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OctaVIA 
AG
Bewertung

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Mehrfachbewertung

Orientierungslosigkeit und kein Fortschritt

1,9
Nicht empfohlen
Mehrfachbewertung
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich IT bei OctaVIA AG in Kassel gearbeitet und diesen Arbeitgeber mehrfach bewertet. (Mitarbeiter:innen dürfen ihren Arbeitgeber einmal im Jahr bewerten.)

Gut am Arbeitgeber finde ich

Derzeit fallen mir kaum noch positive Punkte ein – abgesehen von den Kolleg:innen, die wirklich engagiert sind und sich gegenseitig unterstützen.

Sollten diese engagierten Mitarbeitenden auch noch gehen, kann man den Laden eigentlich gleich schließen.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Alle bereits genannten Kritikpunkte treffen hier zu – und es gibt noch vieles mehr. Von fehlender Strategie über schlechte Führung bis hin zu mangelnder Wertschätzung und einer insgesamt belastenden Arbeitsatmosphäre bleibt kaum ein Bereich unberührt.

Verbesserungsvorschläge

Endlich einmal eine klare Strategie vorgeben – und diese auch konsequent leben, statt dreimal am Tag wie ein Fähnchen im Wind zu agieren. Konstruktive Vorschläge sollten nicht nur aufgenommen, sondern auch wirklich umgesetzt werden, anstatt sie auszusitzen oder zu ignorieren.

Außerdem sollten die gefälschten Kununu-Bewertungen mit 4-5 Sternen, aber ohne Text, unterlassen werden – das glaubt hier sowieso niemand mehr.
Dazu sind die meisten Googlebewertungen mit 5/5 Sternen von eigenen Mitarbeitern.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre ist geprägt von Isolation und Unsicherheit. Jeder arbeitet mehr oder weniger für sich allein, echte Zusammenarbeit oder Teamgefühl entstehen kaum noch. Ein offener Austausch wird nicht gefördert – im Gegenteil: Kritische Stimmen sind unerwünscht und werden entweder ignoriert oder aktiv unterdrückt. Das führt zu einem Klima der Angst und Vorsicht, in dem viele Mitarbeitende sich nicht trauen, Missstände anzusprechen.

Hinzu kommt eine seit Jahren anhaltend hohe Fluktuation, die für zusätzliche Unruhe sorgt. Der ständige Wechsel von Kolleg:innen verhindert Kontinuität und Vertrauen. Die Folge: Eine belastende Unsicherheit, fehlende Orientierung und wenig Perspektive für die verbleibenden Mitarbeitenden.

Image

Welches Image? Man geht hier schlichtweg in der Masse unter. Das ist wenig überraschend, da das Unternehmen seit Jahren kaum etwas für seine Außendarstellung tut. Marketing ist faktisch nicht vorhanden, und der Großteil der Kolleg:innen über Personaldienstleister in Projekten gestellt wird.

So bleibt die Octavia AG kaum sichtbar – weder am Markt noch bei potenziellen Kunden oder neuen Mitarbeitenden.

Work-Life-Balance

Die Work-Life-Balance im Unternehmen ist stark unausgeglichen. Während einige Kolleg:innen in mehreren Projekten gleichzeitig arbeiten und dabei sichtbar überlastet sind, gibt es auf der anderen Seite viele Mitarbeitende ohne klare Aufgaben oder Projektzuordnung – mit dem Ergebnis, dass sie kaum wissen, wie sie ihren Arbeitstag sinnvoll gestalten sollen.

Dieses Ungleichgewicht sorgt für spürbare Unzufriedenheit im Team: Überlastung auf der einen, Unterforderung auf der anderen Seite. Eine faire und transparente Verteilung von Aufgaben und Ressourcen findet kaum statt, was sich langfristig negativ auf Motivation, Zusammenarbeit und die individuelle Balance auswirkt.

Hinzu kommt, dass das Thema Home Office sehr uneinheitlich gehandhabt wird. Je nach Führungskraft oder Bereich gelten unterschiedliche Regeln, was zusätzlich zu Unsicherheit und Unmut führt – besonders in einem Umfeld, das ohnehin von fehlender Struktur geprägt ist.

Karriere/Weiterbildung

Das Unternehmen kann bestenfalls als Sprungbrett in den IT-Bereich dienen. Konkrete Karrierewege oder Förderprogramme gibt es kaum.

Weiterbildungen sind größtenteils Sache der Eigeninitiative und müssen meist im Selbststudium erfolgen. Unterstützung oder strukturierte Angebote seitens des Arbeitgebers sind nur sehr begrenzt vorhanden.

Gehalt/Benefits

Das Vergütungsmodell wurde zwar umgestellt, dennoch liegt das Gehalt im Vergleich zu anderen Unternehmen mit ähnlicher Struktur und Größe deutlich unter dem Branchendurchschnitt.

Das führt dazu, dass man sich schnell fragt, ob der Einsatz und die Verantwortung angemessen honoriert werden.

Kollegenzusammenhalt

Der Kollegenzusammenhalt war lange Zeit eines der wenigen echten Highlights im Unternehmen. Viele Mitarbeitende unterstützen sich gegenseitig, tauschen sich aus und versuchen, trotz schwieriger Rahmenbedingungen das Beste aus dem Arbeitsalltag zu machen.

Allerdings leidet auch dieser Zusammenhalt zunehmend unter der hohen Fluktuation und der allgemeinen Unsicherheit im Unternehmen. Teams verändern sich ständig, vertraute Ansprechpersonen verlassen das Unternehmen, und der Aufbau neuer Beziehungen wird dadurch immer schwieriger.

