln abends wieder zurück.
Meine Einschätzung und Bewertung hier ist ausdrücklich meine persönliche Meinung und kann selbstverständlich von anderen Personen anders empfunden werden.
Ich finde die vorhandenen Strukturen sehr gut. Sie sind eingespielt und man merkt, dass die Kollegen und Kolleginnen sehr viel Know How mitbringen bei dem was sie tun.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Ich kann aktuell nichts schlechtes zum Unternehmen sagen. Es gibt natürlich Verbesserungspotential, aber keine Thematik, die ich als bezeichnend schlecht benennen kann.
Klar gibt es Ressourcenengpässe und auch hohe Arbeitslast. Aber wo gibt es das nicht?

Verbesserungsvorschläge

Man könnte vielleicht die Teamleiter Ebene etwas aufstocken, sodass einige Teams sich nicht den Teamleiter oder Unitleiter teilen müssen. Das könnte die Organisation verbessern und zur Ressourcen- und Prioritätensteuerung positiv beitragen.

Arbeitsatmosphäre

Die Kultur der NC ITS ist, wie man es für ein echtes Kölner Unternehmen erwarten kann, sehr gut. Es herrscht das Du. Die Atmosphäre unter den Kollegen kann ich nur als hervorragend bezeichnen. Man hilft sich gegenseitig. Mir ist kein "Kollegen-bashing" aufgefallen. Der Zusammenhalt in den Teams ist spitze. Auch Teamübergreifend wird gut zusammengearbeitet.
Die Aufgaben sind, wie es für einen IT Dienstleister üblich ist, vielfältig und meiner Ansicht nach sehr interessant.

Gehalt/Benefits

Die Firma genießt ein gutes Image bei den Kunden und in der Region. Man identifiziert sich gerne mit dem Unternehmen. Das Thema Gehalt ist leider ausbaufähig. Aus meiner Sicht verdient man in anderen Unternehmen ein kleines bisschen besser. Allerdings habe ich in den letzten Jahren gelernt, dass ich viel lieber ein paar Euros weniger verdiene und dafür glücklich zur Arbeit gehe, als jeden Morgen mit viel Bauchschmerzen mich ins Büro zu quälen und dafür mehr Geld in der Tasche zu haben.

Arbeitsbedingungen

Das Unternehmen setzt großen Wert auf Umwelt- und Sozialbewusstsein. So fährt der nahezu gesamte Fuhrpark rein elektrisch.
Außerdem sind die Arbeitsbedingungen im Büro vorbildlich und so manch ein Unternehmen könnte sich hier eine Scheibe abschneiden.
So sind ausnahmslos alle Tische/Arbeitsplätze mit höhenverstellbaren Tischen ausgestattet. Und damit meine ich nicht eine Kurbel die ein paar Zentimeter verstellt, sondern elektrisch bis zum stehenden Arbeiten. Das habe ich bisher in meinen langen Jahren in der Arbeitswelt noch bei keinem gesehen.

Gleichberechtigung

Zum Thema Gleichberechtigung kann ich nur sagen, dass nichts negatives festzustellen ist. Im Gegenteil, Kollegen und Kolleginnen mit anderer sexueller Orientierung werden selbstverständlich akzeptiert. Wenn Vorredner hier von überwiegend männlicher Belegschaft sprechen ist dem hinzuzufügen, dass im IT Umfeld leider immer noch selten Frauen ihre Bewerbung einreichen. Sie werden sogar sehr geschätzt und begrüßt. Aber wenn sich keine Frau auf die offenen Positionen bewirbt, kann die Belegschaft auch nicht weiblicher werden.


Image

Work-Life-Balance

Karriere/Weiterbildung

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Kollegenzusammenhalt

Umgang mit älteren Kollegen

Vorgesetztenverhalten

Kommunikation

Interessante Aufgaben

HilfreichHilfreich?2Zustimmenstimmen zuMeldenTeilen
Puls

Bewertungen zeigen das große Ganze. Puls zeigt den Moment.

Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.

Man kann alles auffangen. Bis die, die es auffangen, anfangen zu gehen.

2,2
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich IT bei NetCologne IT Services GmbH in Köln gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Trotz meiner insgesamt sehr kritischen Bewertung gibt es durchaus Dinge, die ich positiv hervorheben möchte. An erster Stelle stehen für mich eindeutig die Kollegen. Der Zusammenhalt im Team ist außergewöhnlich gut. Gerade unter schwierigen Bedingungen unterstützen sich die Kollegen gegenseitig, teilen Wissen und versuchen, die Belastung gemeinsam abzufangen. Dass die Situation überhaupt noch einigermaßen funktioniert, ist aus meiner Sicht zu einem erheblichen Teil diesem Zusammenhalt zu verdanken.
Auch die technischen Aufgaben selbst sind interessant und bieten grundsätzlich gute Möglichkeiten, fachlich zu arbeiten und sich weiterzuentwickeln. Das Problem liegt weniger in den Themen als in der Zeit, die für eine wirklich gute Bearbeitung zur Verfügung steht.
Beim Umweltbewusstsein gibt es ebenfalls positive Punkte. Elektromobilität, Mülltrennung, ein weitgehend papierarmes Arbeiten und die Möglichkeit zum Homeoffice sind Dinge, die ich ausdrücklich positiv sehe.
Auch die angebotenen Zusatzleistungen können sich sehen lassen. Dienstwagen, JobRad, Deutschlandticket und Parkmöglichkeiten sind sinnvolle Benefits. Sie sind allerdings für mich eher ein Pluspunkt am Rand und kein Ersatz für die grundsätzlichen Themen bei Arbeitsbelastung, Vergütung und Führung.
Positiv ist außerdem, dass Weiterbildung grundsätzlich möglich ist, wenn man sie selbst aktiv verfolgt und die notwendigen zeitlichen und finanziellen Möglichkeiten vorhanden sind. Im Bildungsbereich genießt das Unternehmen bei Kunden zudem einen guten Ruf und wird häufig als kompetenter Partner wahrgenommen.
Gerade deshalb ist die aktuelle Situation so schade: Es gibt durchaus eine gute technische Basis, interessante Aufgaben und sehr engagierte Menschen. Vieles davon wird durch die strukturellen Probleme unnötig ausgebremst.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Das größte Problem ist für mich die seit längerer Zeit bestehende Überlastung. Dabei geht es ausdrücklich nicht um eine einzelne stressige Phase oder darum, dass gelegentlich mehr zu tun ist. Problematisch ist, dass hohe Belastung inzwischen eher zum Dauerzustand geworden ist. Die Folgen werden durchaus wahrgenommen und benannt. Genau darin liegt für mich aber auch das Problem: Man weiß offenbar, dass die Situation schwierig ist, zieht daraus aber nicht die notwendigen Konsequenzen.
„Wir sehen euch“ ist keine Entlastung. „Wir wissen, dass es schwer ist“ ist keine Maßnahme. Anerkennung ersetzt keine zusätzliche Kapazität und keine realistische Priorisierung. Wenn die Arbeitsmenge dauerhaft größer ist als die vorhandene Kapazität, kann man das eine Zeit lang durch Engagement und Kollegialität auffangen. Dauerhaft funktioniert dieses Modell nicht.
Besonders problematisch ist der daraus entstehende Kreislauf: Hohe Belastung führt zu dauerhaftem Druck. Dauerhafter Druck reduziert irgendwann auch die effektive Leistungsfähigkeit. Dadurch bleibt mehr Arbeit liegen, der Druck steigt weiter und die Situation verschärft sich. Wenn dann Kollegen ausfallen oder das Unternehmen verlassen, verteilt sich die Arbeit auf noch weniger Schultern. Ein Team kann sich gegenseitig auffangen. Es sollte aber nicht dauerhaft als Puffer für strukturelle Probleme dienen.
Auch der Umgang mit Kündigungen hinterlässt bei mir einen schlechten Eindruck. Eine Kündigung ist nicht zwangsläufig ein Führungsversagen. Niemand kann jeden Mitarbeiter halten. Mehrere Abgänge in einem bereits stark belasteten Team sollten aber Anlass für Fragen, Ursachenanalyse und Selbstkritik sein. Stattdessen entsteht teilweise der Eindruck, dass Kündigungen als unvermeidbare Gegebenheit behandelt und kommunikativ mit Formulierungen wie „Die Kollegen suchen neue Herausforderungen“ versehen werden. Eine ausgesprochen praktische Formulierung: Sie klingt positiv und erspart die unangenehme Frage, warum Menschen tatsächlich gehen und ob die Arbeitsbedingungen dabei möglicherweise eine Rolle gespielt haben könnten.
Hinzu kommt, dass neue Mitarbeiter oder zusätzliche Strukturen nicht automatisch sofort Entlastung schaffen. Einarbeitung, Wissenstransfer und neue Kunden und Systeme erzeugen zunächst selbst zusätzlichen Aufwand. Excel kann einen neuen Mitarbeiter sofort als Entlastung verbuchen. Der Arbeitsalltag leider nicht.
Was mich ebenfalls stört, ist der zunehmende Eindruck, dass operative Probleme eher verwaltet als gelöst werden. Zeit für Dokumentation, Automatisierung, technische Schulden und nachhaltige Fehlerbehebung fehlt, weil die dringenden Aufgaben Vorrang haben. Das ist kurzfristig nachvollziehbar, führt langfristig aber dazu, dass immer mehr Arbeit dringend wird. Ein effizientes System: Man ist so mit den Problemen von heute beschäftigt, dass keine Zeit bleibt, die Probleme von morgen zu verhindern.
Die eigentlichen technischen Aufgaben sind weiterhin interessant. Auch die Kollegen sind ein klarer Pluspunkt. Gerade deshalb ist die Situation so frustrierend. Das Problem sind nicht die Menschen und auch nicht die eigentlichen Aufgaben. Das Problem ist das System, in dem diese Menschen die Aufgaben bewältigen sollen. Ich brauche keine Führung, die mir sagt, dass sie mich sieht. Ich brauche Führung, die aus dem, was sie sieht, Konsequenzen zieht.

