Gut am Arbeitgeber finde ich
- die Teamkollegen war der einzige Grund den Ausbildungsbetrieb nicht zu wechseln
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- Unrealistische Forderung der Geschäftsführung passt nicht mit Work-Life-Balance zusammen
- Jährlich erhöht man die Vorgaben, ohne das man das Gehalt anpasst (bei Festangestellten)
- ReDesigns + neue Funktionen für Produkte, statt Ursachenbehebung (alte Fehler bleiben bestehen und neue kommen dazu)
- Man achtet nur auf Monitoring, solange die Zahlen stimmen wird nichts für das Team unternommen, egal ob unterbesetzt und immer neue Aufgaben für die Mitarbeiter hinzu kommen
- Ausarbeitung von Rechtsfällen nicht auf die Mitarbeiter abschieben sondern den Team-/Abteilungsleitern geben
Verbesserungsvorschläge
- Ausbildungsberufe korrekt vermitteln
-> Azubi eine Abteilung zuweisen, wo er seinen Ausbildungsberuf auch praktisch erlernt und nicht nur theoretisch in der Schule und im Betrieb ganz andere Aufgaben hat
Arbeitsatmosphäre
Man versucht immer 2 Azubis pro Jahr zu haben.
Zusätzlich wird von den Mitarbeitern / Teamkollegen ernst genommen, jedoch nicht von Vorgesetzten wir z.B. der Teamleitung.
Karrierechancen
Die Marketingstrategie nach außen äußert an dieser Stelle soviel Potential, aber in der Realität merkt man schnell das man nur sehr schwierig innerhalb des Unternehmens aufsteigen kann.
Es sei denn man versteht sich sehr sehr gut mit "Rang höheren" Personen (Teamleitung, Abteilungsleitung etc.), diese werden dann dafür sorgen, das man in der Karriereleiter höher kommt. Aber aus eigener Kraft bzw. eigener gezeigter Leistung und der dementsprechenden Bewerbung ist dies nahe zu unmöglich.
Top Job und die anderen Titel und Zertifikate sind gekauft, denn wenn man alleine die Mitarbeiter intern fragt, würde der Titel " TOP-ARBEITGEBER" nicht vergeben werden. Auch einige Zertifikate was z.B. den Datenschutz angeht sind mehr als fraglich, denn wenn man einmal dort gearbeitet hat wird man es merken.
Arbeitszeiten
Überstunden fallen gelegentlich an. Diese Zeit kann man dann aber mit Rücksprache mit der Teamleitung (TL) ausgleichen. Auch wenn man mal z.B. einen Arzttermin in den frühen Morgenstunden hat ist dies kein Problem, solange man das vorher mit der TL abklärt.
Gearbeitet wird vom Montags - Freitags vom 8:00/8:30 - 16:30/17:00.
Ausbildungsvergütung
Man bekommt sowohl Urlaubs- als auch Weihnachtstantieme und auch der Lohn wird pünktlich bezahlt.
Die Ausbildungsvergütung war am Anfang meiner Ausbildung eher unterdurchschnittlich, wurde aber angepasst, sodass die Azubis die 2020 anfangen im ersten Lehrjahr fast genauso viel verdienen wir ich im letzten Lehrjahr.
Die Ausbilder
Sind freundlich und helfen weiter, egal ob schulisch oder betriebliche Probleme.
Halten sich aber beim verkürzen der Ausbildung nicht an die Vorgaben, dass wenn man Fachabi/Abitur hat verkürzen kann.
Dort werden dann die Azubis unterschiedlich behandelt.
Ich z.B. durfte nicht verkürzen weil man dafür einen Durchschnitt von 2,49 braucht und ich diesen leider sehr knapp (+0,1) verfehlt habe. Jedoch ein mit Azubi der den selben Abschluss hatte und schlechtere schulische Ergebnisse durfte verkürzen. Weshalb dies so ist wollte mir kein Ausbilder Auskunft drüber geben.
Spaßfaktor
Anfangs macht es sehr viel Spaß, nachdem man aber sieht das viele Kollegen das Unternehmen verlassen und man sich auch nicht um Verstärkung kümmert, geht der Spaßfaktor an der Ausbildung/Arbeit nach und nach verloren.
Sodass man letzt endlich immer mit einem unguten Gefühl zu Arbeit fährt, mit dem Hintergedanken das wieder mal etwas passiert ist (Dienste wieder mal ausgefallen, nächster Mitarbeiter weg etc.) und man alle anfallenden Aufgaben mit immer weniger Mitarbeitern bewältigen muss.
Aufgaben/Tätigkeiten
Habe keinerlei Aufgaben bzgl. meiner Ausbildung gehabt außer die telefonische Kundenbetreuung. Der Bezug zum eigentlichen Ausbildungsberuf, wie man z.B. ein Netzwerk einrichtet oder Subnetze erstellt werden NUR schulisch vermittelt.
Auch wenn man dies bei den Teamleitern/Ausbildungsbeauftragten anmerkt wird nichts unternommen.
Zudem kommt, dass man in stark unterbesetzten Büros sitzt und mit dem stetig wachsende Kundenstamm werden die Anfragen dementsprechend auch mehr. Aber anstatt sich um Verstärkung fürs Team zu kümmern schaut man sich nur die Zahlen auf dem Monitoring an und solange diese stimmen passiert hier leider nichts.
Man selber als Mitarbeiter hat demnach immer mehr Stress auf der Arbeit, um die anfallenden Anfragen zeitnahe zu bearbeiten. Aber den Teamleitern ist der enstehende Stress auf die Mitarbeiter egal, solange die Zahlen vom Monitoring stimmen.
Sobald man aber über die durchschnittlichen Krankheitstage (19,9T pro Jahr - stand 2018) kommt, ggf. auf Grund des Stress o.ä wird man zu einem Gespräch ins Teamleiterbüro geholt und einem wird vor Augen gehalten dass man ja die "ganze Zeit" fehle.
Variation
Anfangs in der Ausbildung wird man die unterschiedlichen Bereiche kennen lernen, aber sobald man in einer Abteilung fester Azubi ist, kommt nur sehr wenig neues hinzu.
Abwechslung wird dann nicht mehr geboten, sondern man macht dann nur noch die immer gleich anfallenden Aufgaben und zusätzlich die neu anfallenden Aufgaben, weil man zu wenig Mitarbeiter hat.
Respekt
Die Teamkollegen und auch alle anderen Mitarbeiter haben mich immer mit Respekt behandelt, anders als meine Teamleitung die gerne mal als Strafe, wenn man etwas nicht direkt wusste, dich die Cloud (für die Programme/Apps die vertrieben werden) aufzeichnen und erklären lassen
Und wehe man kommt durch ggf. der entstehenden Nervosität bei der Erklärung ins stocken, dann werden Sie gerne mal ein wenig unverschämt.
Hinzu kommt noch das man ja NUR ein Azubi ist und die Arbeit die man leistet nicht so wertgeschätzt wird, als wäre man ein normaler Festangestellter. Obwohl man genau die selben Aufgaben wie ein normaler Festangestellter macht und bearbeitet.