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PERBILITY 
GmbH
Bewertung

Vom Piraten zur Navy: Aus Eigenverantwortung und Kultur wird zunehmend Großkonzern – schade um die Entwicklung.

2,0
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung bei PERBILITY GmbH in Bamberg gearbeitet.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Die Entwicklung des Unternehmens in den vergangenen ein bis zwei Jahren. Insbesondere die Veränderungen bei Führung, Unternehmenskultur und Entscheidungsprozessen haben sich aus meiner Sicht deutlich negativ entwickelt.

Verbesserungsvorschläge

Eine stärkere Rückbesinnung auf die ursprünglichen Werte und die Unternehmenskultur wäre aus meiner Sicht dringend notwendig. Die Mitarbeiter und Teams kennen ihre Arbeitsabläufe und Herausforderungen am besten und sollten daher wieder stärker in Entscheidungen einbezogen werden.

Weniger Top-down-Vorgaben und mehr Vertrauen in die eigenen Mitarbeiter würden aus meiner Sicht zu besseren und nachhaltigeren Entscheidungen führen. Zudem sollte der Fokus nicht bei jeder Gelegenheit auf Gewinnmaximierung liegen. Ein Unternehmen besteht nicht nur aus Kennzahlen und Ergebnissen – eine funktionierende Kultur und zufriedene Mitarbeiter sind langfristig ebenso entscheidend.

Arbeitsatmosphäre

Der Arbeitgeber entwickelt sich zunehmend zu einem klassischen Großkonzern. Entscheidungen werden immer häufiger zentral und ohne ausreichende Einbindung der betroffenen Mitarbeiter oder Teams getroffen. Dabei scheint die vorhandene fachliche Expertise immer weniger berücksichtigt oder wertgeschätzt zu werden.

Wo früher stärker auf Eigenverantwortung und Entscheidungen aus den Teams heraus gesetzt wurde, dominiert inzwischen ein klarer Top-down-Ansatz. Gleichzeitig wird die bisherige Unternehmenskultur Schritt für Schritt zurückgebaut und durch zunehmend konzernartige Strukturen und Prozesse ersetzt. Die Entwicklung wirkt dadurch wenig nachvollziehbar und lässt insbesondere diejenigen außen vor, die über das notwendige Fachwissen und die praktische Erfahrung verfügen.

Kommunikation

Der interne Flurfunk funktioniert offenbar deutlich besser als die offizielle Kommunikation aus dem C-Level. Relevante Informationen und Entscheidungen werden häufig erst dann offiziell kommuniziert, wenn diese unter den Mitarbeitern längst bekannt sind.

Dadurch entsteht der Eindruck, dass Entscheidungen nicht transparent vermittelt werden, sondern die offizielle Kommunikation eher der Schadensbegrenzung dient. Eine frühzeitige, offene und nachvollziehbare Kommunikation auf Führungsebene wäre hier dringend notwendig.

Vorgesetztenverhalten

Das Verhalten einzelner Führungskräfte trägt aus meiner Sicht maßgeblich zu einem zunehmend toxischen und stark von Eigeninteressen geprägten Arbeitsverhältnis bei. Teilweise fehlt es an wertschätzender Führung und einem gemeinsamen Verständnis von Zusammenarbeit.

Interessante Aufgaben

Seit dem Wechsel im Management werden zunehmend Aufgaben und Projekte vorangetrieben, deren Sinn und Mehrwert sich teilweise nur schwer nachvollziehen lassen. Entscheidungen und Prioritäten wirken nicht immer schlüssig und führen aus meiner Sicht dazu, dass unnötige Arbeit entsteht, anstatt sich auf wirklich relevante und zielführende Themen zu konzentrieren.

Arbeitsbedingungen

Die Büroräumlichkeiten sind grundsätzlich modern, teilweise allerdings als Großraumbüros gestaltet. Problematisch ist insbesondere das fehlende Klimatisierungskonzept: In den Sommermonaten wird es bereits ab der Mittagszeit teilweise unangenehm bis kaum noch erträglich warm. Positiv ist immerhin, dass ab einer Außentemperatur von 30 °C die Möglichkeit besteht, ins Homeoffice zu wechseln.

Gehalt/Benefits

Die angebotenen Benefits sind grundsätzlich weiterhin attraktiv und stellen einen der positiven Aspekte dar. Beim Gehalt bewegt sich das Unternehmen aus meiner Sicht eher im unteren Mittelfeld.

Kritischer sehe ich jedoch die Entwicklung bei den Soft Benefits: Durch den zunehmenden Kulturwandel gehen nach und nach Dinge verloren, die das Unternehmen früher besonders gemacht haben – beispielsweise ein offenerer Umgang mit Gehältern oder das Gefühl, dass die Mitarbeiter tatsächlich im Mittelpunkt stehen. Dadurch wird das Gesamtpaket trotz weiterhin vorhandener Benefits zunehmend weniger attraktiv.


Kollegenzusammenhalt

Work-Life-Balance

Gleichberechtigung

Umgang mit älteren Kollegen

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Image

Karriere/Weiterbildung

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Arbeitgeber-Kommentar

Team HR
Team HR

Vielen Dank für dein offenes und ausführliches Feedback. Es tut uns leid, dass du die Veränderungen bei Kultur, Führung, Kommunikation und Entscheidungswegen so negativ erlebst.

Deine Punkte nehmen wir ernst: Veränderungen in einem Unternehmen können Verunsicherung auslösen. Unser Anspruch muss es sein, Transparenz zu schaffen, Perspektiven frühzeitig einzubinden und Entscheidungen verständlich zu kommunizieren. Eine offene, respektvolle und vertrauensvolle Zusammenarbeit ist für uns keine Nebensache, sondern Grundlage einer guten Arbeitskultur. Solltest du eine konkrete Situation erlebt haben, in denen diesem Anspruch nicht entsprochen wurde, möchten wir dich ausdrücklich ermutigen, diese – auch vertraulich – über unsere Klassensprecher zu kommunizieren.

Vielen Dank nochmals für deine ehrliche Perspektive. Wir bedauern, dass du unsere Unternehmenskultur und Zusammenarbeit derzeit nicht so erlebst, wie wir es uns wünschen und wie es unserem Anspruch entspricht. Deine Rückmeldung hilft uns, genauer hinzusehen und Verbesserungen anzustoßen.

Viele Grüße
Team HR

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