Verbesserungsvorschläge

Wenn die Überlastung bereits erkannt und offen angesprochen wird, muss daraus auch konkretes Handeln folgen. „Wir sehen euch“ sollte der Anfang einer Maßnahme sein und nicht deren Ersatz. Der wichtigste Schritt wäre deshalb eine ehrliche Priorisierung: Was muss tatsächlich erledigt werden, was kann warten und was muss gegebenenfalls auch einmal bewusst nicht angenommen oder verschoben werden? Ein Team kann nicht dauerhaft mehr Arbeit abarbeiten, als seine Kapazität hergibt. Das lässt sich auch nicht durch bessere Organisation vollständig wegoptimieren.
Dazu gehört eine realistische Kapazitätsplanung, die nicht nur neue Mitarbeiter auf dem Papier als Entlastung berücksichtigt. Einarbeitung, Wissenstransfer und die Integration neuer Systeme und Kunden benötigen zunächst selbst Ressourcen. Ebenso sollten Ausfälle und bevorstehende Abgänge nicht erst dann berücksichtigt werden, wenn sie eingetreten sind.
Es braucht außerdem geschützte Zeit für Dinge, die im Tagesgeschäft immer wieder hinten herunterfallen: Dokumentation, Automatisierung, technische Schulden, Fehleranalyse und nachhaltige Problemlösung. „Wenn mal Zeit ist“ ist keine Strategie, wenn diese Zeit aufgrund der permanenten Dringlichkeit nie entsteht.
Bei einer Häufung von Kündigungen sollte zudem nicht nur die Nachbesetzung betrachtet werden. Niemand kann jede Kündigung verhindern. Mehrere Abgänge in einem bereits stark belasteten Team sollten aber Anlass für eine ernsthafte Ursachenanalyse und Selbstkritik sein. Die Frage sollte nicht nur lauten: „Wie ersetzen wir die Person?“, sondern auch: „Was können wir daraus lernen?“
Und schließlich sollte die Organisation auch gegenüber Kunden und Vertrieb konsequenter sein. Wenn vorhandene Kapazitäten bestimmte Leistungen oder Termine nicht realistisch zulassen, muss man auch einmal Nein sagen oder Erwartungen korrigieren können. Ein zusätzlicher Auftrag ist auf dem Papier schnell verkauft. Seine Umsetzung erledigt sich dadurch leider nicht von selbst.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre wird für mich inzwischen vor allem durch die dauerhaft hohe Belastung geprägt. Das Problem ist nicht, dass es einmal stressige Phasen gibt. Problematisch ist, dass daraus über längere Zeit ein Zustand geworden ist, der immer wieder neue Tiefpunkte erreicht. Viele Kollegen versuchen, die Situation gemeinsam aufzufangen. Das ist eine große Stärke des Teams, federt aber gleichzeitig vieles ab, was eigentlich strukturell gelöst werden müsste. Von Führungsebene hört man durchaus, dass man die Belastung sieht und weiß, dass die Situation schwierig ist. Nur folgt daraus zu wenig. „Wir sehen euch“ ist keine Entlastung. Verständnis ist keine Maßnahme. Anerkennung ersetzt keine zusätzliche Zeit und keine realistische Priorisierung. Besonders frustrierend ist, dass die Arbeit dadurch ihren eigentlichen Reiz verliert. Die technischen Aufgaben wären interessant, aber es fehlt häufig die Zeit, Dinge ordentlich zu machen, zu dokumentieren oder nachhaltig zu lösen. Stattdessen geht es darum, das Dringende irgendwie durchzubringen. Ein Team kann viel auffangen. Es sollte aber nicht dauerhaft als Puffer für strukturelle Probleme dienen.

Image

Das Image des Unternehmens ist aus meiner Sicht besser als die interne Situation teilweise vermuten lässt. Im Bildungsbereich wird das Unternehmen von Kunden häufig als kompetenter und verlässlicher Partner wahrgenommen. Das ist durchaus eine Stärke. Manche Geschäftskunden empfinden Leistungen als vergleichsweise teuer. Gleichzeitig habe ich den Eindruck, dass teilweise Aufträge und Anforderungen angenommen werden, deren Umsetzung mit den vorhandenen Kapazitäten zumindest sehr anspruchsvoll ist. Dadurch entsteht ein Spannungsfeld zwischen dem Bild, das man nach außen vermitteln möchte, und dem, was intern tatsächlich noch leistbar ist. Die strategische Ausrichtung wirkt für mich nicht immer klar. Es scheint, als wolle man verschiedene Kundengruppen und Geschäftsfelder bedienen, ohne klare Schwerpunkte zu erkennen. Das kann funktionieren, wenn die dafür nötigen Ressourcen vorhanden sind. Wenn nicht, landet der zusätzliche Aufwand irgendwann bei den Teams, die die Leistungen erbringen müssen. Ein gutes Außenbild ist wichtig. Es sollte aber nicht dazu führen, dass interne Probleme unsichtbar werden. Sonst stimmt irgendwann die Fassade besser als die Arbeitsrealität.

Work-Life-Balance

Die Work-Life-Balance bewerte ich inzwischen sehr kritisch. Das Problem ist weniger, dass regelmäßig Überstunden verlangt würden. Viel belastender ist das Gefühl, dass die Arbeit dauerhaft nicht vollständig zu bewältigen ist. Auch nach Feierabend bleibt im Kopf präsent, was noch offen ist, was als Nächstes kommt und wer die eigenen Aufgaben während einer Abwesenheit auffangen soll. Urlaub wird dadurch nicht unbedingt zur Erholung: Man weiß, dass sich Arbeit aufstaut und die Kollegen wegen ihrer eigenen Belastung nur begrenzt vertreten können. Ich habe selbst zunehmend das Gefühl, dass meine effektive Leistungsfähigkeit darunter leidet. Man ist zwar körperlich da, arbeitet aber weniger konzentriert, weil die offene Arbeit ständig im Hinterkopf bleibt. Das ist ein schleichender Effekt und lässt sich nicht mit einer einzelnen Überstunde erklären. Die Organisation ist ausgesprochen gut darin geworden, schwierige Situationen auszuhalten. Die Frage ist nur, warum sie das dauerhaft müssen. Eine vernünftige Work-Life-Balance entsteht nicht dadurch, dass Mitarbeiter ihre Belastungsgrenze möglichst lange verschieben. Dafür braucht es realistische Arbeitsmengen und Prioritäten.

Karriere/Weiterbildung

Weiterbildung ist grundsätzlich möglich, wenn man sie selbst aktiv verfolgt, Zeit dafür findet und Budget vorhanden ist. Diese Voraussetzungen sind in der aktuellen Situation aber das Problem. Wenn der Arbeitsbetrieb kaum Zeit lässt, wird Weiterbildung schnell zum zusätzlichen Punkt auf der Liste. Fachliche Entwicklung ist möglich, wird aber durch die hohe Auslastung erschwert. Karrierewege sind vorhanden, insbesondere über Junior-, Professional- und Senior-Stufen. Wer allerdings nicht in Richtung Führung gehen möchte, hat aus meiner Sicht weniger Möglichkeiten, sich über eine fachliche Spezialisierung weiterzuentwickeln. Stattdessen wird eher Wert darauf gelegt, Wissen breiter im Team zu verteilen und Silos aufzubrechen. Das ist fachlich sinnvoll, kann aber dazu führen, dass Spezialwissen weniger als eigenständiger Entwicklungsweg betrachtet wird. Höhere Rollen bedeuten zudem höhere Personalkosten und wirken deshalb nicht automatisch attraktiv. Weiterbildung und Entwicklung werden nicht verhindert, müssen aber gegen Zeit, Budget und operative Prioritäten durchgesetzt werden. Möglichkeiten gibt es also. Im belasteten Arbeitsalltag ist ihre Nutzung deutlich schwieriger.

Gehalt/Benefits

Bei den Sozialleistungen gibt es durchaus attraktive Angebote. Dazu gehören unter anderem Dienstwagen, JobRad, Deutschlandticket und Parkmöglichkeiten. Diese Leistungen sind positiv und werden von mir nicht grundsätzlich schlecht bewertet. Sie können allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass Gehalt und Arbeitsbelastung zwei getrennte Themen sind. Gute Zusatzleistungen machen eine dauerhaft zu hohe Arbeitsmenge nicht automatisch akzeptabler. Gerade wenn die Arbeit immer weiter anwächst, helfen weder ein Ticket noch ein Fahrrad dabei, den Rückstand aufzuarbeiten. Auch bei der Vergütung sehe ich nicht das Signal, dass zusätzliche Belastung oder dauerhaft hohe Verantwortung entsprechend ausgeglichen werden. Das ist besonders frustrierend, wenn gleichzeitig von Mitarbeitern erwartet wird, mit schwierigen Situationen flexibel umzugehen. Benefits sind ein Pluspunkt. Sie ersetzen aber keine angemessene Bezahlung und vor allem keine vernünftige Personal- und Kapazitätsplanung. Wenn die Mitarbeiter trotzdem dauerhaft das Gefühl haben, dass die eigentliche Arbeit nicht zu schaffen ist, bleibt der Gesamteindruck entsprechend begrenzt.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Beim Umweltbewusstsein sehe ich einiges Positives. Elektromobilität, Mülltrennung, ein weitgehend papierarmes Arbeiten und die Möglichkeit zum Homeoffice zeigen, dass Umweltaspekte im Unternehmen berücksichtigt werden. Das ist aus meiner Sicht tatsächlich gut und nicht nur Außendarstellung. Beim sozialen Bewusstsein fällt meine Bewertung deutlich kritischer aus. Ein Unternehmen trägt auch Verantwortung dafür, welche Belastung es seinen Mitarbeitern dauerhaft zumutet und wie es mit einer Häufung von Abgängen in einem bereits belasteten Team umgeht. Genau dort vermisse ich Konsequenz. Die Belastung wird wahrgenommen und teilweise offen benannt. Aber Anerkennung und Verständnis sind noch keine soziale Verantwortung, wenn daraus keine ausreichende Entlastung folgt. Niemand kann jeden Mitarbeiter halten. Aber wenn mehrere Menschen gehen und die Belastung der verbleibenden Kollegen dadurch weiter steigt, sollte das Anlass für eine Ursachenanalyse sein. Gute soziale Verantwortung bedeutet für mich nicht nur, freundlich miteinander umzugehen. Sie bedeutet auch, Arbeitsbedingungen so zu gestalten, dass Menschen nicht dauerhaft am Limit arbeiten müssen.

Kollegenzusammenhalt

Hier liegt für mich eine der größten Stärken des Arbeitgebers. Der Zusammenhalt unter den Kollegen ist außergewöhnlich gut. Gerade in einer dauerhaft belasteten Situation merkt man, dass man sich aufeinander verlassen kann. Wissen wird geteilt, man unterstützt sich gegenseitig und versucht, Ausfälle oder zusätzliche Aufgaben so gut wie möglich aufzufangen. Ohne diesen Zusammenhalt wäre die aktuelle Situation vermutlich deutlich schwerer auszuhalten. Gleichzeitig sollte man sich davor hüten, diesen Zusammenhalt als Lösung für strukturelle Probleme zu betrachten. Ein Team, das sich gegenseitig auffängt, ist ein gutes Team. Es ist aber kein unendlich belastbarer Puffer. Wenn immer mehr Aufgaben auf immer weniger Schultern verteilt werden, kann Kollegialität irgendwann nur noch die Folgen kaschieren. Genau deshalb ist es schade, dass diese Stärke teilweise dazu führt, dass die Organisation länger funktioniert, als sie unter den gegebenen Bedingungen eigentlich funktionieren dürfte. Die Kollegen leisten viel füreinander. Das verdient Anerkennung. Noch besser wäre es, wenn der Arbeitgeber diesen Zusammenhalt nicht ständig als letzte Reserve benötigen würde.

