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Technologies 
AG
Bewertung

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Mehrfachbewertung

Solider Arbeitgeber mit Stärken, aber auch Luft nach oben

3,2
Empfohlen
Mehrfachbewertung
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Marketing / Produktmanagement bei OPEN MIND Technologies AG gearbeitet und diesen Arbeitgeber mehrfach bewertet. (Mitarbeiter:innen dürfen ihren Arbeitgeber einmal im Jahr bewerten.)

Gut am Arbeitgeber finde ich

Gut finde ich das interessante Arbeitsumfeld in der zerspanenden Fertigung, das positive Image des Unternehmens und ein weiterhin starkes CAD-/CAM-Produkt. Der Großteil der Mitarbeiter bringt sich mit hohem Einsatz ein. Der Erfolg von OPEN MIND beruht aus meiner Sicht vor allem auf den engagierten Kollegen weltweit.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Die starke Ausrichtung auf Kosten und kurzfristige Kennzahlen ist in wirtschaftlich schwierigen Zeiten nachvollziehbar. Eine ausgewogenere Balance zwischen Kostendisziplin und Investitionen in Personal, Produkte und zukünftige Entwicklungen wäre dennoch sinnvoll.

Verbesserungsvorschläge

Wichtige Stellen sollten konsequent nachbesetzt werden, vor allem in den technischen Bereichen und im Produktmanagement. Nur durch gezielte Neueinstellungen lässt sich die hohe Arbeitsbelastung dauerhaft reduzieren und besser auf mehrere Schultern verteilen. Außerdem wünsche ich mir mehr Mut zu Investitionen und echter Weiterentwicklung, statt Entscheidungen hauptsächlich an guten Zahlen auf dem Papier auszurichten.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre hat in den vergangenen Jahren deutlich gelitten. Einsparungen und Personalabbau prägen den Arbeitsalltag. Wichtige Stellen werden nach dem Ausscheiden von Mitarbeitenden häufig nicht nachbesetzt. Stattdessen wird die zusätzliche Arbeit auf Kollegen verteilt, die bereits ausgelastet sind. Es entsteht zunehmend der Eindruck, dass vor allem die Zahlen auf dem Papier stimmen müssen. Das wirkt sich spürbar auf die Stimmung aus.

Kommunikation

In jedem Quartal findet ein Town-Hall-Meeting statt. Darüber hinaus bleiben jedoch auch wichtige Unternehmensinformationen teilweise den Führungskräften vorbehalten. Offene Stellen werden intern nur selten kommuniziert, sodass manche Neueinstellungen überraschend kommen. Auch die Kommunikation zwischen den Abteilungen hat sich verschlechtert, vermutlich aufgrund der hohen Arbeitsbelastung. Der Informationsaustausch funktioniert dadurch weniger zuverlässig und notwendige Informationen für den Arbeitsalltag sind oft nur umständlich zu bekommen.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt unter den Kollegen ist grundsätzlich gut. Im täglichen Umgang herrscht meist eine freundschaftliche Atmosphäre und man unterstützt sich gegenseitig. Das Verhältnis zu den Führungskräften hängt dagegen stark vom jeweiligen Abteilungsleiter ab. Während der Umgang in einigen Bereichen offen und kollegial ist, wirkt er in anderen deutlich kühler und distanzierter.

Work-Life-Balance

Die Arbeitsbelastung ist seit einiger Zeit in vielen Abteilungen sehr hoch. Hier macht sich deutlich bemerkbar, dass wichtige Stellen nicht nachbesetzt wurden. Homeoffice ist grundsätzlich möglich, die Regelung dazu wird jedoch schlecht kommuniziert. Je nach Aussage sind zwei oder drei Tage vorgesehen. Gleichzeitig gibt es Kollegen, die häufiger von zu Hause arbeiten, was bei anderen für Unmut sorgt.

Es gibt 30 Urlaubstage und eine Vertrauensarbeitszeit. Arzttermine können problemlos wahrgenommen werden. Überstunden an normalen Arbeitstagen werden allerdings nicht angerechnet. Berücksichtigt werden nur zusätzliche Arbeitstage an Wochenenden oder Feiertagen. Viele Kollegen arbeiten regelmäßig mehr als die vereinbarten 40 Stunden. Eine Arbeitszeiterfassung wird vom Management bisher abgelehnt. Aus meiner Sicht ist das eher im Interesse des Unternehmens als der Mitarbeiter.

Vorgesetztenverhalten

Das Verhalten der Vorgesetzten ist je nach Führungskraft sehr unterschiedlich. Manche führen ihre Teams offen und freundschaftlich, andere deutlich kühler und distanzierter. Der Umgang ist insgesamt jedoch größtenteils fair.

Es gibt jährliche Feedbackgespräche und Befragungen durch HR. Die Rückmeldungen werden zwar erfasst, daraus entstehen aber nur selten nachvollziehbare oder spürbare Veränderungen. Projekte und Arbeitsbelastung werden regelmäßig besprochen. Diese Gespräche dienen jedoch eher als Statusupdate für den Vorgesetzten und weniger dazu, gemeinsam Prioritäten zu setzen oder für Entlastung zu sorgen.

Interessante Aufgaben

Der CAD-/CAM-Bereich ist fachlich sehr interessant. Das Unternehmen und seine Produkte haben nach außen ein gutes Image. Im Arbeitsalltag zeigt sich jedoch, dass angekündigte Funktionen teilweise verspätet erscheinen oder technisch nicht wie ursprünglich angekündigt umgesetzt werden.

Der Kontakt zu Partnern, Maschinenherstellern und Werkzeuganbietern sorgt regelmäßig für interessante Projekte. Gleichzeitig entsteht seit einiger Zeit das Gefühl, dass sich viele Aufgaben wiederholen und lediglich der Partner oder das Bauteil wechselt. Für echte neue Entwicklungen fehlen häufig die Kapazitäten. Das dürfte auch an der dauerhaft knapp gehaltenen Personalstärke liegen.

