Oben Hui unten mäh
Gut am Arbeitgeber finde ich
Homeoffice und den Obstkorb
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Alles oben genannte.
Aber hauptsächlich das sich das C-Level von der eigenen Firma abkoppelt und sich maßlos überschätzt, das unterirdische Gehalt mit dem Wissen das die nächsten 2-3 Jahre keine Gehaltsanpassung vorgenommen werden können aufgrund von in Vorleistung Treten bei extrem großen Projekten. Die ständige Gaslighting Kultur ist extrem toxisch und schlägt sich auf alles möglich nieder.
Hunde waren mal erlaubt, dann nicht mehr im Gebäude.
Verbesserungsvorschläge
Mehr Fokus auf Betrieb legen und auf das hören was die Leute aus den Fachbereichen sagen. Nur weil Sales und Vertrieb es gerne verkaufen will heißt das nicht das es umsetzbar oder sicher ist.
Interne IT Mitarbeiter aussortieren.
Arbeitsatmosphäre
Im Team war die Atmosphäre ok, allerdings außerhalb des Teams brannte alles.
Die Atmosphäre ist geprägt gewesen von ständiger Beobachtung, direktes oder indirektes Fingerpointing von anderen Teams oder „c Level“. Ständiger Druck von oben, keine Wertschätzung, oder Anhörung der Inputs von unten. Auf Fehler oder Probleme auf die hingewiesen wurde, wurde man belächelt oder das c-Level hat entsprechendes durchgezwungen.
Ingesamt extrem toxisch.
Image
Image wird sehr glamourös gehalten und immer dargestellt wie toll alles ist nach außen hin. Intern brennt der ganze Laden. Hauptsache Projekt Fokus, die weder gestemmt werden können noch mit der ganzen Bastelei funktionieren können wie es die Best Practice eigentlich empfiehlt. Die meisten Mitarbeiter in meinem Ehemaligen Team und Umfeld um das Team haben keine positiven Worte für den Arbeitgeber geschweige denn für die Arbeit selbst übrig. Hier wirken alle übermüdet, verbrannt, resigniert, deprimiert oder sind bereits wegen burnout etc krankgeschrieben.
Work-Life-Balance
Aufgrund des ständigen Drucks, erste Anzeichen von Burnout und Depressionen gehabt und massive Schlafstörungen entwickelt die letzten Monate.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Sehr hoch und sehr wichtig, wird von allen vorgelebt und hat auch sehr gut geklappt.
Karriere/Weiterbildung
Es gibt eine Weiterbildungskurve, man lernt für knapp 1-2 Jahre wirklich viel, dann ist der Peak vorbei und man kommt nicht weiter. Weder in Form eines angepassten Jobtitels noch weiterbildenderer Schulungen. Man hat für Schulungen garkeine Zeit oder soll diese außerhalb der Arbeitszeit machen.
Es wird massiv gefälschtes, dass die Arbeit nicht ausreichend sei für Jobtitel Anpassungen. Und wo wir bei Titelanpassungen sind, diese geben nur mehr Arbeit noch mehr Stress und kein Gehalt geschweige denn einen Bonus.
Probiert man sich anderweitig intern zu bewerben, fällt einem auf, dass es in anderen Teams ebenfalls so abläuft.
Kollegenzusammenhalt
Im Team super, ich wäre deutlich früher gegangen, wenn der Teamzusammenhalt nicht so gut gewesen wäre.
Hier habe Freunde gefunden, die mich jetzt noch begleiten.
Vorgesetztenverhalten
Direkter Vorgesetzter war super. Alles darüber eher nicht so. Da der direkte vorgesetzt sich wirklich viel Mühe gegeben hat den Druck etwas zu minimieren gibt es 4 Sterne.
Arbeitsbedingungen
Arbeitsbedingungen sind ok, teilweise könnte neuere Hardware bereit gestellt werden. Die Notebooks waren allerdings absolut unterdimensioniert und eigentlich nicht für den Business Bedarf geeignet.
Kommunikation
War respektvoll die meiste Zeit. Allerdings wurde sehr oft gegaslighted und die Anmerkungen auf Verbesserungsvorschläge nicht ernst genommen, es wurde behauptet das wir das so umsetzen wie vorgeschlagen, aber im nächsten Meeting wurde man vor vollendete Tatsachen gestellt.
Umfragen werden so geändert, dass sie positiv sind.
Gehalt/Benefits
Hier muss man trennen.
Den Sozialleistungen:
würde ich 4,5 Sterne geben. Diese sind mit Altersvorsorge und Berufsunfähigkeitszuschuss sowie Kita Unterstützung und Deutschlandticket Übernahme zu großen Teilen, wirklich super.
Gehalt:
Hier würde ich am liebsten keinen Stern geben. Das Gehalt ist selbst nach „Verhandlungen“ die es nie gab, teilweise nicht mal Inflationsfähig. Außerdem gibt es Gehaltsunterschiede zwischen den Geschlechtern, wo sie keinerlei Bedarf gesehen haben diese anzupassen.
Es gibt keine Gehaltsgespräche und selbst nach Erreichung der Ziele des Angestellten kann man keine Lohnerhöhung erwarten. Im Gegenteil: es wird von Abteilungsleitern gesagt „wir sollen realistisch bleiben“. Es wird einem viel versprochen, was nicht gehalten wird.
Das Gehalt ist weit(!) Unter dem üblichen Branchenschnitt und abhängig von dem Standort an dem der Mitarbeiter gemeldet ist (München erhält mehr als Nürnberg), bei gleichem Job und Qualifikation.
Bereitschaftsbezahlung ist sehr gering und variiert von Team zu Team. Hier gibt es keine(!) Wochenends oder Feiertagszuschläge, auch nicht bei Einsätzen in der Nacht.
Gleichberechtigung
Als Frau habe ich mich immer gleichberechtigt gefühlt. Bis auf meinen ehemaligen Vorgesetzten wurde ich auch entsprechend als vollwertiges Teammitglied akzeptiert.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben waren immer sehr spannend, sehr vielfältig und meistens konnte man sich einarbeiten, aufgrund von fehlender Dokumentation. Build it from scratch.
Außerdem gab es kaum standardisierte Umgebungen was dazu führte das das meiste Bastelei war und man aus Not heraus erfinderisch werden musste.