Gute Arbeitsatmosphäre mit notwendigen Verbesserungspunkten
Gut am Arbeitgeber finde ich
- Tolles Team / Kollegen
- Projekte und Kunden sind interessant
- Bei Eskalationen reagieren Vorgesetzte gut
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- Gehälter und das Gehaltsmodell könnten transparenter gestaltet werden.
- Überstunden werden meiner Erfahrung nach nicht immer separat vergütet.
- Rollen in Projekten sind teilweise breit angelegt, sodass man viele unterschiedliche Aufgaben übernimmt.
- Projektwechsel erfolgen gelegentlich kurzfristig, was erfordert, sich schnell auf neue Teams und Themen einzustellen.
- Teilweise erlebe ich Kommunikations- oder Erwartungsunterschiede gegenüber Kunden, die zusätzliche Abstimmungen erfordern.
Verbesserungsvorschläge
- Entscheidungen und deren Kommunikation sollten meiner Erfahrung nach konsequent umgesetzt werden, ohne dass es zu Rücknahmen kommt.
- Überstunden und Reisezeiten sollten berücksichtigt werden und nicht abgegolten sein.
- Weiterbildung könnte noch gezielter unterstützt werden.
- In Projekten wäre eine klare Rollentrennung mit definierten Verantwortlichkeiten hilfreich.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre hängt stark vom jeweiligen Team und der Führung ab. In meinem Fall war ich über weite Strecken sehr zufrieden.
Image
In den letzten Jahren habe ich eine spürbare Veränderung in der Stimmung innerhalb des Unternehmens wahrgenommen. Nach außen wirkt das Unternehmen weiterhin professionell präsentiert.
Work-Life-Balance
Die flexiblen Arbeitszeiten empfinde ich grundsätzlich als sehr angenehm, ebenso die Möglichkeit zum Homeoffice. Gleichzeitig habe ich regelmäßig intensivere Phasen erlebt, wobei Arbeitstage deutlich länger werden können. Bei mir gab es Situationen, in denen ich bis zu etwa 14 Stunden gearbeitet habe bzw. noch nach 23 Uhr Aufgaben erledigt habe. Dadurch habe ich gemerkt, dass man sehr bewusst auf seine eigene Work-Life-Balance achten muss. Zusätzlich habe ich erlebt, dass auch nach Feierabend sowie vereinzelt am Wochenende oder sogar im Urlaub E-Mails, Teams-Nachrichten oder Anrufe von Vorgesetzten eingehen. Für mich bedeutet das, dass die Grenze zwischen Arbeit und Freizeit manchmal verschwimmt und man aktiv darauf achten muss, abzuschalten.
Karriere/Weiterbildung
Es gibt größtenteils Inhouse-Schulungen (z. B. Projektmanagement, Development), die von eigenen Mitarbeitern gehalten werden, wodurch aus meiner Sicht die didaktische Erfahrung sehr begrenzt ist. Externe Schulungen oder Fachkonferenzen sind nach meiner Wahrnehmung meist nur ausgewählten Mitarbeitern und Verhandlung im Jahresgespräch zugänglich.
Grundsätzlich wird „Training on the Job“ kommuniziert: Neue Projekte, Technologien oder Fachbereiche lernt man direkt im Projekt. Dabei wird erwartet, dass man sich gegenüber Kunden bereits ab Tag 1 als Experte präsentiert, auch wenn man mit der Einarbeitung in eine Technologie eigentlich noch gar nicht begonnen hat. Aus meiner Sicht kann dies durchaus herausfordernd sein und erfordert eigenständige Weiterbildung, die in meinem Fall zusätzlich zur regulären Arbeitszeit erfolgt.
Gehalt/Benefits
In meinem Fall setzte sich das Jahresgehalt aus Grundgehalt und Bonus zusammen, sodass sich die effektive Vergütung anders darstellte, als ich zu Beginn angenommen hatte. Ich empfehle bei der Vertragsunterschrift, genau hinzuschauen und sich vorab zu informieren ob, wann und wie ein Bonus ausgezahlt wird.
Kollegenzusammenhalt
Das Kollegium erlebe ich als sehr unterstützend. Das Miteinander ist eng und insgesamt sehr positiv.
Vorgesetztenverhalten
Insgesamt war ich mit den meisten Vorgesetzten sehr zufrieden. Ich habe jedoch erlebt, dass es schwieriger sein kann, Sichtbarkeit im Management zu bekommen, wenn die direkte Führung nicht in der Management-Ebene verankert ist. Beförderungsthemen fühlen sich dann teilweise weniger greifbar an. Außerdem wechseln die verantwortlichen Mentoren bzw. Vorgesetzten in regelmäßigen Abständen, wodurch man sich immer wieder neu einstellen muss – auch dann, wenn die Zusammenarbeit zuvor sehr gut war.
Kommunikation
Durch frühzeitige und regelmäßige Ankündigungen der Führungsebene fühle ich mich grundsätzlich gut informiert. Gleichzeitig erlebe ich jedoch, dass Inhalte teilweise unklar bleiben und unterschiedliche Aussagen entstehen, sodass Informationen intern häufig unterschiedlich verstanden werden.
Interessante Aufgaben
In vielen Fällen gibt es die Möglichkeit, sich Aufgaben zu suchen, die gut zu den eigenen Stärken passen, zum Beispiel bestimmte Schwerpunkte in Projekten. Gleichzeitig habe ich erlebt, dass Rollen im Projekt häufig sehr breit angelegt sind. Als Entwickler war ich meist auch in den Rollen Projektmanagement, Scrum Master, Product Owner, Schulungsleiter, Workshopveranstalter etc eingebunden.