Gleichberechtigung

Der Maschinenbau ist nach wie vor stark männlich geprägt. Bei OPEN MIND wird Gleichberechtigung jedoch gut gelebt. Frauen sind sowohl in technischen als auch in administrativen Bereichen in unterschiedlichen Positionen vertreten und werden aus meiner Sicht gleichberechtigt behandelt.

Umgang mit älteren Kollegen

Ältere Kollegen sind im Unternehmen häufig wichtige Säulen und wertvolle Wissensquellen. Viele geben ihre Erfahrung gern an andere weiter. Der Altersdurchschnitt bei OPEN MIND ist vergleichsweise hoch. Zahlreiche langjährige Kollegen überzeugen durch Leistung und Einsatzbereitschaft. Gleichzeitig gibt es auch Fälle, in denen eine geringere Leistung über längere Zeit vom Team aufgefangen wird.

Arbeitsbedingungen

Der sehr heiße Sommer 2026 hat deutlich gezeigt, dass das Raumklima verbessert werden müsste. Nur wenige Räume sind klimatisiert. In den übrigen Büros war das Arbeiten zeitweise unangenehm.

Tische, Computer und Monitore entsprechen grundsätzlich einem guten Standard. Einige Büros wurden modernisiert und neu eingerichtet, viele andere wirken dagegen eher älter. Software und Arbeitsmittel stehen in ausreichendem Umfang zur Verfügung. Gleichzeitig wird weiterhin stark an Excel und älteren Planungstools festgehalten. Die Einführung moderner Lösungen, beispielsweise KI-Tools, dauert oft lange oder scheitert teilweise bereits an vergleichsweise kleinen Investitionen.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Auf dem Firmengebäude befindet sich eine große Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung. Darüber hinaus sind mir keine größeren Umweltmaßnahmen bekannt. Elektroautos und Plug-in-Hybride werden als Firmenfahrzeuge vom Vorstand bisher abgelehnt. Als Begründung wird angeführt, dass die Außendienstmitarbeiter täglich ausreichend Reichweite für Kundenbesuche benötigen. Der frühere Diesel-only-Ansatz wurde inzwischen zumindest um Benziner erweitert. Aus meiner Sicht bieten aktuelle Elektroautos jedoch bereits praxistaugliche Reichweiten, weshalb die bisherige Begründung nicht mehr vollständig überzeugt.

Soziales Engagement findet vor allem durch eine jährliche Spende zu Weihnachten statt. Hier könnte das Unternehmen deutlich mehr tun und sich stärker in der örtlichen Kommune einbringen.

Gehalt/Benefits

Die Gehaltsunterschiede sind teilweise selbst innerhalb einer Abteilung deutlich. Nach meinem Eindruck wird nicht immer die tatsächliche Leistung vergütet, sondern häufig auch die Dauer der Firmenzugehörigkeit. Eine Gehaltstransparenz gibt es nicht. Dadurch hängt das Gehalt stark vom Verhandlungsgeschick des einzelnen Mitarbeiters oder Bewerbers ab.

Größere Gehaltssprünge sind nur schwer zu erreichen. Regelmäßige Performance-Anpassungen bewegen sich meist in einem sehr niedrigen Prozentbereich. Auch Absprachen mit Vorgesetzten und HR werden nicht immer umgesetzt oder auf höherer Ebene wieder gestoppt. Mein Tipp: Gehaltswünsche möglichst frühzeitig ansprechen, da diese offenbar bereits bei der Budgetplanung berücksichtigt werden müssen.

Zu den Zusatzleistungen gehören JobRad, Wellpass, Homeoffice sowie täglich kostenlose Getränke und an einigen Tagen Obst. Firmenhandys stehen häufig auch zur privaten Nutzung zur Verfügung. Dienstwagen erhalten vor allem Mitarbeiter im Außendienst und viele Führungskräfte. Aktuell wird jedoch versucht, die Anzahl der Firmenwagen zu reduzieren, wodurch bestehende Fahrzeuge teilweise wieder entzogen werden.

Image

Das Image von OPEN MIND ist gut. Die Produkte und Softwarelösungen genießen international eine hohe Anerkennung. Besonders in der CNC-Fertigung hat das Unternehmen einen sehr guten Ruf, was im Kontakt mit Kunden und Partnern deutlich wird.

Auf diesem Image sollte man sich jedoch nicht zu lange ausruhen. Andere CAM-Hersteller holen mit großen Schritten auf. Außerhalb der Fertigungsindustrie ist OPEN MIND dagegen nur wenig bekannt.

Karriere/Weiterbildung

Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es gelegentlich. Allen Mitarbeitern steht LinkedIn Learning zur Verfügung. Die Plattform bietet zwar viele Inhalte, folgt aber eher dem Gießkannenprinzip und ersetzt aus meiner Sicht keine gezielte fachliche Weiterbildung. In einigen Abteilungen werden auch externe Schulungen ermöglicht, allerdings eher unregelmäßig. Insgesamt könnten Weiterbildungsangebote und die individuelle Förderung deutlich ausgebaut werden.

Die Möglichkeiten zum beruflichen Aufstieg sind begrenzt. Häufig gelingt eine Weiterentwicklung nur durch einen internen Wechsel in eine andere Abteilung. Es wurden zwar einige Teamlead-Positionen geschaffen, diese Aufgaben kommen jedoch teilweise zusätzlich zum bisherigen Arbeitsalltag hinzu. Für solche Rollen müssten konsequent zeitliche Freiräume und Kapazitäten geschaffen werden.

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.