Hinzu kommt eine wachsende Unzufriedenheit bei einigen Kolleg:innen – nicht zuletzt, weil unklar ist, welche Aufgaben oder Rollen bestimmte Personen überhaupt übernehmen sollen. Das sorgt für Frust, Spannungen und Missverständnisse im Miteinander, was den einst starken Teamgeist merklich schwächt.

Umgang mit älteren Kollegen

Ältere Kolleg:innen sind im Unternehmen kaum noch vertreten. Die meisten, die früher da waren, haben entweder den Absprung in den Ruhestand geschafft oder sind zu anderen Unternehmen gewechselt.

Die, die noch im Unternehmen sind, werden von den jüngeren Mitarbeitenden respektvoll behandelt – so wie es sein sollte. Auch umgekehrt funktioniert der Umgang meist fair und wertschätzend.

Vorgesetztenverhalten

Das Vorgesetztenverhalten im Unternehmen ist leider überdurchschnittlich schlecht. Viele Führungskräfte wirken in ihrer Rolle fehlbesetzt – sei es aufgrund von Überforderung, mangelnden Führungsqualitäten oder weil sie selbst stark in operative Projekte eingebunden sind. Wirklich Zeit für Führung bleibt dadurch kaum, vorallem für die vielen sehr jungen Kolleg:innen im Unternehmen.

Hinzu kommt, dass echte Führung nicht nur auf Teamebene fehlt, sondern bereits im oberen Management kaum vorgelebt wird. Klare Kommunikation, Orientierung oder das Einstehen für das Team sind selten zu beobachten. Diese Führungsschwäche auf allen Ebenen trägt maßgeblich zur Unsicherheit und Unzufriedenheit im Unternehmen bei.

Arbeitsbedingungen

Was die Büroausstattung und das Equipment angeht, gibt es kaum Grund zur Kritik. Laptop, Smartphone und Headset werden gestellt und sind in Ordnung.

Allerdings gehören zu guten Arbeitsbedingungen für mich auch ein strukturiertes Onboarding und eine sorgfältige Einarbeitung – besonders für SAP-Fremde und Quereinsteiger. Hier sieht es leider sehr schlecht aus. Neue Kolleg:innen werden kaum an die Hand genommen und erhalten meist nur einen kurzen Crashkurs, der oft mit einer Zertifizierung im Selbststudium endet. Danach sollen sie direkt in Projekte einsteigen.

Dieses Vorgehen funktioniert nur in den seltensten Fällen gut. Eine nachhaltige Einarbeitung findet kaum statt, und es wird nur wenig daraus gelernt. Das macht den Einstieg für viele unnötig schwer und erschwert den erfolgreichen Start im Unternehmen deutlich

Kommunikation

Die Kommunikation im Unternehmen wirkt häufig unausgewogen und wenig transparent. Zwar werden gelegentlich Informationsveranstaltungen organisiert, diese dienen jedoch eher dazu, ein positives Bild zu vermitteln, als wirklich offene oder kritische Einblicke zu geben. Wichtige Themen wie Unternehmensziele mit Vorjahresplanungen und dessen Erfüllungsgrad werden entweder nur oberflächlich angesprochen oder gar nicht thematisiert.

Oft bleibt man mit offenen Fragen zurück und ist darauf angewiesen, sich über inoffizielle Wege – beispielsweise über Kolleg:innen – die nötigen Informationen zu beschaffen. Dieses intransparente Vorgehen erschwert nicht nur den Arbeitsalltag, sondern untergräbt auch das Vertrauen in die Unternehmensführung.

Gleichberechtigung

Gleichberechtigung gab es wohl früher einmal, doch inzwischen scheint es im Unternehmen gefühlt 2000 Sonderregeln für jede:n einzelne:n zu geben. Neue Kolleg:innen erhalten zu Beginn viele Versprechen, die jedoch oft so formuliert sind, dass sie kaum verständlich sind.

Sobald man Teil des Unternehmens ist, wird schnell klar, dass vieles aus dem Ruder läuft und Gleichbehandlung eher die Ausnahme als die Regel ist. Statt klarer und fairer Strukturen herrscht ein Flickenteppich an Ausnahmen und Ungleichbehandlungen.
Der Frauenanteil im Unternehmen liegt bei geschätzt 10-15 %. Oft wird gesagt, das sei branchenüblich. Wer sich jedoch andere Unternehmen anschaut, merkt schnell: Dort sieht die Realität deutlich anders aus.

Das Thema Gleichberechtigung wird hier eher stiefmütterlich behandelt, was sich nicht nur in der geringen Anzahl weiblicher Kolleginnen zeigt, sondern auch in der Unternehmenskultur und den Entwicklungsmöglichkeiten.

Interessante Aufgaben

Interessante oder herausfordernde Aufgaben sind im Unternehmen leider Mangelware. Die sogenannten „Projekte“ bestehen meist aus kleineren Einzelbeauftragungen, in die die Octavia AG oft erst sehr spät über Personaldienstleister eingebunden wird. Dadurch fehlt es fast immer an Gestaltungsfreiraum oder echter Mitwirkung – stattdessen werden vorgegebene Aufgaben schlicht abgearbeitet. Ein wirklicher Projektcharakter ist selten erkennbar.

Der Wunsch nach größeren, strategisch bedeutsamen Kundenprojekten existiert zwar seit Jahren, bleibt in der Praxis aber unerfüllt. Die Realität ist: Selbst im direkten Umfeld der beiden Standorte ist die Octavia kaum bekannt, was die Chancen auf frühzeitige Beteiligung oder eine führende Rolle in relevanten Projekten erheblich schmälert.

Und sollte doch einmal ein größerer Auftrag „vom Himmel fallen“, wäre das Unternehmen strukturell und personell kaum in der Lage, ihn professionell zu stemmen – Überforderung wäre vorprogrammiert.


Umwelt-/Sozialbewusstsein

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Puls

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.