Gut am Arbeitgeber finde ich
Besonders positiv fand ich die Freiheit und das Vertrauen, das mir über viele Jahre entgegengebracht wurde. Meine Vorgesetzten wussten, dass ich meine Arbeit zuverlässig erledige, und haben mir deshalb den nötigen Freiraum gelassen, ohne mich ständig kontrollieren zu müssen.
Ebenfalls geschätzt habe ich, dass auf meine persönlichen Bedürfnisse Rücksicht genommen wurde und ich mit meinen Anliegen immer Gehör gefunden habe. Wenn mir etwas auf dem Herzen lag, konnte ich mich sogar direkt an die Geschäftsleitung wenden und hatte das Gefühl, dass meine Themen ernst genommen wurden und mein Ansprechpartner erreichbar war.
Dieses Vertrauen und die Wertschätzung haben für mich einen großen Teil der positiven Arbeitsatmosphäre ausgemacht.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Negativ empfunden habe ich, dass aus meiner Sicht mit Fällen von unangemessenem Führungsverhalten nicht konsequent genug umgegangen wurde. Wenn Mitarbeitende durch respektloses oder belastendes Verhalten von Vorgesetzten unter Druck geraten, sollte früher hingeschaut und entsprechend gehandelt werden.
Außerdem hatte ich teilweise den Eindruck, dass nicht immer die fachlich oder menschlich geeignetsten Personen in bestimmten Positionen waren und dass vorhandene Probleme nicht immer erkannt oder angesprochen wurden. Hier wünsche ich mir mehr Augenmerk auf Führungskompetenz, Kommunikation und den richtigen Umgang mit Mitarbeitenden.
Verbesserungsvorschläge
Mein größter Verbesserungsvorschlag wäre, stärker auf das Verhalten von Führungskräften zu achten. Vorgesetzte, die durch respektloses oder unangemessenes Verhalten auffallen, sollten konsequent hinterfragt und entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden. Ein respektvoller Umgang ist für eine gute Arbeitsatmosphäre aus meiner Sicht entscheidend.
Außerdem würde ich mir eine offenere und regelmäßigere Kommunikation innerhalb des Unternehmens wünschen. Mitarbeitende sollten besser darüber informiert werden, was aktuell im Unternehmen passiert, welche Veränderungen anstehen und welche Ziele verfolgt werden. Mehr Transparenz würde meiner Meinung nach das Vertrauen und die Verbundenheit der Mitarbeitenden mit dem Unternehmen stärken.
Arbeitsatmosphäre
Ich war 12,5 Jahre bei Office People beschäftigt und hatte über die meiste Zeit eine wirklich gute Erfahrung. Mein direkter Vorgesetzter war stets loyal, hat meine Stärken erkannt und mir den nötigen Freiraum gegeben, solange die Leistung stimmte. Dafür bin ich ihm bis heute dankbar.
Auch die Geschäftsleitung hat in dieser Zeit immer hinter mir gestanden. In diesem Punkt kann ich nichts Negatives sagen.
Mit meinen Kolleginnen und Kollegen war die Zusammenarbeit überwiegend sehr gut. Wenn man täglich acht Stunden oder mehr zusammenarbeitet, bleiben Meinungsverschiedenheiten oder kleinere Konflikte natürlich nicht aus. Das gehört für mich zum Arbeitsalltag dazu. Umso mehr freut es mich, dass ich mit einigen ehemaligen Kolleginnen und Kollegen bis heute auch privat in Kontakt bin.
Nach einigen Jahren kam jedoch ein Leiter hinzu, der die Arbeitsatmosphäre deutlich verschlechterte. Seine sehr autoritäre, teilweise respektlose und diktatorisch wirkende Art machte die Zusammenarbeit zunehmend schwierig und nahm viel von dem positiven Arbeitsklima, das zuvor bestanden hatte.
Image
Das Image des Unternehmens sehe ich etwas zwiegespalten. Aus meiner Sicht hängt die Wahrnehmung stark davon ab, aus welcher Perspektive man das Unternehmen betrachtet.
