...dauerhaft in Erinnerung geblieben...
Arbeitsatmosphäre
In den Kliniken, in denen man eingesetzt wird, ist es wie überall im Krankenhausbereich. Tendenziell hat man als Vertretungsarzt sogar weniger Ärger und Stress, sobald man sich etwas eingearbeitet hat, weil man weniger in langfristige Abteilungsabläufe eingebunden ist.
Work-Life-Balance
Das kann man vergessen. Ich hatte einen Vertrag mit 35-h-Woche abgeschlossen. Praktisch hat das keine Rolle gespielt, da die Überstunden nie abgebaut, sondern ausbezahlt wurden. Die negative Konsequenz ist, dass man bei Vollzeitarbeit, dann im Urlaub das auf die 35-h-Woche brechnete Entgelt erhält. Es war also ein Schnitt ins eigene Fleisch.
Karriere/Weiterbildung
Das spielt wie generell im Vertretungsarztbereich keine Rolle.
Gehalt/Benefits
Natürlich verdient man besser als in der Festanstellung. Ich verdiene aber seither in Zusammenarbeit mit anderen Agenturen oft mehr und entscheide alleine, welche Angebote ich annehme. Pacura ist möglicherweise vom Gehalt her attraktiv für Leute, die gerne viel nachts und am Wochenende arbeiten, da diese Zeiten bei Pacura besser als anderswo vergütet werden.
Man muss bzgl. Gehalt sehr aufpassen: U.a. sind die Gehaltsverhandlungen dauerhaft in Erinnerung geblieben.
Man muss alles, insbes. Arbeitsstundenberechnungen, also was Pacura aus den sog. Stundenzetteln macht, kontrollieren, da alles fehleranfällig ist.
Kollegenzusammenhalt
nicht bewertbar
Umgang mit älteren Kollegen
nicht bewertbar
Vorgesetztenverhalten
Eine Zusammenarbeit mit den sog. Disponenten ist seriös nicht mgl. gewesen.
Man wird im Urlaub kontaktiert und aufgefordert, dringend mit Kliniken zu telefonieren, die angeblich für einen kardiologischen Einsatz suchen. Man opfert die Zeit. Das Gegenüber stellt sich dann nicht als der von Pacura angekündigte Chefarzt vor, sondern als Assistentensprecher, der zu sagen weiss, dass es um Nachtdienste in der Notaufnahme geht, und sich sicher ist, dass Pacura das auch wisse.
Man nimmt nach einem Einsatz erst einmal nur eine Woche Urlaub, da der Disponent einem sagt, übernächste Woche hätte man vielleicht einen kardiologischen Einsatz zu bieten. Man vereinbart, dass man dann, wenn das nicht klappt, den Urlaub verlängert. Anstelle des kardiologischen Einsatzes oder der besprochenen Verlängerung des Urlaubes erhält man dann den "Marschbefehl" zu den oben erwähnten Nachtschichten in einer Notaufnahme. Das war dann auch für mich nach 7 kurzweiligen Monaten der Kündigungsgrund.
Kommunikation
Es ließ in jeder Hinsicht zu wünschen übrig.
In einem Fall verlängerte man sechs Wochen vor Ende einen Einsatz. Vier Wochen später fiel Pacura auf, dass man unterlassen hatte, auch die Wohnungsbuchung zu verlängern. Die Verlängerung der Wohnungsbuchung war dann unmöglich, was mich überraschte, da es während des absoluten Beherbungsverbotes wg. Pandemie im Frühjahr 2021 war. Es stellte sich schließlich heraus, dass mir zwischenzeitlich die Wohnung von einer anderen Agentur für einen Vertretungsarzt, der dann in die Abteilung, in der ich eingesetzt war, zusätzlich kam, weggeschnappt worden war. Was ich stattdessen kriegte, war ein Alptraum.
Gleichberechtigung
nicht bewertbar
Interessante Aufgaben
Pacura ist uninteressant für spezialisierte Internisten, die gerne in ihrer Subspezialisierung arbeiten wollen. Kardiologische Einsätze hat man mir zwar immer versprochen, aber nie beschafft. Seit 3 Jahren arbeite ich mit anderen Agenturen zusammen und mache nur noch meist sehr langfristige kardiologische Oberarzt- und Chefarztvertretungen. In dem Segment hat Pacura nie etwas geboten.