Work-Life-Balance Highlight mit Management-Problem
Gut am Arbeitgeber finde ich
Work/Life Balance. Kollegenzusammenhalt auf selber Ebene.
Verbesserungsvorschläge
Ich hoffe, ihr könnt den Abgang von langjährigen Kolleg*innen mittelfristig aufhalten. Es wäre schade um in der Vergangenheit Erarbeitetes und die sonst sehr gut laufenden Aspekte.
Mehr Transparenz bei Gehältern, Stellenabbau, Arbeitsplatzsicherheit, Messung der Arbeitenden nach Billability und sozialen Interessen wäre gut. Wenn die einen kaum Miete zahlen können während zeitgleich andere im Firmen- oder Privat-Tesla/BMW vorfahren, schlägt das aufs Gemüt.
Mehr Wertschätzung auch für Mitarbeitende, die fachlich sehr gute Arbeit leisten aber nicht die "bekannten Namen" tragen. Man sollte sich hier allein der Nachhaltigkeit halber breiter aufstellen, statt stets auf die altbekannten Repräsentanten zurückzugreifen.
Auf Managementebene sollten persönliche Befindlichkeiten weniger eine Rolle spielen, auch wenn es hier wirklich positiv hervorzuhebende Akteure gibt. Auch die Tätigkeit im Management ist ein Job, den man sich freiwillig aussucht - unter anderem auch als Ansprechspartner für Mitarbeitende.
Werden von dieser Ebene aus dann strukturell Mitarbeitende diskreditiert, gesilenced, private Informationen geteilt, Mitarbeitende recherchiert oder zum Kündigen gebracht, macht das nun mal peu a peu die Runde - und KollegInnen gehen.
Arbeitsatmosphäre
Im Same-Level-Team super, außerhalb davon ziemlich schwierig.
Doch auch in Teams hat man oft das Gefühl, nicht frei sprechen zu können, da oft was durchsickert: Kritik an Strukturen, Prozessen, Entscheidungen, Ansangen wird häufigst nach oben durchgestochen und dort als Angriff gewertet. Dieses Weitergeben wird auch explizit seitens Management erwünscht. Das Problem: das erschwert den offenen, konstruktiven Austausch, wenn Kritik dann persönlich statt konstruktiv "für" den Arbeitgeber aufgenommen wird. Sie ist meinst gut gemeint statt ein Angriff der Entscheidungsebene. Mit dieser Einstellung kann aus abweichenden Vorschlägen und Kritik auch nichts Gutes entstehen.
Image
Aufgekaufte Firmen gehen trotz eigener, bekannter Brand in der "großen" valantic auf. Schade bzgl. Identifikation und Zusammenhalt.
Die Marketing-Abteilungen arbeiten aber wirklich hart, es gibt viel hochwertiges Informationsmaterial und gute Veranstaltungen. Das ist wirklich positiv hervorzuheben! Leider Veranstaltungen immer mit denselben Speakern.
Work-Life-Balance
Es wird für alles eine Lösung gefunden - Krankheit von Mitarbeitenden oder Angehörigen, Schicksalsschläge usw - ich war und bin sehr beeindruckt von der Flexibilität, die es hier gibt. Es wird wirklich alles möglich gemacht. Selbst für diese Branche, die hier progressiv ist, sticht dieser Arbeitgeber hervor.
Karriere/Weiterbildung
Es wird viel Wert auf Spezialisierung gelegt. Hat man seine Nische, wird man supported, wenn rentabel. Sonst viel Druck bzgl. Billability - dabei wären weiterbildungsbasierte Invests wirklich wichtig. Mehr Einheit hier bei den unterschiedlichen Einheiten der valantic wäre toll - das geht wirklich sehr auseinander und ist undurchsichtig. Interne Portale wie "academy" sind gut gemeint, aber bilden die individuelle Weiterbildung nicht wirklich ab.
Gehalt/Benefits
"Bei der valantic ist jeder für sein Gehalt selber verantwortlich".
Das bedeutet, wie man monatlich über die Runden kommt ist Charakter- statt Leistungssache. Dabei gibt es innerhalb der Branche ganz andere Konzepte, Orientierung an lokal verankerten Industrien mit Tarifmodellen, Gehaltstransparenz durch Stufenmodelle et cetera. Klar, dass das nicht jeder möchte. Dass aber Kollegen mit gleicher Arbeitserfahrung teilweise das 2.5-3 Fache von anderen verdienen, geht gar nicht.