In der aktuellen Situation habe ich den Eindruck, dass das Image durch einige präsente Themen etwas gelitten hat. In der Vergangenheit würde ich sagen, dass Office People ein ähnliches Image hatte wie viele andere Personaldienstleister auch – mit den typischen Herausforderungen und Vorurteilen, die diese Branche teilweise mit sich bringt.
Meine persönliche Erfahrung innerhalb des Unternehmens war jedoch differenzierter. Ich habe über viele Jahre viele positive Seiten kennengelernt und weiß, dass hinter dem Unternehmen auch viele engagierte Mitarbeitende stehen, die täglich gute Arbeit leisten.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance habe ich insgesamt als gut empfunden. Ich hatte nie das Gefühl, dass mich die Arbeit dauerhaft überlastet oder an meine Grenzen bringt. Im Gegenteil – ich habe meinen Job wirklich gerne gemacht und bin jeden Tag mit Motivation zur Arbeit gegangen.
Allerdings ist mir bewusst, dass ich persönlich sehr belastbar bin. Daher kann meine Wahrnehmung von der anderer Mitarbeitender abweichen. Für mich hat das Verhältnis zwischen Arbeit und Privatleben jedoch insgesamt gut gepasst.
Karriere/Weiterbildung
Beim Thema Karriere und Weiterbildung sehe ich noch Verbesserungspotenzial. Aus meiner Erfahrung wurden leider nur wenige Möglichkeiten zur gezielten Weiterentwicklung oder Weiterbildung angeboten.
In vielen Fällen startet man in einer bestimmten Position und bleibt langfristig in diesem Bereich. Beförderungen oder klassische Karrierewege waren eher selten, häufiger kam es zu Veränderungen des Aufgabenbereichs oder internen Versetzungen.
Ich hätte mir hier mehr Möglichkeiten gewünscht, sich fachlich und persönlich weiterzuentwickeln und klare Perspektiven innerhalb des Unternehmens zu erhalten.
Gehalt/Benefits
Mit meinem Gehalt war ich insgesamt zufrieden. Ich hatte nie das Gefühl, dass meine Leistung nicht angemessen vergütet wurde, und kann mich in diesem Punkt nicht beschweren.
Natürlich gibt es immer unterschiedliche Vorstellungen und Vergleiche, aber aus meiner persönlichen Erfahrung war die Vergütung für meine Tätigkeit und meinen Einsatz absolut in Ordnung - wobei mehr ja immer noch besser wäre :-)
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Zum Thema Umwelt- und Sozialbewusstsein kann ich nur meine persönliche Erfahrung wiedergeben. Ein großes Augenmerk auf Umweltmaßnahmen ist mir im Arbeitsalltag nicht besonders aufgefallen.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt war aus meiner Sicht sehr unterschiedlich und nicht immer einfach. Es gab Konstellationen, in denen die Zusammenarbeit hervorragend funktionierte, während es an anderer Stelle immer wieder zu Spannungen kam. Teilweise wurden Konflikte auch sehr emotional ausgetragen – es flogen schon einmal Türen und es wurde dann auch lauter. Außerdem gab es regelmäßig freitags Situationen die sehr belastend waren und viele Kolleginnen zum weinen gebracht haben.
Trotzdem möchte ich betonen, dass ich mit vielen Kolleginnen und Kollegen sehr gut zusammengearbeitet habe. Mit ihnen gab es nie maximal selten wirklich Probleme, und ich habe die Zusammenarbeit als respektvoll, zuverlässig und angenehm erlebt. Einige dieser Kontakte bestehen sogar heute noch privat.
Umgang mit älteren Kollegen
Der Umgang mit älteren Kolleginnen und Kollegen war aus meiner Sicht unauffällig und fair. Ich hatte nicht den Eindruck, dass ältere Mitarbeitende besser oder schlechter behandelt wurden als jüngere. Im Arbeitsalltag wurden alle grundsätzlich gleich behandelt, unabhängig vom Alter.
