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Bewertung

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Arbeitgeberbewertung: „Außen hui, innen igit“

1,5
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 im Bereich IT in Augsburg-Innenstadt gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Positiv hervorzuheben ist lediglich der starke Zusammenhalt unter einigen Kollegen, die sich im gemeinsamen Leid gegenseitig stützen. Wer eine hohe Frustrationstoleranz entwickeln möchte, findet hier das ideale Trainingslager für extremes Krisenmanagement. Ansonsten bietet der Arbeitgeber leider kaum Anhaltspunkte für eine ehrliche Weiterempfehlung oder positive Aspekte in der Unternehmenskultur.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Die Geschäftsführung praktiziert eine extreme Kontrollmentalität und nutzt das „Familien“-Image lediglich als Vorwand zur Ausbeutung. Das Bonusmodell ist eine bewusste Täuschung, die den Kollegenzusammenhalt vergiftet, während Fehlplanungen durch Überstunden erzwungen werden. Eine absolute Beratungsresistenz der Führung sorgt dafür, dass konstruktive Kritik ignoriert wird und die Fluktuation bei Leitern und Fachkräften stetig steigt.

Verbesserungsvorschläge

Jedes konstruktive Feedback prallt an der Führungsebene ab, da Kritik grundsätzlich als persönlicher Angriff gewertet wird.

Arbeitsatmosphäre

Es herrscht eine Kultur der Angst und extremen Kontrolle. Nach außen wird das Image einer „Familie“ gepflegt, doch intern ist das nur eine Floskel, um bedingungslose Loyalität einzufordern. Die Atmosphäre ist durch Misstrauen und Überwachung vergiftet.

Image

Das Unternehmen leidet unter einer massiven Fluchtwelle, die sowohl erfahrene Abteilungsleiter als auch qualifizierte Mitarbeiter umfasst. Kunden bemerken die mangelnde Kontinuität, was bereits zum Verlust zahlreicher Bestandskunden und wichtiger Projekte geführt hat. Die hohe Fluktuation ist das nach außen sichtbarem Zeugnis einer gescheiterten Führungskultur, die sowohl Experten als auch Führungskräfte vertreibt.

Work-Life-Balance

Nicht vorhanden. Schwere Fehlplanungen im Projektmanagement werden systematisch durch massive Überstunden der Mitarbeiter aufgefangen. Privatleben wird als Luxus betrachtet.

Karriere/Weiterbildung

Eine gezielte Personalentwicklung oder strukturierte Karriereplanung ist im gesamten Unternehmen praktisch nicht existent. Weiterbildungen werden kaum angeboten und müssen im Zweifelsfall als Privatleistung eigenständig finanziert und organisiert werden. Wenn doch einmal Schulungen genehmigt werden, finden diese unter massivem Zeitdruck parallel zum ohnehin hohen Projektgeschäft statt. In einem Umfeld ohne fachliche Förderung und mit veralteter HR-Beratung bleibt die eigene Karriere faktisch auf der Strecke.

Gehalt/Benefits

Das versprochene Bonusmodell ist ein rein theoretisches Konstrukt, das durch komplexe Berechnungen in der Praxis nie aufgeht. Die Personalabteilung agiert auf dem Wissensstand von vor 20 Jahren und bietet keinerlei moderne Sozialleistungen an. Durch massive Fehlberatung der HR zu Elternzeit und Arbeitsmodellen entstehen jungen Vätern und Müttern echte finanzielle Nachteile. Das System nutzt unerreichbare Boni als „Karotte vor der Nase“, um Mitarbeiter ohne reale Gegenleistung zu Überstunden zu treiben.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Reines Greenwashing. Nachhaltigkeit und soziales Engagement existieren nur für das Marketing. Es werden gezielt Zertifizierungen eingekauft, um ein sauberes Image zu suggerieren, während die tatsächliche Praxis das Gegenteil zeigt. „Scheinprojekte“ dienen der Selbstdarstellung, haben aber keinen realen Impact.

Kollegenzusammenhalt

Wird durch das Bonusmodell gezielt zerstört. Man, ist gezwungen, Kollegen „in die Pfanne zu hauen“, um Ziele zu erreichen. Teamgeist wird durch Ellenbogenmentalität ersetzt.

Umgang mit älteren Kollegen

Ältere Kollegen werden eher als Kostenfaktor statt als Know-how-Träger gesehen. Es gibt keine Wertschätzung für langjährige Erfahrung; sie werden im System „mitgeschleift“, aber nicht gefördert oder respektiert.

Vorgesetztenverhalten

Rein profitorientiert und empathielos. Wer aufgrund der Belastung ein Burnout erleidet, wird eiskalt fallen gelassen. Es gibt keinerlei Fürsorgepflicht, nur Verschleiß von Humankapital.

Arbeitsbedingungen

Veraltete Hardware. Es gibt keinen proaktiven IT-Support oder moderne Standards. Lautes Großraumbüro sehr wenig Rückzugsmöglichkeiten, was die Konzentration erschwert. Um notwendige Software-Updates oder funktionierendes Equipment muss man sich mühsam selbst bemühen. Ein effizientes Arbeiten wird hier aktiv behindert.

Kommunikation

Einseitig. Es wird „Wasser gepredigt und Wein getrunken“. Die Geschäftsleitung fordert Transparenz und Einsatz, agiert selbst aber intransparent und rein vorteilsbedacht.

Gleichberechtigung

Frauen werden systematisch unterschätzt. Kompetenzen werden abgesprochen, Aussagen angezweifelt und Aufgaben doppelt nachkontrolliert. Es herrscht ein veraltetes Rollenverständnis, bei dem Frauen sich doppelt beweisen müssen, um halb so viel Vertrauen wie männliche Kollegen zu erhalten. Diversität scheint nur auf dem Papier zu existieren. In der Praxis werden Barrieren aufgebaut, die den Aufstieg oder auch nur die tägliche Arbeit von Frauen erschweren.

Interessante Aufgaben

Eigentlich vorhanden, werden aber durch das Mikromanagement und den permanenten Druck komplett entwertet.

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.