Umgang mit älteren Kollegen

Beim Umgang mit älteren Kollegen kann ich keine besondere Benachteiligung feststellen. Alter scheint im normalen Arbeitsalltag keine entscheidende Rolle zu spielen. Gleichzeitig sehe ich auch hier eher ein strukturelles als ein altersbezogenes Problem. Wenn die Arbeitsbelastung dauerhaft hoch ist, betrifft sie Mitarbeiter mit unterschiedlichen Lebenssituationen und Erfahrungsständen. Gerade erfahrene Kollegen können durch ihr Wissen viel auffangen und werden dadurch schnell zu wichtigen Anlaufstellen für andere. Das ist einerseits ein großer Vorteil für das Team, andererseits entsteht die Gefahr, dass Erfahrung als zusätzlicher Puffer genutzt wird. Insgesamt würde ich sagen: Der Umgang mit älteren Kollegen ist unauffällig bis ordentlich. Das Problem liegt nicht darin, wie alt jemand ist, sondern darin, dass die vorhandenen Ressourcen insgesamt nicht dauerhaft zur Arbeitsmenge passen. Auch ältere und erfahrene Mitarbeiter brauchen irgendwann mehr als Anerkennung für ihre Belastbarkeit – nämlich Bedingungen, unter denen diese Belastbarkeit nicht ständig getestet werden muss.

Vorgesetztenverhalten

Beim Vorgesetztenverhalten sehe ich das größte Problem darin, dass die Belastung durchaus wahrgenommen wird, daraus aber zu wenig Konsequenzen entstehen. Aussagen wie „Wir sehen euch“ oder „Wir wissen, dass das gerade eine schwere Phase ist“ zeigen zunächst Verständnis. Nur: Gesehen zu werden ist keine Entlastung. Verständnis ist keine Maßnahme. Wenn ein Team über längere Zeit stark belastet ist, müsste sich das in Prioritäten, Arbeitsmengen und Entscheidungen bemerkbar machen. Genau das vermisse ich. Niemand kann jede Kündigung verhindern. Aber mehrere Abgänge in einem bereits belasteten Team sollten Anlass zur Selbstkritik sein. Eine Kündigung muss nicht verhindert werden. Sie sollte aber etwas auslösen: Fragen, Ursachenanalyse und gegebenenfalls Veränderungen. Stattdessen entsteht bei mir der Eindruck, dass die Folgen der Belastung zwar benannt, aber zunehmend verwaltet werden. Das ist für die verbleibenden Mitarbeiter besonders frustrierend. Ich brauche keine Führung, die mir erklärt, dass sie die Situation versteht. Ich brauche Führung, die daraus konkrete Entlastung macht und auch bereit ist, Dinge nicht zu tun, wenn die vorhandene Kapazität dafür nicht reicht.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen bewerte ich kritisch. Technisch ist vieles vorhanden, was man für die Arbeit benötigt. Das eigentliche Problem liegt für mich bei der organisatorischen Arbeitsumgebung: Die Menge der Aufgaben steht über längere Zeit nicht in einem vernünftigen Verhältnis zu den verfügbaren Kapazitäten. Dadurch entsteht ein permanenter Druck, Aufgaben nach Dringlichkeit abzuarbeiten, statt Arbeit nachhaltig zu erledigen. Dokumentation, Automatisierung, Aufräumen und die Beseitigung technischer Schulden werden schnell zu Dingen, für die „irgendwann einmal Zeit“ sein soll. Das ist allerdings kein belastbarer Plan. Wenn Zeit dafür erst dann vorhanden ist, wenn keine dringenden Aufgaben mehr anstehen, wird sie praktisch nie vorhanden sein. Urlaub oder Krankheit verschärfen die Situation zusätzlich, weil Vertretungskapazitäten ebenfalls begrenzt sind. Auch Einarbeitung kostet zunächst Zeit. Die technischen Arbeitsmittel sind daher nicht das Hauptproblem. Das Problem ist das System, in dem diese Menschen die Aufgaben bewältigen sollen. Ein Eimer unter einem undichten Dach ist technisch gesehen auch eine Lösung. Nachhaltiger wäre es allerdings, das Dach zu reparieren.

Kommunikation

Die Kommunikation ist für mich ein wesentlicher Schwachpunkt. Kommunikation ersetzt allerdings keine Konsequenzen. Es wird durchaus offen angesprochen, dass die Belastung hoch und die Situation schwierig ist. Genau deshalb ist es frustrierend, wenn daraus kaum sichtbare Veränderungen entstehen. Man weiß also, dass die Kollegen am Limit arbeiten, und kommuniziert das auch – nur scheint daraus nicht die notwendige Priorisierung zu folgen. Besonders unglücklich finde ich Formulierungen wie „Die Kollegen suchen neue Herausforderungen“, wenn Mitarbeiter das Unternehmen verlassen. Das mag im Einzelfall stimmen. Als pauschale Erklärung wirkt es allerdings sehr bequem, weil sie die Frage vermeidet, warum Menschen tatsächlich gehen und ob die Arbeitsbedingungen dabei eine Rolle gespielt haben könnten. Eine Kündigung kann man nicht immer verhindern. Mehrere Abgänge in einem bereits belasteten Team sollten aber Anlass für Fragen und Selbstkritik sein. Stattdessen entsteht teilweise der Eindruck, dass man die Folgen verwaltet und sprachlich positiv begleitet. Ich brauche keine Kommunikation, die mir sagt, dass sie mich sieht. Ich brauche Führung, die aus dem, was sie sieht, Konsequenzen zieht.

Gleichberechtigung

Bei der Gleichberechtigung habe ich im Arbeitsalltag keine ausgeprägten Unterschiede erlebt, bei denen Alter, Geschlecht, queere Identitäten, Religion oder ähnliche persönliche Merkmale entscheidend wären. Insofern würde ich diesen Punkt grundsätzlich als unauffällig bewerten. Allerdings bleibt bei der aktuellen Situation ein gewisser zynischer Eindruck: Es scheint tatsächlich ziemlich egal zu sein, wer man ist – belastet werden letztlich alle. Das ist überspitzt formuliert, beschreibt aber einen Teil meiner Wahrnehmung. Die eigentliche Ungleichheit entsteht aus meiner Sicht weniger zwischen bestimmten Personengruppen als zwischen Anforderungen und vorhandenen Ressourcen. Wenn die Arbeitsmenge dauerhaft größer ist als die verfügbare Kapazität, trifft das irgendwann jeden. Positiv ist, dass ich keine systematische Bevorzugung oder Benachteiligung bestimmter Gruppen erkennen konnte. Gleichzeitig reicht formale Gleichbehandlung allein natürlich nicht aus, wenn die Rahmenbedingungen für alle dauerhaft schwierig sind. Gleichberechtigung ist dann zwar vorhanden, aber das Problem besteht darin, dass alle gleichermaßen mit den Folgen einer zu hohen Belastung umgehen müssen.

Interessante Aufgaben

Die eigentlichen technischen Aufgaben finde ich weiterhin interessant. Es gibt anspruchsvolle Themen, bei denen man fachlich viel lernen und gestalten kann. Deshalb liegt meine Bewertung hier deutlich höher als bei vielen anderen Punkten. Das Problem ist die Zeit. Interessante Aufgaben verlieren ihren Reiz, wenn man sie unter dem Druck bearbeiten muss, dass bereits die nächsten dringenden Themen warten. Für saubere Lösungen, Dokumentation, Automatisierung, technische Schulden oder gründliche Ursachenanalyse bleibt zu wenig Raum. Vieles wird dadurch auf das reduziert, was gerade brennt. Das ist kurzfristig effizient und langfristig teuer. Neue Kunden, Systeme und Strukturen bringen zusätzliche Aufgaben mit sich. Neue Mitarbeiter können dabei helfen, aber Entlastung entsteht nicht automatisch am ersten Arbeitstag. Einarbeitung und Wissenstransfer kosten zunächst ebenfalls Zeit. Die technischen Möglichkeiten wären also durchaus ein Grund, gerne hier zu arbeiten. Genau deshalb ist es schade, dass die Rahmenbedingungen zunehmend dazu führen, dass man gute Arbeit nicht mehr so machen kann, wie man sie eigentlich machen möchte.

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Ein Startup, das Big Player spielt.

2,4
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2026 bei NetCologne IT Services GmbH in Köln gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Ausstattung: Vollständige Bereitstellung aller benötigten Arbeitsmittel für das Büro und das Homeoffice (z. B. Monitore und Dockingstations), auch wenn Hard- und Software nicht immer auf dem allerneuesten Stand sind.Interessante

Aufgaben: Ein sehr abwechslungsreiches und spannendes Aufgabengebiet durch die Betreuung vieler unterschiedlicher Kunden mit individuellen Bedürfnissen.

Miteinander und kollegialer Zusammenhalt: Ein hervorragender, freundlicher und zuvorkommender Zusammenhalt auf der operativen Mitarbeiterebene unterhalb der Teamleitung, der als tragende Säule im Alltag fungiert. Die Firmenfeiern wurden vom Feel-Good-Management stets hervorragend und professionell organisiert – das war immer ein echtes Highlight.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Führungsdruck: Es herrscht ein spürbarer Druck, der von den oberen Führungsebenen ungefiltert nach unten an die Mitarbeiter weitergegeben wird.

Mangelnde Wertschätzung: Mitarbeiter werden oft eher als austauschbare Ressourcen statt als Individuen wahrgenommen, was sich auch in einer hohen Fluktuation widerspiegelt.

Unterdurchschnittliche Bezahlung: Das Gehalt liegt im Branchenvergleich auf einem zu niedrigen Niveau und wird auch durch kleinere Zusatzleistungen nicht ausgeglichen.

Verbesserungsvorschläge

Es sollte dringend wieder ein Miteinander statt eines Gegeneinander etabliert werden – dies betrifft insbesondere das Management ab der Teamleitungsebene aufwärts. Angestellte dürfen nicht bloß als austauschbare Ressourcen betrachtet werden. Die auffallend hohe Fluktuation in den Teams verdeutlicht hier einen deutlichen Handlungsbedarf. Dem Unternehmen würde zudem die Etablierung einer unabhängigen Mitarbeitervertretung (wie eines Betriebsrates) sehr guttun. Dass entsprechende Initiativen in der Vergangenheit schlussendlich dazu führten, dass die beteiligten Personen das Unternehmen verlassen haben, hinterlässt leider ein sehr bedenkliches Signal.

Arbeitsatmosphäre

Die aktuelle Arbeitsatmosphäre ist leider sehr angespannt und von Verunsicherung geprägt. Es wird spürbarer Druck von der Führungsebene nach unten weitergegeben. Dies wäre vermeidbar, wenn das Unternehmen bereit wäre, an den richtigen Stellschrauben zu drehen. Stattdessen wird sich häufig auf kurzfristige Workarounds zur Symptombekämpfung konzentriert, anstatt die eigentlichen Kernprobleme nachhaltig anzugehen.

Image

NetCologne ITS wird extern kaum als eigenständiges Unternehmen, sondern meist als Teil von NetCologne wahrgenommen, was Vor- und Nachteile mit sich bringt. Das Image leidet jedoch stark darunter, dass gegenüber Kunden teilweise Leistungen angeboten oder verkauft werden, die bezüglich des fachlichen Know-hows oder der personellen Kapazitäten kaum zu leisten sind. Dies führt zu vermeidbarem Druck: Am Ende werden oft primär die Anliegen bearbeitet, die am lautesten eskalieren.

Work-Life-Balance

Das Angebot von drei Tagen Homeoffice pro Woche ist ein großer Vorteil und ermöglicht eine flexible Alltagsgestaltung in der Abteilung. Schade ist jedoch, dass die Gleitzeitregelung immer weiter eingeschränkt wird. Die Kernarbeitszeiten wurden so angepasst, dass für den selbstbestimmten Arbeitsbeginn oder Feierabend mittlerweile nur noch ein recht enger Spielraum bleibt.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Ein guter Umgang mit Ressourcen. Positiv hervorzuheben ist, dass bei den Firmenwagen komplett auf Elektrofahrzeuge gesetzt wird. Zudem ist das Büro sehr papierarm organisiert und eine ordentliche Mülltrennung ist Standard.

