Starkes Team, aber Führung mit deutlichem Verbesserungsbedarf
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Basis im Unternehmen – die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – ist stark. Leider wird dieses Potenzial durch schwaches und teilweise realitätsfernes Management verschenkt. Es wäre wünschenswert, wenn die Unternehmensführung sich stärker an Leistung, Kompetenz und konstruktivem Feedback orientieren würde, anstatt einzelne Personen zu protegieren, die dem Unternehmen eher schaden als nützen.
Verbesserungsvorschläge
Ein großer Verbesserungsbedarf besteht aus meiner Sicht im Bereich des Managements. Es wirkt oft so, als seien zentrale Führungspositionen nicht mit Personen besetzt, die über die notwendigen fachlichen oder sozialen Kompetenzen verfügen. Ein Beispiel ist die Leitung des digitalen Bereichs, bei der sowohl grundlegende digitale Kenntnisse als auch Führungsqualitäten kaum erkennbar sind. Das Verhalten wirkt oft unangemessen und wenig professionell, was sich negativ auf die Mitarbeitermotivation und die Qualität der Arbeit auswirkt.
Besonders bedenklich ist, dass solche Defizite anscheinend von der Unternehmensleitung nicht nur toleriert, sondern teilweise sogar unterstützt werden. Kritische Stimmen aus den Teams werden kaum gehört, gute Mitarbeiter verlassen das Unternehmen – oft, weil sie sich nicht wertgeschätzt fühlen oder keinen Sinn in ihrer Arbeit unter dieser Führung sehen. Dieses Problem beschränkt sich leider nicht auf eine Abteilung, sondern betrifft mehrere Bereiche des Unternehmens.
Ein weiteres Beispiel ist das Format der PI-Meetings, das bei vielen Mitarbeitenden auf Unverständnis und Frustration stößt. Statt Raum für sinnvollen Austausch oder Motivation zu schaffen, dienen diese Meetings häufig eher als Plattform zur Selbstdarstellung einzelner Führungskräfte – ohne echten Mehrwert für die Belegschaft.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das Unternehmen präsentiert sich nach außen als nachhaltig und umweltbewusst – beispielsweise mit der Initiative, Bäume zu pflanzen. Leider deckt sich dieser Eindruck nicht mit der Realität im Arbeitsalltag. Viele dieser Maßnahmen wirken eher wie reines Greenwashing, da sie entweder seit längerer Zeit nicht mehr aktiv verfolgt wurden oder nie in einem nennenswerten Umfang umgesetzt wurden. Nachhaltigkeit scheint eher ein Marketinginstrument zu sein als ein wirklich gelebter Unternehmenswert.

