Gut am Arbeitgeber finde ich
Die generelle Ausbildungsorganisation/-koordination und -betreuung ist hier sehr gut geregelt. Man hat ähnlich viele Freiheiten, wie die "normalen" Angestellten und fühlt sich nicht von oben herab oder wie ein Kind behandelt. Fragen, Kritik und Probleme werden ernst genommen und man fühlt sich generell sehr gut aufgebhoben.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Wie bereits erwähnt, die Bezahlung.
Verbesserungsvorschläge
Abgesehen von einer angemessenen Anpassung der Vergütung an die Inflationsumstände und bessere bzw. attraktivere Übernahmeangebot, habe ich keine konkreten Verbesserungsvorschläge. Das gesamte Ausbildungskonzept hier im Netzwerk ist sehr gut strukturiert.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist unglaublich angenehm! Man fühlt sich zu jeder Zeit sehr wohl und kann auch mal zwischendurch beim Kaffee holen ein wenig schnacken, ohne direkt böse Blicke zu kassieren. Generell sind hier alle sehr entspannt und aufgeschlossen und man fühlt sich unglaublich wohl.
Karrierechancen
An sich hat man hier sehr gute Chancen nach der Ausbildung übernommen zu werden und hier eine gute Position in einem schon bekannten Umfeld anzutreten. Allerdings wurde schon kommuniziert, dass das Ganze geldtechnisch nicht ganz so rosig aussieht, was eine Übernahme für mich persönlich unattraktiver macht.
Davon abgesehen hat man hier gute Aufstiegschancen und sämtliche Angebote zur beruflichen Weiterentwicklung.
Arbeitszeiten
Die Arbeitszeiten hier sind sehr flexibel geregelt. Generell wird hier mit dem Gleitzeitmodell und den Kernarbeitszeiten 9-18 Uhr gearbeitet. Jedoch sind die konkreten Zeiten sehr stark von der Agentur und dem Team abhängig.
Overall kann man die Arbeit aber sehr flexibel seinem individuellen Tagesrythmus anpassen - die Work-Life-Balance ist also absolut gegeben!
Ausbildungsvergütung
Auch wenn die Vergütung leicht über dem Branchenschnitt für Ausbildungen in diesem Bereich liegt, ist sie absolut nicht genug um ein entspanntes Leben zu führen. Das liegt sicherlich auch daran, dass Ausbildungen generell sehr unterbezahlt sind, allerdings wird die Vergütung auch nicht der aktuell vorherrschenden Inflation angemessen angepasst, was sehr schade ist.
Wenn man also noch etwas anderes außer Essen, Schlafen und Arbeiten machen möchte, ist das ohne Nebenjob, finanzielle Unterstützung der Eltern oder regelmäßige Ins-Dispo-Rutschen nicht machbar.
Die Ausbilder
Die Ausbilder*innen wechseln von Station zu Station, man hat aber immer eine Hauptansprechperson bei der HR. Einem wird immer auf Augenhöhe begegnet und man wird in den meisten Abteilung sehr gut betreut und lernt dadurch sehr viel in kurzer Zeit. Die betreffenden Personen wissen auf alle Fälle wovon sie reden und man fühlt sich insgesamt gut aufgehoben.
Spaßfaktor
Der Spaßfaktor ist für mich persönlich immer sehr stark von der aktuellen Abteilung abhängig. Insgesamt kann ich aber sagen, dass ich an den meisten Tagen aufstehe und Lust habe habe zu Arbeiten bzw. ins Office zu fahren, da ich weiß, dass mir die Arbeit hier generell sehr viel Spaß macht. Auch wenn es zwischendurch manchmal stressig werden kann, wird hier selten die gute Laune verloren.
Die Abwechslung in den verschiedenen Arbeitsbereichen trägt für mich auch ungemein dazu bei, dass es nicht langweilig wird und man die Lust an ständig wiederkehrenden, manchmal auch unbeliebteren, Aufgaben nicht verliert.
Aufgaben/Tätigkeiten
Von "klassischen Azubiaufgaben" bekommt man hier wenig mit. In den meisten Fällen hat man eine "Langzeitaufgabe" in jeder Abteilung, die man während des selten vorkommenden Leerlaufs bearbeiten kann. Blöd rumsitzen und Löcher in die Luft starren kommt also so gut wie nie vor.
In der Regel wird man weitestgehend und so weit es eben möglich ist im Tagesgeschäft mitgenommen und eingesetzt und darf häufig nach einer kurzen Einarbeitungsphase in der jeweiligen Abteilung eigen Aufgaben oder Teilbereiche im Rahmen des Möglichen komplett in Eigenregie übernehmen. Ich persönlich finde, dass der Lerneffekt dadurch noch viel größer wird.
In einigen Abteilungen sind die Aufgaben generell etwas eintönig, in anderen dafür umso vielseitiger.
Variation
Wie bereits oben erwähnt, über zu wenig Variation bei den Aufgaben und/oder Abteilungen kann man sich hier eigentlich nicht beklagen.
Respekt
Respekt ist natürlich am Ende auch immer eine individuelle und persönliche Sache und stark von einem selbst und dem jeweiligen Gegenüber abhängig.
Davon abgesehen kann ich wirklich sagen, dass das hier mit Abstand eines der respektvollsten Umfelder ist in dem ich je gearbeitet habe. Grade durch die Du-Kultur, die hier auf allen Ebenen gelebt wird, finde ich das Respektlevel umso besser, da man sich viel mehr auf Augenhöhe miteinander befindet.