Vorgesetztenverhalten
Mit dem Verhalten meiner Vorgesetzten habe ich über viele Jahre sehr gute Erfahrungen gemacht. Sowohl die Geschäftsleitung als auch mein früherer Regionalleiter haben mich stets fair behandelt, mir Vertrauen entgegengebracht und meine Arbeit wertgeschätzt.
Ich hatte das Gefühl, dass meine Leistungen gesehen wurden und ich den notwendigen Freiraum bekam, um eigenverantwortlich zu arbeiten. Bei Fragen oder Herausforderungen konnte ich mich jederzeit auf die Unterstützung meiner Vorgesetzten verlassen.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen habe ich insgesamt als sehr gut empfunden. Natürlich gab es wie in jedem Unternehmen gelegentlich technische Probleme – insbesondere mit der IT, wenn Systeme ausgefallen sind und dadurch zeitweise nicht gearbeitet werden konnte. Diese Fälle kamen jedoch wirklich selten vor.
Das interne Programm, mit dem gearbeitet wurde, war aus meiner Sicht sehr gut und hat die tägliche Arbeit unterstützt. Viele Büros waren klimatisiert und insgesamt ordentlich ausgestattet.
Auch die Ausstattung mit Firmenhandy und Firmenfahrzeug war in Ordnung. Beim Firmenhandy musste ich schmunzeln, da ich gar nicht wusste, dass es diese iPhone-Baureihe noch gibt. Mein Firmenwagen hingegen war wirklich klasse. Besonders positiv fand ich, dass auf meine Bedürfnisse Rücksicht genommen wurde und beispielsweise eine Anhängerkupplung berücksichtigt wurde.
Ein weiterer Pluspunkt war, dass mein Hund mich immer ins Büro begleiten durfte. Das zeigt für mich, dass auch auf persönliche Bedürfnisse eingegangen wurde und ein angenehmes Arbeitsumfeld geschaffen wurde.
Kommunikation
Die Kommunikation hing stark davon ab, aus welcher Richtung sie kam. Von oben war sie aus meiner Sicht häufig eher von Anweisungen geprägt als von einem echten Austausch. Die Kommunikation unter den Kolleginnen und Kollegen war hingegen überwiegend gut und funktionierte im Arbeitsalltag zuverlässig.
Was ich mir jedoch gewünscht hätte, wären mehr Transparenz und regelmäßige Informationen darüber, wie der aktuelle Stand im Unternehmen ist und welche Entwicklungen anstehen.
Gleichberechtigung
Gleichberechtigung war für mich im Arbeitsalltag grundsätzlich kein großes Thema. Ich hatte nie den Eindruck, aufgrund meines Geschlechts oder anderer persönlicher Merkmale benachteiligt zu werden.
Wie vermutlich in vielen Unternehmen gab es jedoch den Eindruck, dass einzelne Mitarbeitende bei bestimmten Vorgesetzten einen gewissen Bonus oder eine bevorzugte Behandlung genossen. Das hat aus meiner Sicht vereinzelt für Unmut gesorgt, war für mich persönlich aber kein entscheidender Kritikpunkt.
Interessante Aufgaben
Eigentlich lag mein Schwerpunkt im Vertrieb beziehungsweise zeitweise auch in der Niederlassungsleitung. Während der Corona-Pandemie änderte sich das jedoch deutlich. Da ich zu den wenigen Mitarbeitenden gehörte, die durchgehend in Vollzeit gearbeitet haben, habe ich zusätzlich viele alle Aufgaben übernommen um den Betriebsablauf am Laufen zu halten.
Dadurch war mein Arbeitsalltag sehr abwechslungsreich und vielseitig. Auch wenn diese zusätzliche Verantwortung eine Herausforderung war, wurde mir nie langweilig. Die unterschiedlichen Aufgaben und Verantwortungsbereiche sorgten dafür, dass die Arbeit über die gesamte Zeit hinweg interessant blieb und ich mein Wissen in vielen Bereichen erweitern konnte.