Ich hatte immer Glück, andere weniger.
"Ruhigere" Kollegen werden ab und an geringfügig berücksichtigt, auch wenn sie nicht auf den Tisch hauen, dabei geht es aber um wenige hundert Euro. Ein Glück gibt es Manager, die sich für diese Leute einsetzen - dennoch: Die Gehalts-Gaps sind wirklich erschreckend. Von Top-Verdienern bis Studi-Gehalt bei 8 Jahren Betriebszugehörigkeit ist alles dabei.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Wer kann, soll mehr abgeben. Für unsere Kollegen aus Krisen- und Kriegsgebieten können wir öfter mal Spenden sammeln und von ihnen empfohlene Organisationen unterstützen.
Kollegenzusammenhalt
Teamintern sehr starke Zusammenhalte, mittlerweile auch mit anderen Teilen der valantic CEC. Teilweise gibt es aber viel Gatekeeping, was Informationen in andere Business Units hinein betrifft - das erschwert teilweise das Arbeiten und Transparenz. Seien es Zugänge, Informationsmaterialien, ...
Umgang mit älteren Kollegen
Nichts zu beanstanden.
Vorgesetztenverhalten
Teilweise sehr wohlwollende, konstruktive Menschen; teilweise wirklich erschreckend. Um Mitarbeitende zu diskreditieren werden auch persönliche Daten und Informationen im Unternehmen geteilt.
Arbeitsbedingungen
Work/Life Balance super, das mit den Büros ist so teils/teils. Es gab (verständlicherweise nach Covid) viel Büroabbau in unterschiedlichen Städten mit dem Hinweis, man könne jederzeit ins Main-Office kommen. Dies erwies sich jedoch in der Praxis als wenig praktikabel. Die verantwortlichen Personen jedoch für Sozialevents etc. versuchen aus dem kleinen Budget für Events das Beste zu machen. Das war mal ganz anders - hier wurde einfach radikal gekürzt - aber da können die Planenden, soziokulturell Verantwortlichen ja nichts für. Danke für euren unermüdlichen Einsatz!!
Kommunikation
Die Belegschaft erfährt nur, was sie soll - und wenn doch was durchsickert, wird es sehr argwöhnisch bis verschwörerisch aufgenommen. Dabei wird das andersrum explizit eingefordert (Belegschaft -> Führungsebene).
Ein Teil Führungsebene hingegen sitzt stets im geschlossenen Kämmerchen.
Positiv hervorzuheben: Dahingegen gibt es aber auch sehr informative, gutgemeinte Meetings, die Zahlen, Strukturen und Perspektiven teilen und nicht alle Führungskräfte sind über einen Kamm zu scheren - also: Typsache!
Gleichberechtigung
Es wird sich sehr für migrantische KollegInnen eingesetzt. Auch hier ist der Arbeitgeber mMn Vorbild und wirklich hervorzuheben!
Meinungsbasiert geht es hierbei schon mehr auseinander, bei unliebsamen Perspektiven werden auch mal private Informationen von höchster Ebene aus gemauschelt.
Geschlechterbasierte Diskriminierung gibt es so wie in der Gesellschaft auch, da ist kein Ort frei von. Das wäre illusorisch. Es wird sich aber sehr um nicht-männliche Repräsentanz bemüht, teils gibt es ganze Teams, welche nur aus Frauen bestehen. Da hat man keine Scheu vor!
Ich wünsche mir aber feste Strukturen zur Meldung von diskriminierendem Verhalten wie eine Schlichtungsstelle - die Größe der Firma bedingt auch das Maß der Verantwortung. Vorhandene Strukturen bitte stärker hervorheben. Durch Verfügbarkeit dessen steigt auch das Sicherheitsgefühl falls Diskriminierung aufgrund der Herkunft, politischen Einstellung, Glauben, Geschlecht, Alter etc. vorfällt.
Interessante Aufgaben
Tolles, buntes Portfolio an Kund*innen. Stets spannende Projekte, auch die internen.