Karriere/Weiterbildung

Weiterbildungsmaßnahmen werden grundsätzlich ermöglicht und gefördert, sofern sie einen direkten Bezug zur aktuellen Arbeitstätigkeit haben. Allerdings erfordert der Genehmigungsprozess oft viel Durchsetzungsvermögen, da das hierfür zur Verfügung stehende Budget relativ knapp bemessen ist.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt auf der operativen Ebene ist hervorragend und bildet aktuell die tragende Säule des Arbeitsalltags. Alle Kolleginnen und Kollegen unterhalb der Führungsebene unterstützen sich gegenseitig uneingeschränkt. Der Umgangston ist durchgehend freundlich, respektvoll und von einer echten Hilfsbereitschaft geprägt.

Vorgesetztenverhalten

Die Qualität der Führung ist extrem unbeständig und reicht von fachlich wie menschlich hervorragenden Beispielen bis hin zu Personen, denen die nötige Führungskompetenz völlig fehlt. Teamleitungen agieren primär als Projektmanager, die die Personalführung nur als Zusatzaufgabe erhalten. Für die Belange des Teams bleibt kaum Zeit – eine Struktur, die von der Geschäftsführung offenbar so forciert wird. Zudem neigen einige Führungskräfte ab der Teamleitungsebene zu einem sehr autoritären, teils unnahbaren Auftreten. Der Umgang mit Angestellten überschreitet dabei in Einzelfällen die Grenzen des Akzeptablen und grenzt an psychologischen Druck.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen sind als sehr angenehm hervorzuheben. Das Unternehmen bietet ein modern gestaltetes Großraumbüro mit einer großzügigen Küche sowie kostenfreien Benefits wie Obst, Wasser und Kaffeespezialitäten. Für den kleinen Hunger zwischendurch steht ein (kostenpflichtiger) Snack-Kiosk zur Verfügung. Zudem überzeugt die Lage durch eine hervorragende Infrastruktur mit zahlreichen Gastronomieangeboten für die Mittagspause. Die Ausstattung ist insgesamt gut und vollständig: Man erhält sämtliche benötigten Arbeitsmittel problemlos gestellt, was ausdrücklich auch für das Equipment im Homeoffice (z. B. Monitore und Dockingstations) gilt. Allerdings ist die bereitgestellte Hardware und Software nicht immer auf dem neuesten Stand der Technik.

Kommunikation

Während der Austausch innerhalb des Teams hervorragend und kollegial funktioniert, zeigt sich ab der Teamleitungsebene teils ein erhebliches Kommunikationsdefizit. Die Informationsweitergabe von oben nach unten ist unstrukturiert und führt regelmäßig zu Unklarheiten.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt ist für die Branche leider unterdurchschnittlich und wird auch durch die angebotenen kleineren Benefits nicht aufgewogen. In der Vergangenheit konnte eine entspannte Arbeitsatmosphäre diesen finanziellen Nachteil kompensieren; dieser positive Ausgleich hat in den letzten Jahren jedoch kontinuierlich nachgelassen.

Interessante Aufgaben

Das Aufgabengebiet ist sehr abwechslungsreich und vielseitig. Durch die Betreuung einer Vielzahl unterschiedlicher Kunden mit ihren jeweils individuellen Wünschen, Anforderungen und Bedürfnissen bleibt die tägliche Arbeit stets spannend und bietet kontinuierlich neue Herausforderungen.

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Gute Kollegen und interessante Technik – aber ein System, das sich selbst permanent unter Druck setzt

3,2
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich IT bei NetCologne IT Services GmbH in Köln gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Der größte Pluspunkt sind eindeutig die Menschen.

Die Kolleginnen und Kollegen sind kompetent, hilfsbereit und arbeiten auch unter schwierigen Bedingungen fair miteinander. Gerade wenn die Belastung hoch ist, wird nicht in erster Linie nach Schuldigen gesucht. Stattdessen versucht man, gemeinsam Lösungen zu finden und sich gegenseitig zu unterstützen.

Das ist nicht selbstverständlich.

Ein gutes Team erkennt man nicht daran, dass immer alles problemlos läuft. Man erkennt es daran, wie Menschen miteinander umgehen, wenn Probleme auftreten.

Und hier funktioniert die Zusammenarbeit aus meiner Sicht sehr gut.

Es gibt außerdem technisch interessante und anspruchsvolle Aufgaben. Gerade im Bereich Infrastruktur, Serverbetrieb, Netzwerke, Systemadministration und Automatisierung gibt es grundsätzlich viele Möglichkeiten, sich fachlich mit komplexen Themen auseinanderzusetzen.

Das Potenzial ist vorhanden.

Auch die technische Grundausstattung ist grundsätzlich in Ordnung. Die Probleme entstehen aus meiner Sicht nicht hauptsächlich dadurch, dass grundlegende Werkzeuge fehlen.

Positiv ist außerdem, dass Schwierigkeiten nicht vollständig ignoriert oder abgestritten werden.

Überlastung wird angesprochen. Belastungen werden in Gesprächen thematisiert. Es gibt zumindest grundsätzlich die Möglichkeit, Probleme offen zu benennen.

Das ist eine wichtige Voraussetzung für Verbesserungen.

Denn ein Unternehmen kann Probleme nur lösen, wenn es zunächst akzeptiert, dass sie existieren.

Genau deshalb ist meine Kritik auch nicht, dass grundsätzlich alles schlecht wäre.

**Das Gegenteil ist der Fall: Es gibt viele Voraussetzungen für einen wirklich guten Arbeitgeber.**

Es gibt kompetente Menschen.

Es gibt interessante technische Aufgaben.

Es gibt Kollegenzusammenhalt.

Es gibt fachliches Know-how.

Und es gibt grundsätzlich ein Bewusstsein dafür, dass nicht alles problemlos läuft.

Das macht die aktuelle Situation aus meiner Sicht gleichzeitig besonders schade.

Denn das Potenzial ist eindeutig vorhanden.

Unter besseren organisatorischen Bedingungen könnte aus einem Team, das aktuell häufig unter hohem Druck versucht, Probleme zu kompensieren, eine sehr leistungsfähige und nachhaltige technische Organisation entstehen.

Die Menschen sind aus meiner Sicht nicht das Problem.

**Die Menschen sind vielmehr der Grund, warum das System trotz seiner Probleme überhaupt noch so lange funktioniert.**

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Das zentrale Problem ist aus meiner Sicht nicht das Team.

**Das Team funktioniert – aber die Arbeitsorganisation macht nachhaltiges Arbeiten unnötig schwer.**

Die Situation wird geprägt durch hohen Ticketdruck, viele parallele Anforderungen und zu wenig Zeit für die Dinge, die langfristig eigentlich dafür sorgen würden, dass weniger Probleme entstehen.

Es entsteht ein permanenter reaktiver Arbeitsmodus.

Was ist gerade dringend?

Welches Ticket muss sofort bearbeitet werden?

Welche Anforderung kann nicht warten?

Welche Aufgabe wurde bereits zu lange verschoben?

So entsteht ein Arbeitsalltag, in dem kurzfristige Anforderungen häufig wichtiger werden als nachhaltige Lösungen.

Das ist besonders problematisch in einem technischen Umfeld.

Ein komplexes Problem einfach möglichst schnell zu schließen ist nicht automatisch eine gute Lösung. Häufig wäre es sinnvoller, die Ursache gründlich zu analysieren, Prozesse zu verbessern oder wiederkehrende Aufgaben zu automatisieren.

Aber dafür braucht man Zeit.

Und genau diese Zeit fehlt aus meiner Sicht zu häufig.

Dadurch entsteht ein Kreislauf, der sich selbst verstärkt:

Probleme erzeugen Tickets.

Tickets erzeugen Zeitdruck.

Zeitdruck verhindert nachhaltige Verbesserungen.

Fehlende Verbesserungen führen dazu, dass ähnliche Probleme erneut auftreten.

**Man arbeitet dadurch dauerhaft sehr viel – aber hat gleichzeitig zu wenig Kapazität, die Ursachen der Arbeit nachhaltig zu reduzieren.**

Besonders frustrierend ist für mich, dass viele dieser Probleme offenbar nicht unbekannt sind.

Überlastung wird angesprochen.

Kapazitätsprobleme werden wahrgenommen.

Schwierigkeiten mit Ticketlast und Erwartungen werden erkannt.

Trotzdem verändert sich strukturell aus meiner Sicht zu wenig.

Und genau das ist der entscheidende Punkt.

Es geht nicht darum, dass niemand zuhört.

Es geht darum, dass Zuhören allein keine Tickets reduziert, keine Prozesse verbessert und keine zusätzliche Zeit schafft.

Wenn Mitarbeiter regelmäßig auf Überlastung hinweisen und diese Überlastung auch anerkannt wird, müssen irgendwann Konsequenzen folgen.

Sonst entsteht eine besonders frustrierende Situation:

**Das Problem ist bekannt. Aber man arbeitet trotzdem weiter, als wäre es im Wesentlichen die Aufgabe der Mitarbeiter, es durch mehr Flexibilität zu kompensieren.**

Das Team schafft das aktuell häufig durch Engagement, Hilfsbereitschaft und persönlichen Einsatz.

Man hilft sich gegenseitig.

Man übernimmt zusätzliche Themen.

Man versucht, Probleme irgendwie zu lösen.

Man möchte die Kollegen nicht im Stich lassen.

Aber genau darin liegt auch eine Gefahr.

Ein engagiertes Team kann sehr lange strukturelle Probleme verdecken, weil die Menschen immer wieder Wege finden, trotzdem weiterzumachen.

Dadurch kann der Eindruck entstehen, dass das System ja irgendwie funktioniert.

**Aber „es funktioniert irgendwie“ ist kein Qualitätsmerkmal für eine nachhaltige Arbeitsorganisation.**

Ein System sollte nicht dauerhaft darauf angewiesen sein, dass engagierte Mitarbeiter seine strukturellen Schwächen durch zusätzlichen persönlichen Einsatz kompensieren.

Hinzu kommt aus meiner Sicht, dass dadurch wichtige technische Arbeit immer wieder nach hinten rutscht.

Automatisierung.

Dokumentation.

Fehleranalyse.

Prozessverbesserungen.

Präventive Wartung.

Weiterentwicklung.

All diese Dinge sind langfristig wichtig. Sie werden aber in einem dauerhaft reaktiven Umfeld schnell zu Aufgaben, die „später“ erledigt werden sollen.

Das Problem ist nur:

**Später kommt irgendwann nicht mehr.**

Und genau deshalb entsteht bei mir der Eindruck eines Systems, das permanent beschäftigt ist, aber zu wenig Raum hat, sich selbst nachhaltig zu verbessern.

Das ist besonders schade, weil die Voraussetzungen eigentlich vorhanden sind.

Das Team ist gut.

Die technischen Aufgaben sind interessant.

Es gibt fachlich kompetente Menschen.

Das Unternehmen hat Potenzial.

