Hohe Belastung bei mangelnder Zukunftsperspektive – Strategie fehlt
Gut am Arbeitgeber finde ich
Gute Produkte und Technologie
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- Unklare strategische Ausrichtung
- Strukturelle Mängel und Fehlende Abgrenzung von Aufgabenbereichen
- Wahrnehmbare Wechselstimmung Aufgrund der fehlender Perspektiven .
- Die Erosion der Teamkultur
Verbesserungsvorschläge
Dringend notwendige Definition einer klaren Strategie und transparente Kommunikation. Aufgaben müssen wieder sauber abgegrenzt werden, um die Teams zu entlasten und den Know-how-Abfluss zu stoppen. Wertschätzung sollte sich in gesunden Arbeitsbedingungen widerspiegeln.
Das sollte meines Erachtens sofort umgesetzt werden bevor die negativen Trends strukturell verfestigt sind.
Hinweis zum Dialog: Mir ist bewusst, dass das HR bei Kritik hier oft zum persönlichen Gespräch einlädt. Ich habe diese Punkte hier ausführlich geschildert, da sie meiner Meinung nach ausreichen sollten, um notwendige Veränderungen anzustoßen. Ein zusätzliches persönliches Zugehen auf das HR-Team würde das tägliche Arbeitsverhältnis vermutlich eher belasten, als zur Lösung der strategischen Themen beizutragen. Dieser Beitrag ist daher als abschließendes Feedback zu verstehen. Der Ball liegt nun beim Unternehmen, um die notwendigen strategischen Veränderungen einzuleiten. Ein weiteres zugehen seitens des Mitarbeiters ist weder notwendig noch zielführend
Arbeitsatmosphäre
Die Stimmung ist aktuell meiner Meinung nach sehr angespannt. Durch den spürbaren Personalabbau herrscht große Unsicherheit in der Belegschaft. Man hat das Gefühl, dass Löcher gestopft werden, statt nachhaltig zu planen
Image
Der Ruf in der Branche zehrt noch von vergangenen Erfolgen. Mittlerweile spricht sich jedoch herum, dass der Standort mit strategischen Unsicherheiten kämpft.
Work-Life-Balance
Aktuell nicht vorhanden. Die Arbeit von ausgeschiedenen Kollegen muss mit übernommen werden. Überstunden sind kein Extra, sondern werden vorausgesetzt, um das Tagesgeschäft überhaupt bewältigen zu können. Ein gesundes Gleichgewicht ist so nicht möglich. Für einige (mich eingeschlossen) bedeutet das leider zwangsläufig, dass man sich anderweitig umschauen muss.
Karriere/Weiterbildung
Keine echte Entwicklungsperspektive erkennbar. Durch die aktuelle Ausrichtung des Unternehmens wird eher im Bestandsmodus verharrt. Für engagierte Fachkräfte gibt es kaum Raum für berufliches Wachstum oder innovative Projekte, was dazu führt, dass man sich zwangsläufig außerhalb des Unternehmens nach neuen Herausforderungen umsehen muss.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist durchschnittlich, rechtfertigt aber kaum die aktuelle Arbeitsbelastung. Aufstiegschancen sind durch den Personalabbau und die Sparmaßnahmen faktisch eingefroren.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Nach außen hin wird Nachhaltigkeit großgeschrieben, intern fühlt sich der aktuelle Umgang mit der Ressource Mensch jedoch alles andere als nachhaltig an
Kollegenzusammenhalt
Früher war der Zusammenhalt eine der tragenden Säulen. Aktuell kippt die Stimmung jedoch spürbar: Die enorme Überarbeitung führt zu einer hohen Reizbarkeit in und zwischen den Abteilungen. Da klare Aufgabentrennungen fehlen und jeder versucht, das Tagesgeschäft irgendwie zu bewältigen, entstehen immer häufiger unnötige Konflikte und Reibungsverluste.
Vorgesetztenverhalten
Die Führung wirkt oft überfordert mit der aktuellen Umstrukturierung. Es wird eher auf kurzfristige Zahlen geschaut als auf das Wohlbefinden oder die Bindung der Mitarbeiter
Kommunikation
Die Kommunikation von oben nach unten ist lückenhaft. Über strategische Änderungen oder die Zukunft bestimmter Bereiche erfährt man oft erst, wenn Tatsachen geschaffen wurden
Interessante Aufgaben
Die technischen Produkte an sich sind spannend, aber man kommt vor lauter 'Feuerlöschen' kaum dazu, sich fachlich tiefgehend mit Projekten zu befassen.