Deshalb ist diese Bewertung auch keine Kritik an einzelnen Kolleginnen und Kollegen.

Im Gegenteil.

**Meine Kritik richtet sich gegen eine Arbeitsorganisation, in der gute und engagierte Menschen dauerhaft versuchen müssen, strukturelle Probleme auszugleichen.**

Wer hier arbeitet, kann sehr gute Kollegen und interessante technische Aufgaben finden.

Man sollte aber darauf vorbereitet sein, dass hoher Ticketdruck und viele parallele Anforderungen nachhaltige technische Arbeit erheblich erschweren können.

Mein Eindruck ist deshalb:

**Das größte Problem ist nicht fehlendes Engagement der Mitarbeiter. Das größte Problem ist, dass das vorhandene Engagement zu oft benötigt wird, um strukturelle Probleme zu kompensieren, statt es für nachhaltige Verbesserungen nutzen zu können.**

Ein gutes Team kann sehr viel auffangen.

Aber auch das beste Team kann ein dauerhaft überlastetes System nicht unbegrenzt kompensieren.

Und genau hier müsste sich aus meiner Sicht etwas grundlegend ändern.

Verbesserungsvorschläge

Das Unternehmen sollte sich aus meiner Sicht zunächst eine grundlegende Frage stellen:

**Kann wirklich dauerhaft alles gleichzeitig Priorität haben?**

Kundenanforderungen, Tickets, laufender Betrieb, Wartung, Sicherheitsupdates, Fehleranalyse, interne Projekte, neue Projekte, Automatisierung und Weiterbildung konkurrieren um dieselbe begrenzte Arbeitszeit. Wenn personelle Kapazitäten begrenzt sind, kann nicht jede Aufgabe gleichzeitig mit derselben Priorität behandelt werden.

Genau hier sehe ich eines der größten Probleme.

Es braucht eine ehrlichere und konsequentere Priorisierung. Wenn der Betrieb bereits stark ausgelastet ist, sollten neue Projekte nicht einfach zusätzlich gestartet werden, ohne an anderer Stelle Kapazitäten zu schaffen. Wenn weniger Personal verfügbar ist, muss offen entschieden werden, welche Aufgaben weiterhin vollständig erledigt werden können und welche bewusst zurückgestellt werden.

**Es ist keine Schwäche, Prioritäten zu setzen. Es ist eine Voraussetzung für professionelles Arbeiten.**

Aktuell entsteht aus meiner Sicht zu häufig der Eindruck, dass bekannte Kapazitätsprobleme durch Flexibilität und zusätzlichen persönlichen Einsatz der Mitarbeiter ausgeglichen werden sollen. Das funktioniert kurzfristig. Langfristig führt es jedoch zu Frustration, Überlastung und dazu, dass wichtige Arbeiten immer weiter verschoben werden.

Besonders wichtig wäre es, feste Zeit für nachhaltige technische Arbeit einzuplanen.

Automatisierung, Dokumentation, Fehleranalyse und Prozessverbesserungen dürfen nicht immer nur dann stattfinden, wenn zufällig gerade keine Tickets offen sind. In einem dauerhaft ausgelasteten Umfeld wird dieser Zeitpunkt möglicherweise nie kommen.

Das führt zu einem problematischen Kreislauf:

Zu wenig Zeit für Verbesserungen führt dazu, dass ineffiziente Prozesse bestehen bleiben. Diese Prozesse erzeugen zusätzliche Arbeit. Die zusätzliche Arbeit reduziert wiederum die Zeit für Verbesserungen.

**So bleibt ein System dauerhaft beschäftigt, ohne sich nachhaltig verbessern zu können.**

Das Ticketmanagement sollte ebenfalls grundlegend überprüft werden. Nicht jedes Ticket kann die gleiche Priorität haben. Nicht jede Aufgabe muss sofort erledigt werden. Und nicht jede Person kann gleichzeitig für Tickets, Betrieb, Projekte und zusätzliche Sonderaufgaben verantwortlich sein.

Es braucht realistische Erwartungen und eine Priorisierung, die sich an tatsächlich verfügbaren Kapazitäten orientiert.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Mitarbeiterbindung.

Erfahrene Mitarbeiter kennen die Systeme, Prozesse, Kundenanforderungen und historischen Zusammenhänge. Dieses Wissen lässt sich nicht kurzfristig ersetzen. Wer langfristige Stabilität erreichen möchte, sollte deshalb stärker in die vorhandenen Mitarbeiter investieren und sich frühzeitig fragen, warum Menschen das Unternehmen verlassen oder unzufrieden werden.

Mein wichtigster Verbesserungsvorschlag ist deshalb:

**Probleme nicht nur erkennen – sondern Konsequenzen daraus ziehen.**

Überlastung anzusprechen ist gut. Mitarbeiter nach ihrer Belastung zu fragen ist gut. Zu erkennen, dass Erwartungen oder SLA-Ziele unter den vorhandenen Bedingungen schwierig zu erreichen sind, ist ebenfalls wichtig.

Aber Erkenntnis allein verändert nichts.

Wenn Probleme bekannt sind, müssen daraus irgendwann konkrete Entscheidungen folgen: Prioritäten verändern, Projekte verschieben, Ressourcen schaffen oder Erwartungen anpassen.

Das Unternehmen hat aus meiner Sicht durchaus die Möglichkeit, diese Situation zu verbessern. Dafür müsste es jedoch bereit sein, kurzfristige Anforderungen teilweise zugunsten langfristiger Stabilität zurückzustellen.

Das wäre möglicherweise unbequem.

Aber dauerhaft alles gleichzeitig von einem bereits stark belasteten System zu erwarten, ist keine nachhaltige Lösung.

Arbeitsatmosphäre

Die Atmosphäre leidet nicht unter den Kolleginnen und Kollegen – im Gegenteil. Das Team ist einer der Hauptgründe, warum die Situation überhaupt noch funktioniert.

Das Problem ist die Struktur: Überlastung wird angesprochen und wahrgenommen, gleichzeitig bleiben Ticketlast, Prioritäten und Erwartungen weitgehend bestehen. Dadurch entsteht ein permanenter Widerspruch zwischen Verständnis und tatsächlicher Entlastung.

Viel Arbeit läuft im Feuerwehrmodus. Dringende Tickets und kurzfristige Anforderungen verdrängen Fehleranalyse, Automatisierung und nachhaltige Verbesserungen. Man arbeitet ständig daran, den aktuellen Betrieb am Laufen zu halten, hat aber zu wenig Zeit, ihn langfristig besser zu machen.

Das erzeugt dauerhaften Druck. Ohne den starken Zusammenhalt im Team wäre die Atmosphäre deutlich schlechter.

Image

Das Unternehmen hat grundsätzlich einen guten Namen und interessante Aufgabenfelder.

Intern entsteht jedoch teilweise ein anderes Bild.

Wenn Mitarbeiter häufig wechseln und bekannte strukturelle Probleme über längere Zeit bestehen bleiben, wird das irgendwann sichtbar.

Ein gutes Image kann vieles ausgleichen – aber nicht dauerhaft eine problematische interne Realität.

Der gute Ruf wäre aus meiner Sicht deutlich stärker, wenn die interne Arbeitsorganisation besser mit dem äußeren Anspruch übereinstimmen würde.

Work-Life-Balance

Auf dem Papier ist die Work-Life-Balance besser, als die tatsächliche Belastung vermuten lässt. Es wird nicht grundsätzlich erwartet, dauerhaft außerhalb der Arbeitszeit zu arbeiten.

Das Problem ist der mentale Druck.

Wenn Tickets offen bleiben, Probleme ungelöst sind und man weiß, dass nach einer Abwesenheit ein großer Berg Arbeit wartet, endet die Belastung nicht automatisch mit dem Feierabend.

Auch Urlaub kann dadurch weniger erholsam sein, weil man bereits an die Rückkehr denkt.

Eine gute Work-Life-Balance bedeutet nicht nur, pünktlich Feierabend machen zu können. Sie bedeutet auch, anschließend gedanklich abschalten zu können.

Bei dauerhaftem Ticketdruck und hoher Arbeitsbelastung gelingt das nur eingeschränkt.

Karriere/Weiterbildung

Weiterbildungsmöglichkeiten können grundsätzlich vorhanden sein. Das eigentliche Problem ist jedoch die verfügbare Zeit.

Gerade in einem technischen Umfeld entwickeln sich Systeme und Anforderungen ständig weiter. Weiterbildung ist deshalb wichtig, um langfristig fachlich auf dem aktuellen Stand zu bleiben.

Theoretische Angebote helfen jedoch wenig, wenn das Tagesgeschäft praktisch keinen Raum dafür lässt.

Man kann nicht dauerhaft hohe Ticketlast bewältigen, komplexe operative Probleme lösen und sich gleichzeitig umfassend weiterentwickeln.

Irgendwann gewinnt immer das dringendste Ticket.

Damit besteht die Gefahr, dass fachliche Entwicklung dauerhaft hinter dem Tagesgeschäft zurückbleibt.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt ist für die Branche nicht grundsätzlich schlecht. Auch die Benefits sind marktüblich.

Gemessen an Arbeitsmenge, Verantwortung und Belastung empfinde ich die Vergütung jedoch nicht immer als angemessen.

Aus meiner Sicht sollte langfristige Mitarbeiterbindung eine höhere Priorität haben.

Erfahrene Beschäftigte kennen Systeme, Prozesse und interne Strukturen. Dieses Wissen ist nicht kurzfristig ersetzbar.

Wer langfristige Stabilität möchte, sollte deshalb stärker in die vorhandenen Mitarbeiter investieren und sie langfristig halten.

Hier besteht aus meiner Sicht Verbesserungspotenzial.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Nach außen werden Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung grundsätzlich positiv dargestellt.

Das ist gut.

Nachhaltigkeit sollte jedoch auch intern gelten. Mitarbeiter sind keine kurzfristige Ressource.

Langfristige Mitarbeiterbindung, realistische Arbeitsbelastung und die Möglichkeit, sich fachlich weiterzuentwickeln, gehören für mich ebenfalls zu einem nachhaltigen Umgang mit Menschen.

Wenn Wissen und Erfahrung verloren gehen und neue Mitarbeiter immer wieder eingearbeitet werden müssen, ist das weder für die Beschäftigten noch für das Unternehmen langfristig sinnvoll.

Hier sehe ich Verbesserungspotenzial.

Kollegenzusammenhalt

Der Kollegenzusammenhalt ist eindeutig einer der größten Pluspunkte.

Die Kolleginnen und Kollegen sind kompetent, hilfsbereit und fair. Gerade unter hoher Belastung versucht man, sich gegenseitig zu unterstützen, statt Schuldige zu suchen.

Wenn Informationen fehlen oder Probleme auftreten, wird gemeinsam nach Lösungen gesucht. Das Team funktioniert.

Gleichzeitig hat dieser starke Zusammenhalt eine Schattenseite: Engagierte Mitarbeiter gleichen strukturelle Probleme häufig durch persönlichen Einsatz aus. Man möchte die Kollegen nicht im Stich lassen.

Dadurch kann aus Teamgeist zusätzlicher Druck entstehen.

Das Team hat aus meiner Sicht großes Potenzial. Unter besseren Bedingungen könnte daraus eine sehr starke Zusammenarbeit entstehen, statt dauerhaft gemeinsam gegen Überlastung und Ticketdruck anzukämpfen.

Umgang mit älteren Kollegen

Auch hier sehe ich kein grundsätzliches Problem.

Die Zusammenarbeit erfolgt respektvoll und unabhängig vom Alter.

Das ist einer der Bereiche, die im Team gut funktionieren.

Vorgesetztenverhalten

Das Vorgesetztenverhalten ist differenziert zu betrachten.

Es gibt Gespräche, Belastungen werden angesprochen und Probleme teilweise offen anerkannt. Das ist grundsätzlich positiv.

Das Problem ist jedoch die Konsequenz.

Wenn Überlastung bekannt ist, müssten daraus irgendwann konkrete Maßnahmen folgen: Prioritäten ändern, Projekte verschieben, Ressourcen schaffen oder Erwartungen reduzieren.

Genau das passiert aus meiner Sicht zu selten.

Dadurch entsteht eine frustrierende Situation: Mitarbeiter können ihre Probleme schildern und werden angehört, strukturell verändert sich aber häufig zu wenig.

Die entscheidende Frage ist deshalb nicht nur, ob jemand zuhört.

Die entscheidende Frage ist: Was passiert anschließend?

Hier besteht aus meiner Sicht erheblicher Verbesserungsbedarf.

Arbeitsbedingungen

Die technische Ausstattung ist grundsätzlich in Ordnung. Das größte Problem sind nicht Hardware oder Werkzeuge, sondern die Arbeitsorganisation.

Es gibt Prozesse, die automatisiert oder verbessert werden könnten. Es gibt wiederkehrende Probleme, deren Ursachen nachhaltiger analysiert werden müssten.

Aber dafür fehlt häufig die Zeit.

So entsteht ein problematischer Kreislauf: Zu wenig Zeit für Verbesserungen führt dazu, dass ineffiziente Prozesse bestehen bleiben. Diese erzeugen zusätzliche Arbeit – und diese zusätzliche Arbeit reduziert wiederum die Zeit für Verbesserungen.

Das System ist dadurch dauerhaft beschäftigt, wird aber nicht ausreichend besser.

Aus meiner Sicht ist das eines der größten strukturellen Probleme.

Kommunikation

Kommunikation gibt es regelmäßig. Das Problem ist nicht mangelnde Kommunikation, sondern die Diskrepanz zwischen dem, was kommuniziert wird, und dem, was anschließend passiert.

Überlastung wird angesprochen und anerkannt. Gleichzeitig bleiben Ticketlast, Prioritäten und Erwartungen weitgehend bestehen. Das vermittelt den Eindruck: Das Problem ist bekannt, aber die Konsequenzen daraus werden nicht ausreichend gezogen.

Besonders bei geringerer personeller Kapazität müsste klar priorisiert werden. Es kann nicht dauerhaft alles gleichzeitig funktionieren, wenn weniger Ressourcen vorhanden sind.

Statt klar zu sagen, welche Aufgaben zurückgestellt werden, entsteht häufig der Eindruck, dass die Mitarbeiter durch Flexibilität und Improvisation strukturelle Probleme ausgleichen sollen.

Ehrliche Priorisierung wäre hier deutlich hilfreicher.

Gleichberechtigung

Gleichberechtigung ist aus meiner Sicht kein Problem.

Die Zusammenarbeit ist grundsätzlich respektvoll und fair.

Wenn es etwas gibt, das alle gleichermaßen betrifft, dann eher die hohe Arbeitsbelastung.

Hier sehe ich keinen besonderen Kritikpunkt.

Interessante Aufgaben

Die technischen Aufgaben haben grundsätzlich großes Potenzial. Gerade Themen aus Infrastruktur, Serverbetrieb, Netzwerken und Automatisierung können fachlich interessant und anspruchsvoll sein.

Genau deshalb ist es schade, dass für nachhaltige technische Arbeit häufig zu wenig Zeit bleibt.

Ein Problem sauber analysieren, Ursachen beseitigen, Prozesse automatisieren oder Systeme langfristig verbessern benötigt Zeit. Wenn der größte Teil der Kapazität durch Tickets und kurzfristige Anforderungen gebunden ist, bleibt diese Arbeit liegen.

Dann wird häufig nicht die beste technische Lösung umgesetzt, sondern die Lösung, die unter Zeitdruck gerade möglich ist.

Das vorhandene fachliche Potenzial wird dadurch aus meiner Sicht nicht ausreichend genutzt.

Aus interessanter technischer Arbeit wird zu oft kurzfristige Problembeseitigung.

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In einem Jahr sind alle Guten weg

3,1
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich IT bei NetCologne IT Services GmbH in Köln gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Das Team untereinander funktioniert. Die Arbeit selbst ist spannend. Und das Unternehmen hat einen guten Namen in der Branche – das ist was wert.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Wo fange ich an? Die November-Restrukturierung war ein Desaster. Die Konsequenzen: Sieben Leute weg in einem Jahr, davon zwei gekündigt. Niemand wurde nachbesetzt. Das Team wurde kleiner und die Arbeit nicht. Jetzt versucht man es mit externen Dienstleistern, aber das ist Krisenmanagement, keine Lösung. Die Ticketlast dominiert alles – Betriebsverpflichtungen werden vernachlässigt. Die Kommunikation ist scheinheilig: "Ich sehe deine Überlastung" gefolgt von "Bis Freitag die Tickets". Das ist psychologisch belastend. KPIs werden durch Umbuchung schöner gemacht statt durch echte Verbesserung. Und die Führungsstruktur ist instabil – wechselnde Leiter, jetzt kommissarisch. Das ist keine gute Arbeitssituation.

Verbesserungsvorschläge

Das Unternehmen hat nach der Restrukturierung ein Vertrauens- und Strukturproblem. Das wird nicht durch bessere E-Mails gelöst. Es braucht echte Entscheidungen: Entschuldigung für die misslungene Restrukturierung und echte Konsequenzen (Personal nachbesetzt). Die Ticketkultur muss sich ändern – nicht wöchentliche Appelle, sondern systematisches Management. KPIs müssen realistisch sein oder angepasst werden. Und das Management muss die Bereitschaft zeigen, nein zu sagen statt alles zu versprechen.

Arbeitsatmosphäre

Die Situation hat sich deutlich verschlechtert seit der Restrukturierung. Das Team ist kleiner, die Arbeit nicht. Es gibt externe Unterstützung, aber das fühlt sich wie ein Band-Aid auf einem tieferen Problem an. Während Urlaubszeiten wird das noch deutlicher: Mit 50% Kapazität soll alles weitergehen. Das ist nicht realistisch, aber die Erwartung bleibt gleich. Das Team sitzt unter ständigem Druck und weiß, dass dieser Druck nicht gerechtfertigt ist.

Image

Das Image nach außen ist besser als die Realität nach innen. Die Restrukturierung und die Fluktuation sind auch extern bemerkbar. Der gute Ruf bröckelt.

Work-Life-Balance

Work dominiert. Life ist das, was übrig bleibt. Mit der aktuellen Ticketlast und den Erwartungen ist es unmöglich, wirklich abzuschalten.

Karriere/Weiterbildung

Theoretisch gibt es Möglichkeiten. Praktisch: Du hast keine Zeit dafür. Und ohne Zeit kannst du nicht vorankommen.

Gehalt/Benefits

Könnte besser sein. Besonders ärgerlich: Das Unternehmen zahlt externe Dienstleister mehr als es interne Leute bezahlt. Das ist eine Botschaft.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Ok nach außen. Nach innen weniger – da werden Ressourcen verbraucht (Menschen) ohne sie nachzufüllen.

Kollegenzusammenhalt

Das Team ist tatsächlich gut. Leute, die sich kennen, die Sachen können, die sich gegenseitig stützen. Gerade weil alles um sie herum instabil ist, halten sie zusammen. Das Kollegium ist nicht das Problem. Das Problem ist, dass dieses gute Team durch ein schlechtes System belastet wird. Und irgendwann verlieren auch gute Menschen die Geduld. Sieben sind in einem Jahr weg. Das sagt alles.

Umgang mit älteren Kollegen

Das funktioniert gut. Die Älteren werden nicht ausgegrenzt, die Jüngeren nicht bevormundet. Das ist löblich.

Vorgesetztenverhalten

Das Management sagt das Richtige und meint es vermutlich auch. Aber zwischen "ich verstehe dich" und "mach trotzdem alles" liegt ein großer Graben, der nicht überbrückt wird.

Arbeitsbedingungen

Grundsätzlich gut ausgestattet. Das ist aber auch das Einzige, das funktioniert. Der Arbeitsort ist ok, die Struktur darum nicht.

Kommunikation

Nachrichten kommen regelmäßig, aber ohne Konsequenzen. Da wären die Urlaubszeit-E-Mails: Mit 50% Besetzung sollen Kundenleistungen, Tagesgeschäft und interne Projekte alle laufen. Das ist mathematisch unmöglich. Aber statt das zu sagen, kommt ein Appell an Flexibilität. Dann sind da die wöchentlichen Ticket-Listen: "Bitte bis Freitag bearbeiten." Obwohl alle wissen, dass die Person 60+ Tickets hat und unmöglich alle in einer Woche machen kann. Das ist keine Kommunikation, das ist Schuldvergabe in Kleinteilen. Dazu kommt: KPIs werden besprochen, aber nicht realistisch angepasst. Statt die Quote zu senken oder Personal einzustellen, kommt: "Buche deine Arbeit als Kundenleistung, damit die Quote stimmt." Das ist keine ehrliche Kommunikation.

Gleichberechtigung

Das ist nicht das Problem. Alle werden gleich behandelt – gleich überlastet, gleich unter Druck. Das ist zumindest fair.

Interessante Aufgaben

Abwechslung ist gut. Aber Tiefe fehlt. Es geht von Ticket zu Ticket, von Problem zu Problem. Echte, sinnvolle Projekte kommen nie an die Reihe.

2Hilfreichfinden das hilfreich3Zustimmenstimmen zuMeldenTeilen

Das sinkende Schiff würd gerade von allen Seiten verlassen und der Führung ist es egal

3,1
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich IT bei NetCologne IT Services in Köln gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Die technologische Weiterentwicklung und Innovation im Bereich der Edu Services

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Aktuelles Klima durch GF und Führung. Dauerhafter Druck von oben mit unrealistischen Zielen

Verbesserungsvorschläge

Wieder Zurück zum Kern der Vergangenheit. Das Wir gefühl wieder leben. Weg von KI geführter GF.

Arbeitsatmosphäre

Nur noch Druck von oben herab

Image

Schrumpfend... Immer mehr und mehr

Work-Life-Balance

Meetings werden absichtlich so gesetzt um Arbeitszeit zu kontrollieren

Karriere/Weiterbildung

Man sagt man kann Weiterbildungen machen das Budget ist allerdings winzig dafür

Gehalt/Benefits

Versucht mit Benefits das fehlende Geld besser zu machen

Kollegenzusammenhalt

Teamgefühl ist super z.T. auch mit der Führungskraft. Diese gehen aber auch alle immer mehr weil sie es nicht weiter unterstützen können

Vorgesetztenverhalten

Direkte Führungskräfte sind okay die höheren geben nur den Druck von oben weiter

Kommunikation

Es werden nur noch unrealistische Ziele gesetzt und darauf gelöscht obwohl man von Anfang an sagt sie sind unrealistisch

Interessante Aufgaben

Unternehmen lernt die Automatisierung etc. jetzt erst kennen und macht Druck dahin gibt einem aber keine Zeit und Spielraum für eigenständiges weiterentwickeln und optimieren


Umwelt-/Sozialbewusstsein

Umgang mit älteren Kollegen

Arbeitsbedingungen

Gleichberechtigung

1Hilfreichfindet das hilfreich5Zustimmenstimmen zuMeldenTeilen

Zum Anfang war es gut und dann kam der Absturz

3,4
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr im Bereich IT bei NetCologne IT Services GmbH in Köln gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

- Das Arbeiten mit den Teamkollegen
- Die Firmenevents
- Firmenwagen
- Die Urlaubs und Brauchtumstage

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

-Kommunikation
-Wertschätzung
-Lohn/Gehalt
- usw

Verbesserungsvorschläge

- Bei Projekten alle betroffenen Abteilungen vorher informieren und Rücksprache halten zum Prozess.
- Außendienstler dauerhaft mit dem benötigten Werkzeug ausstatten.
- Das Potenzial der Mitarbeiter nutzen.
- Manche Abteilungsleiter sollten sich mehr mit ihren Rechten und Pflichten auseinander setzen.
- Die Kommunikation verbessern, man bekommt das Gefühl das die GL nicht weiß was in manchen Teams passiert.

Work-Life-Balance

Die Aufträge wurden selber terminiert, so das ein pünklticher Feierabend oder auch die Durchführung von Restarbeiten im Homeoffice möglich war.

Karriere/Weiterbildung

Aufstiegsmöglichkeiten wurden nicht geboten.

Gehalt/Benefits

In der Branche im unteren Durschnitt. Eine BAV wird angeboten.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Der Betrieb hat auf E-Fahrzeuge umgestellt.

Kollegenzusammenhalt

Team intern war der Zusammenhalt gut. Teamübergreifend muss ich aber leider sagen das man öfters sich selbst überlassen wurde.

Vorgesetztenverhalten

Mein Teamleiter hatte immer ein offenes Ohr für sein Team und hat auch viele Veränderungen die vorgeschlagen wurden umgesetzt. Die restlichen Vorgesetzten haben unangenehme Themen einfach ausgesessen.

Arbeitsbedingungen

Die technische Ausstattung wie Handy und Notebook war einwandfrei. Diverse Werkzeuge musste man sich selber anschaffen damit man vernünftig Arbeiten konnte. Ein günstiges Werkzeugset von Amazon reicht hier nicht. Netzwerkprüfer gab es, aber auch nur die einfachste Ausstattung und diese musste immer vorher im Büro geholt werden.
Der Dienstwagen war gut ausgestattet.
An den Arbeitsstandorten war es zum Teil sehr laut und schmutzig.

Kommunikation

Kommunikation im Team intern war gut, zu anderen Abteilungen ließ es sehr zu wünschen übrig. Projekte wurden gestartet ohne vorher Rücksprache mit den Zuständigen Teams zu halten oder deren Sichtweise und Empfehlungen über den Prozess einzuholen.

Interessante Aufgaben

So ziemlich immer die selben Aufgaben, so das es auf Dauer zu langweilig wurde. Herausforderungen wurden hier vergebens gesucht.


Arbeitsatmosphäre

Image

Umgang mit älteren Kollegen

Gleichberechtigung

3Hilfreichfinden das hilfreich7Zustimmenstimmen zuMeldenTeilen

Arbeitgeber-Kommentar

NetCologne IT Services - Personalabteilung
NetCologne IT Services - Personalabteilung

Lieber (Ex-)Kollege (m/w/d),

vielen Dank für dein ehrliches Feedback. Es freut uns zu hören, dass du mit der Work-Life-Balance sehr zufrieden bist / warst und die Möglichkeit zur flexiblen Zeiteinteilung schätzt / geschätzt hast.
Deine Kritikpunkte zur Kommunikation nehmen wir ernst. Du hast völlig recht, dass bei Projekten alle betroffenen Abteilungen von Anfang an einbezogen werden sollten - das ist ein wichtiger Punkt. Deine Erfahrung, dass manche Führungskräfte unangenehme Themen aussitzen, zeigt uns, wo wir genauer hinschauen bzw. uns ggf verbessern können.
Dein Feedback zur Ausstattung für den Außendienst nehmen wir ebenfalls gern mit.

Liebe Grüße!

Nicht zu empfehlen: Anspruch und tatsächliche Unterstützung passen nicht zusammen. Versprechen werden nicht gehalten

1,8
Nicht empfohlen
Ex-FührungskraftHat bis 2025 im Bereich Vertrieb / Verkauf bei NetCologne IT Services in Köln gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Das Unternehmen bietet grundsätzlich ein sicheres Umfeld für Mitarbeitende, die innerhalb klar definierter Strukturen arbeiten möchten.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Diskrepanz zwischen formuliertem Veränderungsanspruch und tatsächlicher organisatorischer Unterstützung. Erwartungen, Entscheidungsbefugnisse und operative Realität waren aus meiner Sicht nicht ausreichend aufeinander abgestimmt. Zudem hätte ich mir eine offenere Feedbackkultur und direktere Klärung unterschiedlicher Wahrnehmungen zur Rollenwahrnehmung gewünscht.

Verbesserungsvorschläge

Vor der Besetzung von Führungsrollen mit Veränderungsauftrag sollten Erwartungen, Entscheidungsbefugnisse und organisatorische Unterstützung verbindlich definiert und nachhaltig getragen werden. Klare Verantwortlichkeiten und stabile Rahmenbedingungen würden helfen, Transformationen erfolgreich umzusetzen.

Ich hätte mir im Verlauf der Zusammenarbeit eine offenere und direktere Feedbackkultur gewünscht. Kritische Wahrnehmungen oder unterschiedliche Einschätzungen zur operativen Einbindung sollten aus meiner Sicht transparent und im direkten Austausch adressiert werden, statt erst im Nachgang sichtbar zu werden. Trotz hoher persönlicher Arbeitsbelastung entstand für mich zeitweise der Eindruck unterschiedlicher Erwartungshaltungen an die Rolle, was vermeidbare Spannungen erzeugte.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre wirkte nach außen kollegial, war jedoch stark von informellen Strukturen und internen Abstimmungen geprägt. Für notwendige Veränderungen fehlte die offene Unterstützung, wodurch ein konstruktives Arbeiten am Transformationsauftrag kaum möglich war. Es mangelt hauptsächlich an Transparenz und Ehrlichkeit.

Image

Außenwahrnehmung und interne Realität im Hinblick auf Veränderungsbereitschaft und Entscheidungsstrukturen haben sich aus meiner Erfahrung deutlich unterschieden.

Work-Life-Balance

Die Arbeitsbelastung war im Rahmen der Rolle erwartbar hoch. Herausforderungen entstanden weniger durch das Arbeitspensum als durch strukturelle Unklarheiten.

Karriere/Weiterbildung

Entwicklungsmöglichkeiten bestehen vor allem innerhalb bestehender Strukturen. Für Rollen mit Transformations- oder Aufbauauftrag fehlten aus meiner Sicht die notwendigen organisatorischen Voraussetzungen.

Gehalt/Benefits

Die Bezahlung ist durch die Bank weg ein Grund für Unmut bei den aller meisten. Nicht alle im Vorfeld besprochenen Vergütungsbestandteile und Rahmenbedingungen wurden im Verlauf der Zusammenarbeit umgesetzt. Dies war letztlich ein wesentlicher Faktor für die Beendigung der Tätigkeit.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Das Thema wird sichtbar adressiert und entspricht einem modernen Unternehmensverständnis.

Kollegenzusammenhalt

Innerhalb einzelner Teams bestand ein respektvoller Umgang. Gleichzeitig erschwerten gewachsene Strukturen bereichsübergreifende Veränderungen.

Umgang mit älteren Kollegen

Der direktete Umgang mit älteren Kollegen war grundsätzlich respektvoll und wertschätzend.

Vorgesetztenverhalten

Der persönliche Umgang war respektvoll, jedoch fehlte die konsequente organisatorische Unterstützung eines zuvor klar definierten Veränderungsauftrags.

Arbeitsbedingungen

Die strukturellen Rahmenbedingungen waren grundsätzlich solide, jedoch durch langsame Entscheidungsprozesse und unklare Verantwortlichkeiten eingeschränkt.

Kommunikation

Kommunikation wirkte häufig konsensorientiert statt klar entscheidungsorientiert. Vereinbarungen und Rahmenbedingungen änderten sich mehrfach, was Planungssicherheit erheblich erschwerte.

Gleichberechtigung

In diesem Bereich habe ich keine negativen Erfahrungen gemacht. Ich persönlich zu Mindest…

Interessante Aufgaben

Die Rolle selbst bot großes Potenzial und interessante Herausforderungen. Die organisatorischen Rahmenbedingungen verhinderten jedoch eine nachhaltige Umsetzung.

HilfreichHilfreich?3Zustimmenstimmen zuMeldenTeilen

Arbeitgeber-Kommentar

NetCologne IT Services - Personalabteilung
NetCologne IT Services - Personalabteilung

Lieber Ex-Kollege (m/w/d),

vielen Dank für dein ehrliches und konstruktives Feedback. Es tut uns leid zu erfahren, dass du dich in deiner Rolle nicht ausreichend unterstützt gefühlt hast.
Dein Hinweis zum Verbesserungspotenzial der organisatorischen Rahmenbedingungen ist genauso wertvoll wie der zur offeneren Feedbackkultur und direkteren Kommunikation bei unterschiedlichen Wahrnehmungen. Gern kannst du dich hierzu auch noch einmal mit uns in Verbindung setzen, um uns ggf weitere Details mitzugeben.
Positiv nehmen wir zur Kenntnis, dass du den respektvollen Umgang im Team und das grundsätzlich sichere Arbeitsumfeld geschätzt hast. Das freut uns sehr zu lesen.

Wir wünschen dir alles Gute! :)

Mehrfachbewertung

Viel Herz, Entwicklungsmöglichkeiten und auch viel Politik

4,1
Empfohlen
Mehrfachbewertung
Hat bis 2026 bei NetCologne IT Services GmbH in Köln gearbeitet und diesen Arbeitgeber mehrfach bewertet. (Mitarbeiter:innen dürfen ihren Arbeitgeber einmal im Jahr bewerten.)

Gut am Arbeitgeber finde ich

Grundsätzlich würde ich die NetCologne IT Services als guten Arbeitgeber weiterempfehlen. Gerade als Berufseinsteiger hat man wirklich wertvolle Entwicklungschancen was Weiterbildungen, aber auch Aufstiegschancen betrifft. Nicht selten kommen auch neue Führungskräfte aus den Teams hervor. Hier wird oft auf die Besetzung der offenen Stellen durch Interne geachtet.
Um die Führungskräfte bei ihrem Einstieg und ihrer Weiterentwicklung zu unterstützen, würde ein Personalentwicklungskonzept enorm helfen. Hiervon werden sicherlich auch Mitarbeitende profitieren.
Zuletzt ist m.E. noch hervorzuheben, dass bereits als Junior Mitarbeiter die Möglichkeit besteht einen Firmenwagen zu erhalten. Die Firma ist hier sehr zuvorkommend , auch wenn kein Außendienst in der Rolle geplant ist.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

In meiner Vergangenheit habe ich leider mehrfach erlebt, dass eigentlich anonyme Umfragen im Management transparent gemacht wurden. Transparent bedeutet in diesen Situationen, dass genau klar war, wer wie abgestimmt hat. In diesen Momenten wurde bewusst so viel Druck auf die Teilnehmenden ausgeübt, dass die Abstimmungsergebnisse von den Teilnehmern offen kommuniziert werden mussten.
Bei diesen Abstimmungsergebnissen ging es meist um Kritik innerhalb des Managements. Dies hat in mir das Gefühl ausgelöst, dass kritisches Feedback eher unterbunden anstatt wahrgenommen und berücksichtigt wird. Hier wünsche ich der Firma für die Zukunft mehr Selbstreflektion und Kritikfähigkeit, denn einen solchen Umgang mit Feedback erachte ich für die Zukunft als extrem kritisch.

Regemäßig von mir beobachtete politische Machenschaften im oberen Management führen oftmals zu Umbrüchen und schwierigen Situationen, um einzelnen Bereichen mehr Mitarbeiter und vermeintlich relevantere Verantwortlichkeiten zuzuführen.
An dieser Stelle würde ich mir wünschen, dass das obere Management diese Politik wahrnimmt und nach Möglichkeit unterbindet.

Bei vergangenen Reorganisationen ist wiederholt aufgefallen, dass Mitarbeitende bei der Gestaltung nicht mit eingebunden werden. In der Belegschaft gibt es mindestens 10 ausgebildete Change Facilitatoren die speziell darauf ausgebildet sind Menschen bei der anstehenden Veränderung zu begleiten und zu unterstützen. Dies Möglichkeit wird leider selten wahrgenommen, da die Ressourcen in andere Projekte fließen.

Verbesserungsvorschläge

Verbesserungsvorschläge habe ich bereits in den anderen Feldern immer wieder aufgezeigt. Dennoch passt hier ein Vorschlag gut rein: Die einzelnen Teams werden immer größer. Nicht selten gibt es Teams die aus 15 Mitarbeiter und noch mehr bestehen. M.E. ist es langfristig sinnvoll diese Teams zu verkleinern bzw. mit weiteren Führungskräften auszustatten. So wird die Chance erhöht, dass die individuellen Stärken der einzelnen Mitarbeiter besser wahrgenommen werden und gefördert werden können.
Passend zum Thema: Jeder kennt die großen Klassenräume mit 33 Schülern - wer fühlt sich hier von einer Lehrkraft schon gesehen und individuell gefördert?

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre ist wirklich gut, auf Mitarbeiter Ebene unterstützt man sich weitestgehend. Es werden diverse Firmenevents gefeiert wie z.B. Sommerfeste oder Weihnachtsfeiern an tollen Locations wie z.B. am Fühlinger See. Da macht das Feel Good Management ihrem Namen alle Ehre.
Zusätzlich bietet die NC ITS eine ordentliche Fehlerkultur. Ganz nach dem Motto "Fehler passieren - wie können wir daraus lernen?"

Work-Life-Balance

Die Work Life Balance ist bei der NC ITS absolut gegeben. Überstunden werden nicht vorausgesetzt. Wird mal die Extrameile gegangen wird dies hin und wieder honoriert, ob als Lob, monetär oder als Stundenausgleich.

Karriere/Weiterbildung

Wie bereits o.g. hat grundsätzlich jeder Mitarbeiter die Möglichkeit mit seinen Arbeitsergebnisse positiv hervorzustechen, sodass auch die Führungskräfte auf Weiterbildungspotenziale aufmerksam gemacht werden. Ebenso gibt es regelmäßig Mitarbeitergespräche in denen gemeinsam mit der Führungskraft das vergangene Jahr durch Feedback reflektiert und das anstehende Jahr geplant wird. In diesem Gespräch hat man die Möglichkeit über Weiterbildungsmöglichkeiten und Entwicklung seiner Karriere zu sprechen. Dies muss aber auch bitte vom Mitarbeiter zusätzlich proaktiv eingefordert werden.

Kollegenzusammenhalt

Wie bereits weiter oben erwähnt unterstützen sich die Kollegen untereinander weitestgehend. Durch meine überdurchschnittlich lange Firmenzugehörigkeit musste ich leider feststellen, dass der Kollegenzusammenhalt und die Bereitschaft zur Unterstützung untereinander leider immer weiter abnimmt. Hier muss dringend gegengesteuert werden.

Vorgesetztenverhalten

Bei einer Hand voll Führungskräften stimmte das Vorgesetztenverhalten mit meinen Werten überein. Kurz gesagt coachen diese Führungskräfte ihre Mitarbeitenden und versuchen diese wirklich langfristig zu entwickeln und einen guten und angenehmen Arbeitsplatz zu gestalten.
Auf der anderen Seite darf meines Erachtens der größte Teil der Führungsmannschaft an Kritikfähig und Selbstreflektion arbeiten und zusätzlich ihre eigenen Emotionen im Griff behalten.

Arbeitsbedingungen

Die gebotene Arbeitsausstattung ist kaum vergleichbar mit anderen Unternehmen. Es gibt einen Hardwarekatalog der vom klassischen Lenovo Notebook über MacBooks, Monitore für zu Hause und aktuellste Smartphone hinaus geht.

Kommunikation

Die Kommunikation ist all in all gut. Regelmäßig werden Quartalsversammlungen organisiert, an denen jeder Mitarbeiter teilnehmen und mitmachen kann. Dort wird eine Menge an Informationen durch die Geschäftsführung aber auch durch die Mitarbeiter aus den einzelnen Teams präsentiert. Neben den wirtschaftlichen Faktoren der Firma erfährt man somit auch, was in den anderen Teams abgeht und wo aktuell dran gearbeitet wird.
Bei vergangenen Reorganisationen einzelner Teams oder sogar Abteilungen ist die transparente Kommunikation leider wiederholt auf der Strecke geblieben. Hier darf das Unternehmen sich noch verbessern und auch auf das Feedback der Belegschaft hören.

Gehalt/Benefits

Die Gehälter sind leider auch für ein Mittelständler in der IT unterdurchschnittlich. Regelmäßig ist zu beobachten, dass neue Mitarbeiter eingestellt werden und diese nach wenigen Monaten bis hin zu 1-2 Jahren das Unternehmen verlassen, da die jährliche Gehaltsanpassung leider vom gewünschte, oftmals durchschnittlichen Zielgehalt stark abweicht. Das ist m.E. eine der Gründe für eine hohe Fluktuation. Geht man hier also mit einem höheren Grundgehalt ins Rennen, stimmt man den Mitarbeiter m.E. langfristig positiver, da prozentuale Gehaltsanpassungen höhere Auswirkungen haben.

Nicht vergessen, darf man aber sonstige Benefits. Neben einer kürzlich eingeführten betrieblichen Altersvorsorge, besteht auch die Möglichkeit auf einen Firmenwagen, Corporate Benefits und eine Belonio Karte auf die monatlich 25 EUR überwiesen wird - toll für Weihnachtsgeschenke.. Vom Deutschland Ticket brauche ich gar nicht erst anfangen... das ist wirklich super! Hier gibt HR & GF wirklich Gas.

Interessante Aufgaben

Ich habe bisher immer wieder mitbekommen, dass das Aufgabenfeld nach Rücksprache mit der Führungskraft erweitert oder angepasst werden kann. Auch eine Weiterentwicklung in ein anderes Team ist nicht ausgeschlossen. Da diverse Kundenprojekte umgesetzt werden, aber auch interne Optimierungen vorangetragen werden, ist hier für jeden etwas dabei.


Umgang mit älteren Kollegen

Gleichberechtigung

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Arbeitgeber-Kommentar

NetCologne IT Services - Personalabteilung
NetCologne IT Services - Personalabteilung

Lieber Ex-Kollege (m/w/d),

vielen Dank für dein ehrliches und konstruktives Feedback. Es freut uns sehr, dass du die ITS grundsätzlich als guten Arbeitgeber weiterempfehlen würdest. Besonders deine Zufriedenheit mit der Work-Life-Balance, den interessanten Aufgaben und der hochwertigen Arbeitsausstattung ist schön zu lesen.
Deine Rückmeldung zum Vorgesetztenverhalten nehmen wir ernst. Dein Vorschlag eines Personalentwicklungskonzepts für Führungskräfte ist wertvoll und zeigt, dass du dir Gedanken über nachhaltige Lösungen machst.
Auch deine Beobachtungen zu den größer werdenden Teams und der Idee, diese zu verkleinern oder mit weiteren Führungskräften auszustatten, sind durchaus berechtigt und wird von uns bereits angegangen.
Deine langjährige Firmenzugehörigkeit und dein Engagement zeigen, dass dir das Unternehmen am Herzen lag. Genau solche Rückmeldungen helfen uns dabei, uns weiterzuentwickeln.

Liebe Grüße und alles Gute für dich! :)

Nope. Macht es nicht.

1,3
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 im Bereich Vertrieb / Verkauf bei NetCologne IT Services GmbH in Köln gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Kaffee und Feel Good Management

Gehalt/Benefits

0,5 Sterne gab es leider nicht.


Arbeitsatmosphäre

Image

Work-Life-Balance

Karriere/Weiterbildung

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Kollegenzusammenhalt

Umgang mit älteren Kollegen

Vorgesetztenverhalten

Arbeitsbedingungen

Kommunikation

Gleichberechtigung

Interessante Aufgaben

2Hilfreichfinden das hilfreich1Zustimmenstimmt zuMeldenTeilen

Arbeitgeber-Kommentar

NetCologne IT Services - Personalabteilung
NetCologne IT Services - Personalabteilung

Lieber Ex-Kollege (m/w/d), danke, dass du dir die Zeit für eine Bewertung genommen hast. Es ist schade, dass du dich offensichtlich bei uns nicht gut gefühlt hast. Sollte noch Redebedarf bestehen - jederzeit. Wir wünschen dir alles Gute!

Wir setzen auf Transparenz

So verdient kununu Geld.

Fragen zu Bewertungen und Gehältern

  • Basierend auf 97 Erfahrungen von aktuellen und ehemaligen Mitarbeiter:innen wird NetCologne IT Services durchschnittlich mit 3,7 von 5 Punkten bewertet. Dieser Wert liegt unter dem Durchschnitt der Branche IT (4 Punkte). 47% der Bewertenden würden NetCologne IT Services als Arbeitgeber weiterempfehlen.
  • Ausgehend von 97 Bewertungen gefallen die Faktoren Umgang mit älteren Kollegen, Kollegenzusammenhalt und Gleichberechtigung den Mitarbeiter:innen am besten an dem Unternehmen.
  • Neben positivem Feedback haben Mitarbeiter:innen auch Verbesserungsvorschläge für den Arbeitgeber. Ausgehend von 97 Bewertungen sind Mitarbeiter:innen der Meinung, dass sich NetCologne IT Services als Arbeitgeber vor allem im Bereich Gehalt/Benefits noch verbessern kann.